8. Spieltag 2. Bundesliga 2011/12



FC Erzgebirge Aue - Fortuna Düsseldorf 2:4 (0:2)
Freitag, 16.09.2011 18:00 Uhr

Gegnerinfos

Rückrundenspiel

Eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit reichte Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue nicht, um gegen Fortuna Düsseldorf zu punkten. Die Partie ging trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs 2:4 (0:2) verloren. Als der FC Erzgebirge gestern Abend zum ersten Mal auf das Düsseldorfer Tor schoss, waren im Erzgebirgsstadion bereits 49 Minuten gespielt. Doch der Schuss von Ronny König saß, Aue war wieder Spiel. Bis zum diesem Zeitpunkt führten die Gäste klar mit 2:0. Jens Langeneke eröffnete den Torreigen nach 14 Minuten mit einem verwandelten Foulelfmeter. Marc Hensel hatte zuvor den Ball vertändelt und Fortune Sascha Rösler im Strafraum unfair niedergerungen. Den zweiten Treffer erzielte Rösler mit einem direkt verwandelten Freistoß selbst. "Der Elfmeter war ganz klar mein Fehler. Das ist nicht entschuldbar", sagte der enttäuschte Marc Hensel nach der Partie. Dabei hatten die Auer noch Glück, dass Düsseldorf früh einen Gang zurückschaltete und mitunter fahrlässig mit den Chancen umging. In allen Belangen war Aue unterlegen. Das Spiel der Schmitt-Elf war viel zu behäbig, der ballführende Spieler nicht zu beneiden. Auch im Zweikampfverhalten hatten die Rheinländer klare Vorteile. Trainer Rico Schmitt setzte in der Halbzeit ein Zeichen und brachte gleich drei neue Spieler. Guido Kocer lief erstmals seit den bekannt gewordenen Ermittlungen gegen ihn in der zweiten Liga auf. Auch Publikumsliebling Skerdilaid Curri durfte nach guten Trainingsleistungen aufs Feld. Als Dritter kam Tobias Kempe in die Partie. Lachheb, Schlitte und Kern blieben in der Kabine. Auch die 10.100 Zuschauer feuerten das Team nach einem Pfeifkonzert zum Seitenwechsel wieder lautstark an. Die Wechsel machten sich bezahlt. Nach Königs Anschlusstor wachten die Hausherren auf. Die Spieler legten spielerisch und vor allem kämpferisch zwei Gänge zu. Plötzlich zeigte auch die Düsseldorfer Hintermannschaft schwächen. Nach einer schönen Freistoßvariante von Curri und Schröder verpasste König (64.) per Kopf den Ausgleich. Doch die Gäste blieben ebenfalls gefährlich. Beister (62.) und Levels (70.) hätten den alten Abstand wieder herstellen können. In der 72. Minute belohnten sich die Veilchen für ihren Einsatz. Kocer nach vom Strafraum-Eck Maß und traf per Flachschuss ins lange Eck zum 2:2. Doch damit nicht genug. Kempe (80.) zwang Almer zu einer Glanzparade. Angetrieben von Curri und Kocer spielte der FCE auf den Sieg. Das bestrafte die Fortuna eiskalt. Bei einem abgefälschten Schuss von Grimaldi hatten die Auer noch Glück, dass die Kugel knapp am rechten Pfosten vorbeiging. Die anschließende Ecke köpfte Lukimya (87.) unhaltbar für Martin Männel ins Netz. Zwei Minuten später machte Juanan mit dem 2:4 alles klar. Der Erzgebirger Abwehrspieler Thomas Paulus traf zwar in der Schlussminute noch die Latte und Kocer zielte in der Nachspielzeit knapp vorbei. Die Niederlage stand aber fest. Aue bleibt damit auch im siebten Spiel in Folge sieglos. Mittelfeldrenner Hensel hofft, dass das Team an die guten Ansätze in der zweiten Halbzeit anknüpfen kann. "Da ist jeder für jeden gerannt. Die Einstellung der Mannschaft stimmt."
Bericht von Freie Presse.de


Die Festung im Erzgebirge wurde erneut gestürmt: Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat seine Heimstärke verloren und musste beim 2:4 (0:2) gegen Fortuna Düsseldorf schon die zweite Heimschlappe in dieser Saison hinnehmen. Vor 10.100 Zuschauern im Erzgebirgsstadion gingen die Rheinländer durch einen Foulelfmeter von Jens Langeneke (14. Minute) und einem sehenswerten Freistoß von Sascha Rösler (22.) mit 2:0 in Führung. Doch die Auer zeigten nach dem Wechsel Moral und kämpften sich durch Treffer von Ronny König (49.) und Guido Kocer (72.) wieder heran. Selbst der Siegtreffer war plötzlich im Bereich des Möglichen, ehe ein erneuter Fehler bei einer Standardsituation das 3:2 für Düsseldorf durch Assani Lukimya (84.) ermöglichte. Juanan (89.) markierte den Endstand. Die Auer Mannschaft zeigte sich zu Beginn extrem verunsichert. Während Düsseldorf clever in den Zweikämpfen agierte. Auch in der 13. Minute zeigten sich die Gäste einen Schritt schneller: So musste Aues Marc Hensel an der Strafraumgrenze Sascha Rösler von den Beinen holen. Schiedsrichter Felix Zwayer zeigte auf den Punkt, Jens Langeneke verwandelte den Strafstoß sicher. Jubel brandete erst wieder auf, als Aue-Coach Rico Schmitt zur Halbzeit dreimal wechselte. So kamen Gudio Kocer, Tobias Kempe und Skerdilaid Curri für Kevin Schlitte, Enrico Kern und Adli Lachheb. Das zeigte zunächst Wirkung, doch nach tollem Schlussspurt hatte Düsseldorf dennoch das bessere Ende für sich. "Wir haben heute Moral gezeigt und uns bis zum Ausgleich wieder zurückgekämpft. Doch am Ende fehlte uns wohl etwas die Puste", Ronny König. Als ausgerechnet Kocer einen Tag nach seinem 23. Geburtstag den Ausgleich markierte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Der Spieler steht seit einigen Wochen in den Schlagzeilen, da er wegen schweren Raubes angeklagt ist. Er soll zu seiner Zeit beim SV Babelsberg zu einer Bande gehört haben, die in Berlin mehrere Cafés und Spielcasinos überfielen und ausraubten. Die Mitspieler und auch die Trainer stehen in der schweren Zeit zu ihm und nach dem Torerfolg waren die Szenen am Spielfeldrand sehr emotionsgeladen. Die Düsseldorfer jubelten am Ende ebenso heftig, immerhin bedeuten 15 Spiele hintereinander ohne Niederlage Vereinsrekord. "Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken und jetzt gegen Cottbus bestehen. Noch haben wir nichts erreicht", sagte Düsseldorfs Torschütze Sascha Rösler, der seinen Freistoß aus 27 Metern mitten durch die Auer Mauer jagte.
Bericht von lvz.de


Als Schiedsrichter Felix Zwayer die Zweitliga-Fußballpartie zwischen dem FC Erzgebirge Aue und Fortuna Düsseldorf anpfiff, konnten die Gästefans bereits auf einen harten Arbeitstag zurückblicken. Die Verkehrswege Richtung Osten hatten einen regelrechten Freitags-Infarkt erlitten, und für die ansonsten nicht einmal sechsstündige Fahrt gingen neun und mehr Stunden drauf. Viele Anhänger erlebten die ersten Spielminuten sogar noch auf der Autobahn - aber sie wurden ausreichend entschädigt. Fortuna gewann 4:2 und ist somit seit einem halben Jahr und saisonübergreifend 15 Punktspielen ungeschlagen. Die Fans beider Vereine verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft, die unter anderem mit Kombi-Schals und -Fahnen in den Farben der Klubs - rot-weiß verbunden mit lila-weiß - gepflegt wird. Dass die Auer Spieler aber auch auf dem Platz derart gastfreundlich auftreten würden, hatten die Düsseldorfer Profis sicher nicht auf der Rechnung. Die "Veilchen" behinderten die Angriffsbemühungen Fortunas lange Zeit überhaupt nicht, schauten ehrfurchtsvoll zu, wie das Team von Trainer Norbert Meier sich Chance auf Chance erarbeitete. Der frühe Rückstand wirkte dabei auf den FC Erzgebirge lähmend. Marc Hensel, in der Vorsaison noch Schütze des einzigen Treffers zum 1:0-Sieg der Aue über Fortuna, vertändelte den Ball an der eigenen Strafraumgrenze, konnte sich gegen Sascha Rösler dann nur noch durch ein Foul wehren. Jens Langeneke verwandelte den fälligen Strafstoß gewohnt sicher zum 0:1, und acht Minuten später tat es ihm Rösler bei einem 20-Meter-Freistoß gleich. Bis zum Pausenpfiff wäre ein Debakel in Lila-Weiß möglich gewesen, denn zweimal verfehlte Torjäger Thomas Bröker nach sehenswerten Soli nur hauchdünn das Tor. Beim ersten Mal bestaunten die Auer Verteidiger die Drehungen des Düsseldorfers wie entrückte Eiskunstlauf-Fans einen vierfachen Toe-Loop. Unter den gegebenen Umständen schien den beiden Startelf-Debütanten Fortunas der Einstand relativ leicht zu fallen. Tobias Levels, bis zum Saisonende von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen, verteidigte überraschend rechts für Christian Weber, der australische Nationalspieler Robbie Kruse ersetzte den verletzten Oliver Fink im linken Mittelfeld. Ein Bruch im Fortuna-Spiel war deshalb nicht erkennbar - bis zur Pause. Danach gab es plötzlich ein völlig anderes Match, sicherlich auch, weil FCE-Coach Rico Schmitt zum Äußersten gegriffen und dreimal gewechselt hatte. Fortuna hätte gewarnt sein müssen, war es aber nicht, und nach Ronny Königs Anschlusstreffer war im Erzgebirgsstadion die Hölle los. Umso mehr galt das nach dem Ausgleich des eingewechselten Guido Kocer, aber die Gäste schlugen noch einmal zurück. Ausgerechnet Assani Lukimya, der in seinen 15 Monaten bei Fortuna noch keinen Pflichtspieltreffer erzielt hatte, köpfte nach einem Eckball von Ken Ilsø zum 2:3 ein, dem Juanan per Konter noch Tor Nummer vier folgen ließ. Auch Ilsø und Juanan kamen von der Auswechselbank - Norbert Meier wollte Rico Schmitt offenbar nicht nachstehen.
Bericht von rp-online.de

Spieldaten
Heimmannschaft Was Gastmannschaft
55% Ballbesitz 45%
8 Torversuche 14
4 Schüsse aufs Tor 6
4 Schüsse neben das Tor 8
16 Freistöße 26
5 Eckbälle 4
1 Abseits 0
26 Einwürfe 20
2 Gehaltene Bälle 2
15 Abstöße 10
25 Fouls 16
4 Gelbe Karten 2


Aufstellung FC Erzgebirge Aue

1 Männel
5 Lachheb 4 Paulus
2 Le Beau 15 Klingbeil
20 Schröder 22 Hensel
6 Schlitte           18 Kern  17 Hochscheidt
7 König

Einwechslungen:
46. Curri für Kern
46. Kempe für Lachheb
46. Kocer für Schlitte

Kader:
Flauder - Müller, Höfler, Könnecke

Aufstellung Fortuna Düsseldorf

1 Almer
5 Lukimya 6 Langeneke
19 Levels 21 van den Bergh
13 Bodzek
11 Beister      17 Lambertz        23 Kruse
30 Rösler
18 Bröker

Einwechslungen:
64. Grimaldi für Beister
76. Ilsö für Rösler
87. Juanan für Kruse

Kader:
Krauss - Weber, Aouadhi, Jovanovic


Tore:
0:1 Langeneke (14., Foulelfmeter), 0:2 Rösler (22.), 1:2 König (49., Rechtsschuss, Hochscheidt), 2:2 Kocer (72., Linksschuss, Hochscheidt), 2:3 Lukimya (84.), 2:4 Juanan (89.)


Gelb: Lachheb, Schlitte (4), Hensel (3), Kempe (2) - Beister (2), Lukimya
Gelb-Rot:
Rot:


Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Assistenten: Kai Voss, Eduard Beitinger


Zuschauer: 10.100


Fotos vom Spiel

weitere Spielberichte: Fce Homepage, Düdo Homepage, Block-A, Kicker, Mdr


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