| FC Erzgebirge Aue - SpVgg Unterhaching 2:0 (0:0) Dienstag, 09.03.2010 18:30 Uhr Vorbericht Mit einem 2:0-Erfolg im Nachholespiel des 22. Spieltages gegen die SpVgg Unterhaching zogen die Veilchen nach dem dritten Spiel ohne Niederlage und Gegentor mit Ingolstadt und Kickers Offenbach in der Tabelle zumindest punktgleich (41) und das, obwohl mit dem gelbgesperrten Tomasz Kos und den kurzfristig ausgefallenen Thomas Paulus (Magen-Darm-Infekt) die Innenverteidigung komplett ersetzt werden musste. René Klingbeil und Marco Stark sprangen in die Bresche, ließen jedoch der Spielvereinigung angesichts der nicht alltäglichen Spielposition anfangs zu viel Freiraum, was den 6.100 Zuschauern manchmal kräftig den Atem verschlug.Das erste Mal brannte es lichterloh nach nur sieben Minuten, als Rathgeber eine Zillner-Hereingabe aus neun Metern direkt ans Lattenkreuz nagelte. Keine drei Minuten später setzte sich Zillner erneut im Strafraum durch, kam durch Thomas Birk zu Fall, worauf Schiedsrichter Robert Kampka aus Mainz auf den ominösen Punkte zeigte, von dem allerdings Tobias Schweinsteiger, der jüngere Bruder des Nationalspielers und mit elf Toren beste Hachinger Torjäger, die Kugel an den Pfosten schlenzte. Noch einmal Glück gehabt und das Trainerdebüt von Matthias Lust, der Mützel und Leandro den Vorzug vor Mitterhuber und Steegmann gab, wäre mit einem Tor aus diesen 100-prozentigen Chancen sicher anders verlaufen.So aber übernahmen die Hausherren nach und nach das Kommando. Immer wieder sorgten die schnellen Vorstöße über rechts, wo der starke, wieselflinke Nico Klotz mit Ziegler Katz und Maus spielte, für Gefahr. Zumindest solange, bis das Fähnchen des Linienrichters hochschnellte und die engagierten Veilchen damit immer wieder ausgebremst wurden. Von den gefühlten 30 Armbewegungen sorgten gut die Hälfte davon für Gesprächstoff. Nach 26 gespielten Minuten setzte sich Nico Klotz endlich mal ohne Einwände der Unparteiischen durch und stand plötzlich frei vor Gäste-Keeper Kampa. Allerdings fand der Youngster mit einem nicht allzu platzierten Schuss seinen Meister in Hachings Nummer eins. Kurz vor der Pause machte es Alban Ramaj besser und versenkte die Kugel nach sensationellem Zuspiel von Jan Hochscheidt im Tor der Rot-Blauen. Doch in den Torjubel der Auer Fans platzte nicht nur der Abseitspfiff des Schiedsrichters, sondern bei manchen auch der Kragen. Zweifelsohne die schlechteste Leistung eines Linienrichter im 'Old Otto'. Da kam die Pause gerade recht und die erhitzen Gemüter suchten in den Katakomben und am Getränkestand für Abkühlung. Und das bei minus vier Grad Außentemperatur...Seis drum, die Veilchen versuchten sofort nach Wiederanpfiff das Beste aus der scheinbar manipulierten Situation zu machen und drückten aufs Tempo. Dabei vergab Alban Ramaj gleich doppelt in aussichtsreicher Position (46. /48.). Zwei Minuten später zappelte der Ball endlich im Netz. Nico Klotz setzte sich gegen Ziegler über rechts durch, seine flache Hereingabe verwertete der freistehende Najeh Braham aus sechs Metern ins rechte obere Eck zur Auer Führung. Sein elftes Saisontor schockte die Randmünchner, die seit sechs Spielen ohne Sieg sind, aber keineswegs. Im Gegenteil, die Jungs von Lust drängten auf den Ausgleich, blieben jedoch ohne Fortune. Zunächst hinderte Marc Hensel Rathgeber am Schuss, dann scheiterte Zillner nach einer Stunde gleich zweimal am sensationell reagierenden Schlussmann Martin Männel und auch der Kracher von Mützel aus gut 20 Metern war nicht ganz ungefährlich. Diese kniffligen Minuten überstanden die Veilchen wohlwollend ohne Gegentor und waren wenig später wieder Herr der Lage, aber ebenso erfolglos vor dem gegnerischen Gehäuse. So schoss Jan Hochscheidt nach Ramaj-Zuspiel erst Ziegler ab und hämmerte dann den Nachschuss drüber (66.). Najeh Brahams Versuch aus 25 Meter über Kampa hinwegzuschlenzen landete auf dem Tornetz (68.). Nach 81 Minuten hätte es Sebastian Glasner machen müssen. Er vergab nach Ablage vom unermüdlichen Alban Ramaj elf Meter halblinks freistehend vor Kampa. 120 Sekunden später zeigte der frischgebackene Ehemann aber keine Nerven, behauptete den Ball gegen Brysch und schob eiskalt an Kampa vorbei ins lange Eck zum 2:0 ein. Die letzten sieben Minuten gerieten zum Schaulaufen für die Veilchen, denn der zehnte Heimsieg war zu diesem Zeitpunkt schon perfekt. "Die Zuschauer haben ein intensives und hochklassiges Spiel gesehen. In der Anfangsphase hatten wir das Glück auf unserer Seite. Nach der 1:0-Führung hielt uns Männel mit seinen Paraden im Spiel. Wir mussten heute drei Stammspieler ersetzen, aber mit einer hervorragenden Kollektivleistung wurde das wettgemacht", lobte Rico Schmitt sein Team. Doch lange auf den Lorbeeren ausruhen dürfen sich die Veilchen jedoch nicht, denn am kommenden Samstag steigt das nächste Heimspiel. Gegner (oder Opfer) ist dieses Mal der SV Wehen Wiesbaden. |
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Aufstellung FC Erzgebirge Aue
Einwechslungen: 75. S. Müller für Klotz 86. Gambo für Hochscheidt 90. Sonntag für Braham |
Aufstellung SpVgg Unterhaching
Einwechslungen: 64. Steegmann für Zillner 75. Mitterhuber für Mützel |
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Tore: 1:0 Braham (50.), 2:0 Glasner (83.) Gelb: Braham (8), Glasner (2), S. Müller (3) - Brysch, Grech, Zillner, Steegmann Gelb-Rot: Rot: Besondere Vorkommnisse: Schweinsteiger schießt Foulelfmeter an den Pfosten (11.) |
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Zuschauer: 6.100 |
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| Fotos vom Spiel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||