30.Spieltag Landesliga 2007/08

FC Erzgebirge Aue II - BSC Freiberg 5:0 (2:0)
Samstag, 07.06.2008 15:00 Uhr

Nach einigen vergeblichen Anläufen hat's am Sonnabendnachmittag geklappt: Der FC Erzgebirge Aue II krönte eine gute Saison und schaffte durch einen 5:0 (2:0)-Heimerfolg über den BSC Freiberg den Sprung aus der Landes- in die Oberliga. Man konnte sagen: Es ist angerichtet. Alles schien zu passen - Wetter, Umfeld und ein wahrer Zuschaueransturm. 1318 zahlende Zuseher, die VIPs noch gar nicht gezählt, erlebten im Beierfelder Stadion am Spiegelwald den letzten Schritt zum Aufstieg der jungen Veilchen mit. Die Sportfreunde des SV Beierfeld gaben mit der Organisation des Drumherums ihr Bestes. Alle waren gespannt, ob es noch etwas gibt, was dem Erfolg im Wege stehen könnte. Dies verneinte Manager Günter Boroczinski im Interview vor dem Anpfiff, und er versprach: "Die Mannschaft wird auch dieses Spiel sehr ernst nehmen, hat die ganze Woche hart und konzentriert gearbeitet." FCE-Fan-Urgestein Frank "Punkt" Steinbach war vom Erfolg ebenfalls fest überzeugt, zumal die U-23-Truppe der Veilchen ja nur noch einen Zähler brauchte. Bei besten Platzbedingungen übernahmen die Auer sofort das Heft des Handelns. Das Gästegehäuse wurde energisch berannt, schnell waren erste Chancen erarbeitet. Andreas Lobsch passte zu Roy Blankenburg, doch der verfehlte das Tor. Der agile Robin Lenk setzte seine Nebenleute immer wieder gut ein, und es war nur eine Frage der Zeit, wann der erste Treffer für den von seinen Fans angefeuerten FCE fällt. Die Gäste kamen nicht mehr aus ihrer Hälfte, Veilchenchancen gab es im Minutentakt. Doch der Erfolg blieb noch aus, auch Markus Müller verzog (13.). Dann endlich der erste Jubel im Stadion nach einer Flanke von Lenk auf Müller, der zum 1:0 für die Auer einköpfte (20.). Bei der zunächst einzigen Gelegenheit für Freiberg setzte Ronny Stumpf einen Kopfball knapp neben das Tor. Gästetorwart Michael Schmidt war es, der zwischen Minute 28 und 38 über sich hinauswuchs, als er sage und schreibe zwölf klare Chancen der Veilchen entschärfte. Um so größer der Jubel, als Lenk auf Kai Enold ablegte und dieser den Ball zum 2:0 für Aue versenkte (37.). Fast hätte der Spitzenreiter schon vor dem Pausenpfiff den Sack zubinden können, aber ein schöner Kopfball von Lenk landete an der Querlatte. Nach der Pause Aue weiter im Vorwärtsgang. Ronny Liebold zog ab, Tormann Schmidt konnte sich erneut auszeichnen. In der 50. Minute gab es eine Freiberger Torgelegenheit, doch FCE-Torwart Stefan Flauder zeigte sich auf dem Posten. Dann holten die Veilchen zum Doppelschlag aus. Dabei war es erneut Müller, der per Kopf nach Eckball von Silvio Schwitzky auf 3:0 (61.) erhöhte. Nur eine Minute später umlief der eingewechselte Maik Georgi nach langem Pass von Lenk den Torwart und schob zum 4:0 ein. Nun gab es nur noch eine Richtung für die Veilchen, die mit den fairen Gästen keine Probleme mehr hatten; Aue spielte die Partie souverän zu Ende. Blankenburg hob den Ball gekonnt zum 5:0 (75.) ins linke Kreuzeck. Als einige Minuten vorm Abpfiff das Spiel wegen eines Gewitters für eine Viertelstunde unterbrochen wurde, ging keiner - aus gutem Grund: Als die Partie wirklich aus war, brachen alle Jubeldämme, und es begann eine Aufstiegsfeier. Aues Trainer Rico Schmitt strahlte und war sichtlich stolz auf seine Mannschaft. Gästetrainer Steffen Simon gratulierte den Siegern und bescheinigte dem FCE II, als beste Mannschaft der Landesliga verdient aufzusteigen. "Aue trat auf, wie ich es erwartete, und hat uns in einem starken Spiel klar bezwungen. Für die kommenden Aufgaben viel Erfolg. Bei meiner Mannschaft war nach den personellen Problemen und dem Klassenerhalt die Luft raus." Mit dem Abpfiff knallten dann die Sektkorken und Böller und es begann eine stimmungsvolle Party mit den Fans, die erst in den Abendstunden zu Ende ging. "Es war keine einfache Woche für uns, denn viele im Umfeld haben uns nach dem 5:2 in Markkleeberg bereits in der Oberliga gesehen. Wie die Jungs sich dann aber noch einmal in einen Rausch gespielt haben, das war richtig klasse", freute sich Schmitt, der das Team im Sommer 2005 übernommen hatte. In der Stunde des Erfolgs dankte der 39-Jährige aber nicht nur seinen Spielern, sondern auch dem jahrelangen FCE-Chefcoach Gerd Schädlich. "Er hat mich vor drei Jahren trotz einiger Widerstände nach Aue geholt, gefordert und gefördert", sagte Schmitt. Zum Abschluss traf Markus Müller weitere zwei Mal ins gegnerische Netz. Der 20-Jährige, der wie Keeper Flauder, Lobsch, Liebold und le Beau in die erste Auer Mannschaft aufrücken wird, sicherte sich mit 26 Treffern die Torjägerkrone in der Landesliga.
Bericht von Freie Presse.de

Aufstellung Aue II: Flauder - Lobsch, Liebold (82. Andrä), Schwitzky, Grandner - Huck (46. Georgi), Enold (71. Wendschuch), Lenk, Wölfel - Müller, Blankenburg

Aufstellung BSC Freiberg: Schmidt - Uhlig, Lenke, Voigt, Stumpf - Burkhardt, Mühlberg, Peterlein, Linthe (37. Simon) - Rosengarten (62. Miersch), König

Tore:
1:0 Müller (18.), 2:0 Enold (38.), 3:0 Müller (57.), 4:0 Georgi (58.), 5:0 Blankenburg (78.)

Gelb:
Gelb-Rot:
Rot:

Zuschauer: 1.318

Schiedsrichter: Stefan Gärtner (Dresden)

Fotos vom Spiel


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