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VfL Halle 96: Rene Hartleib - Robin Huth, Stefan Karau, Christian Sund, Ricky Wittke (52. Benito Baez Ayala) - Steve Braun (52. Stephan Neigenfink, 70. Sascha Rode), Patrick Selle, David Quidzinski, Nico Stein - David Reich, Georg Ströhl; Trainer: Thomas Diedrich
Kader: Mannel Kurt Kienitz, Mathias Allert, Marius Nowoisky, Marcel Merkel
FC Erzgebirge Aue II: Michael Arnold - Patrick Sonntag, Dominic Rau, Sascha Weirauch, Philipp Müller - Nicolas Höfler (76. Franco Stopp), Mike Könnecke, Rico Bär, Thomas Stock (63. Felix Röder), Robert Strauß - Kevin Stephan (87. Tom Wolny); Trainer: Torsten Wappler
Kader: Toni Müller, Marian Albustin
Tore: 0:1 Kevin Stephan (39. / Nicolas Höfler); 0:2 Sascha Weirauch (48. / Nicolas Höfler); 0:3 Kevin Stephan (Kopfball, 59. / Mike Könnecke); 0:4 Mike Könnecke (67. / Kevin Stephan); 0:5 Rico Bär (71.); 1:5 Georg Ströhl (Rechtsschuss, 72.); 1:6 Mike Könnecke (75.)
Schiedsrichter: Michael Jäntsch (Meiningen)
Zuschauer: 84 im HWG-Stadion am Zoo
Gelbe Karte: Stefan Karau, Nico Stein / Nicolas Höfler, Kevin Stephan
Spielberichte: Veilchen drehen nach der Pause auf Nach überraschender Heimpleite gegen den FSV Luckenwalde ist Fußball-Oberligist FCE II zurück in der Erfolgsspur. Die zweite Mannschaft des FC Erzgebirge Aue hat die Niederlage gegen Luckenwalde offensichtlich gut weggesteckt und mit einem 6:1-Sieg (1:0) beim VfL Halle Wiedergutmachung betrieben. "Wir sind den Saalestädtern in allen Belangen überlegen gewesen. Es war ein Klassenunterschied zu spüren", sagte Aues Trainer Torsten Wappler. Der Coach konnte auf die Dienste von sieben Akteuren aus dem Profikader bauen. Kevin Stephan, Nicolas Höfler, Mike Könnecke, Patrick Sonntag, Robert Strauß, Dominik Rau und Michael Arnold standen von Beginn an auf dem Platz. Allerdings taten sich die Veilchen in der ersten Halbzeit mit dem Toreschießen schwer. Lediglich ein Treffer von Könnecke (39.) lautete zur Pause die magere Ausbeute der Erz- gebirger beim Tabellenletzten. Der VfL konnte so noch einigermaßen mithalten und erarbeitete sich auch zwei Möglichkeiten. Doch mit dem 2:0 durch Sascha Weirauch in der 48. Minute war der Bann gebrochen. Stephan (59.), Könnecke (67./75.) sowie Rico Bär (71.) schraubten das Ergebnis auf eine standesgemäße Höhe. Weitere Treffer wären bei etwas mehr Konzen-tration im Abschluss möglich gewesen. Unter anderem gab es vor 85 Zuschauern im Stadion am Zoo noch zwei Pfostenknaller. "Alle haben gegen ein schwaches Team ihre Leistung gebracht. Der Sieg sollte aber nicht überbewertet werden", so Wappler, dessen Elf aufgrund der Verlegung des Spiels gegen Lok Leipzig nächstes Wochenende frei hat. Bericht von Freie Presse.de
Schwach, schwächer, VfL Gestern Nachmittag, 15:13 Uhr im Stadion am Zoo: Noch drei Minuten haben die Fußballer des VfL Halle 96 durchzuhalten im Oberliga-Spiel gegen den FC Erzgebirge Aue II. Georg Ströhl steht nahe des Mittelkreises auf dem vom Dauerregen getränkten Spielfeld. Der VfL-Stürmer hat die Hände in die Hüfte gestemmt, sein Blick geht ins Leere. Man kann erahnen, was in seinem Kopf vorgeht: "Oh Gott, lass es endlich vorbei sein." Und wirklich. Schiedsrichter Michael Jäntsch aus Meiningen hat Erbarmen, beendet sogar wenige Sekunden vor dem Ablauf der Spielzeit den Alptraum für die 96er. Mit 1:6 sind sie untergegangen. Die Reserve-Elf aus dem Erzgebirge hat ihnen ein sportliches Desaster beschert, das nun sogar die Arbeit des Trainers in Frage stellt. "Ich bin fassungslos", sagt Ströhl später. Dabei hätte er sich sogar freuen können, war ihm doch das erste Oberliga-Heimtor der Saison gelungen. Allerdings stand es da bereits 0:5. Es konnte nichts mehr daran ändern, dass der VfL weiter das Tabellenende ziert, weiter ohne Punktspielsieg dasteht. Der VfL trat am Sonntag auf wie ein Absteiger. Nur: Den gibt es durch den wirtschaftlich bedingten Rückzug von Borea Dresden nicht. Und genau das hat Trainer Thomas Diedrich als eine Erklärung für den Einbruch ausgemacht. Er sagt: "Die meisten meiner Spieler standen vorige Saison permanent unter Druck. Jetzt ist das Ventil offen." Das hatte er schon nach der 1:2-Pleite der Vorwoche in Piesteritz gesagt. Einen weiteren Grund für das Versagen am Sonntag sah er in den "psychologisch ungünstigen Momenten der ersten beiden Gegentore" kurz vor und kurz nach der Pause. Da brach sein Team zusammen. Diedrich: "Nicht jeder kann in solchen Situationen den Schalter umlegen und sich trotzdem schinden." Oder er will es nicht. Auf der Tribüne machte jedenfalls das Wort "Arbeitsverweigerung" die Runde. Torschütze Ströhl erklärte zwar: "Wir haben nicht gegen den Trainer gespielt." Doch was soll ein Spieler auch sagen? Die Vorstellung nach dem 0:3-Rückstand sprach eine andere Sprache. Die Mannschaft ergab sich ihrem Schicksal, ließ sich abschlachten. Da geriet sogar die große Chance von Stephan Neigenfink zum möglichen 1:2 (53. Minute) in Vergessenheit. Das "Was wäre wenn" half niemandem weiter. Selbst Diedrichs Erklärungsversuche klangen eher hilflos, Licht am Ende des mentalen Tunnels schien er kurz nach dem Desaster nicht zu sehen. VfL-Vizepräsident Volkmar Knoll atmete tief durch und erklärte dann auf die im Fußballgeschäft nur logische Frage: "Nein, eine Trainerdiskussion gibt es bei mir nicht. Ins Grübeln bringt mich auch diese Pleite nicht. Eher, dass mein Kind nachts schreit." Wie, um seinem Trainer den Rücken zu stärken, schob er nach: "Vor zwei Wochen, als wir den Regionalligisten Halberstadt aus dem Landespokal geworfen haben, war ja noch alles gut." Wobei das mit Blick auf die Tabelle der Oberliga sicher nur die halbe Wahrheit ist. Und jeder weiß: Treueschwüre von Klubverantwortlichen Richtung Trainer haben im Fußballgeschäft mitunter eine kurze Verfallszeit. Für Montag, Mittwoch und Donnerstag hat Diedrich Training angesetzt. Dienstag ist frei. "Und am Freitag werden wir das Aue-Spiel aufarbeiten. Dann hatten meine Spieler genügend Zeit, in sich zu gehen." Wieviel Zeit ihm selbst bleibt, wird sich zeigen. Bericht von MZ-Web.de
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