DFB Pokal 2007/08

Spielbericht

1. Hauptrunde - Sonntag, 05.08.2007 - 14:00

Wuppertaler SV - FC Erzgebirge Aue 5:4 (0:1, 1:1, 1:1) n.E.


Wuppertaler SV: Christian Maly - Marco Neppe, Daniel Voigt, Andre Wiwerink, Michael Lejan - Michael Stuckmann (58. Jan Hammes), Mike Rietpietsch, Manuel Bölstler (78. Dennis Malura), Sven Lintjens - Mahir Saglik, Dirk Heinzmann (102. Lucas Oppermann); Trainer: Wolfgang Jerat

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Thomas Paulus - Nicolas Feldhahn (62. Hendrik Liebers), René Trehkopf (86. Marco Kurth), Carsten Sträßer (74. Tom Geißler), Florian Heller - Fiete Sykora, Tomas Klinka, Jiri Kaufman; Trainer: Gerd Schädlich

Tore: 0:1 Fiete Sykora (24. / Jiri Kaufman); 1:1 Mahir Saglik (60.)

Elfmeterschießen: Sven Lintjens vergibt (Latte); Marco Kurth vergibt (Maly hält); Michael Lejan vergibt (Bobel hält); Jörg Emmerich vergibt (Maly hält); 1:0 Mike Rietpietsch; 1:1 Florian Heller; Daniel Voigt vergibt (Bobel hält); 1:2 Hendrik Liebers; 2:2 Mahir Saglik; Fiete Sykora vergibt (übers Tor); 3:2 Lucas Oppermann; 3:3 Tom Geißler; 4:3 Dennis Malura; Jiri Kaufman vergibt (Maly hält)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 6685

Gelbe Karte: Marco Neppe, Jan Hammes / Tom Geißler, Thomas Paulus, Nicolas Feldhahn, Hendrik Liebers


Auer scheitern in der 1. Runde
Wie geprügelte Hunde schlichen sie aus dem Stadion am Zoo. Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Überall versteinerte Mienen. Kein Wunder, denn nach einer 4:5-Niederlage im Elfmeterschießen beim Regionalligisten Wuppertaler SV verabschiedete sich Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue gestern aus dem diesjährigen DFB-Pokal. Dass das Aus schon nach der ersten Runde kam, haben sich die Spieler selbst zuzuschreiben. Denn nach einer überlegenen ersten Halbzeit und einer 1:0-Führung durch Neuzugang Fiete Sykora (schöne Vorarbeit per Hacke von Jiri Kaufman) verpasste es die Mannschaft von Trainer Gerd Schädlich, einen zweiten Treffer nachzulegen. Der WSV wäre wohl auch angesichts der Hitze mausetot gewesen und hätte sich nicht so eindrucksvoll in der Restspielzeit zurückmelden können. Klar überlegen spielten die Auer nach einer 20-minütigen Phase des Abtastens beider Mannschaften. Ein Klassenunterschied war erkennbar, als der Auer-Sturm der WSV-Abwehr wiederholt Fragezeichen auf die Stirn trieb. "Glückwunsch an Wuppertal, der Sieg ist verdient. Nach der Halbzeit waren wir zu passiv und haben den Gegner zum Toreschießen eingeladen", resümierte Schädlich nach dem Spiel. Dass die Auer nicht schon nach 90 Minuten K.o. gingen, hatten sie nur der schwachen Chancenverwertung der Gastgeber zu verdanken. WSV-Stürmer Sahir Maglik hätte die Auer am Zoo alleine erlegen können. So vergab er nach dem 1:1-Ausgleich (61.) völlig freistehend in der 88. Minute vor dem guten Auer Schlussmann Tomasz Bobel zwei hochkarätige Möglichkeiten. So rettete sich der Zweitligist nach einer torlosen Verlängerung ins Elfmeterschießen und präsentierte sich nervenschwach. "Wenn man von sechs Elfern vier vergibt, braucht man sich nicht zu wundern", sagte Schädlich. Als letzter Schütze vergab Jiri Kaufman. Auch er scheiterte am großartigen Schlussmann Christian Maly, den 6.685 Zuschauer (mit Ausnahme von 407 Auer Fans) als Pokal-Helden feierten. "Wir haben zwar im Abschlusstraining Elfmeter geschossen, aber den Ball habe ich leider nicht optimal getroffen. So ist Fußball. Das Leben geht weiter", kommentierte Kaufman seinen Fauxpas und kletterte enttäuscht in den Mannschaftsbus. Auch er trauerte den guten Auer Chancen der ersten Halbzeit nach. Die beste vergab Tomas Klinka, der nach einem katastrophalen Rückpass von Wuppertals Sven Lintjens frei vor Maly war, aber am Schlussmann scheiterte. Warum Aue nach der Halbzeit plötzlich zwei Gänge zurückschaltete, blieb auch Mannschaftskapitän Jörg Emmerich ein Rätsel. Ein Erklärungsansatz: "Wir haben uns nicht mehr so ins Spiel hineingearbeitet." Dem Pokal-Aus rang er dennoch etwas Positives ab: "Vielleicht war das so eine Art Wachmacher für uns, der rechtzeitig vor dem Saisonstart kommt."
Bericht von Freie Presse.de

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