Spieltage 10 bis 16 terminiert
Mittwoch, 31. August 2011 - 22:08 Uhr
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat heute sieben weitere Spieltage, also
10 bis 16, der 2. Bundesliga terminiert. Das Topspiel des 14. Spieltages
und somit an einem Montagabend wird das Duell der Veilchen gegen die
Eintracht aus Frankfurt sein. Ansonsten stehen für den FC Erzgebirge bis
zum 16. Spieltag noch vier Freitagsspiele auf dem Programm, dazu vier
Partien am Sonntag und eine am Samstag bzw. für die 2. Runde im
DFB-Pokal am Mittwoch. Aus diesem Grund wird es am 12. Spieltag auch
keine Montagsbegegnung geben. Stattdessen spielt die 2. Bundesliga hier
nach dem Schema dreimal freitags, zweimal samstags und ausnahmsweise
viermal sonntags.
Die weiteren Spiele im Überblick:
7.
Spieltag: Sonntag, 11.09.2011 13:30 FSV Frankfurt - FC Erzgebirge Aue
8.
Spieltag: Freitag, 16.09.2011 18:00 FC Erzgebirge Aue - Fortuna
Düsseldorf
9. Spieltag: Freitag, 23.09.2011 18:00 FC St. Pauli - FC
Erzgebirge Aue
10. Spieltag: Freitag, 30.09.2011 18:00 FC
Erzgebirge Aue - FC Hansa Rostock
11. Spieltag: Sonntag,
16.10.2011 13:30 Greuther Fürth - FC Erzgebirge Aue
12.
Spieltag: Sonntag, 23.10.2011 13:30 FC Erzgebirge Aue - 1. FC
Union Berlin
DFB-Pokal: Mittwoch, 26.10.2011 20:30 FC Erzgebirge
Aue - 1. FC Nürnberg
13. Spieltag: Samstag, 29.10.2011 13:00
SC Paderborn 07 - FC Erzgebirge Aue
14. Spieltag: Montag,
07.11.2011 20:15 FC Erzgebirge Aue - Eintracht Frankfurt
15.
Spieltag: Sonntag, 20.11.2011 13:30 Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue
16.
Spieltag: Freitag, 25.11.2011 18:00 FC Erzgebirge Aue - MSV
Duisburg
Aue - Cottbus 'Trotz Steigerung bleibt 2. Saisonsieg aus'
Dienstag, 30. August 2011 - 12:45 Uhr
Zum Abschluss des 6. Spieltags gab es am gestrigen Montagabend zwischen
Erzgebirge Aue und Energie Cottbus nur Magerkost in Sachen Tore zu
erleben. Dennoch sahen die 9.400 Zuschauer im Erzgebirgsstadion von
ihren Lila-Weißen ein engagiertes Spiel. Vor allem im Defensivverhalten
war Aue überlegen, ließ das gefürchtete Cottbuser Kombinationsspiel
nicht zu. Im Spiel nach vorn blieben jedoch einige Wünsche offen. So
stießen zahlreiche Fehler im Spielaufbau sowie eklatante Schwächen in
den Ausführungen einiger Standardsituationen auf wenig Gegenliebe untern
den Anhängern. Erst nach gut einer halben Stunde sorgte die erste gute
Möglichkeit der Partie für ein Ausrufezeichen im bisher lahmen Duell.
Guido Kocer passte zu Ronny König, der aus zehn Metern direkt abzog und
Energie-Schlussmann Kirschbaum zu einer Parade zwang. Auf der anderen
Seite verzog Adlung aus aussichtsreicher Position knapp (36.). Nach dem
Wiederanpfiff kam ein wenig mehr Tempo in den müden Kick. Erneut waren
es die Veilchen, die mutiger zu Werke gingen und häufiger in den
Energie-Strafraum vorstießen. Mit schnellem Spiel über die Flügel wurde
Cottbus unter Druck gesetzt, nur die Präzision beim letzten Pass fehlte.
So war es wieder Ronny König, der mit einer Einzelaktion die größte
Gefahr heraufbeschwor: Sein Schuss streifte nach 67 Minuten die Latte
des Energie-Tores. "Man muss auch mal mit einem 0:0 zufrieden sein, es
fehlte wieder das Quäntchen Glück", meinte der Stürmer, der nach dieser
Aktion für Enrico Kern ausgewechselt wurde. Passiert ist danach so gut
wie nichts mehr, da beiden Teams die letzte Konsequenz im Abschluss und
die Risikobereitschaft fehlten, um ein torloses Remis zu verhindern.
"Trotzdem muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben den
Punkt gewonnen, weil wir uns gegen eine Spitzenmannschaft ins Spiel
gebissen und endlich wieder Mut gezeigt haben", sagte Rico Schmitt,
dessen Team seit dem Auftaktsieg aber weiterhin auf einen Dreier wartet.
Spielbericht
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vom Spiel
Aue - Cottbus 'Statistikvorschau'
Freitag, 26. August 2011 - 18:18 Uhr
Für den 6. Spieltag müssen Fans und Spieler der Veilchen bis zum Montag
ausharren. Da empfängt der Elftplatzierte aus Aue im Abendspiel den auf
dem Aufsteiger-Relegationsplatz befindlichen FC Energie Cottbus und
möchte nach der höchsten Zweitliga-Niederlage vom 28. November 2010, als
die Veilchen mit 0:6
in der Lausitz untergingen, und dem ebenfalls versemmelten Rückspiel (1:2),
welches die einzige Heimniederlage bedeutete, endlich wieder einmal
gegen Cottbus punkten. Stehen in der Bilanz gegen das Team des von einem
Hexenschuss geplagten Trainers Claus-Dieter Wollitz insgesamt zwölf
Siege, sechs Unentschieden und nur acht Niederlagen zu Buche, so ist man
dennoch in der 2. Bundesliga seit vier Spielen sieglos (ein Remis, drei
Niederlagen) gegen Energie geblieben. Auch dieses Mal stehen die
Vorzeichen auf drei Punkte für Aue denkbar schlecht. Auswärts gaben die
Rot-Weißen noch keinen Punkt ab (zwei Siege). Ansonsten gewann Cottbus,
wie auch Greuther Fürth und der momentane Tabellenerste St. Pauli, vier
der fünf Saisonspiele und traf obendrein doppelt - 10/11 gelang das
22-mal (Ligaspitze). Einziger Punktverlust und wohl auch Ausrutscher war
das deftige 0:5 im Heimspiel gegen 1860 München am 3. Spieltag - die
höchste Zweitliga-Niederlage von Energie überhaupt.
Gemeinsamkeiten beider Kontrahenten gibt es nur im Kürzel FCE und in
der Anzahl der bisherigen Gegentore: nämlich Sieben. Dabei setzt Wollitz
gerade auf die Defensivarbeit ein Augenmerk und möchte zudem, dass sein
Team stabiler wird und das Umkehrspiel verbessert. Aber dies wünscht
sich, genauso wie das Ziel "so schnell wie möglich 40 Punkte holen und
sich als Mannschaft festigen", wohl jeder Trainer. Zudem ist dem
45-Jährigen klar, dass ohne das Duo Jula und Petersen der 2010/11
aufgestellte Vereinsrekord mit 65 erzielten Treffern wohl nicht wieder
erreicht werden wird. Petersen "zu ersetzen ist unmöglich", sagte
Wollitz, der jedoch mit Dimitar Rangelov einen "Top-Spieler besitzt, der
nicht nur fußballerisch sehr gut in diese Mannschaft passt. Seine großen
Qualitäten hat er bereits angedeutet. Wichtig ist, dass wir ihn da vorne
nicht im Regen stehen lassen und sagen: Nun mach mal. Sondern dass wir
Torgefahr aus allen Positionen ausstrahlen und damit die Last des
Toreschießens auf mehrere Schultern verteilen. Das ist unabdingbar."
Die
Vollstreckerqualitäten konnte Dimitar Rangelov bereits im Trikot von
Erzgebirge Aue zeigen. Zur Winterpause der Saison 2006/07 kam der
Bulgare damals leihweise von Racing Straßburg und schlug voll ein. Der
sofort zum Stammspieler avancierte Stürmer überzeugte durch seine
Schnelligkeit und Spritzigkeit sowie mit seinen fünf Treffern. Nach
Saisonende wechselte Rangelov dann zum damaligen Erstligisten Energie
Cottbus, spielte zwei Jahre später beim deutschen Meister Borussia
Dortmund und geht nun wieder in der Lausitz leihweise auf Torejagd. Für
die Rot-Weißen netzte der 28-Jährige in dieser Saison bereits viermal
erfolgreich ein, gefolgt von Adlung, Banovic, Leonardo, Sörensen sowie
dem umworbenen Senkrechtstarter Bittencourt mit je einem Treffer.
Ebenfalls
mit jeweils nur einer Bude stehen zwei Spieler in der internen
Torjägerliste von Aue: Fabian Müller und Jan Hochscheidt. Nur Aachen
schoss weniger Tore (1) als der FC Erzgebirge (2), welcher seit vier
Spielen sieglos ist (zwei Remis, zwei Niederlagen). In der letzten
Saison mussten die Lila-Weißen nie länger als drei Spiele auf einen Sieg
warten. "Wir haben lange nicht mehr gewonnen, doch gegen euphorisierte
Cottbuser ist es dennoch eine machbare Aufgabe", sagte Rico Schmitt,
dessen Team an die Leistungen des Braunschweigspiels anknüpfen will.
Doch dies ist manchmal einfach gesagt als getan. Zudem sprach der Coach
von Emotionen, Nervenstärke und Zweikampfverhalten gepaart mit viel Ruhe
und Geduld. "Wir möchten drei Punkte holen, auch in Anbetracht der
vergangenen 0:2-Heimpleite gegen Karlsruhe", erklärte Keeper Martin
Männel, der nach dem gehaltenen Elfmeter gegen Braunschweigs Kumbela vor
ordentlich Selbstvertrauen strotz und nun vor heimischen Publikum hinten
glänzen möchte. Seit dem Aufstieg blieb Aue in zehn von 19 Heimspielen
ohne Gegentor und hat obendrein alle Heimspiele gewonnen, in denen man
1:0 in Führung ging (zehn Mal). Für Abräumer Oliver Schröder zählt nur
eins: "Wer hat die breiteste Brust."
Schiedsrichter der
Partie ist Marco Fritz aus Korb. Seinen jüngsten Auftritt mit Auer
Beteiligung hat Fabian Müller sicherlich noch gut in Erinnerung. Am 2.
Spieltag der aktuellen Saison bekam er vom Unparteiischen den Gelb-Roten
Karton zu Gesicht und musste damit im Auswärtsspiel bei Ingolstadt
vorzeitig zum Duschen. Wenigstens ging die Partie mit 0:0 aus. Sein
zweites Match hingegen endete im Heimspiel am 12. Mai 2009 (3. Liga)
gegen Union Berlin mit einer 0:1 Niederlage. Wolfgang Walz und René
Kunsleben werden dem 33 Jahre alten Bankkaufmann am Montag an der Seite
assistieren. Als vierter Offizieller ist Martin Petersen gesetzt.
So
gingen die letzten sechs Aufeinandertreffen aus:
10/11 31.Spieltag
21.04.11 Aue vs. Cottbus 1:2
(14.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Gagelmann)
10/11 14.Spieltag
28.11.10 Cottbus vs. Aue 6:0
(14.550 Zuschauer, Schiedsrichter: Kircher)
05/06 24.Spieltag
03.03.06 Aue vs. Cottbus 2:2
(12.800 Zuschauer, Schiedsrichter: Anklam)
05/06 07.Spieltag 25.09.05
Cottbus vs. Aue 1:0
(14.300 Zuschauer, Schiedsrichter: Dr. Wack)
04/05 27.Spieltag
01.04.05 Aue vs. Cottbus 2:0
(15.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Kempter)
04/05 10.Spieltag
28.10.04 Cottbus vs. Aue 1:0 (8.980 Zuschauer, Schiedsrichter:
Schriever)
3. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12
Sonntag, 21. August 2011 - 19:20 Uhr
Auch nach dem dritten Saisonspiel bleiben die Auer Amateure weiterhin
ungeschlagen und behielten mit einem 4:0 gegen Borea Dresden obendrein
ihre weiße Weste. Ging es im ersten Abschnitt noch relativ ausgeglichen
zur Sache, so trumpften die Youngster von Trainer Torsten Wappler nach
der Pause mit der besseren Physis auf. Besonders über die rechte Seite,
wo Robert Strauß im vierten erfolgversprechenden Anlauf nur noch per
Sense im Strafraum gestoppt werden konnte, lief die Auer Angriffserie.
Den fälligen Strafstoß verwandelte Christian Cappek, der neben Nicolas
Höfler und Kevin Stephan der vierte Auer Profi im Aufgebot war, sicher
zur 1:0 Führung (56.). Die 120 zahlenden Zuschauer kamen danach voll auf
ihre Kosten. Erst netzte Kevin Stephan (75.) nach Cappeks Hereingabe
locker ein, dann legte Thomas Stock (76.) fast identisch nach, ehe der
kurz zuvor eingewechselte Thang Giang Nguyen einen Konter souverän zum
4:0 vollendete (89.). Alles in allem steht die Auer U23 nun tor- und
punktgleich mit der Zweitvertretung des Chemnitzer FC auf Rang zwei. Der
mittlerweile Tabellenvorletzte aus Dresden wartet hingegen immer noch
auf den ersten Saisonerfolg.
Spielbericht
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Braunschweig - Aue 'Auswärtspunkt gibt Hoffnung'
Sonntag, 21. August 2011 - 11:59 Uhr
Klar ist von heute auf morgen nicht alles wieder Friede, Freude,
Eierkuchen. Doch war die Auer Vorstellung beim Aufsteiger Eintracht
Braunschweig nach dem zuletzt eingeschlagenen Negativtrend ein kleiner
Lichtblick. Hierbei braucht nicht jeder Doppelpass sitzen, auch die
spielerischen Akzente sind weiterhin ausbaufähig, aber wenigstens wurde
wieder gekämpft, und das Jeder für Jeden. Sehr früh im Spiel musste die
in den lila Heimtrikots aufgelaufene Elf von Rico Schmitt zudem noch
einen Rückstand hinnehmen. Nach Freistoß von Zimmermann setzte sich
Eintrachts-Kapitän Kruppke gegen Kevin Schlitte durch und köpfte zur
Führung für die in diesen Minuten in Unterzahl spielenden Hausherren
(bei einem Zusammenstoß von Marc Hensel und Vrancic kurz nach dem
Anpfiff verletzte sich der Braunschweiger Spieler so schwer am Kopf,
dass er anschließend mit einer Platzwunde und sichtlich benommen vom
Feld musste), ein (7.). Die Lila-Weißen zeigten sich unbeeindruckt,
kamen besser ins Spiel und auch zu Torchancen. Guido Kocers Linksschuss
konnte Braunschweigs Keeper Davari noch klären (30.), war aber nur eine
Zeigerumdrehung später geschlagen. Ein weiter Abschlag von seinem
Gegenüber Martin Männel landete bei Jan Hochscheidt, der seinen Bewacher
Henn noch anschoss und der Ball somit unhaltbar für den Schlussmann im
langen Eck einschlug. Nach 338 torlosen Minuten war das erste
Auswärtstor für die Veilchen in dieser Saison nicht nur Balsam für die
gut 400 angereisten Auer Schlachtenbummler, sondern verhalf auch der
Mannschaft zu mehr Selbstvertrauen. Bis zur Pause war es ein Spiel mit
offenem Visier und viel Einsatz. Die beste Chance gehörte aber den
Hausherren. Kumbela setzte seinen Kopfball an den Pfosten und die auf
der Linie tanzende Kugel kratzte René Klingbeil in letzter Sekunde aus
dem Tor. Nach Beginn der zweiten Halbzeit sahen die 19.400 Zuschauer im
Eintracht-Stadion eine zerfahrene Partie, die in der 75. Minute ihren
Höhepunkt fand. Martin Männel hielt einen Foulelfmeter von Kumbela,
nachdem Oliver Schröder zuvor Boland zu Fall gebracht hatte. Mit viel
Leidenschaft und Aggressivität überstand man auch die letzten Minuten
der Partie und konnte am Ende einen verdienten Punkt mit zurück nach Aue
nehmen. "Wir haben heute gezeigt, was in uns steckt. Wir stecken im
Existenzkampf und damit müssen wir nicht erst kurz vor Saisonende
anfangen", sagte ein sichtlich erleichterter Rico Schmitt.
Spielbericht
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vom Spiel
Braunschweig - Aue 'Statistikvorschau'
Freitag, 19. August 2011 - 17:11 Uhr
Für Erzgebirge Aue steht die Partie bei Eintracht Braunschweig auf dem
Spielplan. Der Aufsteiger machte mit einer sensationellen Quote in Liga
drei von sich reden. Mit 85 Punkten, 81 Toren bei 22 Gegentreffern und
20 Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz hat die Mannschaft von
Trainer Torsten Lieberknecht eine Spielzeit sozusagen auf der
Überholspur absolviert, stand damit bereits sechs Spieltage vor
Saisonende als Aufsteiger fest. Dieser Schwung soll dem jungen Team zum
Klassenverbleib in der 2. Bundesliga helfen, genauso hat es dazumal auch
die Wismut gemacht. Doch der Vorteil ist (seit der Rückrunde) weg und
nachdem die Veilchen bei 1860 München mit 0:4 unter die Räder kamen,
rutschte man sogar bis auf Platz 13 ab und steht damit erstmals seit dem
Aufstieg vor einem Jahr im unteren Tabellendrittel. Obendrein blieb Aue
drei Mal in Folge torlos. "Am Ende haben uns die Sechziger vorgeführt",
gestand Innenverteidiger Thomas Paulus, "das darf uns nicht noch einmal
passieren."
In Braunschweig hat man mit ganzen anderen "Problemen" zu kämpfen:
Die Zuschauerzahl wird wohl zum ersten Mal in dieser Saison die
Schlechteste werden. "Wir rechnen mit 20.000 Fans. Das ist in dieser
Saison Minusrekord", schmunzelt Braunschweigs Trainer über die erneut
großartige Kulisse. Zuvor waren in den Heimspielen gegen die Löwen aus
München und der Eintracht aus Frankfurt im Schnitt 22.784 Besucher im
Eintracht-Stadion. Und die Euphorie rund um Braunschweig scheint
weiterhin grenzenlos. Logisch, denn auch auf dem Papier sind die
Niedersachsen klarer Favorit. Drei der ersten vier Saisonspiele wurden
gewonnen. Damit nun der vierte Sieg folgt, müsse seine Mannschaft
besonders konzentriert sein, so der Eintracht-Coach: "Aue kommt zu uns
als der typische angeschlagene Boxer. Das kann gefährlich werden. Sie
sind sehr zweikampfstark und agieren aus einer sicheren Defensive
heraus."
Die nackten Zahlen sprechen aber deutlich gegen den FC
Erzgebirge, welcher zuletzt zwei Niederlagen kassierte und in vier
Spielen erst ein Tor geschossen hat. Daher fordert Aues Trainer Rico
Schmitt beim Aufsteiger zum wiederholten Male eine (Trotz)Reaktion
seiner Elf und richtet den Blick nach vorn. "Spiele werden in der Abwehr
entschieden, nicht im Angriff. Wir müssen aus dieser Lethargie
aufwachen. Wir wollen wieder an die Dinge anknüpfen, die die Mannschaft
über viele Monate ausgezeichnet hat", sagte Schmitt, der seinen Jungs
definitiv mehr Selbstvertrauen einhauchen muss. Aber auch in Sachen
Zweikampfstärke besteht gewisser Nachholbedarf. Mit nur 46 Prozent
gewonnenen Zweikämpfen hat Aue derzeit die schlechteste Bilanz in Liga
zwei. In einer Krise befindet sich der Verein laut Schmitt, der noch nie
in seiner Auer Amtszeit als Profitreiner drei Partien infolge verloren
hat, jedoch nicht. "Wir sind zwei Jahre lang auf einer Welle des Erfolgs
geschwommen. Nun müssen Mannschaft, Verein und Fans lernen, dass auch
Niederlagen zum Fußball dazugehören. Die Saison ist noch lang, wir haben
alles selbst in der Hand", haute kürzlich Thomas Paulus in dieselbe
Kerbe. Also Ruhe bewahren und unbekümmert die Zeit verbringen? Für den
gemeinen Fan eher schlecht als recht. Doch auch Lieberknecht hatte nach
dem Pokal-Aus gegen Bayern München (0:3) und nach der deutlichen
0:3-Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt unerwartet viel Gegenwind
bekommen. "Wir sind ruhig geblieben", meinte der Eintracht-Coach, der
sich vom Krisengerede rund um sein Team nicht beeindrucken ließ. Einen
Systemwechsel stellte er öffentlich zwar zur Aussicht, hielt aber an der
bewährten 4-2-3-1-Formation fest. So wurden die jüngsten sportlichen
Rückschläge mit Erfolgen beantwortet. Bleibt zu hoffen, dass auch Aue
bald wieder in die Erfolgsspur zurückfindet.
Ligaübergreifend
trennten sich beide Teams in zwölf Pflichtspielen gegeneinander nur
einmal remis: Am 21. Dezember 2008 gab es in der 3. Liga in Braunschweig
ein 1:1.
Ebenfalls nur einmal in der Statistik steht ein Auswärtssieg für die
Lila-Weißen. Der war am 31. Spieltag der Zweitligasaison 05/06, datiert
auf den 23. April 2006, als Skerdilaid Curri in der 85. Minute das
Goldene Tor zum 1:0
erzielte. Vervollständigt werden die Duelle mit je vier Heimsiegen pro
Mannschaft sowie zwei Heimniederlagen für Aue (2.BL, 3.Liga).
Schiedsrichter der Partie wird Christian Bandurski aus Oberhausen sein.
Der 29-jährige Referee vom Fußballverband Niederrhein führte die
Veilchen am 25. September 2010 in der Auswärtsbegegnung bei der
abgestiegenen Arminia aus Bielefeld zum 1:0-Sieg. An den Linien wird der
Chemielaborant von Martin Thomsen (Kleve) und Markus Schüller
(Korschenbroich). Für den Part des vierten Offiziellen stellt sich
Markus Häcker (Waren/Müritz) zur Verfügung.
So gingen
die letzten sechs Aufeinandertreffen aus:
09/10 3.Li 37.Spieltag
30.04.10 FCE vs. BTSV 2:1
(15.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Gräfe)
09/10 3.Li 18.Spieltag
28.11.09 BTSV vs. FCE 3:0
(13.430 Zuschauer, Schiedsrichter: Wagner)
08/09 3.Li 20.Spieltag
21.12.08 BTSV vs. FCE 1:1
(12.800 Zuschauer, Schiedsrichter: Kuhl)
08/09 3.Li 01.Spieltag
26.07.08 FCE vs. BTSV 0:2
(10.800 Zuschauer, Schiedsrichter: Stark)
06/07 2.Bl 25.Spieltag
09.03.07 BTSV vs. FCE 1:0
(12.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Sahler)
06/07 2.Bl 08.Spieltag
22.10.06 FCE vs. BTSV 3:0
(10.400 Zuschauer, Schiedsrichter: Aytekin)
Pokalspiel gegen Nürnberg terminiert
Dienstag, 16. August 2011 - 19:08 Uhr
Das Heimspiel in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokal zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem Erstligisten 1. FC Nürnberg wird am Mittwoch, den 26. Oktober 2011 ausgetragen. Anstoß der Partie im Erzgebirgsstadion ist um 20:30 Uhr.
1860 - Aue 'Willkommen im Abstiegskampf'
Sonntag, 14. August 2011 - 20:46 Uhr
Alles sollte besser werden. Leider sind den Worten des Trainers keine
Taten gefolgt und so kassierten die Veilchen eine bittere 0:4-Klatsche
beim TSV 1860 München. Am Ende war das Team um Rico Schmitt vor 24.600
Zuschauern in der Allianz-Arena damit noch gut bedient. "Im Moment
passen einige Dinge nicht. Die Anspruchshaltung ist vielleicht zu hoch.
Nach der guten letzten Saison ist das eine völlig neue Situation", sagte
der Coach nach der zweiten Saisonniederlage in Serie und fügte an: "Wir
haben auf Offensive umgeschalten wie ein Bummelzug, 1860 wie ein ICE."
Dadurch sind die Löwen nach ihrem vierten Pflichtspielsieg in Folge
endgültig oben angekommen. Ein Doppelschlag von Halfar (10./45. Minute)
und die Treffer von 1860-Kapitän Lauth (69.) sowie Schäffler (72.)
sorgten für klare Verhältnisse. Die personellen Konsequenzen in den Auer
Reihen fruchteten somit nicht wirklich. Die Lila-Weißen kamen nicht in
die Zweikämpfe, spielten ohne die nötige Aggressivität und schauten dem
Torschützen in aller Ruhe zu. Halfar traf bereits nach zehn Minuten nach
einer schnell ausgeführten Ecke zum 1:0 für die Münchner. Im Laufe der
Halbzeit fanden die Veilchen zwar ein wenig besser in die Partie, doch
bis auf die Distanzschüsse von Marc Hensel (24.) und Tobias Kempe (30.)
konnten die Gäste keine Chancen verbuchen. Das rächte sich kurz vor der
Pause, als Halfar zum Doppelschlag ausholte und in der 45. Minute mit
einem Lupfer über Tormann Martin Männel auf 2:0 erhöhte. Nach der Pause
ließen es die Münchner etwas lockerer angehen, Aue hatte sich nicht
aufgegeben, war in den Mitteln trotz frischer Kräfte durch Guido Kocer
und Ronny König aber begrenzt. Besser machte es der Sechziger Lauth mit
einem platzierter Linksschuss zum 3:0. Die Messe war gelesen, die
Maurer-Schützlinge hatten aber noch nicht genug. Der eingewechselte
Schäffler (72.) stellte dann den 4:0-Endstand her. Einige Auer Fans
quittierten die Leistung ihrer Mannschaft mit dem vorzeitigen Abgang aus
dem Gästeblock.
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1860 - Aue 'Statistikvorschau'
Samstag, 13. August 2011 - 14:47 Uhr
Für Erzgebirge Aue zählt morgen eigentlich nur eins: Kämpfen, Kratzen,
Beißen und auch mal Tore schießen. Mit nur einem erzielten Treffer,
datiert vom 16. Juni 2011 des 1. Spieltages, haben die Veilchen den
schwächsten Sturm in der Liga vorzuweisen. Gerade bei den vielen
offensiven Neuverpflichtungen zu wenig. Schon beeindruckender ist das
Torkonto vom kommenden Gastgeber 1860 München. Die fünf Treffer in
Cottbus (neben einem Eigentor trafen Aigner, Volland, Halfar und Lauth)
drücken die neue Angriffsstärke der Löwen aus. Seitdem Sechzig Ende
Februar 1:0 bei Union Berlin gewann, hat man in 14 Zweitligapartien 32
Tore geschossen. "Das ist ein enormer Wert", sagte Löwen-Sportchef
Hinterberger über 2,285 Treffer im Schnitt. Nach der 1:3-Pleite zum
Auftakt in Braunschweig und dem etwas glücklichen 2:1-Heimsieg gegen den
KSC stehen mit dem Kantersieg in Cottbus bereits acht Treffer nach dem
dritten Spieltag auf der Habenseite des TSV. So trifft morgen die
bislang beste Offensiv-Abteilung der 2. Bundesliga auf den schwächsten
Angriff.
Zudem sind die Löwen bisher zu Hause gegen die Lila-Weißen mit einem
Torverhältnis von 11:1 ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis). Den
einzigen Auswärtstreffer für die Veilchen konnte Ersin Demir beim 1:1
im November 2005 erzielen. Zudem blieb der TSV 1860 saisonübergreifend
in den letzten sechs Heimspielen ohne Niederlage (vier Siege, zwei
Remis). Das letzte Mal verlor das Maurer-Team im Februar 2011 gegen den
FC Augsburg (0:2). Trotzdem warnt der Löwen-Chefcoach vor allzu viel
Euphorie: "Wenn uns kein frühes Tor gelingt oder wir sogar einem Treffer
hinterherlaufen müssen, dann wird es ein zähes Spiel gegen Aue."
Sechzig-Keeper Kiraly, bekannt durch seine Schlabberhose, lässt sich
ebenfalls vom sichtbaren Aufwärtstrend nicht blenden: "Jede Mannschaft
hat mal gute und mal schlechte Tage und außerdem ist jeder Gegner
anders. Diesmal haben wir 90 Prozent richtig gemacht, zehn Prozent waren
noch fehlerhaft." Also besteht eine gewisse Minimalchance für Aue
doch etwas Zählbares aus der Allianz-Arena mitzubringen. In der letzten
Saison blieb 1860 gegen Aue gänzlich ohne eigenen Treffer (0:0, 0:1).
Aue war damit der einzige Verein, gegen den die Münchner in der
Vorsaison nicht trafen. Das 0:0 im Hinspiel am 5. Spieltag 2010/11 war
zudem wenig aufregend: Die Veilchen standen zwar 90 Minuten lang unter
Druck, machten in der Offensive selbst zu wenig und hatten am Ende
dennoch einen Punkt mitgenommen. Es war eines von vier Remis beider
Kontrahenten, die in der Zweiten Liga insgesamt zehn Mal aufeinander
trafen. Dabei siegten nie die Gäste. Je drei Mal gewannen die Münchner
zu Hause, genauso oft wie die Auer. Im letzten Duell markierte Enrico
Kern in der Nachspielzeit den 1:0-Siegtreffer und erhöhte seine
Trefferquote gegen die Löwen auf sechs Buden (in neun Partien).
Momentan
ist nicht nur bei ihm der Wurm drin. Nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen
Aachen, dem 0:0 in Ingolstadt und der zuletzt kassierten Niederlage
gegen Karlsruhe (0:2) rutschte Aue auf Platz 10 ab, steht damit erstmals
seit dem Aufstieg vor einem Jahr in der unteren Tabellenhälfte.
Saisonübergreifend blieben die Lila-Weißen in vier von sechs Spielen
ohne Tor. Allerdings ließ der FC Erzgebirge in den letzten drei
Auswärtsspielen keinen Gegentreffer zu. Die Defensive der Auer steht,
auch personell. So ist Thomas Paulus, der wegen Knieproblemen in dieser
Woche zwei Tage lang pausieren musste, zusammen mit Adli Lachheb in der
Innenverteidigung fest eingeplant. Auch Fabian Müller ist nach seiner
Spielsperre wohl zurück in der Startelf, wird den zuletzt blaß
gebliebenen Pierre Le Beau auf der rechten Abwehrseite ersetzen. Kapitän
René Klingbeil soll die linke Seite dicht machen und sieht sich selbst
in der Kritik: "Die Abwehr muss mehr nachrücken und im Gegenzug müssen
die Offensivkräfte auch mit nach hinten arbeiten." Wer dieses
Mal in der Offensive das Vertrauen erhalten wird, daraus machte
Cheftrainer Rico Schmitt ein großes Geheimnis. "Wir wollen in München
endlich wieder mal ein Tor schießen. Und wir wollen natürlich punkten.
Klar, steht die Offensive besonders in der Verantwortung, wenn nach drei
Spieltagen nur ein Tor erzielt worden ist. Aber ich erwarte, dass
insgesamt mehr Druck nach vorn aufgebaut und aus allen Mannschaftsteilen
heraus Verantwortung übernommen wird", hofft Rico Schmitt außerdem auf
mehr Aggressivität und besserem Zusammenspiel. Auch sein Gegenüber
fordert den Einsatz der Primärtugenden: Zweikampfstärke und
Passsicherheit. "Wir werden uns 90 Minuten zerreißen. Unser Ziel ist
kein Unentschieden, sondern ein Heimsieg", stellte Maurer klar und ließ
eventuelle Änderungen in der Startaufstellung mit einem "Schaun mer mal"
offen.
Schiedsrichter der Partie wird Daniel Siebert aus Berlin sein.
Der 27-jährige Sportwissenschaftler steht bislang mit nur einer Partie
in der Statistik von Aue. Das Drittliga-Heimspiel gegen die
Spielvereinigung Unterhaching am 21. März 2009 endete unter seiner
Leitung mit einem 1:1-Unentschieden. An den Linien wird der seit 2007
wirkende DFB-Schiedsrichter von Jan Seidel und Martin Bärmann
assistiert, Marcel Göpferich fungiert als vierter Offizieller.
So
gingen die letzten sechs Aufeinandertreffen aus:
10/11 22.Spieltag
14.02.2011 FCE vs. 1860 1:0
(8.200 Zuschauer, Schiedsrichter: Zwayer)
10/11 05.Spieltag
22.09.2010 1860 vs. FCE 0:0
(17.600 Zuschauer, Schiedsrichter: Meyer)
07/08 34.Spieltag
18.05.2008 FCE vs. 1860 1:1
(12.100 Zuschauer, Schiedsrichter: Willenborg)
07/08 17.Spieltag
16.12.2007 1860 vs. FCE 5:0
(22.300 Zuschauer, Scheidsrichter: Dingert)
06/07 34.Spieltag
20.05.2007 FCE vs. 1860 2:2
(14.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Pickel)
06/07 17.Spieltag
18.12.2006 1860 vs. FCE 4:0
(24.400 Zuschauer, Schiedsrichter: Frank)
4.500 Euro durch Benefizspiel
Freitag, 12. August 2011 - 11:54 Uhr
Am Montagnachmittag spielte eine Sponsorenauswahl des FC Erzgebirge Aue
gegen die Deutsche Nationalmannschaft der Spitzenköche & Restaurateure.
Die Idee zu diesem Spiel gegen das Nationalteam der Spitzenköche, die
ausschließlich für gemeinnützige Zwecke spielen, hatten Benjamin Unger,
Chefkoch des Auer Flairhotels Blauer Engel und Jens Karlfuß vom
Kabeljournal. Beide nahmen auch selbst am Spiel teil: Benjamin Unger als
Torwart der Spitzenköche, während Jens Karlfuß in der Mannschaft der
Sponsoren spielte. Das Spiel endete vor rund 350 Zuschauern zu Gunsten
des FCE-Sponsoren-Teams mit 7:4 (5:1). Treffsicher zeigten sich auf Auer
Seite: Thomas Schlesinger (2), Jens Stopp (2), Jens Engelmann, Lothar
Lässig sowie Sven Brückl. Bei den Chefköchen trafen Michael Hopf (2),
Gunter Ehinger und Matthias Mack. Die dritte Halbzeit ging allerdings
voll und ganz an die Nationalmannschaft der Spitzenköche, die am Abend
im Flairhotel Blauen Engel den Gaumen der Beteiligten verwöhnten und
auch einen Einblick hinter den Kulissen gaben. Das war ganz im Sinne von
Engel-Koch Benjamin Unger, der damit auch ein Dankeschön an alle
Beteiligten verband: "Die Mannschaft vom FCE hat im Vorfeld sehr viel
gemacht für die Fußballköche und jetzt haben wir ein Stück davon zurück
gegeben." Auch konnte dem Förderverein der Villa Kunterbunt ein Scheck
von 4.500 Euro überreicht werden. Das Geld, welches durch Spenden der
Sterne-Köche, der FCE Sponsoren, einer Tombola des Hotels Blauer Engel
sowie den Zuschauerspenden zusammenkam, möchte die Kindertagesstätte vom
Auer Eichert in einen Bolzplatz investieren.
Fotos
vom Spiel
Aue - Karlsruhe 'Ein zu braver Gastgeber'
Sonntag, 07. August 2011 - 17:50 Uhr
Erzgebirge Aue hat durch seine erste Heimniederlage in dieser Saison den
Sprung in die Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Das Team
um Rico Schmitt unterlag dem Karlsruher SC durch die Treffer von
KSC-Kapitän Iaschvili (16.) und Krebs (78.) mit 0:2 und bleibt mit vier
Punkten im Mittelfeld. Die Badener liegen dank ihres zweiten Saisonsiegs
nun mit sechs Zählern einen Punkt hinter dem Führungstrio. Vor 10.000
Zuschauern hatten die Veilchen im hartgeführten ersten Durchgang mehr
vom Spiel, die klareren Aktionen kamen allerdings von einem KSC, der
hinten gut stand und schnell nach vorn spielte. Nachdem Iaschvili in der
7. Minute bereits eine gute Möglichkeit ausgelassen hatte, gelang dem
Georgier zehn Minuten später nach einer schönen Einzelleistung sein
dritter Saisontreffer. Dadurch war die Weiße Weste von Aues Keeper
Martin Männel hinfällig. Zudem mussten die Veilchen nach ihrem ersten
Zweitliga-Gegentreffer der Saison das Spiel gestalten, taten sich damit
aber äußerst schwer. Die Karlsruher zogen sich meist komplett in die
eigene Hälfte zurück und ließen den etwas kopflose anrennenden FCE
keinen Raum. Nach der Pause blieb zunächst der Gast am Drücker. Im
weiteren Spielverlauf drängten Veilchen zunehmend auf den Ausgleich und
hatten dabei mehrere gute Tormöglichkeiten. Auch mit Erfolg, aber ohne
die Rechnung des Schiedsrichtergespanns: Erst scheiterte Ronny König an
KSC-Schlussmann Dirk Orlishausen, dann schoß Mike Könnecke den auf der
Linie stehenden Dennis Kempe ab und schließlich hämmerte Jan Hochscheidt
die Kugel ins Gästetor zum 1:1-Ausgleich, welcher aber wegen
vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegeben wurde (58.). 20 Minuten
später traf der eben eingewechselte Krebs mit einer
20-Meter-Direktabnahme ins rechte Toreck zum entscheidenden 0:2, und
dies nicht ganz unverdient. Denn auch wenn Erzgebirge Aue viel Druck
ausgeübt hatte, fehlte es an der Durchschlagskraft und man hätte wohl
noch eine Stunde spielen können, ohne das Tor zu treffen. Die Konter der
Badener waren hingegen gezielter vorgetragen, der Pfostenschuss von
Iashvili kurz vor dem zweiten Tor zeigte dies deutlich. "Wir müssen nun
auswärts punkten und dabei vieles besser machen", weiß auch Rico Schmitt.
Spielbericht
Fotos
vom Spiel
DFB-Pokal-Heimspiel gegen den Club
Sonntag, 07. August 2011 - 11:13 Uhr
Der FC Erzgebirge Aue trifft in der zweiten Runde des DFB-Pokals auf den
Erstligisten 1. FC Nürnberg. Dies ergab die Auslosung durch Andreas
Köpke, Torwart-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, und Topmodel
Sara Nuru am Samstagabend im Rahmen der Sky-Sportsendung "Samstag
LIVE!". "Es ist ein namhafter Gegner aus der Bundesliga, daher rechnen
wir mit ausverkauftem Haus. Und natürlich wollen und werden wir alles
versuchen, die nächste Pokalrunde zu erreichen", sagte Trainer Rico
Schmitt zum "Spiel zweier Traditionsvereine, die auch regional so weit
nicht entfernt liegen." In der Zweitligasaison 2003/04 stand man sich
schon einmal gegenüber: Im Hinspiel egalisierten die Veilchen einen
1:3-Rückstand noch zu einem 3:3-Unentschieden, verloren jedoch im
Rückspiel klar mit 0:2. Die Franken, die zuletzt 2007 unter Trainer Hans
Meyer den Pokal holten, gewannen in der ersten Hauptrunde in Bielefeld
5:1, die Lila-Weißen waren in Saarbrücken nach Verlängerung mit 3:1
erfolgreich. Ausgetragen werden die Spiele der zweiten Hauptrunde im
DFB-Pokal am 25. und 26. Oktober 2011.
alle
Spiele der 2. Hauptrunde
Aue - Karlsruhe 'Statistikvorschau'
Samstag, 06. August 2011 - 9:21 Uhr
Ein besonderes Spiel steht den Kempe-Brüdern bevor. Der Auer Tobias
Kempe trifft auf seinen älteren Bruder Dennis Kempe. Der vom
Drittligisten VfR Aalen verpflichtete Defensivspieler soll die nicht
immer sattelfeste KSC-Abwehr stabilisieren. Letzte Saison stellten die
Badener die Schießbude der Liga, kassierten 72 Gegentore und
beschäftigten sich dadurch sehr lange mit dem Abstiegskampf. Erst mit
dem 3:2-Sieg gegen Union Berlin am letzten Spieltag entkam der
Karlsruher SC mit 33 Zählern (8S-9U-17N) noch einmal knapp der
Relegation und dem Abstieg in die Dritte Liga. So endet die Saison, die
vor allem geprägt war von eklatanten Abwehrschwächen, doch noch mit
einem Happy End. Um aber eine ähnlich deprimierende Spielzeit möglichst
zu vermeiden, stand der Sportlichen Leitung viel Arbeit bevor und wird
dies dem Anschein nach auch weiterhin. Denn in der aktuellen Saison
stehen bereits nach zwei Spieltagen erneut vier erzielten Treffern
(Iashvili (2), Lavric, Staffeldt) vier Gegentore gegenüber, macht ein
Heimsieg und eine Auswärtsniederlage: Karlsruhes Startbilanz ist
identisch mit der von vor einem Jahr - am Ende eine Maßnahme ohne
Erfolg?!
Nicht weniger als 17 Spieler verließen den Traditionsverein, elf
Neue kamen bislang. Unter den Spielern, die dem Wildpark den Rücken
kehrten, sind langjährige Profis wie Marco Engelhardt, Godfried Aduobe
(der als einziger seine Karriere beendete), Massimilian Porcello oder
Michael Mutzel, aber auch Talente wie Matthias Zimmermann oder Lukas
Rupp, die nach Mönchengladbach gingen. Von den Zugängen haben allerdings
auch einige klangvolle Namen: Florian Lechner, der vom FC St. Pauli kam
oder Klemen Lavric, der einst für den MSV Duisburg und Dynamo Dresden in
60 Zweitligapartien beachtliche 29 Mal traf. In vier dieser genannten
Zweitligaspiele erzielte der aus St. Gallen gekommene Stürmer gegen
Erzgebirge Aue schon mal drei Tore (zwei für Dresden und eins für
Duisburg). Auch für das Verhindern von Treffern hat der Karlsruher SC
mit dem designierten Stammkeeper Dirk Orlishausen (FC Rot-Weiß Erfurt)
einen guten Fang gemacht. Ein weiterer erfahrener Neuzugang ist den
Badenern mit der Verpflichtung des Ex-Auers Patrick Milchraum gelungen.
Beim FC Erzgebirge absolvierte er in sechs Einsätzen lediglich 214
Spielminuten. Momentan hat der 27-jährige Mittelfeldspieler beim KSC
auch nur 76 Minuten Pokalluft schnuppern dürfen und muss sich im
internen Duell gegen Thorben Stadler behaupten. Mit seinem
Ausgleichstreffer gegen die Alemannia hat er beim Trainer des Karlsruher
SC, Rainer Scharinger, definitiv Pluspunkte sammeln können. So sieht der
44-jährige Fußballlehrer für die Partie am Sonntag auch keinen Grund,
seine Startelf zu ändern und wird die Mannschaft, wohl inklusive Patrick
Milchraum, aus dem Heimspiel im Pokal gegen Aachen auf den Platz
schicken.
An der Bilanz beider Teams gibt es nicht viel zu rütteln.
Aue hat hier eindeutig die Nase vorn. In den zehn Begegnungen ließen
sich die Veilchen nur einmal die Butter vom Brot nehmen. Im Februar 2006
gab es beim KSC eine 2:5-Niederlage
- das Hinspiel endete 0:0
und war die bis dato einzige Partie, in der Aue nicht getroffen hat. In
den letzten drei Pflichtspiel-Duellen spielte man jeweils remis (erst
2:2, letzte Saison zweimal 1:1). Siegreich für die Lila-Weißen ging es
in zwei Heim- und in drei Auswärtsspielen zu. Nun soll am Sonntag gegen
den seit sechs Auswärtsspielen erfolglosen KSC ein weiterer Dreier für
die Veilchen dazu kommen. In der Auswärtstabelle belegte der KSC in der
letzten Saison mit mageren 8 Punkten den 16. Tabellenplatz, lediglich
Oberhausen und Bielefeld waren noch schlechter. Demnach könnte man
annehmen, die Rollen wären klar verteilt. "Wir sind leicht favorisiert
und die Punkte bleiben zu Hause", gibt sich selbst Rico Schmitt
zuversichtlich.
Am Sonntag wissen wir mehr, nicht nur wer das
Vertrauen für die Startelf gewonnen hat, sondern auch, ob die Weiße
Weste von Martin Männel nach den dritten 90 Minuten weiter Bestand hat.
Das dürfte angesichts der Gelb-Rot-Sperre vom bis dato einzigen Auer
Torschützen im Ligabetrieb Fabian Müller und dem angeschlagenen
Innenverteidiger Adli Lachheb gewiss nicht einfach werden. "Bange machen
gilt überhaupt nicht", meint Schmitt. So wird voraussichtlich Kapitän
René Klingbeil zusammen mit Thomas Paulus die Abwehrzentrale bilden,
flankiert von Kevin Schlitte links und Pierre Le Beau rechts. Auf den
Sechser-Positionen gibt es wenig Handlungsbedarf, was bei den
zahlreichen Alternativen des offensiven Mittelfelds schon anders
aussehen wird. Enrico Kern (Angina) stieg zusammen mit Jan Hochscheidt
(Muskelprellung in der Wade) am Donnerstag wieder ins
Mannschaftstraining ein und auch Alban Ramaj ist nach seiner
Seitenbanddehnung im Knie wieder fit. Egal wer aufläuft, "die Jungs
sollen an die Leidenschaft und die Lauffreudigkeit aus den letzten
Partien anknüpfen", fordert der Coach, der bisher wenig Anlass für
Kritik sieht: "Wir haben vier Punkte aus den ersten beiden Partien
geholt und stehen in der nächsten Pokalrunde. Das ist für uns das
Optimum."
Schiedsrichter der Partie wird Harm Osmers aus
Hannover sein. Anfang des Jahres wurde der 26-Jährige vom DFB in die 2.
Bundesliga berufen, absolvierte bis zur Sommerpause vier Einsätze. Seine
Premiere feierte er in Düsseldorf bei einem Heimspiel der Fortuna.
Assistiert wird der Investitionscontroller von Rene Rohde (Rostock) und
Lothar Ostheimer (Petersthal). Der Ansbacher Walter Hofmann Hofmann mimt
den vierten Offiziellen.
Fotos
vom Abschlusstraining
Saisonstart der Auer Amateure
Donnerstag, 04. August 2011 - 17:17 Uhr
Mit sechs Neuverpflichtungen startet die U23 des FC Erzgebirge Aue am
Sonntag beim Aufsteiger Grün-Weiß Piesteritz in ihre vierte
Oberligasaison, die es nach Beendigung wohl so nicht mehr geben wird. So
ist durch die neue Regionalligareform mit künftig fünf regionalen
Verbänden (Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern) die Zahl der
Aufsteiger nicht endgültig festgelegt. Falls Drittligisten aus dem
Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) absteigen oder ein Regionalligist
aus dem NOFV-Bereich den Aufstieg schafft, könnten demnach aus beiden
Oberliga-Staffeln jeweils mindestens zwei bis maximal vier Mannschaften
in die neue Regionalliga Nordost aufsteigen, sodass die neue
Regionalliga mit 16 Mannschaften besetzt ist. Das Team um Neu-Coach
Torsten Wappler müsste sich bei der Verteilung der Aufsteigerplätze also
"nur" gegen die erfahrenen Favoriten aus Auerbach, Zwickau, Bautzen und
Leipzig behaupten. Und das mit neuem Personal aus der eigenen A-Jugend:
Thomas Stock, Rico Bär, Frank Schreiber, Marcel Klemm und Philipp
Müller. Einzig Felix Röder, kommt mit einer Erfahrung von 50 Spielen in
der höchsten Jugendspielklasse vom Halleschen FC, steht als externe
Neuverpflichtung im Kader. Die Lücke durch die Stammabgänge Patrick
Grandner, Guido Heßmann (beide VfL Hohenstein-Ernstthal), Andy
Wendschuch (FSV Budissa Bautzen) und Ivan Ristovski (Ziel unbekannt)
dürfte dennoch schwer zu stopfen sein. Eine Unterstützung aus dem
Profikader wäre wie schon öfters geschehen sicherlich vorteilhaft für
das Ziel Aufstieg.
"Wir haben in den vergangenen drei Oberliga-Jahren immer im vorderen
Drittel oder Mittelfeld gelegen. Das sollte erneut unser Anspruch sein,"
meint Torsten Wappler und freut sich auf die neue Herausforderung. Der
33-Jährige kann dabei auf seiner Vergangenheit beim FCE bauen: "Da ich
seit vielen Jahren im Auer Nachwuchsbereich gearbeitet habe, kenne ich
die meisten Spieler aus meiner Mannschaft. Außerdem steht mir ein gutes,
erfahrenes Funktionsteam zur Seite." Nach der zuletzt verloren
gegangenen Generalprobe gegen die B-Mannschaft des FC Slovan Liberec
(1:4) in Verbindung mit dem Kurztrainingslager in der Tschechei, heißt
es nun am Sonntag einen erfolgreichen Oberligastart hinzulegen. Der
Präsident des Gastgebers, Volker Neuberg, hofft zumindest auf 1.000
Zuschauer und einen Sieg seines FC Grün-Weiß. "Ich tippe 2:1 für
Piesteritz", sagte der 55-Jährige und erklärt, dass dieser Erfolg eine
Werbung für den Raum Wittenberg wäre. "Am Wochenende ist auf Landes- und
Kreisebene noch kein Spielbetrieb. Vielleicht besuchen uns auch Fans,
die sonst anderen Teams die Daumen drücken." Der Volkspark ist nach
einigen Umbauten erfolgreich mit "oberligatauglich" seitens des
Fußball-Landesverbandes eingestuft wurden. Die Gäste-Fans marschieren
nun direkt vom Parkplatz "Maiwiese" in die Südkurve des Volkspark. "Die
ist komplett eingezäunt", erklärte Neuberg, "die Auflagen des
Fußballverbandes sind an dieser Stelle erfüllt." Damit steht für den
Punkspielauftakt beider Teams wohl nichts mehr im Wege.
1.
Spieltag
Kicken, Kochen & Spenden
Donnerstag, 04. August 2011 - 13:54 Uhr
Das Motto "Sportlichkeit, Fairness und Spitzenleistung - für einen
guten Zweck!" steht für den im Februar 2005 aus dem 1996 gegründeten
Freundeskreis eingetragene, gemeinnützige Verein "Deutsche
Fußballmannschaft der Spitzenköche und Restaurateure" auch am Montag,
den 08. August 2011 ab 16:00 Uhr auf dem Programm. Das Fußball-Team der
Sterneköche um Johann Lafer, Ralf Zacherl, Sante de Santis sowie Mario
Kotaska macht hierbei seinen "Auflauf" im Sparkassen- Erzgebirgsstadion,
um gegen eine Sponsoren-Auswahl des FCE-Förderkreises zu kicken. Wir
werden unseren Verein bestmöglich präsentieren und wünschen uns an
diesem Nachmittag zahlreiche Unterstützung von den Rängen, so
Kicker-Kapitän und FCE-Vizepräsident Jens Stopp, dessen Team auch gegen
"Einheimische" antreten wird. Sternekoch Benjamin Unger vom Hotel Blauer
Engel gehört zum Beispiel seit zwei Jahren zur Deutschen
National-Auswahl der Köche und hat gemeinsam mit Jens Karluß vom FCE
Förderkreis das Freundschafts-Benefiz-Spiel organisiert. Der Erfolg gibt
den Köchen jedenfalls Recht. In den letzten drei Jahren konnte durch
solche Events eine Spendensumme von über 350.000 Euro gesammelt werden.
Der Eintritt ist für alle Zuschauer frei. Eine kleine Spende für den
guten Zweck sollte aber machbar sein.
Verletztenliste
Dienstag, 02. August 2011 - 19:19 Uhr
Für das anstehende Heimspiel gegen den Karlsruher SC müssen die Veilchen
auf Innenverteidiger Adli Lachheb verzichten. Beim 24-jährigen Tunesier
brach die alte Sprunggelenksverletzung wieder auf, sodass ein Einsatz am
Sonntag definitiv nicht in Frage kommt. "Zuerst muss die Schwellung im
Sprunggelenk abklingen. Adli wird bis voraussichtlich Anfang der
nächsten Woche pausieren und dann wieder mit Lauftraining beginnen",
erklärte Teamarzt Torsten Seltmann. Grünes Licht gibt es unterdessen für
Enrico Kern (Angina) und Jan Hochscheidt (Muskelprellung in der Wade).
Beide werden voraussichtlich ab Donnerstag wieder ins
Mannschaftstraining einsteigen und könnten in der Partie des 3.
Spieltages mitwirken.