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Nachrichtenüberblick
11. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12
Sonntag, 30. Oktober 2011
Paderborn - Aue 'Blick geht nach unten'
Samstag, 29. Oktober 2011
Paderborn - Aue 'Statistikvorschau'
Freitag, 28. Oktober 2011
Aue - Nürnberg 'Dritte Runde bleibt ein Traum(a)'
Donnerstag, 27. Oktober 2011
DFB-Urteil: 4.000 Euro Geldstrafe für Aue
Montag, 24. Oktober 2011
Aue - Union Berlin 'Auf Elfmetertreffer folgt Freistoßtor'
Sonntag, 23. Oktober 2011
Aue - Union Berlin 'Statistikvorschau'
Freitag, 21. Oktober 2011
9. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12
Dienstag, 18. Oktober 2011
Fürth - Aue 'Gebrauchten Tag erwischt'
Sonntag, 16. Oktober 2011
Tobias Kempe: "Wir sind wieder gut dabei"
Samstag, 15. Oktober 2011
Fürth - Aue 'Statistikvorschau'
Freitag, 14. Oktober 2011
Freundschaftsspiel FC Fortuna Plauen - FC Erzgebirge Aue 1:15
Samstag, 08. Oktober 2011
Aue - Rostock 'Heute ein König'
Samstag, 01. Oktober 2011



11. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12

Sonntag, 30. Oktober 2011 - 18:12 Uhr

Die Schmach vom letzten Aufeinandertreffen beider Teams, wo sich die Auer Amateure zu Hause gegen den VfB Auerbach mit 0:6 blamierten, ist mit dem heuer gewonnenen Spitzenspiel der Oberliga Süd wettgemacht. Am Ende sahen die 320 Zuschauer im modernisierten Stadion am Spiegelwald (jetzt mit überdachtem Stehplatzbereich) ein hitziges Duell, welches der nunmehr Tabellendritte mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Zwar wackelte der dritte Heimsieg für die Auer Amateure kurz vor Ultimo nochmals, doch sorgte der Doppelpack von Kevin Stephan innerhalb von zehn Minuten für eine frühe Vorentscheidung. Auch so besaß die U23 gegen die Schwarz-Gelben die besseren Ideen, machten aber zunächst zu wenig draus. Aber nachdem Thomas Stock (34.) mit einem Lattenschuss aus sieben Metern dem Tor sehr nahe kam, sorgte ein starkes Solo von Rico Bär, der schlussendlich den Torschützen Kevin Stephan hervorragend in Szene setzte, für die verdiente Auer Führung (38.). Direkt nach der Pause legten die Jungs von Trainer Torsten Wappler nach. Felix Kunert war Schuch davongelaufen und der Auerbacher konnte sich nur noch per Foul behelfen. Schiedsrichter Gunnar Stary zeigte sofort auf den Punkt, wobei die Sache nicht so klar, wie angenommen schien (Bild). Es war einer die vielen fragwürdigen Entscheidungen des Unparteiischen, der bereits nach wenigen gespielten Minuten die erste von insgesamt elf Gelben Karten zog und die Partie infolgedessen an ihm im wahrsten Sinne vorbei lief. Dem Profi Kevin Stephan war es egal und verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:0 (48.). Danach wurde die Gangart schroffer, die Unterbrechungen sorgten für wenig Spielfluss, was sich jedoch sehr vorteilhaft für die Heimelf auswirkte. Denn in der Schlussviertelstunde drückte der Aufstiegsaspirant aus Auerbach gewaltig auf den Anschlusstreffer. Bevorteilt, dass sich die komplett in lila spielenden Youngster weit zurückzogen und so der Mannschaft von Gästecoach Dünger den nötigen Raum überließen, klingelte es folgerichtig in der 82. Minute. Aber nicht aus dem Spiel heraus, sondern per direkt verwandeltem Freistoß von Schuch (82.). Mit einigen weiteren Wacklern in der Auer Hintermannschaft rettete die Reserve des FC Erzgebirge die drei Punkte über die Zeit und lauert mit nunmehr 18 Punkten und einem Spiel weniger hinter den Konkurrenten aus Zwickau (28) und Auerbach (23).

Spielbericht
Fotos vom Spiel

Paderborn - Aue 'Blick geht nach unten'

Samstag, 29. Oktober 2011 - 21:06 Uhr

Gegen den Lieblingsgegner der Veilchen - sieben der acht Zweitliga-Duelle gegen den SC Paderborn wurden gewonnen - kassierte man heute vor 7.329 Zuschauer in der Energieteam-Arena eine 0:1-Niederlage und hat damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegengelassen. "Paderborn hat verdient gewonnen. Wir haben in dieser Phase um das Gegentor quasi gebettelt und hatten dann nichts mehr zuzusetzen", resümierte Rico Schmitt, der in der zweiten Halbzeit einen Kräfteverschleiß bei seinen Spielern ausmachte: "Den Willen kann ich ihnen nicht absprechen. Aber wir müssen nun sehen, was wir besser machen können." So konnte man als gemeiner Fan in den ersten 45 Minuten noch ein Bemühen seiner Farben sehen, welches sich aber nicht konsequent in Torgefahr ummünzen ließ. Zwar setzte Ronny König nach einer Flanke von Kevin Schlitte einen Kopfball an den Querbalken (15.), doch vielversprechende Torchancen sprangen trotz einer taktisch disziplinierten Leistung bis zur Pause nicht mehr heraus. In der 39. Minute hatte man zudem Glück, dass Taylor nach einer Ecke aus der Nahdistanz den Ball nur um Zentimeter am Tor vorbei bugsierte. Im zweiten Abschnitt gab der FC Erzgebirge seine zuvor aufgebaute Dominanz unverständlicherweise aus der Hand und der Gastgeber drängte Dank mehr Laufbereitschaft sowie einem verändertem Zweikampfverhalten auf die Führung. Zunächst konnte Aues Schlussmann Martin Männel noch zwei Möglichkeiten (48. und 51.) vereiteln, aber beim Paderborner Führungstreffer, den Mohr (60.) ins lange Eck köpfte, war er folgerichtig geschlagen. Nur zwei Zeigerumdrehungen später verhinderte ebenfalls die Querlatte den Doppelpack des Paderborner Ersatz-Kapitäns. Leider war nach dem Rückstand kein Aufbäumen bei Aue zu sehen. Vielmehr hatten die Ostwestfalen eine gute Chance nach der anderen, scheiterten aber am nun glänzend reagierenden Martin Männel. Es blieb bei der fünften Saisonniederlage der Veilchen, die damit seit drei Ligaspielen ohne Sieg sind.

Spielbericht
Fotos vom Spiel

Paderborn - Aue 'Statistikvorschau'

Freitag, 28. Oktober 2011 - 15:13 Uhr

Aller guten Dinge sind bekanntlich Drei. So reisen die Auer nach dem 1:1 gegen Union Berlin und dem knappen 1:2-Pokal-Aus gegen den 1. FC Nürnberg zum Abschluss der englischen Woche morgen zur Überraschungsmannschaft nach Paderborn. Dabei geht es für Trainer Rico Schmitt und seinem Team in der Vorbereitung auf die Partie des 13. Spieltages gegen den Liga-Konkurrenten vor allem darum, zu regenerieren und um eventuell eine neue Triumphserie zu starten. "Wir haben unsere erfolgreiche Saison 2010/11 mit einem Auswärtssieg in Paderborn begonnen", erinnert sich der 43-jährige Coach, "und das wollen wir natürlich weiterführen: Wir fahren dahin, um zu punkten." Auch Ronny König, Aues Toptorjäger mit drei Treffern, möchte gerne in Paderborn "die Woche vergolden."
Dazu ist allerdings eine höchst couragierte Leistung vonnöten. Der Gegner wird den lila-weißen Akteuren alles abverlangen und selbst Keeper Martin Männel glaubt, dass sie dieses Mal von "einer stärkeren Mannschaft" empfangen werden. Seit dem fünften Spieltag hat der SC Paderborn nicht mehr verloren, blieb somit in den vergangenen acht Partien ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis) und stellte damit einen neuen Vereinsrekord auf. Nach vier Siegen in Folge (ebenfalls Vereinsrekord) gab es zuletzt aber "nur" ein 1:1 bei den Löwen aus München. Dabei erkämpften sich die Ostwestfalen nach einem 0:1-Rückstand noch einen wichtigen Zähler. Die letzte Niederlage für den SCP ist verdammt lang her und ereignete sich am 4. Spieltag beim 0:1 gegen Greuther Fürth, der auch der Gegner in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals war und man erneut verlor (0:4). Weiter gekommen als bis zur dritten Runde sind die Paderborner in ihrer Pokalhistorie bisher nie, doch da haben sie mit Erzgebirge Aue etwas gemeinsam. Die zweite Niederlage die der Sportclub im Punktspielbetrieb verbuchte, war am 3. Spieltag bei Union Berlin mit einem klaren 0:3. Drei Gegentore haben Seltenheitswert, denn ansonsten spielte die Mannschaft von Roger Schmidt fünfmal zu Null und fing sich sechsmal jeweils nur einen Gegentreffer ein. Macht zusammen Neun, die von 16 selbst erzielten Toren in den Schatten gestellt werden. Fünf Buden vom besten SCP-Knipser Proschwitz, die beiden Treffer von Brandy bzw. Meha sowie sieben weitere Spieler mit je einem Einschlag sorgten für vier Unentschieden und sechs Siegen - 22 Punkte, damit katapultieren die Paderborner auf Rang fünf der Tabelle - so weit oben war der SCP zuletzt am Saisonende 09/10 zu finden (in der gesamten letzten Saison nie in der oberen Tabellenhälfte).
Obgleich der momentan hervorragenden Ausgangslage für die Paderborner, es gibt noch die Kategorie Lieblingsgegner, und den sieht der FC Erzgebirge statistisch gesehen im kommenden Gastgeber. Gegen keinen anderen Club gewannen die Unsrigen im Liga-Unterhaus so oft. Sieben der acht Zweitliga-Duelle gegen Paderborn (unter anderem die letzten vier) gingen an die Veilchen, die am 24. Februar 2008 mit dem 6:0-Erfolg sogar ihren höchsten Zweitliga-Sieg verzeichnen konnten. In der letzten Saison gewann die Elf von Rico Schmitt beide Begegnungen mit 1:0. Dabei fielen die Siegtore jeweils sehr spät: Marc Hensel traf in Paderborn in der 90.+2 Minute, Pierre Le Beau im Rückspiel in der 86. Minute. 13:1 Tore sprechen klar für sich. Den einzigen Zweitliga-Treffer für die Ostwestfalen erzielte Brouwers am 27. April 2007 zum 1:0-Heimsieg seiner Farben. Doch ebenso zurückhaltend mit dem Toreschießen zeigt sich momentan auch die Auer Mannschaft in dieser Saison: Im Schnitt nicht ein Mal ein Tor pro Spiel (zehn in zwölf Partien) - nur Aachen und Rostock haben weniger vorzuweisen. Daher wird das Spiel gewiss auch kein Selbstläufer für Aue, was zudem die Bilanz gegeneinander in der dritten Liga bestätigt: Erst verlor man zu Hause mit 0:2, konnte dann wenigstens im Rückspiel ein 0:0 ergaunern. Wie gesagt, dies ist bislang ein kleiner schwarzer Fleck gegen den damaligen Aufsteiger auf der sonst tadellosen Zweitligaweste. Man darf somit gespannt sein, was am Samstagnachmittag überwiegen wird: Das Attribut Lieblingsgegner oder doch die momentane Erfolgsgeschichte des SC Paderborn.
Ausfälle personeller Art sind in beiden Stammkader recht ausgeglichen. Mittelfeldspieler und Mannschaftskapitän Krösche, der bislang alle zwölf Liga-Spiele bestritten hat und quasi den Sturmlauf des SCP in die richtige Bahn geschoben hat, wird wegen eines im Pokalspiel zugezogenen Muskelfaserrisses bis auf Weiteres dem Team von Roger Schmidt fehlen. Als Ersatz stehen Mohr oder Palionis zur Disposition. Und Rico Schmitt, also der mit Doppel-T, muss Marc Hensel nach seiner Ampelkarte im Union-Spiel ersetzen. Diesbezüglich wird wohl Nicolas Höfler den Part des Abräumers zusammen mit Oliver Schröder übernehmen. Weitere Überraschungen in der Startaufstellung sind jedenfalls nicht ausgeschlossen.
Schiedsrichter in der Energieteam-Arena ist mit Robert Kempter aus Sauldorf kein Unbekannter. Letzte Saison leitete er ebenfalls die Partie Paderborn gegen Aue, welches man bekanntlich mit 1:0 gewann. Auch in seinen beiden Spielen mit Auer Beteiligung endeten siegreich aus Sicht der Veilchen (1:2 Oberhausen / 1:0 Erfurt). Assistiert wird er vom dreifachen Thomas: Stein (Homburg am Main) und Münch (Rielasingen) an den Linien sowie Gorniak (Bremen) als vierter Offizieller.
So gingen die letzten sechs Aufeinandertreffen aus:
10/11 2.Bl 18.Spieltag 18.01.2011 FCE vs. SCP 1:0 (8.050 Zuschauer, Schiedsrichter: Schriever)
10/11 2.Bl 01.Spieltag 21.08.2010 SCP vs. FCE 0:1 (6.176 Zuschauer, Schiedsrichter: Kempter)
08/09 3.Li 24.Spieltag 28.02.2009 SCP vs. FCE 0:0 (4.840 Zuschauer, Schiedsrichter: Schuma.)
08/09 3.Li 05.Spieltag 30.08.2008 FCE vs. SCP 0:2 (7.300 Zuschauer, Schiedsrichter: Grudzinski)
07/08 2.Bl 21.Spieltag 24.02.2008 FCE vs. SCP 6:0 (10.050 Zuschauer, Schiedsrichter: Schmidt)
07/08 2.Bl 04.Spieltag 02.09.2007 SCP vs. FCE 0:1 (4.732 Zuschauer, Schiedsrichter: Lupp)

Aue - Nürnberg 'Dritte Runde bleibt ein Traum(a)'

Donnerstag, 27. Oktober 2011 - 18:37 Uhr

Die Pokalsensation blieb aus. Erzgebirge Aue hat durch eine 1:2-Niederlage gegen den Erstligisten 1. FC Nürnberg das Ticket für die Runde der letzten 16 leider nicht lösen können. Dabei war vor 13.000 Zuschauern im Erzgebirgsstadion ein Klassenunterschied über lange Zeit nicht zu sehen. Einzig in den dann spielentscheidenden Szenen lagen die Hauptstärken der personell arg gebeutelten Franken, die nur in der Anfangsphase der Partie mit schnellem Umkehrspiel die Defensive des FC Erzgebirge entblößen konnten. Nach rund 20 Minuten legten die in gewohnt lila spielenden Auer nämlich ihre Hemmungen ab, fanden besser ins Spiel und mit den bekannten Tugenden wie Kampfkraft und Laufstärke setzten die Veilchen den viermaligen Pokalgewinner unter Druck. Ronny Königs Kopfballversuch (32.) nach Flanke Höfler, der neben Jan Hochscheidt für Oliver Schröder und Marc Hensel die Doppel-Sechs bildete, sowie Mike Könneckes Direktabnahme aus 18 Metern (38.) oder auch Tobias Kempes Knaller, den Club-Tormann Stephan nur abklatschen konnte (44.), waren allesamt gefährlich, jedoch nicht zielsicher genug. Auch nach der Pause gab es das gleiche Bild. Aue drückte auf das Führungstor, die jungen Nürnberger verteidigten mit Glück und vor allem Geschick das eigene Tor. Ronny König vergab dabei mehrere Chancen, die vom fleißigen Guido Kocer aufgelegt wurden. Praktisch aus dem Nichts fiel dann binnen vier Minuten die Entscheidung. Zunächst zog Esswein von links am mittlerweile gelb-vorbelasteten Nicolas Höfler vorbei und versenkte das Leder unhaltbar aus 18 Meter im rechten Giebel (64.). Die Schockstarre der Gastgeber nutzte vier Minuten später der eingewechselte Wießmeier, der den Abwehrfehler von Adli Lachheb mit einem nicht scharfen, dafür aber platzierten Schuss ins linke untere Eck bestrafte. Es waren die beiden ersten Chancen der Glubberer im zweiten Abschnitt. Die Veilchen gaben nicht auf, warfen alles in die Waagschale, um den Traum vom Pokal-Achtelfinale doch noch wahr werden zu lassen. Diese Hoffnungen schürte Ronny König in der 78. Minute, als er eine Hereingabe von Guido Kocer an Stephan vorbei ins Tor zum 1:2 köpfte, zunächst bei allen Beteiligten. Allerdings sollte der Ausgleich trotz der Schlussoffensive, in der es sogar Keeper Martin Männel nach vorne zog, nicht mehr gelingen. Damit war das vierte Ausscheiden in Runde Zwei für den FC Erzgebirge besiegelt.

Spielbericht
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DFB-Urteil: 4.000 Euro Geldstrafe für Aue

Montag, 24. Oktober 2011 - 18:17 Uhr

Wegen zweier Fälle unsportlichen Verhaltens hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss den FC Erzgebirge mit einer Geldstrafe in Höhe von 4.000 Euro belegt. Im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli am 23. September 2011 wurde in der 80. Minute im Auer Zuschauerblock ein Bengalisches Feuer gezündet, welches außerdem in der Heimpartie des 30. Septembers gegen Hansa Rostock in der 56. Minute im Auer Fanblock abgebrannt wurde. Bereits zu Saisonbeginn zahlte der Verein wegen Fehlverhaltens der eigenen Fans eine Geldstrafe von 3.000 Euro.

Aue - Union Berlin 'Auf Elfmetertreffer folgt Freistoßtor'

Sonntag, 23. Oktober 2011 - 16:50 Uhr

Nichts war es für Aue den dritten Heimsieg der Saison gegen den ersatzgeschwächten 1. FC Union Berlin einzufahren. Im fünften Zweitliga-Aufeinandertreffen beider Teams folgte das dritte Remis. Dabei führten die Veilchen nach 13 Minuten schnell mit 1:0. Thomas Paulus verwandelte per Elfmeter - Madouni holte im Sprintduell den überragenden Tobias Kempe von den Beinen - abgeklärt ins linke untere Eck. Allerdings glich Unions Spielmacher Mattuschka fünf Minuten später mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern aus. Im weiteren Spielverlauf trauten sich beide Teams dann kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Zudem sorgten die vielen Unterbrechungen vom zu kleinlich pfeifenden Schiedsrichter Guido Winkmann für wenig Spielfluss. Doch spätestens nach dem Platzverweis, Marc Hensel (35.) sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte, übernahmen die Berliner die Initiative und waren der Führung deutlich näher als das Heimteam. In der 57. Minute hätte Mattuschka beinahe ein zweites Mal zugeschlagen, doch der Ball segelte nach seinem Freistoß an die Latte. Kurz darauf rutschte Mosquera (im Abseits stehend) an einer Silvio-Hereingabe knapp vorbei. Der FC Erzgebirge beschränkte sich derweilen zwar nur aufs Kontern und konnte in Unterzahl nur wenige Akzente im Offensivspiel setzen, nichtsdestotrotz kämpften die Mannen von Rico Schmitt unentwegt weiter und waren dem Siegtreffer ebenfalls sehr nahe gekommen. Einen Kopfball von Ronny König lenkte Unions-Keeper Glinker mit den Fingerspitzen über die Latte (58.) und der zur Pause eingewechselte Guido Kocer nagelte die Kugel in der 65. Minute aus Nahdistanz ans Lattenkreuz, den Nachschuss setzte Ronny König über das Tor. Mit fortschreitender Spieldauer sank das Niveau der Begegnung wieder ab, sodass es schlussendlich bei der Punkteteilung blieb, mit der sich Aues Trainer Rico Schmitt besser anfreunden kann, als sein Gegenpart Neuhaus.

Spielbericht
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Aue - Union Berlin 'Statistikvorschau'

Freitag, 21. Oktober 2011 - 15:52 Uhr

Gegen die Eisernen aus Berlin soll am Sonntag der dritte Heimsieg für den FC Erzgebirge eingefahren werden. Allerdings hat Aue von seinen vergangenen vier Heimspielen nur das letzte gewonnen (1:0 gegen Rostock). Doch Rico Schmitt sieht seine Mannen trotz der unglücklichen 2:0-Niederlage am vergangen Spieltag beim Tabellenführer Greuther Fürth auf einem guten Weg. "Wir haben Vieles richtig gemacht", sagte der Trainer, der neben den nicht zu Hundert Prozent fitten Madouni (Außenbanddehnung), Stuff (Syndesmoseriss im rechten Sprunggelenk), Terodde (Teilanriss des Innenbandes im rechten Knie) und Mattuschka (Grippe) definitiv auf Abwehrspieler Pfertzel (Angina) verzichten muss.
Dennoch will die Neuhaus-Elf etwas Zählbares aus Aue mitnehmen, obwohl gerade in fremden Gefilden den Berlinern noch kein Sieg gelang. Mit jeweils einem 1:1-Unentschieden (FSV Frankfurt, Duisburg), drei Niederlagen sowie mit acht sieglosen Auftritten nacheinander pressen den Drittletzten der Auswärtstabelle nicht gerade in die Favoritenrolle. Den letzten Auswärts-Dreier feierten die Eisernen am 3. April 2011 beim 2:0 in Oberhausen. Zu Hause sieht es im schmucken Stadion an der Alten Försterei derweilen besser aus, da gab es mit zuletzt fünf Siegen in Folge 15 Punkte (zusammen mit Fürth und Düsseldorf Ligabestwert) - dazu zählt auch der jüngste 2:0-Erfolg gegen Karlsruhe. Insgesamt verlor Union nur eines der letzten fünf Spiele (bei Eintracht Frankfurt mit 1:3) und kletterte durch diese Erfolge auf Platz 7 - so weit oben waren die Berliner zuletzt nach dem 21. Spieltag der Zweitligasaison 2009/10 und sind damit das derzeit beste Ostteam in dieser Liga.
Eine Spezialität der Eisernen ebenfalls aus der letzten Saison besteht darin, nach einem 0:1-Rückstand noch zu Punkten: In acht Partien standen am Ende drei Siege und fünf Remis zu Buche. In der aktuellen Spielzeit gelang dies gegen Bochum und Ingolstadt mit zwei zum Sieg gedrehten Spielen. Bei den Veilchen stehen die Partien gegen Braunschweig (am Ende 1:1) und gegen St. Pauli in der Statistik: Nach 1:0-Rückstand gewann Aue beim Kiez-Club am 9. Spieltag noch mit 3:2. Drei Tore in einem Spiel waren auch für die lila-weißen Schlachtenbummler schon ungewöhnlich. Denn diesem Dreierpack, einem weiteren Doppelpack sowie vier Partien mit wenigstens einem Tor stehen fünf Begegnungen ohne einen eigenen Treffer gegenüber. Damit schoss Aue, das in dieser Spielzeit bereits viermal ohne Gegentor blieb, im Schnitt nicht einmal ein Tor pro Spiel (neun in elf Partien) - nur Aachen und Rostock trafen weniger. Union (17) hingegen hat in den letzten sieben Spielen immer getroffen - das ist aktuell die längste laufende Serie ligaweit. Beste Knipser sind Quiring und Silvio mit vier Einschlägen, gefolgt von Mosquera (3), Mattuschka (2), Stuff (2) und mit je einem Treffer Karl sowie Parensen.
Zur Bilanz gegeneinander gibt es eigentlich genug zu sagen. Aber machen wir es kurz: Die letzten beiden Spiele zwischen Aue und Union Berlin endeten unentschieden, davor gab es in der dritten Liga zwei Siege für Berlin und in der Zweitligasaison 2003/04 feierten beide Teams jeweils einen Heimsieg. Gewonnen haben die Veilchen gegen Union letztmals 2003, damals gab es am Freitagabend des 17. Augusts 2003 in einen 2:1-Heimsieg, und das nach 0:1-Rückstand. Insgesamt steht das 57. Punktspiel beider Traditionsmannschaften auf dem Plan. Zu DDR-Zeiten hatte Union fast nie eine Chance im Erzgebirge (zwischen 1952 und 1995 ohne Sieg in Aue), aber seit der Wende haben die Eisernen öfters im Lößnitztal gewonnen (fünf Mal) als verloren (drei Mal). Insgesamt stehen aus Auer Sicht im Liga-Alltag 25 Siege, 13 Unentscheiden und 18 Niederlagen zu Buche.
Zum Auftakt der englischen Woche wird Schiedsrichter Guido Winkmann aus Kerken seine Sichtweise des Spiels preisgeben. Seine bisherigen neun Partien mit Veilchenbeteiligung waren vom Ergebnis her überaus durchwachsen, jedoch vom Spielausgang gesehen eher ausgeglichen. Zwei 1:0-Heimsiege (Unterhaching, Paderborn) und einem Auswärtssieg (2:0 Münster) stehen zwei Heimniederlagen (0:3 Fürth, 0:1 Osnabrück) und einer 1:2-Niederlage in Wattenscheid gegenüber. Hinzu kommen noch drei Auswärtsremis (0:0 Bremen II, 1:1 Burghausen, 0:0 Erfurt). Summa summarum drei Siege, drei Remis und der Niederlagen. Assistiert wird der 37-jährige Polizeibeamte von Detlef Scheppe und Stefan Glasmacher an den Linien sowie Benjamin Cortus als vierter Offizieller.
So gingen die letzten sechs Aufeinandertreffen aus:
10/11 2.Bl 25.Spieltag 06.03.2011 FCE vs. Union 0:0 (15.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Stark)
10/11 2.Bl 08.Spieltag 15.10.2010 Union vs. FCE 1:1 (16.927 Zuschauer, Schiedsrichter: Schmidt)
08/09 3.Li 36.Spieltag 12.05.2009 FCE vs. Union 0:1 (8.800 Zuschauer, Schiedsrichter: Fritz)
08/09 3.Li 17.Spieltag 29.11.2008 Union vs. FCE 2:0 (7.022 Zuschauer, Schiedsrichter: Valentin)
03/04 2.Bl 20.Spieltag 15.02.2004 Union vs. FCE 3:0 (8.941 Zuschauer, Schiedsrichter: Sippel)
03/04 2.Bl 03.Spieltag 17.08.2003 FCE vs. Union 2:1 (12.200 Zuschauer, Schiedsrichter: Albrecht)

9. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12

Dienstag, 18. Oktober 2011 - 17:24 Uhr

worbser.de Für die Daheimgebliebenen gab es neben Sky zeitgleich auch noch das kleine Derby im Stadion am Spiegelwald zu bestaunen. Die Oberliga-Zweitvertretungen von Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden gaben vor 100 Zuschauer ihr Stelldichein und trennten sich mit einem 2:2-Unentschieden. Dabei hatte die Elf von Nachwuchs-Trainer Torsten Wappler unterstützt durch drei Akteure aus dem Profiteam (Kevin Stephan, Patrick Sonntag und Michael Arnold) vor allem in der ersten Halbzeit die Nase vorn. Gleich mit dem ersten gefährlichen Angriff lag der Ball im Tor der Gäste. Marian Albustin hatte mustergültig für Thomas Stock aufgelegt, der die Kugel erbarmungslos mit einem 16-Meter-Knaller in die Maschen jagte (6.). Aber auch der Freistoßtreffer und somit Ausgleich von Dynamo war nicht ohne: Kegel, einer von fünf Profis aus dem Dresdner Zweitligakader, zielte direkt ins Dreiangel (20.). Nur zwölf Minuten später markierte Felix Kunert nach Zuspiel von Thomas Stock erneut die Auer Führung und bis zur Pause war die Partie dann weitestgehend ausgeglichen. Dies änderte sich aber nach dem Wiederanpfiff schlagartig. Drei Minuten waren gespielt, da lag das Leder zum vierten Mal an diesem Tag im Tor. Allerdings traf Genausch abermals zum Ausgleich für die Landeshauptstädter, die nun in der restlichen Spielzeit das Spielgeschehen klar dominierten. Einzig Keeper Michael Arnold war es zu verdanken, dass die nun glückliche Punkteteilung für Aue bis zum Ende der Partie Bestand hatte.

Spielbericht

Fürth - Aue 'Gebrauchten Tag erwischt'

Sonntag, 16. Oktober 2011 - 19:20 Uhr

"Ich ärgere mich maßlos über diese Szene. Es gibt vier Leute, die das Spiel leiten, da muss das doch einer sehen. Wir sind hier nicht beim Fordern, aber das roch verdammt nach Rot", schimpfte Trainer Rico Schmitt über die wohl spielentscheidende Szene in der 38. Minute: Mavraj foulte Jan Hochscheidt brutal in der Nähe des Mittelkreises, bekam dafür aber nur Gelb. Der Auer Mittelfeldspieler musste mit einer noch nicht genau diagnostizierten Oberschenkelverletzung vom Feld getragen werden, sodass der Auer Coach mit der Einwechslung aufgrund einer eventuellen Hochscheidt-Rückkehr wartete. Doch mitterein nutzte Pekovic die bis dato einzige Unsicherheit in der Auer Hintermannschaft und markierte mit dem ersten Schuss der in Überzahl agierenden Hausherren aufs Tor von Martin Männel die Fürther Führung (41.). Zuvor sahen die 10.560 Zuschauer in der Trolli-Arena eine ziemlich zerfahrene Partie, die Schiedsrichter Florian Steuer aus Menden nie wirklich in den Griff bekam. Somit entstand viel Mittelfeldgeplänkel, aber kaum Spielfluss sowie gefährliche Torraumszenen. Bezeichnenderweise gab Tobias Kempe in der 30. Minute den ersten Torschuss überhaupt ab, fand seinen Meister jedoch in Fürths Schlussmann Grün. Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung des 11. Spieltages an Fahrt auf. Zunächst verpasste Fürths Stürmer Occean bei einem Kopfball die Vorentscheidung (49.), dann scheiterte auf der Gegenseite Oliver Schröder (52.) nach einem Freistoß von Guido Kocer an Keeper Grün aus Nahdistanz. Und während die Veilchen versuchten, den erneuten Tabellenführer unter Druck zu setzen, fiel über einen Konter das zweite Tor für die Kleeblätter durch Sararer (58.). Nach diesem Treffer gab der FC Erzgebirge nach und nach auf. Die offensiven Aktionen wurden trotz der Einwechslungen von Christian Cappek und Enrico Kern immer seltener. Obendrein wurde Rico Schmitt nach einer unpassenden Bemerkung über weitere fragwürdige Entscheidungen von Schiedsrichter Steuer auf die Tribüne verbannt. Das aber passte an so einem gebrauchten Tag.

Spielbericht
Fotos vom Spiel

Tobias Kempe: "Wir sind wieder gut dabei"

Samstag, 15. Oktober 2011 - 12:36 Uhr

im Gespräch mit bundesliga.de
Der FC Erzgebirge Aue hat sich zuletzt mit zwei Erfolgen in Serie wieder ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle vorgearbeitet. Am kommenden Sonntag gastiert die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt beim Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth. bundesliga.de bat vorab den 22 Jahre alten FCE-Mittelfeldspieler Tobias Kempe zum exklusiven Interview. Im Sommer 2010 wechselte er von Werder Bremen zum FC Erzgebirge Aue, stand in dieser Saison fünf Mal in der Startaufstellung und brachte 78,5 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. In der vergangenen Spielzeit bestritt Kempe 32 Spiele für Aue und erzielte dabei zwei Tore.

bundesliga.de: Im Allgemeinen wird das zweite Jahr nach dem Aufstieg als das schwerere bezeichnet. Stimmt diese "Fußballweisheit" aus Ihrer Sicht?
Kempe: Ja, das ist bekannt. Es ist schwer, die gute Serie, die wir im letzten Jahr gespielt haben, zu wiederholen. Aber wir sind jetzt wieder im Lauf.

bundesliga.de: Nach dem Auftaktsieg blieb Aue sieben Spiele sieglos. Was waren die Ursachen für die Misere?
Kempe: Das ist schwer zu sagen. Wir wissen es auch nicht. Jedes Jahr läuft anders. Wir hatten einen schwierigen Start und mussten uns wieder herankämpfen. Das haben wir auch in den letzten beiden Spielen geschafft und dabei jeweils drei Punkte geholt. Jetzt sind wir wieder auf einem guten Weg.

bundesliga.de: War das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf trotz der 2:4-Niederlage so etwas wie der Wendepunkt, weil daraus die richtigen Lehren gezogen und in St. Pauli umgesetzt wurden?
Kempe: Ja. Vor allem in der zweiten Halbzeit hat man in dem Spiel gesehen, dass wir nach vorne spielen können. Das hat uns einen Schub gegeben. So sind wir dann auch in die Partie gegen St. Pauli gegangen und haben dort einen "Dreier" geholt.

bundesliga.de: Die letzten beiden Spiele hat der FC Erzgebirge gewonnen. Ist die Mannschaft jetzt wieder in der Spur, auch punktemäßig?
Kempe: Nach den beiden Siegen sind wir wieder gut dabei. Jetzt fahren wir nach Fürth und müssen gucken, dass wir da auch etwas holen.

bundesliga.de: Was zeichnet den Verein und das Umfeld vor allem aus?
Kempe: Der Verein ist sehr familiär. Wir sind da alle gut aufgehoben und werden motiviert. Wir halten zusammen. Das zeichnet den Verein aus.

bundesliga.de: Wann spielt Tobias Kempe einmal in dieser Saison 90 Minuten durch?
Kempe: Mir ist das egal, ob ich 80 oder 90 Minuten spiele. Wenn ich nicht mehr kann, kaputt und ausgepowert bin und der Mannschaft nicht mehr helfen kann, dann nimmt mich der Trainer eben raus. Ich möchte vor allem von Anfang an spielen.

bundesliga.de: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer persönlichen Entwicklung? Welche Ziele haben Sie sich in dieser Saison gesteckt?
Kempe: Ich bin jetzt seit fast eineinhalb Jahren im Verein Ich habe mich auf jeden Fall weiterentwickelt und viele Spiele absolviert. Mit jedem Spiel wird man reifer. Das ist für einen jungen Spieler wie mich auch extrem wichtig. Meine Ziele sind, das der FCE weiter in der 2. Bundesliga bleibt. Wir wollen weitere Siege feiern. Dann schauen wir einmal, wohin mein weiterer Weg führt.

bundesliga.de: Inwieweit bekommen Sie noch Ratschläge von Ihrem Vater?
Kempe: Mein Vater ist immer telefonisch bei mir. Er gibt mir viele Ratschläge, wie ich mich weiterentwickeln kann. Durch seine Laufbahn in der Bundesliga verfügt er ja über viel Erfahrung, die er mir so weit wie möglich mitgeben möchte.

bundesliga.de: Neun Tore sind keine besonders gute Ausbeute bislang. Warum hapert es noch im Offensivspiel von Aue?
Kempe: Das weiß ich auch nicht. Wir müssen einfach weiter offensiv spielen. Wir bekommen ja unsere Chancen in jedem Spiel. Wir schießen öfter als die Gegner aufs Tor. Natürlich muss der Ball dann auch mal ins Tor. Ich bin mir aber sicher, dass wir in der Zukunft auch mehr Tore schießen werden.

bundesliga.de: Welche Perspektive hat Aue in dieser Saison, wie sehen die Ziele aus?
Kempe: Wir wissen, dass dieses Jahr schwieriger wird als das letzte, das mit dem 5. Platz überragend war. Wir müssen zusehen, dass wir uns im Mittelfeld festsetzen und die Klasse halten.

bundesliga.de: Wie sehr freuen Sie sich auf die kommende Aufgabe in Fürth und was ist drin beim Spitzenreiter?
Kempe: Fürth hat einen guten Lauf, aber auch zuletzt in Karlsruhe ein bisschen geschwächelt. Wir haben genauso wie in St. Pauli nichts zu verlieren. Die Fürther werden uns vielleicht als Außenseiter ansehen und denken, dass sie das Spiel schon schaukeln werden. Aber wir sind nach den zwei Siegen gut motiviert. Und so werden wir das Spiel auch anpacken. Letztes Jahr haben wir in Fürth 2:1 gewonnen. Das wollen wir wieder schaffen.

Fürth - Aue 'Statistikvorschau'

Freitag, 14. Oktober 2011 - 11:45 Uhr

Der FC Erzgebirge will seine Sieges-Serie ausbauen. Nächster Härtetest ist dabei die Partie am Sonntag, 16. Oktober um 13:30 Uhr, beim Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth, der momentan auf einen guten Weg ist, den von Anfang 2003 stammenden Vereinsrekord von 13 ungeschlagenen Spielen nacheinander einzustellen. Vier Spiele fehlen noch - da die Unaufsteigbaren seit der unglücklichen Auftaktpleite gegen Eintracht Frankfurt neun Spiele ungeschlagen sind. In der Saison 2004/05 gab es diese Konstellation bei den Grün-Weißen mit sieben Siege, zwei Remis und einer Niederlage schon einmal, damals aber mit einer schlechteren Tordifferenz. Daher sind in der 24. Zweitligasaison der Fürther (seit 1997 die 15. am Stück) die nach zehn Spieltagen erreichten 23 Punkte eine Hausnummer. Genauso viele Zähler hatten die Veilchen vor einem Jahr auf ihrem Konto.
Klar ist Aue wieder im Aufwind. Der FC Erzgebirge gewann die letzten beiden Spiele, verlor von den letzten sechs Partien nur eine - zuvor war man sieben Partien in Folge sieglos geblieben. Dennoch wird es gegen die Fürther sehr schwer werden. Nachdem die Spielvereinigung das erste Spiel (mit einer 2:0-Führung) verloren hat, gewann sie die nächsten sechs und ist so ihrer Mitfavoritenrolle gerecht geworden. Gleichwohl die zwei einzigen Remis aus den letzten drei Partien entstanden sind, ein 0:0 in Aachen sowie zuletzt ein 2:2 beim Karlsruher SC. Gerade bei der Alemannia ist das Team von Trainer Mike Büskens das erste Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer geblieben. Ansonsten wurden die Greuther in dieser Spielzeit bisher von einem 0:1-Rückstand verschont, führten bereits neun Mal mit 1:0 und spielten auch am häufigsten zu Null (sechs Mal - Aue vier Mal). Und dass der kommende Gegner die wenigsten Gegentore (sieben) kassierte, sollte nicht unerwähnt bleiben. Die Lila-Weißen hingegen kassierten zwei Mal vier Gegentore in einem Spiel - in der gesamten letzten Saison passierte das nur ein Mal.
Und auch die Bilanz gegeneinander spricht auf die sieben Auer Gastspiele (6xLiga / 1xPokal) gesehen eine klare Sprache. Fünf Niederlagen und zwei Siege stehen hierbei zu Buche. Somit trennten sich die beiden Teams in Fürth noch nie unentschieden. Das allererste Spiel bei den Kleeblättern wird auch niemand der gut 12.700 anwesenden Zuschauer vergessen haben. Damals am 02. Mai 2004 kam Aue in seiner Premieren-Zweitligasaison mit 1:5 unter die Räder. Erst dreimal in zwölf Pflichtspielen in der 2. Bundesliga konnten sich die Veilchen überhaupt erfolgreich durchsetzen: Am 06. Februar 2005 siegte man zu Hause mit 2:1, schaffte am 26. März 2006 beim 3:1-Erfolg den ersten Auswärtsdreier und setzte sich in der vergangenen Saison am 29. Oktober 2010 mit 2:1 in der Trolli-Arena durch.
Auf ein Neues, wie es doch immer so schön heißt. Während sich die Veilchen während der Länderspielpause in einem Freundschaftsspiel gegen FC Fortuna Plauen (15:1) auf dieses Spiel vorbereitet haben, hielten sich die Franken ebenfalls mit zwei Erfolgen gegen unterklassige Teams in Schuss. "Wir brauchen die nötige Frische", sagte Trainer Mike Büskens, der vorne auf das treffsichere Duo Christopher Nöthe (sieben Saisontore) und Olivier Occean (fünf) vertrauen kann. In den Auer Reihen entpuppte sich Ronny König in den letzten drei vergangenen Spielen als Goalgetter. Mit drei Toren auf der Habenseite führt er nun die interne Torliste an. Jedoch ist seine Bilanz gegen Fürth nicht berauschend. Als Stürmer bei seinen ehemaligen Vereinen Wehen und Oberhausen gewann er kein Spiel, und traf auch nicht, gegen die Greuther. Die meisten Treffer gegen die Grün-Weißen im Auer Dress erzielte David Siradze (2), und dies bei nur einem Einsatz. Für den Dauer(b)renner in den Zweitligaduellen sorgt Skerdilaid Curri mit der Maximalausbeute von zwölf Begegnungen. Insgesamt wurden 39 Gelbe sowie drei Gelb-Rote Karten gegen Aue gezeigt, Fürth kommt mit nur 26 gelben Kartons besser weg. Bezüglich der aktuellen Kartenstatistik stehen Pierre Le Beau und Marc Hensel mit vier Verwarnungen kurz vor einer Sperre. Diese muss Kevin Schlitte nach seiner Fünften im Spiel gegen Rostock am Sonntag nun aussitzen. Da Thomas Paulus wohl als Innenverteidiger zurückkehrt, wird Kapitän René Klingbeil den freien Platz auf der linken Außenbahn übernehmen.
Nun zum Schiedsrichter der Partie: Florian Steuer aus Menden wird sein zweites Spiel mit Auer Beteiligung pfeifen. Das erste Match unter seiner Leitung ging zugunsten für Fortuna Düsseldorf am 02. April diesen Jahres mit 3:0 über die Bühne - ebenfalls ein Auswärtsspiel. Dem 31-jährigen Bankkaufmann assistieren Frederick Assmuth und Thorben Siewer. Vierter Offizieller ist Christian Gittelmann.
So gingen die letzten sechs Aufeinandertreffen aus:
10/11 27.Spieltag 20.03.2011 FCE vs. SpVgg 0:0 (12.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Dr. Drees)
10/11 10.Spieltag 29.10.2010 SpVgg vs. FCE 1:2 (8.470 Zuschauer, Schiedsrichter: Kinhöfer )
07/08 18.Spieltag 03.02.2008 SpVgg vs. FCE 2:0 (9.300 Zuschauer, Schiedsrichter: Christ)
07/08 01.Spieltag 12.08.2007 FCE vs. SpVgg 1:1 (11.500 Zuschauer, Schiedsrichter: Kempter)
06/07 21.Spieltag 11.02.2007 SpVgg vs. FCE 2:1 (6.400 Zuschauer, Schiedsrichter: Dingert)
06/07 04.Spieltag 17.09.2006 FCE vs. SpVgg 0:3 (11.100 Zuschauer, Schiedsrichter: Winkmann)

Freundschaftsspiel FC Fortuna Plauen - FC Erzgebirge Aue 1:15

Samstag, 08. Oktober 2011 - 18:31 Uhr

Zum 20-jährigen Bestehen des FC Fortuna 91 Plauen gastierten die Veilchen auf dem Sportplatz im Chrieschwitzer Hang und kamen zu einem 15:1-Erfolg. Den Torreigen eröffnete in dem Freundschaftsspiel gegen den momentanen Zehnplatzierten der Vogtlandliga der Auer Guido Kocer (5.) nach Vorarbeit von Skerdilaid Curri, dem allerdings selbst ein Treffer verwehrt blieb. Enrico Kern erhöhte per Doppelpack (7. / 15.) schnell auf 3:0, ehe Oliver Sauertz bereits zwei Minuten später den Ehrentreffer für Fortuna markieren konnte. Thomas Paulus (18.), Pierre Le Beau (34.) und Mike Könnecke (44.) steuerten die Tore zum 6:1-Pausenstand bei. Nach dem Seitenwechsel gab es für den zweiten Plauener Tormann, Denny Beuchold, jede Menge zu tun. Allerdings war er bei den Schüssen von Mike Könnecke (53./ 57.), Tobias Kempe (60.), Enrico Kern (72. /77.), Ronny König (74.) und Marc Hensel (81.) machtlos. Als dann Martin Männel zehn Minuten vor Schluss für Enrico Kern als Feldspieler eingewechselt wurde, avancierte die eigentliche Nummer eins im Tor des FCE nach feinen Doppelpass mit Nicolas Höfler (83.) und Zuspiel von Pierre Le Beau (87.) vom Keeper zum Goalgetter. Es waren zugleich die letzten beiden Tore, die die gut 500 Zuschauer zusehen bekamen. Das Ergebnis wäre sicherlich noch höher ausgefallen, wenn Aue zur zweiten Halbzeit mit den bereits zwölf parat gestandenen Spielern agiert hätte. Allerdings "erbarmte" sich Adli Lachheb, der sich wohlwollend auf die warme Dusche freute.
FCE- Aufstellung: Männel (46. Arnold) - Le Beau, Lachheb (46. Klingbeil), Paulus, Müller (46. Schlitte) - Schröder (46. Hensel), Höfler - Kocer (46. Kempe), Könnecke, Curri (46. König) - Kern (80. Männel)

Fotos vom Spiel

Aue - Rostock 'Heute ein König'

Samstag, 01. Oktober 2011 - 11:34 Uhr

Ein Feuerwerk an offensiven Möglichkeiten gab die Freitagspartie bei weitem nicht preis, aber das war den meisten der ausschließlich 10.000 Auer Anhängern auch vorher klar. Spielerisch blieb vieles Stückwerk, eine klare Linie war bei beiden Teams nicht zu erkennen. Diesbezüglich liegt Marc Hensel mit seiner Aussage "Das war Abstiegskampf" gar nicht so daneben. Den Unterschied machte an diesem Abend eben jener Ronny König, der in der 49. Minute das Leder in die Maschen köpfte und so mit dem Tor des Tages, aber auch mit viel Kampf und Krampf, den Weg für den dritten Saisonsieg ebnete. Ein insgesamt glücklicher Sieg für den FC Erzgebirge, der zwar das gesamte Spiel über die gefährlichere Mannschaft war, aber letztlich von der Harmlosigkeit des Tabellenvorletzten aus profitierte. Für Hansa wäre hier mehr drin gewesen. Sie hatten mehr Spielanteile, waren aber vorm Tor erneut viel zu harmlos. So scheiterten Perthel (6.) und Langen (10.) fast schon kläglich. Aber auch bei den Lila-Weißen schien eine gewisse Befangenheit bzw. der Druck des Gewinnens den eigenen Spielfluss zu hemmen. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff konnten die Hausherren zwei Hundertprozentige verbuchen: Ronny König (40.) zog vom rechten Strafraumeck ab und nagelte das Ding ans rechte Aluminium (Bild). Auch der etwas überhastete Drehschuss von Guido Kocer nur eine Minute später war aus aussichtreicher Position nicht ungefährlich, dennoch drüber. Vier Minuten nach Wiederanpfiff zappelte der Ball endlich im Netz, und das nach einem Standard! Fabian Müller wurde gelegt, den fälligen Freistoß zirkelte Jan Hochscheidt in den Fünfer, wo Ronny König seelenruhig einnicken konnte. Wer aber dachte, das Spiel wird nun zum Selbstläufer für Aue, wurde eines Besseren belehrt. Sehr zurückhaltend und nur mit den Gedanken keinen Fehler zu machen agierte das Team um Rico Schmitt sichtlich eingeengt. Zum Glück blieb die Abschlussschwäche der Hanseaten auch weiterhin bestehen: Peitz (53.), Jänicke (56.) und Pannewitz (57.) vergaben jeweils per Kopf den möglichen Ausgleich. Als dann der eingewechselte Skerdilaid Curri und Ronny König die Hereingabe von Jan Hochscheidt (76.) zum beruhigenden 2:0 verpassten, musste Martin Männel in den Schlussminuten sein Können gegen Lartey nochmals unter Beweis stellen. Am Ende blieben aber die laut Trainer Rico Schmitt "dreckigen Punkte" im Lößnitztal.

Spielbericht
Fotos vom Spiel