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Nachrichtenüberblick
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| 11. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12 | Sonntag, 30. Oktober 2011 |
| Paderborn - Aue 'Blick geht nach unten' | Samstag, 29. Oktober 2011 |
| Paderborn - Aue 'Statistikvorschau' | Freitag, 28. Oktober 2011 |
| Aue - Nürnberg 'Dritte Runde bleibt ein Traum(a)' | Donnerstag, 27. Oktober 2011 |
| DFB-Urteil: 4.000 Euro Geldstrafe für Aue | Montag, 24. Oktober 2011 |
| Aue - Union Berlin 'Auf Elfmetertreffer folgt Freistoßtor' | Sonntag, 23. Oktober 2011 |
| Aue - Union Berlin 'Statistikvorschau' | Freitag, 21. Oktober 2011 |
| 9. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12 | Dienstag, 18. Oktober 2011 |
| Fürth - Aue 'Gebrauchten Tag erwischt' | Sonntag, 16. Oktober 2011 |
| Tobias Kempe: "Wir sind wieder gut dabei" | Samstag, 15. Oktober 2011 |
| Fürth - Aue 'Statistikvorschau' | Freitag, 14. Oktober 2011 |
| Freundschaftsspiel FC Fortuna Plauen - FC Erzgebirge Aue 1:15 | Samstag, 08. Oktober 2011 |
| Aue - Rostock 'Heute ein König' | Samstag, 01. Oktober 2011 |
11. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12
Sonntag, 30. Oktober 2011 - 18:12 Uhr
Die Schmach vom letzten Aufeinandertreffen beider Teams, wo sich die
Auer Amateure zu Hause gegen den VfB Auerbach mit 0:6 blamierten, ist
mit dem heuer gewonnenen Spitzenspiel der Oberliga Süd wettgemacht. Am
Ende sahen die 320 Zuschauer im modernisierten Stadion am Spiegelwald
(jetzt mit überdachtem Stehplatzbereich) ein hitziges Duell, welches der
nunmehr Tabellendritte mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Zwar
wackelte der dritte Heimsieg für die Auer Amateure kurz vor Ultimo
nochmals, doch sorgte der Doppelpack von Kevin Stephan innerhalb von
zehn Minuten für eine frühe Vorentscheidung. Auch so besaß die U23 gegen
die Schwarz-Gelben die besseren Ideen, machten aber zunächst zu wenig
draus. Aber nachdem Thomas Stock (34.) mit einem Lattenschuss aus sieben
Metern dem Tor sehr nahe kam, sorgte ein starkes Solo von Rico Bär, der
schlussendlich den Torschützen Kevin Stephan hervorragend in Szene
setzte, für die verdiente Auer Führung (38.). Direkt nach der Pause
legten die Jungs von Trainer Torsten Wappler nach. Felix Kunert war
Schuch davongelaufen und der Auerbacher konnte sich nur noch per Foul
behelfen. Schiedsrichter Gunnar Stary zeigte sofort auf den Punkt, wobei
die Sache nicht so klar, wie angenommen schien (Bild). Es war einer die
vielen fragwürdigen Entscheidungen des Unparteiischen, der bereits nach
wenigen gespielten Minuten die erste von insgesamt elf Gelben Karten zog
und die Partie infolgedessen an ihm im wahrsten Sinne vorbei lief. Dem
Profi Kevin Stephan war es egal und verwandelte den fälligen Elfmeter
zum 2:0 (48.). Danach wurde die Gangart schroffer, die Unterbrechungen
sorgten für wenig Spielfluss, was sich jedoch sehr vorteilhaft für die
Heimelf auswirkte. Denn in der Schlussviertelstunde drückte der
Aufstiegsaspirant aus Auerbach gewaltig auf den Anschlusstreffer.
Bevorteilt, dass sich die komplett in lila spielenden Youngster weit
zurückzogen und so der Mannschaft von Gästecoach Dünger den nötigen Raum
überließen, klingelte es folgerichtig in der 82. Minute. Aber nicht aus
dem Spiel heraus, sondern per direkt verwandeltem Freistoß von Schuch
(82.). Mit einigen weiteren Wacklern in der Auer Hintermannschaft
rettete die Reserve des FC Erzgebirge die drei Punkte über die Zeit und
lauert mit nunmehr 18 Punkten und einem Spiel weniger hinter den
Konkurrenten aus Zwickau (28) und Auerbach (23).
Spielbericht
Fotos
vom Spiel
Paderborn - Aue 'Blick geht nach unten'
Samstag, 29. Oktober 2011 - 21:06 Uhr
Gegen den Lieblingsgegner der Veilchen - sieben der acht
Zweitliga-Duelle gegen den SC Paderborn wurden gewonnen - kassierte man
heute vor 7.329 Zuschauer in der Energieteam-Arena eine 0:1-Niederlage
und hat damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt
liegengelassen. "Paderborn hat verdient gewonnen. Wir haben in dieser
Phase um das Gegentor quasi gebettelt und hatten dann nichts mehr
zuzusetzen", resümierte Rico Schmitt, der in der zweiten Halbzeit einen
Kräfteverschleiß bei seinen Spielern ausmachte: "Den Willen kann ich
ihnen nicht absprechen. Aber wir müssen nun sehen, was wir besser machen
können." So konnte man als gemeiner Fan in den ersten 45 Minuten noch
ein Bemühen seiner Farben sehen, welches sich aber nicht konsequent in
Torgefahr ummünzen ließ. Zwar setzte Ronny König nach einer Flanke von
Kevin Schlitte einen Kopfball an den Querbalken (15.), doch
vielversprechende Torchancen sprangen trotz einer taktisch
disziplinierten Leistung bis zur Pause nicht mehr heraus. In der 39.
Minute hatte man zudem Glück, dass Taylor nach einer Ecke aus der
Nahdistanz den Ball nur um Zentimeter am Tor vorbei bugsierte. Im
zweiten Abschnitt gab der FC Erzgebirge seine zuvor aufgebaute Dominanz
unverständlicherweise aus der Hand und der Gastgeber drängte Dank mehr
Laufbereitschaft sowie einem verändertem Zweikampfverhalten auf die
Führung. Zunächst konnte Aues Schlussmann Martin Männel noch zwei
Möglichkeiten (48. und 51.) vereiteln, aber beim Paderborner
Führungstreffer, den Mohr (60.) ins lange Eck köpfte, war er
folgerichtig geschlagen. Nur zwei Zeigerumdrehungen später verhinderte
ebenfalls die Querlatte den Doppelpack des Paderborner Ersatz-Kapitäns.
Leider war nach dem Rückstand kein Aufbäumen bei Aue zu sehen. Vielmehr
hatten die Ostwestfalen eine gute Chance nach der anderen, scheiterten
aber am nun glänzend reagierenden Martin Männel. Es blieb bei der
fünften Saisonniederlage der Veilchen, die damit seit drei Ligaspielen
ohne Sieg sind.
Spielbericht
Fotos
vom Spiel
Paderborn - Aue 'Statistikvorschau'
Freitag, 28. Oktober 2011 - 15:13 Uhr
Aller guten Dinge sind bekanntlich Drei. So reisen die Auer nach dem 1:1
gegen Union Berlin und dem knappen 1:2-Pokal-Aus gegen den 1. FC
Nürnberg zum Abschluss der englischen Woche morgen zur
Überraschungsmannschaft nach Paderborn. Dabei geht es für Trainer Rico
Schmitt und seinem Team in der Vorbereitung auf die Partie des 13.
Spieltages gegen den Liga-Konkurrenten vor allem darum, zu regenerieren
und um eventuell eine neue Triumphserie zu starten. "Wir haben unsere
erfolgreiche Saison 2010/11 mit einem Auswärtssieg in Paderborn
begonnen", erinnert sich der 43-jährige Coach, "und das wollen wir
natürlich weiterführen: Wir fahren dahin, um zu punkten." Auch Ronny
König, Aues Toptorjäger mit drei Treffern, möchte gerne in Paderborn
"die Woche vergolden."
Dazu ist allerdings eine höchst couragierte Leistung vonnöten. Der
Gegner wird den lila-weißen Akteuren alles abverlangen und selbst Keeper
Martin Männel glaubt, dass sie dieses Mal von "einer stärkeren
Mannschaft" empfangen werden. Seit dem fünften Spieltag hat der SC
Paderborn nicht mehr verloren, blieb somit in den vergangenen acht
Partien ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis) und stellte damit einen
neuen Vereinsrekord auf. Nach vier Siegen in Folge (ebenfalls
Vereinsrekord) gab es zuletzt aber "nur" ein 1:1 bei den Löwen aus
München. Dabei erkämpften sich die Ostwestfalen nach einem 0:1-Rückstand
noch einen wichtigen Zähler. Die letzte Niederlage für den SCP ist
verdammt lang her und ereignete sich am 4. Spieltag beim 0:1 gegen
Greuther Fürth, der auch der Gegner in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals
war und man erneut verlor (0:4). Weiter gekommen als bis zur dritten
Runde sind die Paderborner in ihrer Pokalhistorie bisher nie, doch da
haben sie mit Erzgebirge Aue etwas gemeinsam. Die zweite Niederlage die
der Sportclub im Punktspielbetrieb verbuchte, war am 3. Spieltag bei
Union Berlin mit einem klaren 0:3. Drei Gegentore haben Seltenheitswert,
denn ansonsten spielte die Mannschaft von Roger Schmidt fünfmal zu Null
und fing sich sechsmal jeweils nur einen Gegentreffer ein. Macht
zusammen Neun, die von 16 selbst erzielten Toren in den Schatten
gestellt werden. Fünf Buden vom besten SCP-Knipser Proschwitz, die
beiden Treffer von Brandy bzw. Meha sowie sieben weitere Spieler mit je
einem Einschlag sorgten für vier Unentschieden und sechs Siegen - 22
Punkte, damit katapultieren die Paderborner auf Rang fünf der Tabelle -
so weit oben war der SCP zuletzt am Saisonende 09/10 zu finden (in der
gesamten letzten Saison nie in der oberen Tabellenhälfte).
Obgleich
der momentan hervorragenden Ausgangslage für die Paderborner, es gibt
noch die Kategorie Lieblingsgegner, und den sieht der FC Erzgebirge
statistisch gesehen im kommenden Gastgeber. Gegen keinen anderen Club
gewannen die Unsrigen im Liga-Unterhaus so oft. Sieben der acht
Zweitliga-Duelle gegen Paderborn (unter anderem die letzten vier) gingen
an die Veilchen, die am 24. Februar 2008 mit dem 6:0-Erfolg
sogar ihren höchsten Zweitliga-Sieg verzeichnen konnten. In der letzten
Saison gewann die Elf von Rico Schmitt beide Begegnungen mit 1:0. Dabei
fielen die Siegtore jeweils sehr spät: Marc Hensel traf in Paderborn in
der 90.+2 Minute, Pierre Le Beau im Rückspiel in der 86. Minute. 13:1
Tore sprechen klar für sich. Den einzigen Zweitliga-Treffer für die
Ostwestfalen erzielte Brouwers am 27. April 2007 zum 1:0-Heimsieg seiner
Farben. Doch ebenso zurückhaltend mit dem Toreschießen zeigt sich
momentan auch die Auer Mannschaft in dieser Saison: Im Schnitt nicht ein
Mal ein Tor pro Spiel (zehn in zwölf Partien) - nur Aachen und Rostock
haben weniger vorzuweisen. Daher wird das Spiel gewiss auch kein
Selbstläufer für Aue, was zudem die Bilanz gegeneinander in der dritten
Liga bestätigt: Erst verlor man zu Hause mit 0:2, konnte dann wenigstens
im Rückspiel ein 0:0 ergaunern. Wie gesagt, dies ist bislang ein kleiner
schwarzer Fleck gegen den damaligen Aufsteiger auf der sonst tadellosen
Zweitligaweste. Man darf somit gespannt sein, was am Samstagnachmittag
überwiegen wird: Das Attribut Lieblingsgegner oder doch die momentane
Erfolgsgeschichte des SC Paderborn.
Ausfälle personeller Art sind in
beiden Stammkader recht ausgeglichen. Mittelfeldspieler und
Mannschaftskapitän Krösche, der bislang alle zwölf Liga-Spiele
bestritten hat und quasi den Sturmlauf des SCP in die richtige Bahn
geschoben hat, wird wegen eines im Pokalspiel zugezogenen
Muskelfaserrisses bis auf Weiteres dem Team von Roger Schmidt fehlen.
Als Ersatz stehen Mohr oder Palionis zur Disposition. Und Rico Schmitt,
also der mit Doppel-T, muss Marc Hensel nach seiner Ampelkarte im
Union-Spiel ersetzen. Diesbezüglich wird wohl Nicolas Höfler den Part
des Abräumers zusammen mit Oliver Schröder übernehmen. Weitere
Überraschungen in der Startaufstellung sind jedenfalls nicht
ausgeschlossen.
Schiedsrichter in der Energieteam-Arena ist mit
Robert Kempter aus Sauldorf kein Unbekannter. Letzte Saison leitete er
ebenfalls die Partie Paderborn gegen Aue, welches man bekanntlich mit
1:0 gewann. Auch in seinen beiden Spielen mit Auer Beteiligung endeten
siegreich aus Sicht der Veilchen (1:2 Oberhausen / 1:0 Erfurt).
Assistiert wird er vom dreifachen Thomas: Stein (Homburg am Main) und
Münch (Rielasingen) an den Linien sowie Gorniak (Bremen) als vierter
Offizieller.
So gingen die letzten sechs Aufeinandertreffen aus:
10/11
2.Bl 18.Spieltag 18.01.2011 FCE vs. SCP 1:0
(8.050 Zuschauer, Schiedsrichter: Schriever)
10/11 2.Bl 01.Spieltag
21.08.2010 SCP vs. FCE 0:1
(6.176 Zuschauer, Schiedsrichter: Kempter)
08/09 3.Li 24.Spieltag
28.02.2009 SCP vs. FCE 0:0
(4.840 Zuschauer, Schiedsrichter: Schuma.)
08/09 3.Li 05.Spieltag
30.08.2008 FCE vs. SCP 0:2
(7.300 Zuschauer, Schiedsrichter: Grudzinski)
07/08 2.Bl 21.Spieltag
24.02.2008 FCE vs. SCP 6:0
(10.050 Zuschauer, Schiedsrichter: Schmidt)
07/08 2.Bl 04.Spieltag
02.09.2007 SCP vs. FCE 0:1
(4.732 Zuschauer, Schiedsrichter: Lupp)
Aue - Nürnberg 'Dritte Runde bleibt ein Traum(a)'
Donnerstag, 27. Oktober 2011 - 18:37 Uhr
Die Pokalsensation blieb aus. Erzgebirge Aue hat durch eine
1:2-Niederlage gegen den Erstligisten 1. FC Nürnberg das Ticket für die
Runde der letzten 16 leider nicht lösen können. Dabei war vor 13.000
Zuschauern im Erzgebirgsstadion ein Klassenunterschied über lange Zeit
nicht zu sehen. Einzig in den dann spielentscheidenden Szenen lagen die
Hauptstärken der personell arg gebeutelten Franken, die nur in der
Anfangsphase der Partie mit schnellem Umkehrspiel die Defensive des FC
Erzgebirge entblößen konnten. Nach rund 20 Minuten legten die in gewohnt
lila spielenden Auer nämlich ihre Hemmungen ab, fanden besser ins Spiel
und mit den bekannten Tugenden wie Kampfkraft und Laufstärke setzten die
Veilchen den viermaligen Pokalgewinner unter Druck. Ronny Königs
Kopfballversuch (32.) nach Flanke Höfler, der neben Jan Hochscheidt für
Oliver Schröder und Marc Hensel die Doppel-Sechs bildete, sowie Mike
Könneckes Direktabnahme aus 18 Metern (38.) oder auch Tobias Kempes
Knaller, den Club-Tormann Stephan nur abklatschen konnte (44.), waren
allesamt gefährlich, jedoch nicht zielsicher genug. Auch nach der Pause
gab es das gleiche Bild. Aue drückte auf das Führungstor, die jungen
Nürnberger verteidigten mit Glück und vor allem Geschick das eigene Tor.
Ronny König vergab dabei mehrere Chancen, die vom fleißigen Guido Kocer
aufgelegt wurden. Praktisch aus dem Nichts fiel dann binnen vier Minuten
die Entscheidung. Zunächst zog Esswein von links am mittlerweile
gelb-vorbelasteten Nicolas Höfler vorbei und versenkte das Leder
unhaltbar aus 18 Meter im rechten Giebel (64.). Die Schockstarre der
Gastgeber nutzte vier Minuten später der eingewechselte Wießmeier, der
den Abwehrfehler von Adli Lachheb mit einem nicht scharfen, dafür aber
platzierten Schuss ins linke untere Eck bestrafte. Es waren die beiden
ersten Chancen der Glubberer im zweiten Abschnitt. Die Veilchen gaben
nicht auf, warfen alles in die Waagschale, um den Traum vom
Pokal-Achtelfinale doch noch wahr werden zu lassen. Diese Hoffnungen
schürte Ronny König in der 78. Minute, als er eine Hereingabe von Guido
Kocer an Stephan vorbei ins Tor zum 1:2 köpfte, zunächst bei allen
Beteiligten. Allerdings sollte der Ausgleich trotz der Schlussoffensive,
in der es sogar Keeper Martin Männel nach vorne zog, nicht mehr
gelingen. Damit war das vierte Ausscheiden in Runde Zwei für den FC
Erzgebirge besiegelt.
Spielbericht
Fotos
vom Spiel
DFB-Urteil: 4.000 Euro Geldstrafe für Aue
Montag, 24. Oktober 2011 - 18:17 Uhr
Wegen zweier Fälle unsportlichen Verhaltens hat das Sportgericht des
Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Einzelrichter-Verfahren nach
Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss den FC Erzgebirge mit
einer Geldstrafe in Höhe von 4.000 Euro belegt. Im Auswärtsspiel beim FC
St. Pauli am 23. September 2011 wurde in der 80. Minute im Auer
Zuschauerblock ein Bengalisches Feuer gezündet, welches außerdem in der
Heimpartie des 30. Septembers gegen Hansa Rostock in der 56. Minute im
Auer Fanblock abgebrannt wurde. Bereits zu Saisonbeginn zahlte der
Verein wegen Fehlverhaltens der eigenen Fans eine Geldstrafe von 3.000
Euro.
Aue - Union Berlin 'Auf Elfmetertreffer folgt Freistoßtor'
Sonntag, 23. Oktober 2011 - 16:50 Uhr
Nichts war es für Aue den dritten Heimsieg der Saison gegen den
ersatzgeschwächten 1. FC Union Berlin einzufahren. Im fünften
Zweitliga-Aufeinandertreffen beider Teams folgte das dritte Remis. Dabei
führten die Veilchen nach 13 Minuten schnell mit 1:0. Thomas Paulus
verwandelte per Elfmeter - Madouni holte im Sprintduell den überragenden
Tobias Kempe von den Beinen - abgeklärt ins linke untere Eck. Allerdings
glich Unions Spielmacher Mattuschka fünf Minuten später mit einem direkt
verwandelten Freistoß aus 20 Metern aus. Im weiteren Spielverlauf
trauten sich beide Teams dann kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Zudem
sorgten die vielen Unterbrechungen vom zu kleinlich pfeifenden
Schiedsrichter Guido Winkmann für wenig Spielfluss. Doch spätestens nach
dem Platzverweis, Marc Hensel (35.) sah nach wiederholtem Foulspiel die
Gelb-Rote Karte, übernahmen die Berliner die Initiative und waren der
Führung deutlich näher als das Heimteam. In der 57. Minute hätte
Mattuschka beinahe ein zweites Mal zugeschlagen, doch der Ball segelte
nach seinem Freistoß an die Latte. Kurz darauf rutschte Mosquera (im
Abseits stehend) an einer Silvio-Hereingabe knapp vorbei. Der FC
Erzgebirge beschränkte sich derweilen zwar nur aufs Kontern und konnte
in Unterzahl nur wenige Akzente im Offensivspiel setzen,
nichtsdestotrotz kämpften die Mannen von Rico Schmitt unentwegt weiter
und waren dem Siegtreffer ebenfalls sehr nahe gekommen. Einen Kopfball
von Ronny König lenkte Unions-Keeper Glinker mit den Fingerspitzen über
die Latte (58.) und der zur Pause eingewechselte Guido Kocer nagelte die
Kugel in der 65. Minute aus Nahdistanz ans Lattenkreuz, den Nachschuss
setzte Ronny König über das Tor. Mit fortschreitender Spieldauer sank
das Niveau der Begegnung wieder ab, sodass es schlussendlich bei der
Punkteteilung blieb, mit der sich Aues Trainer Rico Schmitt besser
anfreunden kann, als sein Gegenpart Neuhaus.
Spielbericht
Fotos
vom Spiel
Aue - Union Berlin 'Statistikvorschau'
Freitag, 21. Oktober 2011 - 15:52 Uhr
Gegen die Eisernen aus Berlin soll am Sonntag der dritte Heimsieg für
den FC Erzgebirge eingefahren werden. Allerdings hat Aue von seinen
vergangenen vier Heimspielen nur das letzte gewonnen (1:0 gegen
Rostock). Doch Rico Schmitt sieht seine Mannen trotz der unglücklichen
2:0-Niederlage am vergangen Spieltag beim Tabellenführer Greuther Fürth
auf einem guten Weg. "Wir haben Vieles richtig gemacht", sagte der
Trainer, der neben den nicht zu Hundert Prozent fitten Madouni
(Außenbanddehnung), Stuff (Syndesmoseriss im rechten Sprunggelenk),
Terodde (Teilanriss des Innenbandes im rechten Knie) und Mattuschka
(Grippe) definitiv auf Abwehrspieler Pfertzel (Angina) verzichten muss.
Dennoch will die Neuhaus-Elf etwas Zählbares aus Aue mitnehmen,
obwohl gerade in fremden Gefilden den Berlinern noch kein Sieg gelang.
Mit jeweils einem 1:1-Unentschieden (FSV Frankfurt, Duisburg), drei
Niederlagen sowie mit acht sieglosen Auftritten nacheinander pressen den
Drittletzten der Auswärtstabelle nicht gerade in die Favoritenrolle. Den
letzten Auswärts-Dreier feierten die Eisernen am 3. April 2011 beim 2:0
in Oberhausen. Zu Hause sieht es im schmucken Stadion an der Alten
Försterei derweilen besser aus, da gab es mit zuletzt fünf Siegen in
Folge 15 Punkte (zusammen mit Fürth und Düsseldorf Ligabestwert) - dazu
zählt auch der jüngste 2:0-Erfolg gegen Karlsruhe. Insgesamt verlor
Union nur eines der letzten fünf Spiele (bei Eintracht Frankfurt mit
1:3) und kletterte durch diese Erfolge auf Platz 7 - so weit oben waren
die Berliner zuletzt nach dem 21. Spieltag der Zweitligasaison 2009/10
und sind damit das derzeit beste Ostteam in dieser Liga.
Eine
Spezialität der Eisernen ebenfalls aus der letzten Saison besteht darin,
nach einem 0:1-Rückstand noch zu Punkten: In acht Partien standen am
Ende drei Siege und fünf Remis zu Buche. In der aktuellen Spielzeit
gelang dies gegen Bochum und Ingolstadt mit zwei zum Sieg gedrehten
Spielen. Bei den Veilchen stehen die Partien gegen Braunschweig (am Ende
1:1) und gegen St. Pauli in der Statistik: Nach 1:0-Rückstand gewann Aue
beim Kiez-Club am 9. Spieltag noch mit 3:2. Drei Tore in einem Spiel
waren auch für die lila-weißen Schlachtenbummler schon ungewöhnlich.
Denn diesem Dreierpack, einem weiteren Doppelpack sowie vier Partien mit
wenigstens einem Tor stehen fünf Begegnungen ohne einen eigenen Treffer
gegenüber. Damit schoss Aue, das in dieser Spielzeit bereits viermal
ohne Gegentor blieb, im Schnitt nicht einmal ein Tor pro Spiel (neun in
elf Partien) - nur Aachen und Rostock trafen weniger. Union (17)
hingegen hat in den letzten sieben Spielen immer getroffen - das ist
aktuell die längste laufende Serie ligaweit. Beste Knipser sind Quiring
und Silvio mit vier Einschlägen, gefolgt von Mosquera (3), Mattuschka
(2), Stuff (2) und mit je einem Treffer Karl sowie Parensen.
Zur
Bilanz gegeneinander gibt es eigentlich genug zu sagen. Aber machen wir
es kurz: Die letzten beiden Spiele zwischen Aue und Union Berlin endeten
unentschieden, davor gab es in der dritten Liga zwei Siege für Berlin
und in der Zweitligasaison 2003/04 feierten beide Teams jeweils einen
Heimsieg. Gewonnen haben die Veilchen gegen Union letztmals 2003, damals
gab es am Freitagabend des 17. Augusts 2003 in einen 2:1-Heimsieg, und
das nach 0:1-Rückstand. Insgesamt steht das 57. Punktspiel beider
Traditionsmannschaften auf dem Plan. Zu DDR-Zeiten hatte Union fast nie
eine Chance im Erzgebirge (zwischen 1952 und 1995 ohne Sieg in Aue),
aber seit der Wende haben die Eisernen öfters im Lößnitztal gewonnen
(fünf Mal) als verloren (drei Mal). Insgesamt stehen aus Auer Sicht im
Liga-Alltag 25 Siege, 13 Unentscheiden und 18 Niederlagen zu Buche.
Zum
Auftakt der englischen Woche wird Schiedsrichter Guido Winkmann aus
Kerken seine Sichtweise des Spiels preisgeben. Seine bisherigen neun
Partien mit Veilchenbeteiligung waren vom Ergebnis her überaus
durchwachsen, jedoch vom Spielausgang gesehen eher ausgeglichen. Zwei
1:0-Heimsiege (Unterhaching, Paderborn) und einem Auswärtssieg (2:0
Münster) stehen zwei Heimniederlagen (0:3 Fürth, 0:1 Osnabrück) und
einer 1:2-Niederlage in Wattenscheid gegenüber. Hinzu kommen noch drei
Auswärtsremis (0:0 Bremen II, 1:1 Burghausen, 0:0 Erfurt). Summa
summarum drei Siege, drei Remis und der Niederlagen. Assistiert wird der
37-jährige Polizeibeamte von Detlef Scheppe und Stefan Glasmacher an den
Linien sowie Benjamin Cortus als vierter Offizieller.
So gingen die
letzten sechs Aufeinandertreffen aus:
10/11 2.Bl 25.Spieltag
06.03.2011 FCE vs. Union 0:0
(15.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Stark)
10/11 2.Bl 08.Spieltag
15.10.2010 Union vs. FCE 1:1
(16.927 Zuschauer, Schiedsrichter: Schmidt)
08/09 3.Li 36.Spieltag
12.05.2009 FCE vs. Union 0:1
(8.800 Zuschauer, Schiedsrichter: Fritz)
08/09 3.Li 17.Spieltag
29.11.2008 Union vs. FCE 2:0
(7.022 Zuschauer, Schiedsrichter: Valentin)
03/04 2.Bl
20.Spieltag 15.02.2004 Union vs. FCE 3:0 (8.941 Zuschauer,
Schiedsrichter: Sippel)
03/04 2.Bl 03.Spieltag 17.08.2003 FCE
vs. Union 2:1 (12.200 Zuschauer, Schiedsrichter: Albrecht)
9. Spieltag NOFV Oberliga-Süd 2011/12
Dienstag, 18. Oktober 2011 - 17:24 Uhr
Für die Daheimgebliebenen gab es neben Sky zeitgleich auch noch das
kleine Derby im Stadion am Spiegelwald zu bestaunen. Die
Oberliga-Zweitvertretungen von Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden gaben
vor 100 Zuschauer ihr Stelldichein und trennten sich mit einem
2:2-Unentschieden. Dabei hatte die Elf von Nachwuchs-Trainer Torsten
Wappler unterstützt durch drei Akteure aus dem Profiteam (Kevin Stephan,
Patrick Sonntag und Michael Arnold) vor allem in der ersten Halbzeit die
Nase vorn. Gleich mit dem ersten gefährlichen Angriff lag der Ball im
Tor der Gäste. Marian Albustin hatte mustergültig für Thomas Stock
aufgelegt, der die Kugel erbarmungslos mit einem 16-Meter-Knaller in die
Maschen jagte (6.). Aber auch der Freistoßtreffer und somit Ausgleich
von Dynamo war nicht ohne: Kegel, einer von fünf Profis aus dem Dresdner
Zweitligakader, zielte direkt ins Dreiangel (20.). Nur zwölf Minuten
später markierte Felix Kunert nach Zuspiel von Thomas Stock erneut die
Auer Führung und bis zur Pause war die Partie dann weitestgehend
ausgeglichen. Dies änderte sich aber nach dem Wiederanpfiff schlagartig.
Drei Minuten waren gespielt, da lag das Leder zum vierten Mal an diesem
Tag im Tor. Allerdings traf Genausch abermals zum Ausgleich für die
Landeshauptstädter, die nun in der restlichen Spielzeit das
Spielgeschehen klar dominierten. Einzig Keeper Michael Arnold war es zu
verdanken, dass die nun glückliche Punkteteilung für Aue bis zum Ende
der Partie Bestand hatte.
Spielbericht
Fürth - Aue 'Gebrauchten Tag erwischt'
Sonntag, 16. Oktober 2011 - 19:20 Uhr
"Ich ärgere mich maßlos über diese Szene. Es gibt vier Leute, die das
Spiel leiten, da muss das doch einer sehen. Wir sind hier nicht beim
Fordern, aber das roch verdammt nach Rot", schimpfte Trainer Rico
Schmitt über die wohl spielentscheidende Szene in der 38. Minute: Mavraj
foulte Jan Hochscheidt brutal in der Nähe des Mittelkreises, bekam dafür
aber nur Gelb. Der Auer Mittelfeldspieler musste mit einer noch nicht
genau diagnostizierten Oberschenkelverletzung vom Feld getragen werden,
sodass der Auer Coach mit der Einwechslung aufgrund einer eventuellen
Hochscheidt-Rückkehr wartete. Doch mitterein nutzte Pekovic die bis dato
einzige Unsicherheit in der Auer Hintermannschaft und markierte mit dem
ersten Schuss der in Überzahl agierenden Hausherren aufs Tor von Martin
Männel die Fürther Führung (41.). Zuvor sahen die 10.560 Zuschauer in
der Trolli-Arena eine ziemlich zerfahrene Partie, die Schiedsrichter
Florian Steuer aus Menden nie wirklich in den Griff bekam. Somit
entstand viel Mittelfeldgeplänkel, aber kaum Spielfluss sowie
gefährliche Torraumszenen. Bezeichnenderweise gab Tobias Kempe in der
30. Minute den ersten Torschuss überhaupt ab, fand seinen Meister jedoch
in Fürths Schlussmann Grün. Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung
des 11. Spieltages an Fahrt auf. Zunächst verpasste Fürths Stürmer
Occean bei einem Kopfball die Vorentscheidung (49.), dann scheiterte auf
der Gegenseite Oliver Schröder (52.) nach einem Freistoß von Guido Kocer
an Keeper Grün aus Nahdistanz. Und während die Veilchen versuchten, den
erneuten Tabellenführer unter Druck zu setzen, fiel über einen Konter
das zweite Tor für die Kleeblätter durch Sararer (58.). Nach diesem
Treffer gab der FC Erzgebirge nach und nach auf. Die offensiven Aktionen
wurden trotz der Einwechslungen von Christian Cappek und Enrico Kern
immer seltener. Obendrein wurde Rico Schmitt nach einer unpassenden
Bemerkung über weitere fragwürdige Entscheidungen von Schiedsrichter
Steuer auf die Tribüne verbannt. Das aber passte an so einem gebrauchten
Tag.
Spielbericht
Fotos
vom Spiel
Tobias Kempe: "Wir sind wieder gut dabei"
Samstag, 15. Oktober 2011 - 12:36 Uhr
im Gespräch mit bundesliga.de
Der
FC Erzgebirge Aue hat sich zuletzt mit zwei Erfolgen in Serie wieder ins
gesicherte Mittelfeld der Tabelle vorgearbeitet. Am kommenden Sonntag
gastiert die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt beim Tabellenführer
SpVgg Greuther Fürth. bundesliga.de bat vorab den 22 Jahre alten
FCE-Mittelfeldspieler Tobias Kempe zum exklusiven Interview. Im Sommer
2010 wechselte er von Werder Bremen zum FC Erzgebirge Aue, stand in
dieser Saison fünf Mal in der Startaufstellung und brachte 78,5 Prozent
seiner Pässe zum Mitspieler. In der vergangenen Spielzeit bestritt Kempe
32 Spiele für Aue und erzielte dabei zwei Tore.
bundesliga.de:
Im Allgemeinen wird das zweite Jahr nach dem Aufstieg als das schwerere
bezeichnet. Stimmt diese "Fußballweisheit" aus Ihrer Sicht?
Kempe:
Ja, das ist bekannt. Es ist schwer, die gute Serie, die wir im letzten
Jahr gespielt haben, zu wiederholen. Aber wir sind jetzt wieder im Lauf.
bundesliga.de:
Nach dem Auftaktsieg blieb Aue sieben Spiele sieglos. Was waren die
Ursachen für die Misere?
Kempe: Das ist schwer zu sagen.
Wir wissen es auch nicht. Jedes Jahr läuft anders. Wir hatten einen
schwierigen Start und mussten uns wieder herankämpfen. Das haben wir
auch in den letzten beiden Spielen geschafft und dabei jeweils drei
Punkte geholt. Jetzt sind wir wieder auf einem guten Weg.
bundesliga.de:
War das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf trotz der 2:4-Niederlage so etwas
wie der Wendepunkt, weil daraus die richtigen Lehren gezogen und in St.
Pauli umgesetzt wurden?
Kempe: Ja. Vor allem in der zweiten
Halbzeit hat man in dem Spiel gesehen, dass wir nach vorne spielen
können. Das hat uns einen Schub gegeben. So sind wir dann auch in die
Partie gegen St. Pauli gegangen und haben dort einen "Dreier" geholt.
bundesliga.de:
Die letzten beiden Spiele hat der FC Erzgebirge gewonnen. Ist die
Mannschaft jetzt wieder in der Spur, auch punktemäßig?
Kempe:
Nach den beiden Siegen sind wir wieder gut dabei. Jetzt fahren wir nach
Fürth und müssen gucken, dass wir da auch etwas holen.
bundesliga.de:
Was zeichnet den Verein und das Umfeld vor allem aus?
Kempe:
Der Verein ist sehr familiär. Wir sind da alle gut aufgehoben und werden
motiviert. Wir halten zusammen. Das zeichnet den Verein aus.
bundesliga.de:
Wann spielt Tobias Kempe einmal in dieser Saison 90 Minuten durch?
Kempe:
Mir ist das egal, ob ich 80 oder 90 Minuten spiele. Wenn ich nicht mehr
kann, kaputt und ausgepowert bin und der Mannschaft nicht mehr helfen
kann, dann nimmt mich der Trainer eben raus. Ich möchte vor allem von
Anfang an spielen.
bundesliga.de: Wie zufrieden sind Sie
mit Ihrer persönlichen Entwicklung? Welche Ziele haben Sie sich in
dieser Saison gesteckt?
Kempe: Ich bin jetzt seit fast
eineinhalb Jahren im Verein Ich habe mich auf jeden Fall
weiterentwickelt und viele Spiele absolviert. Mit jedem Spiel wird man
reifer. Das ist für einen jungen Spieler wie mich auch extrem wichtig.
Meine Ziele sind, das der FCE weiter in der 2. Bundesliga bleibt. Wir
wollen weitere Siege feiern. Dann schauen wir einmal, wohin mein
weiterer Weg führt.
bundesliga.de: Inwieweit bekommen
Sie noch Ratschläge von Ihrem Vater?
Kempe: Mein Vater
ist immer telefonisch bei mir. Er gibt mir viele Ratschläge, wie ich
mich weiterentwickeln kann. Durch seine Laufbahn in der Bundesliga
verfügt er ja über viel Erfahrung, die er mir so weit wie möglich
mitgeben möchte.
bundesliga.de: Neun Tore sind keine
besonders gute Ausbeute bislang. Warum hapert es noch im Offensivspiel
von Aue?
Kempe: Das weiß ich auch nicht. Wir müssen einfach
weiter offensiv spielen. Wir bekommen ja unsere Chancen in jedem Spiel.
Wir schießen öfter als die Gegner aufs Tor. Natürlich muss der Ball dann
auch mal ins Tor. Ich bin mir aber sicher, dass wir in der Zukunft auch
mehr Tore schießen werden.
bundesliga.de: Welche
Perspektive hat Aue in dieser Saison, wie sehen die Ziele aus?
Kempe:
Wir wissen, dass dieses Jahr schwieriger wird als das letzte, das mit
dem 5. Platz überragend war. Wir müssen zusehen, dass wir uns im
Mittelfeld festsetzen und die Klasse halten.
bundesliga.de:
Wie sehr freuen Sie sich auf die kommende Aufgabe in Fürth und was ist
drin beim Spitzenreiter?
Kempe: Fürth hat einen guten Lauf,
aber auch zuletzt in Karlsruhe ein bisschen geschwächelt. Wir haben
genauso wie in St. Pauli nichts zu verlieren. Die Fürther werden uns
vielleicht als Außenseiter ansehen und denken, dass sie das Spiel schon
schaukeln werden. Aber wir sind nach den zwei Siegen gut motiviert. Und
so werden wir das Spiel auch anpacken. Letztes Jahr haben wir in Fürth
2:1 gewonnen. Das wollen wir wieder schaffen.
Fürth - Aue 'Statistikvorschau'
Freitag, 14. Oktober 2011 - 11:45 Uhr
Der FC Erzgebirge will seine Sieges-Serie ausbauen. Nächster Härtetest
ist dabei die Partie am Sonntag, 16. Oktober um 13:30 Uhr, beim
Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth, der momentan auf einen guten Weg
ist, den von Anfang 2003 stammenden Vereinsrekord von 13 ungeschlagenen
Spielen nacheinander einzustellen. Vier Spiele fehlen noch - da die
Unaufsteigbaren seit der unglücklichen Auftaktpleite gegen Eintracht
Frankfurt neun Spiele ungeschlagen sind. In der Saison 2004/05 gab es
diese Konstellation bei den Grün-Weißen mit sieben Siege, zwei Remis und
einer Niederlage schon einmal, damals aber mit einer schlechteren
Tordifferenz. Daher sind in der 24. Zweitligasaison der Fürther (seit
1997 die 15. am Stück) die nach zehn Spieltagen erreichten 23 Punkte
eine Hausnummer. Genauso viele Zähler hatten die Veilchen vor einem Jahr
auf ihrem Konto.
Klar ist Aue wieder im Aufwind. Der FC Erzgebirge gewann die letzten
beiden Spiele, verlor von den letzten sechs Partien nur eine - zuvor war
man sieben Partien in Folge sieglos geblieben. Dennoch wird es gegen die
Fürther sehr schwer werden. Nachdem die Spielvereinigung das erste Spiel
(mit einer 2:0-Führung) verloren hat, gewann sie die nächsten sechs und
ist so ihrer Mitfavoritenrolle gerecht geworden. Gleichwohl die zwei
einzigen Remis aus den letzten drei Partien entstanden sind, ein 0:0 in
Aachen sowie zuletzt ein 2:2 beim Karlsruher SC. Gerade bei der
Alemannia ist das Team von Trainer Mike Büskens das erste Mal in dieser
Saison ohne eigenen Treffer geblieben. Ansonsten wurden die Greuther in
dieser Spielzeit bisher von einem 0:1-Rückstand verschont, führten
bereits neun Mal mit 1:0 und spielten auch am häufigsten zu Null (sechs
Mal - Aue vier Mal). Und dass der kommende Gegner die wenigsten
Gegentore (sieben) kassierte, sollte nicht unerwähnt bleiben. Die
Lila-Weißen hingegen kassierten zwei Mal vier Gegentore in einem Spiel -
in der gesamten letzten Saison passierte das nur ein Mal.
Und auch
die Bilanz gegeneinander spricht auf die sieben Auer Gastspiele (6xLiga
/ 1xPokal) gesehen eine klare Sprache. Fünf Niederlagen und zwei Siege
stehen hierbei zu Buche. Somit trennten sich die beiden Teams in Fürth
noch nie unentschieden. Das allererste Spiel bei den Kleeblättern wird
auch niemand der gut 12.700 anwesenden Zuschauer vergessen haben. Damals
am 02. Mai 2004 kam Aue in seiner Premieren-Zweitligasaison mit 1:5
unter die Räder. Erst dreimal in zwölf Pflichtspielen in der 2.
Bundesliga konnten sich die Veilchen überhaupt erfolgreich durchsetzen:
Am 06. Februar 2005 siegte man zu Hause mit 2:1,
schaffte am 26. März 2006 beim 3:1-Erfolg
den ersten Auswärtsdreier und setzte sich in der vergangenen Saison am
29. Oktober 2010 mit 2:1
in der Trolli-Arena durch.
Auf ein Neues, wie es doch immer so schön
heißt. Während sich die Veilchen während der Länderspielpause in einem
Freundschaftsspiel gegen FC Fortuna Plauen (15:1) auf dieses Spiel
vorbereitet haben, hielten sich die Franken ebenfalls mit zwei Erfolgen
gegen unterklassige Teams in Schuss. "Wir brauchen die nötige Frische",
sagte Trainer Mike Büskens, der vorne auf das treffsichere Duo
Christopher Nöthe (sieben Saisontore) und Olivier Occean (fünf)
vertrauen kann. In den Auer Reihen entpuppte sich Ronny König in den
letzten drei vergangenen Spielen als Goalgetter. Mit drei Toren auf der
Habenseite führt er nun die interne Torliste an. Jedoch ist seine Bilanz
gegen Fürth nicht berauschend. Als Stürmer bei seinen ehemaligen
Vereinen Wehen und Oberhausen gewann er kein Spiel, und traf auch nicht,
gegen die Greuther. Die meisten Treffer gegen die Grün-Weißen im Auer
Dress erzielte David Siradze (2), und dies bei nur einem Einsatz. Für
den Dauer(b)renner in den Zweitligaduellen sorgt Skerdilaid Curri mit
der Maximalausbeute von zwölf Begegnungen. Insgesamt wurden 39 Gelbe
sowie drei Gelb-Rote Karten gegen Aue gezeigt, Fürth kommt mit nur 26
gelben Kartons besser weg. Bezüglich der aktuellen Kartenstatistik
stehen Pierre Le Beau und Marc Hensel mit vier Verwarnungen kurz vor
einer Sperre. Diese muss Kevin Schlitte nach seiner Fünften im Spiel
gegen Rostock am Sonntag nun aussitzen. Da Thomas Paulus wohl als
Innenverteidiger zurückkehrt, wird Kapitän René Klingbeil den freien
Platz auf der linken Außenbahn übernehmen.
Nun zum
Schiedsrichter der Partie: Florian Steuer aus Menden wird sein zweites
Spiel mit Auer Beteiligung pfeifen. Das erste Match unter seiner Leitung
ging zugunsten für Fortuna Düsseldorf am 02. April diesen Jahres mit 3:0
über die Bühne - ebenfalls ein Auswärtsspiel. Dem 31-jährigen
Bankkaufmann assistieren Frederick Assmuth und Thorben Siewer. Vierter
Offizieller ist Christian Gittelmann.
So gingen die letzten sechs
Aufeinandertreffen aus:
10/11 27.Spieltag 20.03.2011 FCE vs.
SpVgg 0:0
(12.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Dr. Drees)
10/11 10.Spieltag
29.10.2010 SpVgg vs. FCE 1:2
(8.470 Zuschauer, Schiedsrichter: Kinhöfer )
07/08 18.Spieltag
03.02.2008 SpVgg vs. FCE 2:0
(9.300 Zuschauer, Schiedsrichter: Christ)
07/08 01.Spieltag
12.08.2007 FCE vs. SpVgg 1:1
(11.500 Zuschauer, Schiedsrichter: Kempter)
06/07 21.Spieltag
11.02.2007 SpVgg vs. FCE 2:1
(6.400 Zuschauer, Schiedsrichter: Dingert)
06/07 04.Spieltag
17.09.2006 FCE vs. SpVgg 0:3
(11.100 Zuschauer, Schiedsrichter: Winkmann)
Freundschaftsspiel FC Fortuna Plauen - FC Erzgebirge Aue 1:15
Samstag, 08. Oktober 2011 - 18:31 Uhr
Zum 20-jährigen Bestehen des FC Fortuna 91 Plauen gastierten die
Veilchen auf dem Sportplatz im Chrieschwitzer Hang und kamen zu einem
15:1-Erfolg. Den Torreigen eröffnete in dem Freundschaftsspiel gegen den
momentanen Zehnplatzierten der Vogtlandliga der Auer Guido Kocer (5.)
nach Vorarbeit von Skerdilaid Curri, dem allerdings selbst ein Treffer
verwehrt blieb. Enrico Kern erhöhte per Doppelpack (7. / 15.) schnell
auf 3:0, ehe Oliver Sauertz bereits zwei Minuten später den Ehrentreffer
für Fortuna markieren konnte. Thomas Paulus (18.), Pierre Le Beau (34.)
und Mike Könnecke (44.) steuerten die Tore zum 6:1-Pausenstand bei. Nach
dem Seitenwechsel gab es für den zweiten Plauener Tormann, Denny
Beuchold, jede Menge zu tun. Allerdings war er bei den Schüssen von Mike
Könnecke (53./ 57.), Tobias Kempe (60.), Enrico Kern (72. /77.), Ronny
König (74.) und Marc Hensel (81.) machtlos. Als dann Martin Männel zehn
Minuten vor Schluss für Enrico Kern als Feldspieler eingewechselt wurde,
avancierte die eigentliche Nummer eins im Tor des FCE nach feinen
Doppelpass mit Nicolas Höfler (83.) und Zuspiel von Pierre Le Beau (87.)
vom Keeper zum Goalgetter. Es waren zugleich die letzten beiden Tore,
die die gut 500 Zuschauer zusehen bekamen. Das Ergebnis wäre sicherlich
noch höher ausgefallen, wenn Aue zur zweiten Halbzeit mit den bereits
zwölf parat gestandenen Spielern agiert hätte. Allerdings "erbarmte"
sich Adli Lachheb, der sich wohlwollend auf die warme Dusche freute.
FCE-
Aufstellung: Männel (46. Arnold) - Le Beau, Lachheb (46. Klingbeil),
Paulus, Müller (46. Schlitte) - Schröder (46. Hensel), Höfler - Kocer
(46. Kempe), Könnecke, Curri (46. König) - Kern (80. Männel)
Fotos
vom Spiel
Aue - Rostock 'Heute ein König'
Samstag, 01. Oktober 2011 - 11:34 Uhr
Ein Feuerwerk an offensiven Möglichkeiten gab die Freitagspartie bei
weitem nicht preis, aber das war den meisten der ausschließlich 10.000
Auer Anhängern auch vorher klar. Spielerisch blieb vieles Stückwerk,
eine klare Linie war bei beiden Teams nicht zu erkennen. Diesbezüglich
liegt Marc Hensel mit seiner Aussage "Das war Abstiegskampf" gar nicht
so daneben. Den Unterschied machte an diesem Abend eben jener Ronny
König, der in der 49. Minute das Leder in die Maschen köpfte und so mit
dem Tor des Tages, aber auch mit viel Kampf und Krampf, den Weg für den
dritten Saisonsieg ebnete. Ein insgesamt glücklicher Sieg für den FC
Erzgebirge, der zwar das gesamte Spiel über die gefährlichere Mannschaft
war, aber letztlich von der Harmlosigkeit des Tabellenvorletzten aus
profitierte. Für Hansa wäre hier mehr drin gewesen. Sie hatten mehr
Spielanteile, waren aber vorm Tor erneut viel zu harmlos. So scheiterten
Perthel (6.) und Langen (10.) fast schon kläglich. Aber auch bei den
Lila-Weißen schien eine gewisse Befangenheit bzw. der Druck des
Gewinnens den eigenen Spielfluss zu hemmen. Erst kurz vor dem
Halbzeitpfiff konnten die Hausherren zwei Hundertprozentige verbuchen:
Ronny König (40.) zog vom rechten Strafraumeck ab und nagelte das Ding
ans rechte Aluminium (Bild). Auch der etwas überhastete Drehschuss von
Guido Kocer nur eine Minute später war aus aussichtreicher Position
nicht ungefährlich, dennoch drüber. Vier Minuten nach Wiederanpfiff
zappelte der Ball endlich im Netz, und das nach einem Standard! Fabian
Müller wurde gelegt, den fälligen Freistoß zirkelte Jan Hochscheidt in
den Fünfer, wo Ronny König seelenruhig einnicken konnte. Wer aber
dachte, das Spiel wird nun zum Selbstläufer für Aue, wurde eines
Besseren belehrt. Sehr zurückhaltend und nur mit den Gedanken keinen
Fehler zu machen agierte das Team um Rico Schmitt sichtlich eingeengt.
Zum Glück blieb die Abschlussschwäche der Hanseaten auch weiterhin
bestehen: Peitz (53.), Jänicke (56.) und Pannewitz (57.) vergaben
jeweils per Kopf den möglichen Ausgleich. Als dann der eingewechselte
Skerdilaid Curri und Ronny König die Hereingabe von Jan Hochscheidt
(76.) zum beruhigenden 2:0 verpassten, musste Martin Männel in den
Schlussminuten sein Können gegen Lartey nochmals unter Beweis stellen.
Am Ende blieben aber die laut Trainer Rico Schmitt "dreckigen Punkte" im
Lößnitztal.
Spielbericht
Fotos
vom Spiel