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Landesliga Sachsen 2006/07

Spielbericht

20. Spieltag - Samstag, 24.03.2007 - 15:00

FC Erzgebirge Aue II - Gelb-Weiß Görlitz 6:0 (4:0)

FC Erzgebirge Aue II: Stephan Flauder - Tim Zwingenberger, Ronny Liebold, Pierre Le Beau - Sebastian Seifert, Mitja Schäfer, Christian Siemund, Tino Oechsner - Daniel Rupf, Kevin Hampf, Roy Blankenburg; Trainer: Rico Schmitt

Eingewechselt: 55. Kai Enold für Roy Blankenburg, 61. Marcel Nolde für Sebastian Seifert, 65. Sylvio Schwitzky für Mitja Schäfer

Gelb-Weiß Görlitz: Marco Pöschmann - Jens Garbe, Felix Grundmann, Marco Trost, Thomas Schmuck - Nikola Djordjevic, Tobias Eberlein, Paul Lehmann - Martin Havel, Stefan Höer, Stefan Kästner; Trainer: Peter Berndt

Eingewechselt: 65. Lutz Hintersatz für Martin Havel, 80. Thomas Horschke für Paul Lehmann

Tore: 1:0 Mitja Schäfer (Kopfball, 7.); 2:0 Roy Blankenburg (11.); 3:0 Roy Blankenburg (16.); 4:0 Kevin Hampf (44.); 5:0 Roy Blankenburg (53.); 6:0 Kevin Hampf (73.)

Schiedsrichter: Daniel Pflock (Schildau)
Assistenten: Wolfgang Winkler, Holger Walther

Zuschauer: 150 im Stadion am Spiegelwald

Spielbericht:
Schon vor dem Spiel war klar, dass Aues Reserve ein Feuerwerk abbrennen musste, um den Anschluss an Markranstädt zu halten. So wurde der NFV in den ersten zwanzig Minuten förmlich überrollt und hatte noch Glück das es am Ende nur 0:6 aus ging. Begünstigt durch eine Vielzahl von erkrankten, verletzten und einen suspendierten Spieler musste Trainer Berndt die Mannschaft auf mehreren Positionen gegenüber letzter Woche umstellen bzw. komplett ersetzen. Unter anderem beorderte er Thomas Schmuck in die Abwehr, da Martin Prochazka an einer Grippe erkrankte, Felix Grundmann und Marco Trost wurden als Manndecker abkommandiert und Martin Havel kam hinter den Sturmgespann Kästner und Höer nicht zur erwünschten Entfaltung. Kein Wunder das in den ersten zwanzig Minuten die Zuordnung quasi nicht statt fand und die Abwehr nach Standards überhaupt nicht auf der Höhe des Geschehens war. So konnte schon in der 7. Minute Schäfer ungehindert per Kopf den Führungstreffer markieren. Es ging weiter Schlag auf Schlag. In der 10. Minute behinderten sich Marco Pöschmann und Felix Grundmann im Strafraum. Lachender dritter war Blankenburg, der das Geschenk dankend annahm. Nur wenige Augenblicke später stahl sich der Torschütze wieder nach einer Ecke davon und netzte zum 3:0 ein. Die Außenbahnspieler hatten den Braten schon längst gerochen und fütterten ihre Sturmkollegen weiter mit Flankenbälle. Nach einen Kopfballlattentreffer in der 20. Spielminute durch le Beau kehrte allmählich Ruhe ein. Der NFV wurde mutiger, blieb aber harmlos. Die Verunsicherung im Spielaufbau nahm seinen Lauf und das Sturmduo gewann kaum einen Zweikampf. Besonders von Stefan Kästner hätte man mehr Engagement erwartet. Kein Ball konnte in der Offensive behauptet werden, so dass die Veilchen, wenn es die Gelegenheit ergab, mit drei, vier präzisen Pässen vor dem NFV-Tor auftauchten. Kurz vor dem Pausentee war dann Kevin Hampf aus Nahdistanz zur Stelle. Nach dem Seitenwechsel erhöhte abermals Blankenburg auf 5:0. Kapitän Pöschmann war zwar mit den Fingerspitzen dran. Doch der Ball sprang von der Latte ins Tor. Trainer Schmitt hatte mit den Neißestädtern und dem 20 Mann starken Fananhang ein Einsehen und nahm den dreifachen Torschützen und ständigen Unruheherd nach einer Stunde aus der Partie. Den letzten Treffer der Partie erzielte Le Beau in der 65. Minute mit einen satten Schuß aus 18 Metern. Trainer Berndt nahm im weiteren Verlauf noch zwei Wechsel vor. Mit Lutz Hintersatz und Thomas Horschke gaben zwei weitere A-Juniorenspieler in der laufenden Meisterschaft ihr Debüt. Als die Mittelfeldakteure Eberlein und Garbe mit schnellem Kurzpassspiel kurz vor Schluss das Mittelfeld überbrückten und Djordjevic zum Abschluß kam, lag der Ehrentreffer noch in der Luft. Doch Torhüter Flauders lenkte den Ball mit letzter Kraft über die Querlatte. Fazit von Trainer Berndt: "Die ersten zwanzig Minuten waren wir noch gar nicht richtig auf dem Platz. Das brach uns das Genick. Ich mache den jungen Spielern keinen Vorwurf. Jeder hat gesehen das wir im körperbetonten Spiel unterlegen waren und keine eingespielte Truppe waren. Im kommenden Heimspiel gegen den VfB Chemnitz möchte ich eine passende Antwort. Ich gab den angeschlagenen Spielern nicht um sonst heute eine Auszeit." Und die Meinung der Fans. Einstimmiger Tenor. Lieber einmal 6:0 verlieren, als sechsmal 1:0. (nfv09)