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FC Erzgebirge Aue - SpVgg Greuther Fürth 'Vorschau'

Am Sonntag steigt im Lößnitztal ein weiteres Spitzenspiel, mit den entsprechenden Parallelen. Der Vierte (47 Zähler) empfängt den Fünften (46) und mit einem Sieg könnte sowohl Aue als auch Fürth mindestens für einen Tag auf den Relegationsplatz klettern, da der momentan Dritte (Bochum) erst am Montag gegen Cottbus spielt. Beide Mannschaften holten aus ihren letzten drei Partien je einen Sieg, eine Niederlage und ein Unentscheiden und spielten in dieser Saison schon jeweils elfmal zu Null - Höchstwert in der 2. Bundesliga. Zudem trifft die heimstärkste Mannschaft (10S-2U-1N) auf die viertbeste Auswärtsmannschaft (6S-3U-4N), die trotz der 0:2-Heimpleite am vorigen Montag gegen Hertha BSC weiter fest an den Aufstieg glaubt.
Doch die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz, über den die Fürther schon im Vorfeld der Partie kräftig rummosern. "Der Platz ist in Aue unglaublich schlecht. Deswegen trainieren wir auf unserem Trainingsgelände auch am Rand, um die Auer Verhältnisse zu simulieren", sagte Fürths Mittelfeldspieler Haas, der nach Ablauf seiner Gelbsperre wieder dabei ist. Ähnlich äußert sich sein Trainer Mike Büskens: "Es wird am Sonntag bestimmt nicht darum gehen, spielerisch zu glänzen. Das wird dieser Platz gar nicht zulassen. Sondern wir müssen kämpferisch hundertprozentig dagegenhalten. Darauf wird es ankommen." Die SpVgg ist seit fünf Auswärtspartien (zwei Siege, drei Remis) ungeschlagen und kassierte seit über fünf Stunden (309 Minuten) kein Gegentor mehr in der Fremde. Außerdem stellt die Büskens-Elf wie auch Augsburg mit nur 21 Gegentoren die beste Abwehr in Liga zwei. Im deutschen Profifußball können das momentan nur Eintracht Braunschweig (14 Gegentore) und Borussia Dortmund (15) unterbieten.
Selbst der Blick auf die Rückrundentabelle zeigt, dass Fürth mit vier Siegen, vier Unentschieden und der zuletzt gegen Hertha einzigen Niederlage zu den viertbesten Teams in diesem Zeitraum zählt. Aber auch mit der Ausbeute von 37 erzielten Toren gehört der kommenden Gast zu den treffsichersten Mannschaften in der zweiten Bundesliga. Allen voran Sararer, der sich mit sieben Treffern deutlich an die Spitze der internen Torschützenliste der Kleeblätter geschoben hat. Müller und Onuegbu mit je vier, Haas und Nehrig mit je drei Toren sowie weitere neun Akteure runden die Sache ab.
Abrunden könnten auch die Veilchen den März, besonders mit einem weiteren Sieg, nachdem man zuletzt in Oberhausen endlich den Bock auf des Gegners Platz mit einem 2:1-Erfolg umgestoßen hatte. Sechsmal empfing der FC Erzgebirge bislang die SpVgg Greuther Fürth im Erzgebirgsstadion in einem Pflichtspiel - dabei sprang allerdings neben drei Remis und zwei Niederlagen nur ein Sieg für die Lila-Weißen heraus. Die Gesamtbilanz nach elf Punktspielbegegnungen sieht mit fünf Niederlagen, drei Unentschieden und nur einem Sieg ebenfalls nicht allzu rosig aus. Hier muss angesetzt werden, idealerweise mit einem schnellen Tor nach einer Ecke, denn der FCE hat in dieser Saison bislang jedes Heimspiel nach Führung gewonnen (zehn) und netzte 13-mal nach einem Eckstoß ein - das sind 42 Prozent der insgesamt 31 Saisontore. Sechs der letzten sieben Treffer von Aue fielen zudem nach diesem erfolgreichen Schema.
Im Hinspiel gewannen die Veilchen in Franken durch die Tore von Marc Hensel und Enrico Kern mit 2:1. Damit fügten die Schützlinge von Trainer Rico Schmitt der Spielvereinigung zugleich die erste Saisonniederlage im eigenen Stadion bei, die zweite folgte erst jetzt gegen Hertha. "Wir müssen uns in Aue das wiederholen, was wir gegen Berlin haben liegen lassen", sagte Büskens, dem vor dem Duell große Personalsorgen plagen. Neben den vielen Verletzten: Grün (Schienbeinbruch), Falkenberg (Fußverletzung), Karaslavov (Muskelfaserbündelriss), Schröck (Knie-OP), Nöthe (Zehen-OP), Onuegbu (Knöchelbruch) fehlen auch die gelbgesperrten Fürstner, Pekovic und Müller. Trainer Rico Schmitt kann fast aus dem Völlen schöpfen, muss allerdings auf den gesperrten Jan Hochscheidt verzichten. Thomas Paulus (Wadenzerrung) und Oliver Schröder (Aufbautraining) stehen ebenfalls noch auf der Krankenliste.
Für die Sonntagsbegegnung wird Dr. Jochen Drees aus Münster-Sarmsheim die leitende Figur abgeben. Der 41-jährige Arzt pfeift dabei zum achten Mal (das fünfte Heimspiel) eine Partie mit Auer Beteiligung. Die Statistik sieht wie folgt aus: Drei Heimsiege (2:0 Oberhausen, 3:2 Erfurt, 3:0 1860 München), zwei Auswärtssiege (0:1 Osnabrück, 2:3 Bochum II), ein Unentschieden (1:1 Augsburg) und nur eine Heimniederlage (0:1 Duisburg) stehen zu Buche. Patrick Alt und Timo Gerach werden ihm an der Seite assistieren. Als vierter Offizieller ist Tobias Stieler gesetzt.


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