FC Erzgebirge Aue - MSV Duisburg 'Tabellenplatz verteidigt...äks!'
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Und womit? Mit Recht. Was war das bitte für ein erbärmliches Auftreten? “Wir werden den Kopf auf jeden Fall nicht in den Sand stecken”, gab sich Aues Trainer Carsten Müller nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen Viktoria Köln kampfbetont. Doch genau dies taten seine Jungs von Beginn an. Völlig verunsichert wusste keiner so richtig mit dem Spielgerät was anzufangen. Die Offensive präsentierte sich erneut ideen- und harmlos. Aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Marvin Stefaniak sowie der Sperre von Maximilian Thiel und Sam Schreck waren die Schaltzentralen personell unbesetzt. Ein geordneter Spielaufbau? Fehlanzeige! Zudem musste Carsten Müller frühzeitig einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Keeper Martin Männel verletzte sich bei seiner ersten Aktion so unglücklich am Rücken, dass ihn Philipp Klewin ersetzen musste (9.). Nach einer sensationellen Parade gegen den Schuss von Pusch war der Ersatzmann schnell auf Betriebstemperatur, wurde aber in der 27. Minute von seinem eigenen Mann geschlagen. Stoppelkamp hatte auf der rechten Seite viel Zeit und Platz und konnte so frei in die Mitte geben. Ekene schloss ab, Alexander Sorge dazwischen, abgefälscht ins eigene Tor - das Fünfte für Aue und das Vierte zugunsten des MSV in dieser Spielzeit. Und fast wäre der Ausgleich auf dieselbe Weise gefallen: Nach einer Auer Ecke von Nico Gorzel beförderte Bakalorz die Kugel aufs eigene Tor, sein überraschter Keeper war allerdings zur Stelle (35.).
Weitere eigene Offensivaktionen von Lila-Weiß waren aber weiterhin rar gesät. Hellwach, aktiv und vor allem aggressiv gegen den Ball, das zeigte an dem Dienstagabend nur eine Mannschaft: Duisburg. So ging es mit dem zweiten verletzungsbedingten Wechsel (38. Dimitrij Nazarov für Borys Tashchy) und dem Rückstand in die Katakomben, aus denen der Gast besser kam: Sololauf von Ajanji über die gesamte linke Seite, in der Mitte wartete Pusch - zack, 2:0 für Duisburg (49.). So einfach geht Fußball. Aue tat sich schwer, strahlte trotz einer abermals zweistelligen Anzahl an Ecken nie wirklich Gefahr aus. Die 90 Minuten waren geprägt von Fehlpässen und Missverständnissen, der Abpfiff somit eine Erlösung und den Tabellenplatz souverän verteidigt. Zwei Zähler aus den letzten fünf Partien. Der berühmtberüchtigte Baum brennt schon nicht mehr, der ist mittlerweile ein Häufchen Asche.
Weiter geht es am Freitag bei der Reserve von Borussia Dortmund. Dort stellt sich die Mannschaft aufgrund der Verletzungen und Sperren fast von alleine auf. Eine Chance für den Nachwuchs? Gestern konnte zumindest Aues U19-Kapitän Finn Hetzsch auf der Reserve-Bank Stallgeruch aufnehmen.
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