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FC Ingolstadt 04 - FC Erzgebirge Aue 'Das war Spekulatius'

Die gekreuzten Hämmer in Ingolstadt - zum zweiten Mal in Folge nach einem Auswärtsspiel in der 3. Liga.
Die gekreuzten Hämmer in Ingolstadt - zum zweiten Mal in Folge nach einem Auswärtsspiel in der 3. Liga.

Letzte Partie des 18. Spieltags, Montagabend, Auswärts beim Tabellenvierten und selbst Platz 19 inne. Die Aussichten waren schon mal besser und die Meinungen über den Ausgang des Spiels im mit offiziell 679 Schlachtenbummler gefüllten Gästeblock sehr vielseitig. Insgeheim hoffte jeder auf etwas Zählbares, doch bereits nach neun Minuten sollten die Unheilspropheten in ihrer Meinung bestätigt werden. Nach einem langen Ball von Preißinger in den Rücken der Auer Abwehr agierten Korbinian Burger und Torwart Martin Männel nicht konsequent genug, Butler spritzte dazwischen und traf aus spitzem Winkel zum 1:0 für die Schanzer. Das 295. Spiel als Drittliga-Trainer hätte für Pavel Dotchev kaum schlechter beginnen können. Die Slapstick-Einlage hallte bei den Veilchen lange nach. Erst nach 31 Minuten gab es die erste klare Möglichkeit für den FCE. Omar Sijaric lief allein in Richtung FCI-Tor, scheiterte mit seinem Schuss aus 15 Metern aber an Schlussmann Funk.

Kurz vor der Pause war Aue aber endlich zurück - und wie. Einen herrlich geschlenzten Schuss aufs lange Eck von Marvin Stefaniak wehrte FCI-Torwart Funk direkt vor die Füße von Antonio Jonjic ab, der die Lücke fand und zum Ausgleich traf. “Ich bin auf den Abpraller gegangen und er ist mir Gott sei Dank auf den Fuß gefallen. Das war Spekulatius”, so der frischgebackene Torschütze nach seinem ersten Saisontreffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, die noch einen Aufreger mit sich bringen sollte. Omar Sijaric ging nach einem harten Rempler vom bereits gelbverwarnten Ingolstädter Brackelmann zu Boden, allerdings für Schiedsrichter Robert Hartmann zu wenig, um hier auf Foul und Notbremse zu entscheiden - da gibt es allerdings keine zwei Meinungen: Platzverweis, ohne wenn und aber!

Wie dem auch sei, Aue war trotz der Pause weiterhin besser im Spiel. Das aggressive Auftreten bei Schneeschauer und Orkanböen wurde vom teilweise oberkörperfrei gelegten Gästeblock honoriert und in der 67. Minute auch ausgiebig gefeiert. Ingolstadts Sarpei foulte den eingewechselten Paul-Philipp Besong im Strafraum, Dimitrij Nazarov verwandelte den Strafstoß gewohnt sicher zum 2:1-Endstand aus Auer Sicht. Dabei gab es bei dem Siegtreffer gleich zwei Premieren. Es war nämlich der erste Elfmeter, den Erzgebirge Aue in dieser Saison zugesprochen bekommen hatte, und zudem war es der erste Rückstand, der in einem Sieg umgemünzt werden konnte. Mit dem Dreier im Gepäck konnten die Veilchen sogar auf Platz 17 klettern und haben am kommenden Samstag die Chance, den seit dem vierten Spieltag anhaftenden Abstiegsrang zu verlassen. Es wäre der dritte Sieg in Folge, auch ein Novum in dieser Drittliga-Saison.

Spielbericht
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