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Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue 'Chancenwucher endet in Niederlage'

Vor dem Spiel erinnerten die 3.000 Auer Anhänger an die Vereinsgründung vor auf den Tag genau 77 Jahren.
Vor dem Spiel erinnerten die 3.000 Auer Anhänger an die Vereinsgründung vor auf den Tag genau 77 Jahren.
Wer die vakante Stürmerposition des rotgesperrten Antonio Jonics besetzen wird, ließ Aues Trainer Pavel Dotchev lange unbeantwortet. Am Spieltag selbst entschied sich der 57-jährige Bulgare für Borys Tashchy - er sollte für die spielentscheidende Szene im hitzigen Prestigeduell gegen Dynamo Dresden sorgen. Es lief die 37. Minute als er nach einem Freistoß von der rechten Seite seinen Gegenspieler Knipping im Strafraum umstieß. Referee Tobias Welz entschied sofort auf Foulelfmeter, den Arslan zum 1:0 für die Hausherren verwandelte. Aue-Kapitän Martin Männel ahnte zwar die Ecke, hatte aber keine Abwehrchance. Es blieb leider das einzige Tor an diesem Fußballnachmittag. Demnach geht der Sieg an die Landeshauptstädter, die auch schon im Hinspiel mit dem knappsten aller Ergebnisse die Punkte für sich beanspruchten. Das passende Geburtstagsgeschenk zum 77. Bestehen des Auer Fußballs blieb somit aus.

Dabei hatten es die Lila-Weißen mehrfach selbst in der Hand bzw. auf dem Fuß, vergaben aber einige Hochkaräter fast fahrlässig. Auch haderte die Dotchev-Elf mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Alles in Allem eine kämpferische Leistung ohne Fortune. “Heute hatten wir die Entscheidungen auf unserer Seite”, musste ebenfalls Dynamo-Coach Anfang anerkennen und sah durchaus einen starken Auftritt des Auer Ensembles. Kaufen kann man sich davon freilich nichts, nur das Ergebnis zählt. “Wir haben es uns selbst zuzuschreiben, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben”, sagte der frühere Dresdner Marvin Stefaniak, der bei jeder seiner Aktion mit einem Pfeifkonzert belegt wurde. Mehr hörte man im trotz erstmalig in dieser Saison über 30.000 Zuschauer ausgelasteten Rudolph-Harbig-Stadion auch nicht. Der K-Block war auch schon mal besser, die Unparteiischen sowieso. Aber das steht auf einem anderen Blatt. “Ich kann nur etwas Falsches sagen, deshalb möchte ich lieber nichts sagen”, äußerte sich Pavel Dotchev, der bereits im Spiel die gelbe Karte - seine Dritte in dieser Saison - gesehen hatte, auf der anschließenden Pressekonferenz zu den Entscheidungen der Schiedsrichter sehr diplomatisch.

Ganz anders war die Stimmungslage bei Dimitrij Nazarov, der nach dem 99. Punktspiel beider Vereine so richtig lospolterte: “Was sich der arrogante Schiedsrichter heute geleistet hat, war eine absolute Frechheit. Da waren so viele strittige Situationen, er muss nicht jeden Elfmeter geben, aber die Szene mit Burger - das war ein klarer!” Gemeint war die 88. Minute, als der Kopfball von Erik Majetschak am Pfosten landete und Dynamo-Schlussmann Drjlaca sowie Korbinian Burger dem Abpraller hinterhersprinteten. Der Keeper hechtete, Korbinian Burger fiel, doch die Pfeife von Schiedsrichter Tobias Welz blieb stumm. “Es ist bitter, dass wir das Spiel so verlieren”, steigerte sich Dimitrij Nazarov immer weiter rein und beendete seine Brandrede wohlwissend mit den Worten: “Da kann mir der DFB jetzt wieder ein Brief schreiben, dass ich die Schiedsrichter nicht angehen soll, aber das geht mir am Arsch vorbei.”

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