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FSV Zwickau - FC Erzgebirge Aue 'Effizient wäre noch untertrieben'

Neblig grau, mit einem Hauch lila-weiß in den Abendstunden - Derbysieger.
Neblig grau, mit einem Hauch lila-weiß in den Abendstunden - Derbysieger.
Das war er also, der erste Auftritt in der GGZ-Arena für die Veilchen. Und ehrlich gesagt: Ein Stadion, was keiner braucht! Vier Einzeltribünen, die Ecken offen, es zieht auf allen Traversen, das Dach fürn Arsch - aber ein proppenvoller Gästeblock, der einen 2:0-Erfolg gegen die Schwäne miterleben und somit auch die teilweise Genugtuung für die Hinspiel-Pleite feiern durfte. Dass dabei die Dotchev-Elf eine gnadenlose Effektivität an den Tag legte, um die nächsten drei Punkte einzufahren, kommt als i-Tüpfelchen noch hinzu. Denn spielerisch glanzvoll war der Auftritt des FCE bei weitem nicht! Vor allem in Halbzeit eins, die nahtlos an das Essenspiel anknüpfte, agierte Lila-Weiß ängstlich, verunsichert - wohl etwas des doch recht hohen Drucks geschuldet, auch das vierte Sachsen-Duell zu verkacken. So blieb es lange Zeit ein Geduldsspiel mit wenigen Torraumszenen. Erst kurz vor der Halbzeitpause nahm das Westsachenderby vereinzelt Fahrt auf. Zunächst zwang Dimitrij Nazarov aus der Distanz FSV-Keeper Brinkies zu einer Flugeinlage (38.), dann stand Martin Männel auf der Gegenseite goldrichtig, klärte den verdeckten Schuss von Göbels gerade noch zur Ecke (45.).

Aues Nummer 1 und Kapitän der Veilchen, welcher erstmalig in seiner 14-jährigen FCE-Amtszeit gegen den FSV spielte, sollte an diesem Abend über sich hinauswachsen und die Hausherren zunehmend zur Weißglut bringen. Vor allem nach dem Führungstreffer von Dimitrij Nazarov, der nach einem Fehlpass von Löhmannsröben und dem Zuspiel von Omar Sijaric die Kugel mit Schmackes knapp neben den rechten Pfosten vorbei in die Maschen hämmerte und den Gästeblock erstmalig eskalieren ließ (62.), hatte Zwickau durch Frick (63.) und Unglücksrabe Löhmannsröben ( 65.) den Ausgleich auf dem Fuß bzw. Kopf. Auch bis in die Schlussphase hinein kämpften die Zwickauer um jeden Zentimeter auf dem mittlerweile komplett verschlammten Rasen, scheiterten aber immer wieder am optimal postierten Martin Männel, der erstmals seit dem 20. Spieltag die weiße Weste behalten sollte.

Wie einfach und effektiv man derweil Tore erzielen kann, zeigte dann abermals Lila-Weiß: Der eingewechselte Borys Tashchy nahm die Kugel nach einem Zwickauer (Fehl)Einwurf auf, umkurvte lockerflockig Frick und traf schnörkellos zum 2:0-Endstand aus Auer Sicht (90.+5). Das Ding war durch, die Schwäne gerupft und der Gästeblock am Feiern. Das ging alles runter wie Öl. Nun heißt es im kommenden Heimspiel gegen den TSV 1860 München nachlegen. Verzichten muss Pavel Dotchev dabei auf Marvin Stefaniak, der von Schiedsrichter Florian Heft seine fünfte Gelbe Karte kassiert bekam.

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