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FC Erzgebirge Aue - MSV Duisburg 'Tashchys Führungstreffer reicht nicht zum Sieg'

Ein würdiger Rahmen mit Weihnachts-Choreo und dem Spalierstehen des Historischen Bergbauverein Aue e.V.
Ein würdiger Rahmen mit Weihnachts-Choreo und dem Spalierstehen des Historischen Bergbauverein Aue e.V.
Das war es also, das Fußball-Heimspieljahr 2023 der Veilchen. Noch einmal strömten über 7.500 Fans ins Erzgebirgsstadion und sahen neben einer Punkteteilung gegen den Tabellenvorletzten Duisburg auch noch die traditionelle Weihnachts-Choreo der Erzbrigade sowie die sensationelle Lasershow der Eibenstocker Firma LEC. Im Schnitt pilgerten in diesem Jahr 8.037 Zuschauer ins Lößnitztal, wo es insgesamt zehn Heimsiege zu feiern gab. Neben vier Remis musste man leider auch sechsmal dem Gast die volle Punktzahl überlassen. Den 31 erzielten Toren stehen 24 Gegentreffer gegenüber. Alles in Allem ein durchschnittlich gutes Fußballjahr - ohne sich jedoch von der Drittligamasse abzuheben.

Voll rein passt da die gestrige Partie gegen die Zebras aus Duisburg. Abermals schafften es die Veilchen nicht, eine Führung über die Zeit zu retten. Borys Tashchys zweiter Saisontreffer (29.) zur 1:0-Führung wurde von Kölle in der 61. Minute egalisiert. Zwar standen auch zwei Aluminiumtreffer dem sechsten Auer Heimsieg im Weg, doch so recht überzeugt war der Auftritt zur Mettenschicht nicht. “Es ist ärgerlich für uns alle. Es ist das letzte Heimspiel gewesen, wir hätten uns einen Sieg gewünscht. Aber es sollte am Ende nicht sein”, sagte Co-Trainer Jörg Emmerich, der aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre seines Chefs Pavel Dotchev diesen an der Seitenlinie vertrat.

Dabei sind die Auer gut reingekommen, hat auch Niko Vukancic festgestellt: “Ich hatte nie das Gefühl, dass es gefährlich werden könnte.” Der Innenverteidiger zeigte wieder einmal eine solide Vorstellung, bereitete sogar die Führung vor, als er Borys Tashchy per Grätsche bediente und der frühere Duisburger Stürmer nach einer starken Einzelaktion dann mit links eiskalt abschloss. Doch das wars dann auch mit der weihnachtlichen Harmonie. “Wir haben den Gegner wieder durch schlampiges Spiel in wichtigen Situationen stark gemacht. Das müssen wir einfach besser machen”, haderte Mirnes Pepic nicht nur mit sich selbst. Weitere gefährliche Aktionen blieben daher überschaubar. Auch, dass tabellarisch zwölf Plätze Unterschied zwischen beiden Teams liegen, war nur selten erkennbar.
 
Zweimal scheiterte Marcel Bär am Aluminium.
Zweimal scheiterte Marcel Bär am Aluminium.

Nach dem Pausentee änderte sich nicht viel an der Spielweise. Marcel Bärs Kopfball nach einer butterweichen Tashchy-Flanke (55.) hätte die Partie vielleicht in eine entscheidende Richtung drücken können, doch das Aluminium in Form des linken Pfostens hatte was dagegen. Kurzzeitig war die Souveränität gänzlich weg und Duisburg nutzte diese minimale Möglichkeit zum unnötigen Ausgleich. Ein weiter Ball auf Feltscher diente als Wegbereiter, dessen scharfe Hereingabe versenkte der völlig blanke Kölle zum 1:1 (61.). Es war der erste Auswärtstreffer nach 568 torlosen Minuten in der Fremde für den MSV! Nach dem Lattenknaller von Mai in der ersten Halbzeit reichte den Duisburgern somit die zweite gefährliche Aktion, um etwas Zählbares aus dem Erzgebirge mitzunehmen, da bei Marcel Bärs Versuch aus sieben Metern erneut der Pfosten im Weg stand (81.). Zumindest bleibt der FCE auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen (1S-3U-0N), was nach zwei Partien mit eigener Führung eher ein schwacher Trost ist.
 
 Enrico Oswald und sein Team von LEC bot den noch dagebliebenen Fans eine atemberaubende Lasershow.
Enrico Oswald und sein Team von LEC bot den noch dagebliebenen Fans eine atemberaubende Lasershow.

Am kommenden Samstag steht für die Veilchen mit dem Gastspiel bei Waldhof Mannheim erneut ein Duell mit einem abstiegsgefährdeten Verein an, mit dem darauffolgenden Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt beginnt dann auch für die Fußballer eine hoffentlich besinnliche Adventszeit: ‘Machst unner Herz voll Lust un Freid - o seelige Weihnachtszeit!’

Spielbericht
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