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FC Erzgebirge Aue - Viktoria Köln 'An der Ehre gepackt'

Immer da! In guten wie auch in schlechten Zeiten.
Immer da! In guten wie auch in schlechten Zeiten.
Schau an. Man kann also doch, wenn man sich in seiner Ehre gekränkt fühlt, eine Schippe drauflegen. Nach drei sieglosen Partien haben die Veilchen endlich wieder jubeln dürfen, drehten bei strömendem Regen und unter schwierigen Umständen den frühen Rückstand noch zu ihren Gunsten. Vor 6.474 Zuschauern traf zunächst Becker (18.) für die Viktoria, ehe Borys Tashchy (47.) und Marvin Stefaniak (68.) das Spiel in die richtige Bahn lenkten. “Das war Männer- gegen Kinderfußball”, sagte ein durchnässter Gäste-Coach, der auch keinen Zweifel aufkommen ließ, dass es ein “hochverdienter Sieg für Aue” war - der neunte Heimerfolg für den FCE in dieser Saison. 45 Zähler stehen nun zu Buche, damit dürfte alles klar sein für den Ligaverbleib. “Mit diesem Sieg sind wir in puncto Klassenerhalt fast durch, ich schaue in der Tabelle jetzt wieder nach oben”, so Pavel Dotchev, der seine Elf auf drei Positionen änderte. So rückten Stefen Nkansah, Steffen Meuer und William Kallenbach für Franco Schädlich, Sean Seitz und Joshua Schwirten in die Startelf.
 
Gibt sicherlich bessere Orte für Geburtstagsfeiern. Zumindest gab es das passende Geschenk für Martin Männel in Form von drei Punkten.
Gibt sicherlich bessere Orte für Geburtstagsfeiern. Zumindest gab es das passende Geschenk für Martin Männel in Form von drei Punkten.

Wiedergutmachung stand auf dem Plan. Und die Veilchen legten los, als gäbe es kein Morgen mehr. Einzig die mangelnde Chancenverwertung spiegelte den Sturmlauf leider nicht in Toren wider. So vergab Marvin Stefaniak gleich zweimal freistehend vorm gegnerischen Keeper (7./8.) und auch Mirnes Pepics Schlenzer (9.) oder Steffen Meuers Distanzschuss (14.) hätten bisher eine Auer Führung klar verdient gehabt. So folgte die kalte Dusche auf der anderen Seite: Becker (18.) wurde komplett von den Auer Verteidigern alleingelassen, traf per Kopf zum 1:0. Sein zweiter Treffer an diesem Tag, da ihm fünf Minuten zuvor wegen angeblichen Abseits sein erster Einschlag verwehrt wurde. Doch dieses Mal zählte das Tor. Ein Wirkungstreffer, denn Erzgebirge war fortan außer Tritt, Viktoria hätte durch den ehemaligen Auer Simon Handle (28.) und Marseiler (31.) beinahe erhöht.
 
Der Ausgleich durch Borys Tashchy zwei Minuten nach Wiederbeginn war mehr als verdient.
Der Ausgleich durch Borys Tashchy zwei Minuten nach Wiederbeginn war mehr als verdient.

Erst kurz vor der Pause sendete die Dotchev-Elf mit einem Tashchy-Kopfball an den rechten Giebel noch einmal ein Lebenszeichen, um dann nach dem Seitenwechsel vollends das Gaspedal durchzudrücken. Es dauerte keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff und der Ausgleich war hergestellt. Nach einem perfekten Pass von Marco Schikora in die Schnittstelle sorgte Borys Tashchy mit dem Kopf für den Ausgleich. “Der Treffer direkt nach der Pause war sehr wichtig, dadurch waren wir wieder voll im Spiel und hatten noch fast die gesamte zweite Hälfte zu spielen”, so der Torschütze zum 1:1, der drei Minuten später völlig frei aus fünf Metern aber Nerven zeigte und vergab.

Unbeeindruckt der vielen liegengelassenen Möglichkeiten setzte Aue im Dauerregen aber nach, ließ den Gästen so gut wie keine Entlastung mehr zugutekommen. Die Viktoria hatte in dieser Phase erst den Zugriff und dann auch das Spiel verloren. Marvin Stefaniak köpfte per Flugeinlage am langen Pfosten Anthony Baryllas Hereingabe zum 2:1 in die Maschen (68.). “Letztendlich freut es mich, dass ich meine Fehler mit dem Siegtreffer wiedergutmachen konnte und wir die 3 Punkte hierbehalten haben”, sagte ein strahlender und wohl bald zweimaliger Familienvater, da sich Marvin Stefaniak den Ball beim Torjubel unter das Trikot steckte und so einen Babybauch imitierte.
 
Jugend forscht: William Kallenbach, Tommy Stopp, Moritz Ruprecht, Franco Schädlich und Finn Hetzsch (v.l.n.r.)
Jugend forscht: William Kallenbach, Tommy Stopp, Moritz Ruprecht, Franco Schädlich und Finn Hetzsch (v.l.n.r.)

Mit der Führung im Rücken spielte es sich nun noch leichter und über ein drittes oder viertes Gegentor hätte sich Köln nicht beschweren können. Doch weder Steffen Meuer (77.), Erik Majetschak (84.) oder Joshua Schwirten (88.) konnten Voll noch einmal überwinden. Die Sache war auch so durch, erst recht nach der Ampelkarte für Marseiler, die er inspiriert von Schiedsrichter Ballweg in der fünfminütigen Nachspielzeit hat gezeigt bekommen. Nun heißt es im anstehenden Viertelfinale im Sachsen-Pokal gegen den SC Freital die Gier nach mehr aufrechtzuerhalten.

Spielbericht
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