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2. Bundesliga 2004/05

Spielbericht

18. Spieltag - Samstag, 22.01.2005 - 13:00

FC Erzgebirge Aue - Rot-Weiß Essen 1:1 (0:0)

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Sven Günther, Matthias Heidrich, Marco Kurth, Rüdiger Rehm - Skerdilaid Curri, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 63. Sebastian Helbig für Andrzej Juskowiak, 76. Maik Kunze für Skerdilaid Curri, 76. Khvicha Shubitidze für Ersin Demir

Kader: Jörg Hahnel, Uwe Ehlers, Gregor Berger, Frank Berger

Rot-Weiß Essen: Rene Renno, Ronny Ernst, Philipp Haastrup, Hilko Ristau, Sidney, Radoslav Kaluzny, Enrico Gaede, Bjarne Goldbaek, Marcus Wedau, Peter Foldgast, Francis Kioyo; Trainer: Jürgen Gelsdorf

Eingewechselt: 69. Ali Bilgin für Bjarne Goldbaek, 74. Erwin Koen für Peter Foldgast, 90. Lennart Larsen für Sidney

Kader: Robert Wulnikowski, Marko Kück, Sandro Schwarz, Daniel Teixeira

Tore: 0:1 Francis Kioyo (55. / Peter Foldgast); 1:1 Sebastian Helbig (Kopfball, 82. / Sven Günther)

Schiedsrichter: Hermann Albrecht (Kaufbeuren)

Zuschauer: 11400 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: Skerdilaid Curri (3.) / Bjarne Goldbaek, Enrico Gaede

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Gegen den Tabellenletzten Rot-Weiß Essen hat der FC Erzgebirge Aue zum Rückrundenauftakt nur ein 1:1-Unentschieden erreicht. Allerdings sagte Präsident Uwe Leonhardt nach der Partie, dass die ersten Spiele immer eigene Gesetze haben und die Geschlossenheit von Essen nicht deren aktuellen Tabellenstand widergespiegelt habe.
Das Spiel vor 11.500 Zuschauern blieb lange arm an Höhepunkten. Essen spielte sehr defensiv und Aue fand kein Mittel gegen die vielbeinige RWE-Abwehr. Auch die Auer Standards blieben heute harmlos. Sowohl Curri, als auch Kurth und Rehm probierten sich abwechselnd beim Eckenschlagen, doch immer wieder gingen die Bälle ins Toraus oder wurden eine Beute des sicheren Torhüters Rene Renno.
Essen blieb in der Offensive ebenfalls harmlos. Trotzdem hatte Aue Glück, dass es nach 27 Minuten noch 0:0 stand. Kioyo kam am Strafraum urplötzlich frei zum Schuss, schoss aber knapp vorbei. Ansonsten hatte Bobel kaum Arbeit.
Erst zu Ende der ersten Halbzeit machte Aue Druck. Das Chaos in der Essener Abwehr (43.) konnten aber weder Rehm noch Kurth im Nachschuss ausnutzen. Heidrichs Direktschuss nach Demir-Ablage (45.) ging ebenfalls knapp vorbei. So blieb es bis zur Pause torlos in einem schwachen Zweitligaspiel.
Aue blieb auch zu Beginn der zweiten Hälfte optisch überlegen. Das Auslassen einiger Chancen rächte sich jedoch in der 55. Minute. Nach einer Schaltpause in der Auer Abwehr tauchten plötzlich zwei Essener völlig frei vorm Auer Kasten auf. Kioyo brauchte nach Querpass nur noch einzuschieben.
Nach dem Rückstand war der FCE erst einmal völlig von der Rolle. Emmerich, nach seiner Verletzung längst noch nicht in Topform, sorgte mit einigen Ballverlusten für Gefahr in der eigenen Hälfte. Curri, ebenfalls noch nicht wieder in gewohnter Stärke, biss sich oft an der Essener Abwehr fest. Demir und Juskowiak hingen vorn in der Luft, weil aus dem Mittelfeld zu wenig kam. Fernschüsse wie der von Trehkopf (58.) blieben Mangelware, obwohl sie auf dem tiefen und glatten Boden ein gutes Mittel gewesen wären.
Erst ab der 65. Minute bäumten sich die Gastgeber auf. Helbig, wegen Rückenbeschwerden erst nach einer Stunde eingewechselt, traf in der 66. Minute nach Kurth-Vorarbeit nur das Außennetz. Ein Handspiel im Essener Strafraum (69.) wurde nicht geahndet und Demir scheiterte frei vor Renno am Keeper (71.), so dass es weiter beim 0:1 blieb. Für den späten Ausgleich sorgte Helbig, der eine Günther-Flanke aus schwieriger Position "dank seiner Bogenspannung und Dynamik" (O-Ton Leonhardt) im Tor versenkte (82.). Mehr war zum Auftakt nicht drin und der FCE musste letztendlich sogar mit dem einen Punkt zufrieden sein.
Gerd Schädlich sagte, er habe nicht das Gefühl gehabt, dass jeder Spieler mit 100 Prozent Leidenschaft dabei gewesen sei. "Es kommt der Tabellenletzte, das wird schon irgendwie" sei das Motto einiger Profis gewesen. In München wird der FC Erzgebirge mit dieser Leistung keinen Blumentopf gewinnen. (fm)