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2. Bundesliga 2004/05

Spielbericht

20. Spieltag - Sonntag, 06.02.2005 - 15:00

FC Erzgebirge Aue - Greuther Fürth 2:1 (2:0)

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Frank Berger, Matthias Heidrich, Marco Kurth, Rüdiger Rehm - Skerdilaid Curri, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 71. Sebastian Helbig für Andrzej Juskowiak, 75. Holger Hasse für Marco Kurth, 88. Uwe Ehlers für Skerdilaid Curri

Kader: Jörg Hahnel, Gregor Berger, Khvicha Shubitidze, Maik Kunze

Greuther Fürth: Borut Mavric, Florian Heller, Heiko Westermann, Thomas Kleine, Dario Dabac, Roberto Hilbert, Frederic Page, Jörg Albertz, Olivier Caillas, Marcus Feinbier, Sascha Rösler; Trainer: Benno Möhlmann

Eingewechselt: 63. Petr Ruman für Jörg Albertz, 63. Christian Timm für Olivier Caillas, 71. Christian Eigler für Sascha Rösler

Kader: Sven Neuhaus, Mirko Reichel, Christian Weber, Thorsten Burkhardt

Tore: 1:0 Ersin Demir (Kopfball, 18. / Tomasz Kos); 2:0 Andrzej Juskowiak (Kopfball, 35. / Marco Kurth); 2:1 Thomas Kleine (48. / Frederic Page)

Schiedsrichter: Mike Pickel (Mendig)

Zuschauer: 10600 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: Rüdiger Rehm (3.), René Trehkopf (4.), Andrzej Juskowiak, Ersin Demir (2.) / Heiko Westermann (2.), Florian Heller, Roberto Hilbert

Gelb/Rote Karte: Holger Hasse (86.) / -

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Gegen Greuther Fürth gelang dem FC Erzgebirge Aue heute der erste Sieg der Rückrunde und der erste Sieg gegen die SpVgg generell. 10.600 Zuschauer sahen einen verdienten 2:1-Erfolg in einem spannenden Spiel, an dessen Dramatik auch Schiedsrichter Mike Pickel mit einigen strittigen Entscheidungen seinen Anteil hatte.
Der FCE zeigte von Beginn an, dass heute nur ein "Dreier" zur Debatte stand. Bereits nach 28 Sekunden tauchte Curri das erste Mal am Fürther Strafraum auf, doch seine Eingabe ging etwas zu weit in den Rücken von Juskowiak. Nach 17 Minuten flankte Frank Berger auf Heidrich, aber dessen Kopfball wurde abgewehrt. Eine Minute später schlug Emmerich einen Freistoß in den Strafraum und dieses Mal klappte es besser: Kos Kopfballablage kam zu Demir, der aus wenigen Metern einköpfen konnte. Die Führung war verdient, weil die Gäste bis auf ein, zwei harmlose Schüsse in der Anfangsphase kaum nach vorn gefährlich wurden.
Die Führung beflügelte die Veilchen zusätzlich. Aue war nun deutlich überlegen und wollte die Vorentscheidung. Nachdem Heidrich zweimal mit Schüssen gescheitert war, machte es Juskowiak mit dem Kopf besser: Eine Kurth-Flanke nickte er ins rechte Angel ein (35.). Eine so deutliche Führung nach einer reichlichen halben Stunde hatte wohl niemand erwartet. Und es hätte noch besser kommen können: Demir hatte nach einer schönen Berger-Flanke (40.) sogar das 3:0 auf dem Kopf, doch er köpfte freistehend über das Tor. Fürth blieb bis zur Pause weiterhin erstaunlich harmlos in der Offensive.
Diejenigen Optimisten, die zur Pause schon über die Höhe des Heimsieges diskutierten, mussten sich aber bereits in der 48. Spielminute belehren lassen. Bobel unterlief eine Flanke und Kleine schob den Ball ins leere Tor. Danach ließ sich Aue zu weit in die Defensive drängen. Zum Glück für die Gastgeber wurde es selten gefährlich am eigenen Strafraum. Feinbier fiel meist nur durch "Schwalben" auf; insgesamt stand die Auer Abwehr sicher. Allerdings ließ das FCE-Mittelfeld um Kurth und Heidrich einige Wünsche offen, so dass Aue eben kaum noch nach vorn kam und die Konter letzte Konsequenz vermissen ließen. Erwähnenswert waren lediglich Frank Bergers knallharter 25-Meter-Schuss (59.), der knapp rechts vorbei ging und Rehms Solo (69.), das am Strafraum nur per Foul beendet werden konnte. Schiri Pickel pfiff in dieser Szene den Vorteil und das in der Folge von Demir erzielte Auer Tor zurück und entschied auf Freistoß.
Zwei Minuten später kam Helbig für Juskowiak. Auch er hätte alles klarmachen können, als ihn im Rücken der Fürther Abwehr eine Heidrich-Flanke auf den Fuß fiel. Allerdings wusste er den Freiraum nicht zu nutzen; Mavric hielt den schwachen Schuss. Der nach 75 Minuten für den in der zweiten Halbzeit untergetauchten Kurth eingewechselte Hasse sah nach zwei Fouls gelb-rot und Ehlers kam drei Minuten vor Schluss im Tausch für Curri zu seinem ersten Kurzeinsatz für Aue - so viel für die Statistik. Für Spannung sorgte in der Schlussphase ansonsten Schiri Pickel mit seinen Entscheidungen. Es gab aber auch einen Gewinner des Tages: Frank Berger, bislang kaum als Alternative in Betracht gezogen, wusste seine Chance zu nutzen. Er war mit seinem Selbstvertrauen, schönen Ballannahmen, Pässen und Flanken eine echte Bereicherung auf der rechten Seite. (fm)