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FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Uwe Ehlers, Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Matthias Heidrich, Tzvetomir Tchipev, Rüdiger Rehm - Skerdilaid Curri, Andrzej Juskowiak, Sebastian Helbig; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 54. Holger Hasse für Rüdiger Rehm, 66. Ersin Demir für Sebastian Helbig, 84. Khvicha Shubitidze für Skerdilaid Curri
Kader: Jörg Hahnel, Frank Berger
Eintracht Frankfurt: Markus Pröll, Patrick Ochs, Alexander Vasoski, Torben Hoffmann, Andree Wiedener, Chris, Alexander Schur, Alexander Meier, Benjamin Köhler, Arie van Lent, Jermaine Jones; Trainer: Friedhelm Funkel
Eingewechselt: 18. Daniyel Cimen für Alexander Schur, 71. Du-Ri Cha für Jermaine Jones, 84. Markus Weissenberger für Alexander Meier
Kader: Oka Nikolov, Christopher Reinhard, Stefan Lexa, Markus Beierle
Tore: 0:1 Benjamin Köhler (Linksschuß, 2. / Jermaine Jones); 0:2 Arie van Lent (45+2. / Chris); 0:3 Patrick Ochs (50.); 0:4 Benjamin Köhler (58. / Patrick Ochs); 0:5 Du-Ri Cha (74. / Alexander Meier)
Schiedsrichter: Georg Schalk (Augsburg)
Zuschauer: 16500 (ausverkauft) im Erzgebirgsstadion
Gelbe Karte: René Trehkopf (6.) / Arie van Lent
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Die Veilchen kassierten die höchste Niederlage seit sie in der zweiten Liga mitmischen, die Erstliga-Träume sind nun endgültig ausgeträumt. Gerd Schädlich war die Sache auch peinlich: "Wir offenbarten eklatante Abwehrschwächen und haben Frankfurt damit das Siegen leicht gemacht. Es war schlimm, wie dieses Spiel abgelaufen ist. Ich muss mich bei den Fans für die Leistung entschuldigen."
Die 15.000 Zuschauer im ausverkauften Erzgebirgsstadion hatten kaum ihre Plätze eingenommen, da stand es auch schon 0:1 für die Gäste. Nach einem weiten Einwurf von Chris bediente Jones mustergültig Köhler, der von links aus zwölf Metern abschloss. So etwas musste erst einmal verdaut werden. Aue fand nach dem Rückstand nicht richtig ins Spiel. Die Eintracht einfach bissiger und wollten auch gleich nachlegen. Den ersten Torschuss für Aue, Emmerich versucht sich aus 30 Metern, wehrte Pröll sicher ab. Das Spiel wurde dann für zwei Minuten unterbrochen, weil sich Schur verletzt hatte. Der Kapitän der Hessen verdrehte sich ohne gegnerische Einwirkung das Knie (Kreuzbandriss) und humpelte verletzt vom Platz, für ihn kam Cimen im Spiel. Aue wurde langsam besser auf dem Platz und kam auch zu einigen Chancen. Helbig hatte den Ausgleich in der 20.Minute auf dem Fuß. Nach einem Pass von Rehm stand er 5m frei vorm Tor, überlegte aber zulange und Wiedener konnte zur Ecke klären. Da musste Helbig mehr draus machen. Die Partie jetzt ausgeglichen. Tchipev mit der nächsten Chance für Aue, zieht aber aus 25 Metern knapp drüber. Die Frankfurter bleiben mit ihrem schnellen Passspiel in die Spitze immer gefährlich, da in der Auer Hintermannschaft die Zuordnung noch nicht stimmte. Das Mittelfeld gabs wahrscheinlich auch nur auf Gerds Plan, Tchipev ist überwiegend auf sich allein gestellt. Die Veilchen probieren es mit Fernschüssen aus der zweiten Reihe, aber alles ohne wirkliche Gefahr für Pröll. Wenige Sekunden vor Ende des ersten Durchgangs erhöhte die Eintracht durch Arie van Lent auf 0:2. Wieder einmal sah die Auer Abwehr nicht gut aus, denn van Lent konnte ungehindert einschieben. Jetzt muss ein schnelles Auer Tor her, um das Spiel vielleicht noch zu drehen.
Nach Wiederanpfiff aber der nächste Schock, Ochs schießt das dritte Tor für Frankfurt. Das gibts doch nicht, 3 Frankfurter laufen allein von der Mittellinie aufs Tor zu und Ochs macht das Ding ohne Abwehrchance für Bobel. 0:3. Ab diesen Zeitpunkt machte Frankfurt nicht mehr viel und wartete auf Konter. Aue schaffte es trotzdem nicht spielerische Akzente zu setzen. Selbst mit den für Rehm eingewechselten Hasse war die Hintermannschaft immer einen Schritt zu spät, denn nur 8 Minuten nach dem 0:3 konnte abermals Köhler mit einem trockenen Volleyschuss aus 16 Metern auf 4:0 erhöhen. Nun wars ein Debakel für Aue gewurden, die Partie ist gelaufen und man versuchte nur noch Schadensbegrenzung. Frankfurt wurde immer durch ihre schnellen Vorstöße gefährlich und man zog über weite Strecken den Kürzeren. Mit Ersin Demir wollte Gerd wenigstens zu einem Ehrentreffer kommen. Aber irgendwie war der Wurm drin, nicht mal einen Hauch von Torgefahr. Schließlich durfte auch noch Cha kurz nach seiner Einwechselung für Köhler den Treffer zum 5:0-Endstand beisteuern. Bei jetzt strömendem Regen verließen einige Zuschauer das Stadion und die 1200 Frankfurter feierten ihre stark aufspielende Mannschaft. Trehkopf - schießt einen 30-Meter-Freistoß in die Mauer und Juskowiak - verpasst einen Pass von Demir um cm, hatten die letzten beiden Chancen für Aue. Endstand 0:5. Ein verdienter Sieg für Eintracht Frankfurt der letztendlich auch in der Höhe in Ordnung geht. Was soll man da noch schreiben. (arn) |
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