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Karlsruher SC: Markus Miller, Thomas Kies, Carsten Rothenbach, Kai Oswald, Bradley Carnell, Jan Männer, Godfried Aduobe, Danny Schwarz, Ioannis Masmanidis, Ivan Saenko, Sean Dundee; Trainer: Edmund Becker
Eingewechselt: 56. Daniel Reule für Ivan Saenko, 58. Florian Dick für Thomas Kies, 73. Sebastian Freis für Jan Männer
Kader: Martin Fischer, Christian Hassa, Christian Kritzer, Marcus Mann
FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Uwe Ehlers - Marco Kurth, Frank Berger, Tzvetomir Tchipev, René Trehkopf - Skerdilaid Curri, Andrzej Juskowiak, Sebastian Helbig; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 35. Holger Hasse für Uwe Ehlers, 76. Matthias Heidrich für Holger Hasse, 87. Ersin Demir für Skerdilaid Curri
Kader: Jörg Hahnel, Sven Günther, Khvicha Shubitidze
Tore: 0:1 Skerdilaid Curri (Rechtsschuß, 69.)
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Zuschauer: 12100 im Wildparkstadion
Gelbe Karte: Carsten Rothenbach / Sebastian Helbig (9.)
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Aue muss gewinnen, um seine Aufstiegschance zu wahren, die Anfangsminuten gehören aber dem KSC, die Badener druckvoller und die Veilchen bemüht ihre neue Abwehrformation zu ordnen. Denn Schädlich verzichtete auf Rehm, somit spielte Trehkopf im Mittelfeld und Ehlers rückte auf links. Die einzig aufregende Szene für Aue war die Gelbe Karte gegen Helbig, ansonsten hatten die Blau-Weißen mehr Spielanteile. Schwarz versuchte es aus 22m, schoss nur knapp am Kasten vorbei. Erst nach 15 Minuten kam man langsam ins Spiel. Bei einem Freistoß aus gut 25m hob Curri den Ball geschickt über die Mauer, aber auch zwei Meter links am Tor vorbei. Dann vereitelte Miller zwei Riesen-Chancen für die Veilchen! Carnell schoss am eigenen Strafraum Kurth an, der Ball prallte zu Helbig, dieser schlängelte sich am amateurhaft verteidigenden Oswald vorbei und stand halbrechts frei vor Miller. Er versuchte einen Schuss ins kurze Eck, aber der KSC-Torwart lenkte mit dem Fuß zur Ecke. Den Eckball köpfte Juskowiak wuchtig, aber unplatziert aus elf Metern - Miller hält wieder sicher. In der 28.Minute hatte der KSC die beste Chance des Spiels. Nach einem Konter drängte Saenko von rechts in den Strafraum ein, müsste eigentlich nur auf Masmanidis querlegen, machte es aber selber und schoss einen halben Meter am langen Eck vorbei. Das war Knapp. Aue nun wieder am Zug. Nach weitem Schlag nach vorne verlängerte Juskowiak per Kopf. Helbig war frei durch, aber der beherzt rausstürmende Miller klärte in höchster Not per Fuß. Erster Wechsel bei Aue. Ehlers musste angeschlagen runter (Muskelzerrung im rechten Oberschenkel), für ihn kam Hasse in die Partie. Der KSC bemüht aber zu ungenau. Den Freistoß von Masmanidis in den Sechzehner köpfte Kos weg und Saenkos Flanke in den Straufraum war ein Geschenk für Bobel. Typische Szene für das Karlsruher Offensivspiel bislang. Helbig mit der letzten Szene für Aue vor der Halbzeit. Aus 22m versuchte er es flach aufs linke Eck, aber Miller hatte wenig Mühe. Halbzeit 0:0. Das Ergebnis spricht fürs Spiel.
Anpfiff zweite Hälfte. Emmerich mit einer Kopfballrückgabe zu Bobel, aber zu ungenau, daher geschenkter Eckball für den KSC. Im Anschluss schoss Carnell aus 30 Metern mit links zwei Meter am linken Winkel vorbei. Aue jetzt mutiger im Spiel nach vorne. Curri vergab aber beide Male aus 12m und 20m. Immer wieder stand der kleine Albaner im Mittelpunkt. Kopfballvorlage von Juskowiak auf Curri, aber Männer in letzter Sekunde dazwischen. Zuvor zirkelte Curri aus 30m einen Freistoß mit links über die Mauer, aber wieder nur Millimeter am linken Winkel vorbei. Auf der Gegenseite Riesen-Antritt von Aduobe, der flankte von rechts auf den zweiten Pfosten. Da stand Reule und dieser nahm den Ball aus unmöglichem Winkel Volley. Die Latte verhinderte aber den Rückstand für Aue. Die Antwort der Veilchen kam prompt. Curri hielt aus 25 Metern einfach mal drauf. Miller steht irgendwo im Nirgendwo und unter der Latte schlug es ein zum 0:1. Der KSC wirkte nun richtig geschockt. Eine Niederlage könnte einen entscheidenden Schritt Richtung Regionalliga bedeuten. Auch für den eingewechselten Holger Hasse kam das Aus, Matthias Heidrich sollte es nun richten. Rothenbach unterband einen Konter per Foul an Trehkopf und sah dafür Gelb. Die KSC-Fans verloren zunehmend die Geduld und pfiffen 10 Minuten vor Ende des Spiels die eigene Mannschaft aus. Karlsruhe versuchte noch mal alles, aber Aue stand hinten sicher. Jetzt endlich so was wie eine Schlussoffensive des KSC's. Aber das kam wohl zu spät. Kurz vor Schluss zeigte Bobel eine Glanztat. Dundee steckte klug durch auf den freistehenden Aduobe, aber der Auer Schlussmann klärte zur Ecke. Der Karlsruher Trainer stand kopfschüttelnd an der Linie. Die KSC-Fans skandierten "Wir haben die Schnauze voll!". Endstand 0:1.
Karlsruhe hatte zwar nicht viele Chancen, aber zwei, drei dicke Tormöglichkeiten. Die 12.100 Zuschauer davon 800 Auer sahen über weite Strecken ein Spiel mit wenig Unterhaltung und auf niedrigem Niveau. Von beiden schwachen Teams war Aue noch das b0essere, womit man das 0:1 auch als verdient ansehen kann. Alle vier Zweitligaduelle gegen Karlsruhe haben die Veilchen gewonnen, zum dritten Mal blieb Aue dabei sogar ohne Gegentor. Nun freuen wir uns auf das Top-Spiel gegen den 1. FC Köln", sagte ein zufriedener Aue-Trainer Gerd Schädlich nach dem Spiel. (arn) |
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