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FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, René Trehkopf, Jörg Emmerich - Matthias Heidrich, Tzvetomir Tchipev, Marco Kurth, Rüdiger Rehm - Skerdilaid Curri, Andrzej Juskowiak, Sebastian Helbig; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 74. Sven Günther für Rüdiger Rehm, 74. Ersin Demir für Andrzej Juskowiak, 80. Khvicha Shubitidze für Marco Kurth
Kader: Jörg Hahnel, Fabian Bröcker, Gregor Berger, Frank Berger
1. FC Köln: Alexander Bade, Andrew Sinkala, Lukas Sinkiewicz, Fabio Bilica, Alexander Voigt, Markus Feulner, Sebastian Schindzielorz, Albert Streit, Rolf-Christel Guie-Mien, Christian Springer, Marius Ebbers; Trainer: Huub Stevens
Eingewechselt: 60. Christian Lell für Markus Feulner, 80. Thomas Bröker für Rolf-Christel Guie-Mien, 90. Kostas Konstantinidis für Albert Streit
Kader: Stefan Wessels, Roland Benschneider, Timo Achenbach, Attila Tököli
Tore: 1:0 Andrzej Juskowiak (1. / Rüdiger Rehm); 1:1 Christian Springer (44. / Marius Ebbers); 1:2 Marius Ebbers (66.)
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Zuschauer: 15000 (ausverkauft) Erzgebirgsstadion
Gelbe Karte: Sebastian Helbig (10., gesperrt) / Albert Streit
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Bei sommerlichen Temperaturen von etwa 22 Grad sahen die 15.000 Zuschauer eine kämpferisch überzeugende Heimmannschaft, die aber dem hohen Anfangstempo im weiteren Spielverlauf Tribut zollen musste. Mit einer klaren Fehlentscheidung des Schirigespanns wurden die Veilchen gleich in der ersten Minute bevorteilt. Rüdiger Rehm schlug eine weite Flanke auf den langen Pfosten, wo Andrzej Juskowiak den Ball zwar nicht optimal erwischte, aber seine Bogenlampe sprang vom Innenpfosten vor der Torlinie auf und der Linienrichter erkannte dies als ein Tor an. Die geschockten Geißböcke versuchten danach erst einmal Ruhe in die Partie zu bringen, denn auf der Videoleinwand war deutlich zu sehen, was für ein schönes Geschenk da Aue bekommen hatte.
Aue setzte nun nach und in der 13.Minute hätte es fast schon wieder geklingelt. Juskowiak kämpfte sich rechts durch und passte in den Fünfmeterraum, doch Keeper Bade war vor Helbig am Ball. Das wäre zu schön gewesen. Die Veilchen spielten wie aufgedreht, angefeuert von einer fantastischen Kulisse ließen sie den Kölnern kaum Platz für ihren Spielaufbau. Erst in Minute 20 gelang es ihnen mal gefährlich vors Auer Tor zu kommen, doch Emmerich hielt mit seinen Hinterleuten den Sechzehner sauber.
Mit dem hohen Anfangstempo und der aggressiveren, laufaufwändigeren Spielweise erkämpften sich die Veilchen immer wieder gute Chancen heraus, leider fehlte aber auch nach sehenswerten Kombinationen der krönende Abschluss. Diesen hatten Marco Kurth in der 31.Minute und Andrzej Juskowiak in der 37.Minute auf dem Fuß. Die Kölner erspielten sich nun ein Übergewicht im Mittelfeld. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit foulte Sebastian Helbig Streit unnötig, sah seine 10.Gelbe Karte und ist damit gegen Dresden nicht dabei. In der 42. Minute parierte Tomasz Bobel einem Schrägschuss von Sinkala, aber kurz vor dem Halbzeitpfiff war es aber passiert, Rene Trehkopf verlor ein Kopfballduell mit Ebbers und seine Vorlage schob Springer aus Nahdistanz ein. Mit dem 1:1 gings auch in die Pause.
Beide Mannschaften spielten unverändert weiter und Aue von Beginn an wieder das aktivere Team. Man sah aber die nachlassende Kraft bei einigen Spielern und somit auch die höhere Fehlerquote bei den Zuspielen. Einzig Skerdilaid Curri rannte wie ein Duracelhase quer über den Platz und half auch schon mal hinten mit aus. Die Veilchen überließen dann den Geißböcken das Spiel zu machen und bekamen in der 66. Minute prompt die Rechnung serviert. Lell passte auf Ebbers und dieser schoss nach einem Sololauf aus 18m überlegt ein. 1:2. Köln nun spielerisch besser und Aue hielt mit viel K(r)ampf dagegen. "Nie mehr zweite Liga, nie mehr, nie mehr" sangen die rund 1.000 FC-Fans im Erzgebirgsstadion. In der 75.Minute wechselte Schädlich im Doppelpack, Juskowiak und Rehm aus. Für sie kamen Demir und Günther ins Spiel und brachten auch gleich frischen Wind mit ins Auer Mittelfeld.
Die Kölner hatten sich durch die Führung im Rücken etwas zurückgezogen und taten nur noch das Nötigste. Aue versuchte es noch einmal, aber es fehlte die Verbissenheit und der Siegeswillen. Erst in den letzten Minuten des Spiels begann Aue wieder aufzuwachen. Doch das Powerplay der Veilchen mit insgesamt 6 Ecken!!! brachte nicht den erhofften Ausgleich. 1:2 Endstand.
Somit freute sich Köln über den Sieg und die damit verbundene Rückkehr in das Oberhaus der Bundesliga. Für Aue ist das Thema Aufstieg endgültig vom Tisch. Gerd Schädlich resümierte nach dem Spiel: "Das frühe Tor hat uns Mut gemacht. Ich muss aber meiner Truppe den Vorwurf machen, dass sie den Vorsprung in der ersten Hälfte nicht ausgebaut hat." An diesem Freitag steht bereits die nächste Bewährungsprobe für die Veilchen an, denn dann muss die Elf zum Sachsenderby bei Dynamo Dresden antreten. (arn) |
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