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2. Bundesliga 2005/06

Spielbericht

6. Spieltag - Mittwoch, 21.09.2005 - 17:30

FC Erzgebirge Aue - 1. FC Saarbrücken 2:0 (1:0)

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Hendrik Liebers - Sven Günther, Florian Heller, Christian Mikolajczak, Richard Dostalek - Ersin Demir, Andrzej Juskowiak, Tomas Klinka; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 64. Daniel Jungwirth für Ersin Demir, 83. Norman Loose für Christian Mikolajczak, 85. Vitus Nagorny für Andrzej Juskowiak

Kader: Jörg Hahnel, Uwe Ehlers, Tzvetomir Tchipev, Kevin Hampf

1. FC Saarbrücken: Marc Ziegler, Aimen Demai, Philipp Haastrup, Echendu Adiele, Marco Laping, Tamandani Nsaliwa, Marcel Rozgonyi, Thorsten Nehrbauer, Matthias Hagner, Chadlj Amri, Henrich Bencik; Trainer: Rudi Bommer

Eingewechselt: 46. Clement Halet für Marco Laping, 51. Gunter Thiebaut für Tamandani Nsaliwa, 76. Peter Buljan für Matthias Hagner

Kader: Peter Eich, Christian Stuff, Nazif Hajdarovic

Tore: 1:0 Florian Heller (Rechtschuss, 32.); 2:0 Andrzej Juskowiak (Kopfball, 65. / Florian Heller)

Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)

Zuschauer: 9700 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: - / Tamandani Nsaliwa, Thorsten Nehrbauer

Gelb/Rote Karte: - / Chadlj Amri (54.)

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Der FC Erzgebirge Aue hat heute gegen den 1. FC Saarbrücken seinen zweiten Saisonsieg eingefahren. Die Veilchen siegten nach Toren von Heller (32.) und Juskowiak (65.) glatt mit 2:0. Der Dreier war hochverdient, allerdings offenbarten die Gastgeber erneut Schwächen, die ein stärkerer Gegner wahrscheinlich konsequenter bestraft hätte.
Aue begann mit viel Druck; Juskowiak leitete nach sieben Minuten mit der Hacke einen herrlichen Angriff ein, aber Demir scheiterte völlig frei an Ziegler und Hellers Nachschuss wurde auf der Linie abgewehrt. Ähnliche Szene in der 12. Minute: wieder musste die Gästeabwehr auf der eigenen Linie retten, weil Aue gleich drei Großchancen am Stück hatte. Der FCE spielte fast Powerplay und er hatte spätestens in der 21. Minute auch noch Pech: Mikolajczak spielte Heller halbrechts herrlich frei, doch dessen Schuss sprang von der Lattenunterkante ins Feld zurück.
Trotzdem hätte der FCE bis dahin mindestens 1:0 in Führung liegen müssen. Jedoch fehlte es den Außenstürmern Klinka und Demir trotz ihrer lobenswerten Laufbereitschaft einmal mehr an der letzten Konsequenz eines Klassestürmers. Und so hätte Hagner nach einer halben Stunde fast das Spiel auf den Kopf gestellt. Er lief, nachdem er den Ball etwas mit der Hand mitgenommen hatte, frei auf Keeper Bobel zu. Der Auer Torwart ersparte jedoch Schiri Seemann eine Diskussion über dessen mögliche Fehlentscheidung, weil er Hagners Schuss - und das Spiel damit offen - hielt.
Die Gäste hatten sich zuvor etwas aus der Auer Umklammerung gelöst – nicht immer mit fairen Mitteln. Drei gelbe Karten gab es für sie in der ersten Halbzeit. So war es verständlich, dass Hellers Führungstreffer nach 32 Minuten auch etwas Frust in sich barg. Nach den vergebenen Chancen zimmerte er einen zu kurz abgewehrten Eckball mit Wucht von der Strafraumgrenze in den Kasten. Mit dem 1:0 ging es in die Halbzeit.
In Hälfte zwei passierte zunächst wenig, bis sich Amri in der 54. Minute die längst fällige "Ampelkarte" abholte. Nach wiederholtem Foulspiel musste er vorzeitig vom Platz. Zuvor und auch danach gab es nur harmloses Mittelfeldgeplänkel, welches zum Teil mit Pfiffen von den knapp 10.000 Zuschauern bedacht wurde. Aue spielte auch gegen zehn Mann kaum nach vorne. Wie aus heiterem Himmel fiel das 2:0, als Juskowiak eine Heller-Flanke herrlich einnickte (65.).
Danach sorgte vor allem Tomasz Bobel dafür, dass das Spiel nicht mehr spannend wurde. Er rettete zehn Minuten vor Schluss gleich zweimal, als die Saarbrückener nach Flanken zu guten Kopfballchancen kamen. So blieb es am Ende beim 2:0, auch weil Dostalek Klinkas Flanke in der 89. Minute völlig frei mit dem Kopf nicht im Tor unterbrachte.
Dostalek wie auch Klinka zählten zu den auffälligsten Auern; allerdings stand der Aufwand bei Klinka in keinem Verhältnis zum Nutzen. Demir rackerte ebenso glücklos und uneffektiv. Juskowiak - traditionell eher ein ruhigerer Typ - überzeugte dagegen nicht nur mit einem für ihn typischen Tor, sondern auch mit geschickten Pässen in die Spitze, die oft für Gefahr sorgten. Mikolajczak könnte mit seinen Ideen ein echter Spielgestalter werden; ihm fehlt allerdings noch Spielpraxis. Bobel sorgte mit drei Klasseparaden dafür, dass die Null hinten stand - Klasse! Trehkopf musste gegen Saarbrücken im übrigen pausieren. Er hatte sich beim Aufwärmtraining verletzt. (fm)