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FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Sven Günther, Florian Heller, Christian Mikolajczak, Richard Dostalek - Tomas Klinka, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 54. Sebastian Helbig für Ersin Demir, 74. Hendrik Liebers für René Trehkopf, 74. Skerdilaid Curri für Richard Dostalek
Kader: Jörg Hahnel, Norman Loose, Marco Kurth, Vitus Nagorny
Eintr. Braunschweig: Thorsten Stuckmann, Finn Holsing, Martin Amedick, Marco Grimm, Jan Tauer, Benjamin Siegert, Torsten Lieberknecht, Patrick Bick, Kosta Rodrigues, Daniel Graf, Jürgen Rische; Trainer: Michael Krüger
Eingewechselt: 80. Torsten Jülich für Torsten Lieberknecht, 84. Lars Fuchs für Benjamin Siegert, 90. Dustin Heun für Jürgen Rische
Kader: Alexander Kunze, Alessandro Caruso, Martin Hauswald, Ahmet Kuru
Tore: 0:1 Benjamin Siegert (Rechtschuss, 63. / Patrick Bick); 0:2 Lars Fuchs (Linksschuss, 85. / Kosta Rodrigues)
Schiedsrichter: Wolfgang Walz (Öhringen)
Zuschauer: 9500 im Erzgebirgsstadion
Gelbe Karte: Tomasz Kos (5., gesperrt), René Trehkopf (3.) / -
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Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Nach dieser Heimniederlage stecken die Veilchen wieder mitten im Abstiegskampf. Nach zuletzt vier ungeschlagenen Partien verlor man gegen die Eintracht aus Braunschweig mit 0:2. Leider ließ die erhoffte Selbstsicherheit in der Mannschaft nach dem euphorischen Auftritt gegen die Löwen zu wünschen übrig. Freilich begann man mit derselben Formation (Tomasz Kos nach Gehirnerschütterung wieder dabei) wie in München, doch die Abwehr der Eintracht stand in den 90 Minuten wie eine Betonwand.
Gegen solche Gegner hatten wir noch nie das richtige Mittel parat. "In der ersten Halbzeit hatten wir Chancen, die hätten wir unterbringen müssen. Dann haben wir in der Abwehr katastrophale Fehler gemacht und müssen uns deswegen nicht wundern, dass wir als Verlierer vom Platz gehen", so Gerd Schädlich nach dem Spiel.
Die Veilchen zeigten von Beginn an, wer Herr im Hause war und legten zugleich sehr energisch den Vorwärtsgang ein. Doch zählbares sprang erst einmal nicht heraus. In der 12. Minute verbuchten die Veilchen ihre erste Torchance, aber Andrzej Juskowiak schoss freistehend aus 11m übers Tor. Die Braunschweiger stabilisierten sich im weiteren Spielverlauf und kamen mit schnellem Kurzpassspiel gefährlich in Strafraumnähe. Der FCE war durchaus bemüht was fürs Torverhältnis zu tun, doch die defensive Einstellung der Braunschweiger ließ vorerst nichts Zählbares herausspringen.
Nach einer halben Stunde und viel Mittelfeldgeplänkel testete Daniel Graf mit einem Drehschuss aus 18m Tomasz Bobel. Die Veilchenabwehr stand weiterhin gut und man versuchte in den letzten Minuten vor dem Wechsel den Druck zu erhöhen. Und fast wäre dies auch belohnt worden, jedoch verpasste Tomas Klinka nach einem Querpass von Ersin Demir nur knapp das Tor, der Außenpfosten rettete. Die letzte Chance vor der Pause verzeichneten die Braunschweiger. Doch wiederum parierte Tomasz Bobel einen Schuss von Daniel Graf sicher. 0:0 zur Pause.
Im zweiten Durchgang sahen die 9.500 Zuschauer wenig Änderung im Spielgeschehen gegenüber der ersten Halbzeit. Bei den Veilchen fehlte es weiterhin an der Genauigkeit im Spiel nach vorne und Braunschweig veranschaulichte, wie man mit wenig Aufwand auch zu Torchancen kommen kann. Denn in der 50.Minute entschärfte Tomasz Bobel gerade noch einen Schuss von Patrick Bick, der nach einem langen Pass völlig freistand.
Der FCE weiterhin engagiert nach vorne, doch das Toreschiessen sollte heute wohlmöglich nicht gelingen. Selbst aus 5m Entfernung gelangen es Andrzej Juskowiak und Richard Dostalek nicht, das Runde im Eckigen unterzubringen. Wie man's richtig macht, zeigte Benjamin Siegert wenig später. Nach einem Befreiungsschlag startete er von der eigenen Hälfte aus Richtung Tomasz Bobel durch und lief auf und davon. Christian Mikolajczak und Jörg Emmerich konnten nur noch hinterherlaufen und zusehen, wie Benjamin Siegert das 0:1 markierte (63.).
Schädlich reagierte und brachte mit Hendrik Liebers für den gelb-rot gefährdeten René Trehkopf und Skerdilaid Curri für Richard Dostalek frisches Blut in die Mannschaft. Doch durch die glücklosen Angriffsbemühungen und das Vergeben an Einschussmöglichkeiten enttäuschte man weiter auf ganzer Linie. Allein Andrzej Juskowiak besaß gleich doppelt die Chance auf den Ausgleich. Nach einer Hackenvorlage von Sebastian Helbig scheiterte er mit seinem ersten Versuch an, dem bis dahin glänzend haltenden Gästekeeper, Thorsten Stuckmann, welcher auch den Nachschuss von Andrzej Juskowiak sicher festhielt.
Und wie das Fußballleben so spielt, wenn man alles nach vorne wirft, ist man hinten offen. Nach einem katastrophalen Fehler von Tomasz Kos, welcher sich noch die fünfte Gelbe Karte im Spiel abholte und gegen Bochum fehlen wird, spielte Kosta Rodrigues in den Lauf vom frisch eingewechselten Lars Fuchs. Der nutze dies eiskalt aus und schoss das Leder an Tomasz Bobel vorbei ins rechte Toreck zum 0:2 (85.). Damit war die erste Heimniederlage perfekt.
Der FCE gab sich redlich Mühe, scheiterte aber wie so oft im Abschluss. Der sogenannte "Selbstläufer" ist im Zusammenspiel zwischen Pech und Unvermögen untergegangen. Man vergab die wenigen Großchancen kläglich, die Eintracht nutzten ihre wenigen Konter cleverer und machten die Tore. Gerd Schädlich warnte vorm Gegner schon vor der Partie: "Wir haben in den letzten vier Spielen acht Punkte geholt. Diesen Trend wollen wir bestätigen. Wenn die Eintracht nach Aue kommt, dann wird das natürlich keine leichte Aufgabe." Und er sollte Recht behalten. Auch Sven Günther, der sein 200. Zweitligaspiel absolvierte, wusste von den Stärken der Braunschweiger: "Braunschweig ist bestimmt eine kompakte und gute Mannschaft. Ich kenne Stürmer Jürgen Rische persönlich schon lange. Der steht immer da, wo ein Stürmer stehen muss. Wir müssen höllisch aufpassen!" (arn) |
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