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Alemannia Aachen: Kristian Nicht, Sergio Pinto, Alexander Klitzpera, Moses Sichone, Mirko Casper, Laurentiu Reghecampf, Reiner Plaßhenrich, Cristian Fiél, Sascha Rösler, Erik Meijer, Jan Schlaudraff; Trainer: Dieter Hecking
Eingewechselt: 75. Emil Noll für Cristian Fiél, 83. Wilfried Landgraf für Sergio Pinto, 87. Florian Bruns für Jan Schlaudraff
Kader: Stephan Straub, Erwin Koen, Matthias Heidrich, Marius Ebbers
FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Hendrik Liebers, Florian Heller, Christian Mikolajczak, Christian Lenze - Skerdilaid Curri, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 69. Tomas Klinka für Skerdilaid Curri, 80. David Siradze für Christian Lenze, 80. Sebastian Helbig für Andrzej Juskowiak
Kader: Jörg Hahnel, Norman Loose, Uwe Ehlers, Marco Kurth
Tore: 1:0 Alexander Klitzpera (Kopfball, 42. / Laurentiu Reghecampf); 1:1 Ersin Demir (Rechtschuss, 62.); 2:1 Jan Schlaudraff (Rechtschuss, 65.); 3:1 Laurentiu Reghecampf (Foulelfmeter, 74.)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 18393 im Stadion am Tivoli
Gelbe Karte: Jan Schlaudraff / Tomasz Kos (7.), Hendrik Liebers (2.), Christian Mikolajczak (5., gesperrt), Skerdilaid Curri
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Bereits Freitag früh um 08:00 Uhr gings los Richtung Holland. Nach kurzem Umweg über Bayern und Stau in Köln kam man bei Sauwetter in Aachen an und es folgte der erste Dämpfer. Denn auch nach längerem diskutieren mit den Förstern, wurde uns der Gang zum Fanzelt verwehrt. Egal auf welchen Wegen wir es versuchten, immer wurden wir abgewiesen und immer war es ein anderer Grund. Also rein ins Stadion und der nächste Schock. 2 € für ein klitzekleinen Becher voll Glühwein ist echt der Hammer. Ich kenne ja die "Biergläser" vom letzten Jahr, aber dass es noch kleiner geht, wusste ich nicht. Man lernt eben nie aus bei den Öchern. Der Block füllte sich nun auch langsam und man begrüßte die Spieler zum Aufwärmen.
Gerd Schädlich musste im Mittelfeld einige personelle Veränderungen vornehmen, da Sven Günther (Rotsperre), Richard Dostalek und Daniel Jungwirth (beide verletzt) fehlten. Aber mit Neuzugang Christian Lenze sollte es exzellenten Ersatz geben und die beste Defensive der Liga bekam es nun mit dem besten Angriff zu tun. Ob man das Ergebnis aus der Vorsaison wiederholen kann, bleibt abzuwarten.
In der Anfangsviertelstunde beließen es beide Mannschaften aufs Abtasten und die Veilchen zeigten mit gutem Stellungsspiel, warum sie die beste Defensive der Liga hat. Den ganz großen Druck konnte die Alemannia bislang nicht aufbauen, da sie wohl auch mit zuviel Respekt spielte. Aber auch unsere Mannen kamen nur zögerlich vors gegnerische Tor. Wobei Skerdilaid Curri die bis dahin größte Chance hatte, als er versuchte, nach einer hohen Hereingabe von Christian Mikolajczak, den Ball aus 13 Metern per Kopf über Nicht zu heben, aber die Kugel ging übers Tor. Dies war bereits in der 32.Minute.
Die Veilchen standen weiterhin defensiv hervorragend und ließen dem Gegner wenig Raum. Dabei war Christian Lenze immer im Mittelpunkt des Geschehens und verteilte die Bälle souverän an die Mitspieler. Kurz vor der Pause erhöhte die Alemannia ihre Durchschlagskraft und es folgte nach einer Ecke die zwischenzeitliche Führung der Aachener durch einen Kopfball von Klitzpera. Sein Bewacher Andrzej Juskowiak hatte in diesem Moment das Nachsehen. Keine zwei Minuten später wäre der Abend schon gelaufen gewesen, als Reghecampf einen Freistoß zum Glück nur an die Latte setzte. Ab in die Pause und neu ordnen.
Gleich nach Wiederanpfiff legten beide Mannschaften einen Zahn zu, wobei die Veilchen einen Hauch munterer waren. Skerdilaid Curri kämpfte sich auf der rechten Außenbahn bis zur Grundlinie durch und legte auf Andrzej Juskowiak zurück. Doch er sollte nur den Pfosten treffen. Aue weiter im Vorwärtsgang. Aber auch ein hervorragend gezirkelter Freistoß von Christian Lenze konnte Alemannias Keeper nicht überwinden. Im Gegenzug verpasste Meijer nach einer halbhohen Hereingabe nur knapp das 2:0. Aber auch Rößler machte es nicht besser und schoss aus 5m Entfernung über den Kasten.
Jetzt wars eine spannende Partie geworden und es gab Chancen im Minutentakt für beide Teams. Wieder Aue am Zug. Andrzej Juskowiak vergab wiederum den Ausgleich, als er freistehend übers Tor köpfte. In der 62.Minute wurden die verstärkten Offensivbemühungen von Aue belohnt und ausgerechnet Ersin Demir erzielte das 1:1. Denn Gerd Schädlich wollte kurz zuvor Tomas Klinka für den zuvor schwach spielenden Ersin Demir bringen. So beließ der Trainer die Startformation. Doch es blieb wenig Zeit zum Jubeln, bedingt durch René Trehkopf's ungenauen Querpass auf den überraschten Jörg Emmerich, stand Schlaudraff plötzlich frei vor Tomasz Bobel und verwandelte eiskalt zum 2:1.
Nun folgte doch der Wechsel mit Tomas Klinka. Allerdings hatte Ersin Demir durch seinen Treffer ein "Polster" und so musste für ihn Skerdilaid Curri vom Platz. In der 74.Minute dann die Entscheidung. Im Laufduell zwischen René Trehkopf und Schlaudraff wusste sich unser Abwehrstratege nicht weiter zu helfen, zupfte im 16er am Trikot des Schwarz-Gelben und Schiri Manuel Gräfe zeigte auf den Punkt. Es war ein rabenschwarzer Tag für René Trehkopf. Den folgenden Elfmeter hämmerte Reghecampf unhaltbar zum 3:1 unter die Latte - wohl die Vorentscheidung.
Gerd Schädlich brachte Sebastian Helbig für Andrzej Juskowiak und Neuzugang David Siradze für Christian Lenze ins Spiel. Doch Aachen blieb durch die Führung gestärkt weiter im Spiel und man konnte sich bei Tomasz Bobel bedanken, dass es am Ende beim 3:1 blieb, denn weder Sichone noch Noll konnten den Polen erneut bezwingen.
Die Alemannia erwischte einen guten Start in die Rückrunde, bedingt auch durch die dicken Patzer in der Veilchenabwehr, die letztendlich das Spiel entschieden. Chancen für Aue waren da, vielleicht hätte der nicht geahndete Elfmeter für uns die Wende gebracht. Hätte, wenn und aber zählt nun mal nicht im Leben und so muss nun gegen Wacker Burghausen am Samstag der erste Dreier in der Rückrunde her.
So sah es auch Gerd Schädlich: "Wir haben uns heute selbst besiegt. Beim 1:0 müssen sowohl Juskowiak als auch Bobel richtig in den Zweikampf gehen. Beim 2:1 macht Trehkopf einen katastrophalen Fehler und beim 3:1 war er auch beteiligt. Es wäre aber zu einfach, die Niederlagen an Trehkopf fest zu machen. Wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren als Mannschaft. Auch andere Spieler haben entscheidende Fehler gemacht, daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten."
Wenigstens konnten wir nach dem Spiel ins Fanzelt und trafen endlich die Gesichter vom letztjährigen Auswärtsritt. Viele Grüße nach Aachen. (arn) |
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