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FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Uwe Ehlers - Marco Kurth, Florian Heller, René Trehkopf, Christian Lenze - Tomas Klinka, David Siradze, Skerdilaid Curri; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 46. Richard Dostalek für Marco Kurth, 46. Sven Günther für Florian Heller, 89. Kevin Hampf für David Siradze
Kader: Russi Petkov, Christian Mikolajczak, Ersin Demir
FC Hansa Rostock: Mathias Schober, Miso Brecko, Tim Sebastian, Kim Madsen, Michael Hartmann, Denis Lapaczinski, Rene Rydlewicz, Rade Prica, Kevin Hansen, Enrico Kern, Marcel Schied; Trainer: Frank Pagelsdorf
Eingewechselt: 53. Djordje Cetkovic für Rade Prica, 63. Magnus Arvidsson für Kevin Hansen
Kader: Axel Keller, Martin Pohl, Marc Stein, Anton Müller, Enrico Gaede
Tore: 0:1 Uwe Ehlers (Eigentor, Linksschuss, 17. / Rade Prica); 1:1 David Siradze (Rechtschuss, 48. / Uwe Ehlers); 2:1 David Siradze (Kopfball, 52. / Christian Lenze)
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Zuschauer: 11800 im Erzgebirgsstadion
Gelbe Karte: Uwe Ehlers (3.), David Siradze / Miso Brecko, Denis Lapaczinski, Kevin Hansen, Rade Prica (2.), Mathias Schober
Rote Karte: Tomas Klinka (54., grobes Foulspiel) / -
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Nach einer enormen Steigerung in der 2. Halbzeit hat der FC Erzgebirge Aue den FC Hansa Rostock mit 2:1 bezwungen. David Siradze drehte mit seinen zwei Treffern kurz nach der Pause ein Spiel, das eigentlich schon verloren war. Denn die Gastgeber standen nach einer kurzen Druckphase völlig neben sich. Besonders Marcel Schied stellte die Auer Abwehr immer wieder vor größte Probleme. Zweimal rettete Bobel in Weltklassemanier gegen den Stürmer, der immer wieder frei vor dem Auer Tor auftauchte. In der 18.Minute hatte aber auch der Auer Keeper keine Chance mehr. Prica kam nach einer Ecke halbrechts frei zum Schuss und Ehlers fälschte den Ball ins eigene Tor ab. Die Führung war verdient und sie hätte nur zwei Minuten später höher ausfallen können, wenn Pricas Querpass auf Schied nicht etwas zu steil geraten wäre, so dass Bobel (unter Gefährdung der eigenen Gesundheit) eben noch dazwischen gehen konnte.
Rostock war technisch mindestens eine Klasse besser und ging energischer in die Zweikämpfe, wobei die Spieler auch mal eine gelbe Karte riskierten. Aue - ohne ordnende Hand im Spielaufbau - ließ sich von dieser Spielweise beeindrucken, so dass Schober mangels Beschäftigung Aufwärmübungen machen musste. Trehkopfs Schuss aus 20 Metern war nach 27 Minuten (!) die erste halbwegs nennenswerte Chance der Gastgeber. Weitere elf Minuten vergingen, ehe Siradze aus ähnlicher Position knapp am Tor vorbei schoss. Das war's für die erste Halbzeit, in der sich Aue wie ein Absteiger präsentierte.
"Eigentlich muss es zur Halbzeit 3:0 oder 4:0 stehen. Dann haben wir mit zwei Fehlern Wiederbelebungsversuche gemacht und dann kam auch das Publikum wieder" analysierte der ziemlich "kurz angebundene" Frank Pagelsdorf die Wende eines Spiels, an die keiner der knapp 12.000 Zuschauer mehr geglaubt hat. Zum Glück wechselte Gerd Schädlich zur Halbzeit die überforderten Kurth und Heller aus und nicht Siradze. "Er war ja nicht der einzige Schwachpunkt in der ersten Halbzeit, er hat Potential, ist nur noch nicht richtig integriert." verteidigte der Trainer den Neuzugang.
Was der Georgier bewirken kann, wenn er "auftaut", zeigte er kurz nach Wiederanpfiff. Mit Dostalek und Günther kam mehr Schwung ins Auer Spiel und nach 48 Minuten schaltete Siradze nach einer Eingabe im Strafraum einen Tick schneller als Hansen und traf zum Ausgleich. Nur vier Minuten später gelang ihm die Führung, als er einen schönen Lenze-Freistoß einköpfte. Dazwischen hatte auch noch Dostalek eine gute Chance, als Curri den Tschechen nach einem 60-Meter-Solo bedient hatte. Die Gastgeber spielten jetzt mit den erfolgreichen "Rostocker Mitteln" der ersten Halbzeit. "Wir haben uns in der Halbzeit geschworen, dass wir alles versuchen", sagte Gerd Schädlich und die Rufe der Fans ("Wir wolln Euch kämpfen sehn!") fruchteten.
Einen Rückschlag mussten die Gastgeber aber nach 54 Minuten hinnehmen. Klinka zeigte übermotiviert zu viel Einsatz, als er mit den Füßen voran in seinen Gegenspieler rutschte und dafür "rot" sah. Prica hatte in einem kurzzeitig "ruppigen" Derby eine Minute zuvor Glück, dass er bei einem ähnlichen Foul keine Karte sah. Pagelsdorf nahm den bereits verwarnten Spieler daraufhin vom Platz.
Nach der Führung war sowohl das 2:2, aber auch das 3:1 möglich. Aue kam noch zu einigen Kontern, konnte damit zumindest den Ball in den eigenen Reihen halten (Curri), ohne ernsthaft gefährlich zu werden. Andererseits mussten die Gäste ihrem Tempo der ersten Halbzeit Tribut zollen, so dass sie in der Schlußphase - auch danke der soliden Auer Abwehr - nicht mehr gefährlich vor Bobel auftauchten. So blieb es beim hochwichtigen 2:1 in einem Spiel, dass "von der Logik her nicht zu erklären war", wie ein Fan meinte. Zum Glück für Aue... (fm) |
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