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NOFV Oberliga-Süd 2009/10

Spielbericht

23. Spieltag - Sonntag, 11.04.2010 - 14:00

FC Rot-Weiß Erfurt II - FC Erzgebirge Aue II 0:0 (0:0)


FC Rot-Weiß Erfurt II: Jonas Heidrich - Christopher Handke, Matthias Rahn, Tobias Eckermann, Andy Brandau - Karl Grohs, Matti Langer, Nick Walter, Christian Beck, Christoph Göbel - Fabian Montabell; Trainer: Albert Krebs

Eingewechselt: 70. Ricky Ziegler für Fabian Montabell, 84. Sascha Strauß für Nick Walter

Kader: Sebastian Bach, Rocky Zöckel, Chris Griebel, Norris Höhn

FC Erzgebirge Aue II: Michael Arnold - Patrick Grandner, Ronny Liebold, Dominic Rau, Sven Schaffrath - Tommy Käßemodel, Sascha Weirauch, Andreas Lobsch, Ivan Ristovski - Patrick Sonntag, Sylvio Schwitzky; Trainer: Thomas Matheja

Eingewechselt: 69. Andy Wendschuch für Patrick Sonntag

Kader: Yves Dietrich, Karsten Werneke, Marian Albustin, Robert Nitzsche, Guido Heßmann

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Max Burda (Berlin)

Zuschauer: 239 im Sportforum Grubenstraße

Gelbe Karte: Matti Langer, Matthias Rahn / Patrick Grandner (4.), Sascha Weirauch (9.)


Erzgebirger bleiben sechstes Spiel in Folge ungeschlagen
Nach dem knappen 2:1-Erfolg im Nachholspiel am Mittwoch beim 1. FC Gera 03 ist die zweite Mannschaft des FC Erzgebirge Aue gestern erneut nach Thüringen gefahren, um in der Fußball-Oberliga Süd zu punkten. Diesmal traten die U 23-Veilchen bei der zweiten Mannschaft des FC Rot-Weiß Erfurt an und erreichten mit dem 0:0 zumindest das von Trainer Thomas Matheja vorgegebeneMinimalziel. Damit sind die Erzgebirger jetzt bereits im sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage und holten dabei 13 Punkte. Aus dem Drittliga-Kader hatten die Auer Sven Schaffrath und Patrick Sonntag mitgenommen. Allerdings konnte der Trainer des FCE mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein, weil seine Truppe zu inaktiv war und vor dem eigenen Tor zu viel zugelassen hat, was de Blumenstädtern so etwas wie Torgefährlichkeit bescherte. Doch nach dem Wechsel war eine deutliche Steigerung bei den Gästen zu erkennen. Silvio Schwitzky hatte in der 79. Minute sogar eine Chance, die Lila-Weißen in Führung zu bringen. Das war allerdings zu wenig, umdrei Punkte aus Erfurt zu entführen. Da die Thüringer jedoch ebenfalls keine klaren Chancen besaßen und der gute Auer Torhüter Michael Arnold nur zwei brenzlige Situationen bereinigen musste, war es unter dem Strich ein gerechtes Unentschieden. Ein Lob von Matheja gab es für Innenverteidiger Dominik Rau, der viele Kopfballduelle gewann und ordentlich dazwischen ging, wenn es nötig war. "Ich hatte mir vor der Pause von meiner Mannschaft etwas mehr erhofft. In der entscheidenden Zone kauften uns die Rot-Weißen den Schneid ab. In Runde zwei wurden wir stärker", schätzte Matheja ein. Am nächsten Sonntag gastiert Sachsen Leipzig zum Oberligaspiel gegen Aue II in Beierfeld.
Bericht von Freie Presse.de


Ein Torlos-Remis der besseren Sorte. Zwar reichte es für die Rot-Weißen gegen Erzgebirge Aue II nach den intakten Auswärtsauftritten zuletzt wieder nicht zum erhofften Heim-Dreier. Mit dem einen Zähler aber lässt sich durchaus leben. Von Beginn an entwickelte sich eine flott-couragierte Partie, in der die Gäste vor der Pause zwar optisch überlegen waren, die Erfurter aber die besseren der wenigen Chancen besaßen. Beide fühlten sich nämlich zuvorderst ihren Defensivaufgaben verpflichtet. So ballte sich vieles zwischen den Strafräumen zusammen. Die Angreifer erhielten hüben wie drüben kaum die Luft zum Atmen. Sie bekamen aus dem Mittelfeld aber auch wenig Konstruktives in die Beine oder auf den Kopf. Nur dem agilen Rot-Weiß-Angreifer Beck, den die erstmalige Zugehörigkeit zum Drittliga-Kader in Sandhausen offensichtlich zusätzlich motiviert hatte, gelang es, sich ab und an aus den Auer Fesseln zu befreien. So, als es seinem Kopfstoß nach präziser Walter-Flanke nicht an Schärfe, jedoch an Präzision fehlte, um Aues Keeper Arnold düpieren zu können (21.). Und auch, als er vom ansonsten unglücklich agierenden Montabell in die Gasse geschickt im Versuch, den Torwart zu umspielen, zu weit abgetrieben wurde (33.). Auch Grohs kam zuvor nach Göbels Riesen-Solo einen Tick zu spät (25.). Apropos Göbel: Der flinke, erneut bienenfleißige Akteur auf dem linken Flügel stand stellvertretend für das Spiel fast aller Akteure: viel Aufwand, spärlicher Nutzen. Nach dem Wechsel suchten die Einheimischen öfter mal den Weg nach vorn. Am Gesamt- Spielverlauf dem zwischen den Strafräumen mit weiter großem Laufaufwand änderte sich allerdings wenig. Die Gäste schienen sich in das Torlos- Schicksal fügen zu wollen. Die Erfurter fanden nicht den Schlüssel, ihren Angriffsversuchen Präzision zu verleihen, weil vor allem Langer oft zu langatmig wirkte. So verendeten gutgemeinte Offensivaktionen oft im Niemandsland. Dem Siegtreffer dennoch näher waren die Männer um Trainer Krebs. Nach einem präzisen Pass Brandaus, der sich mit der für ihn ungewohnten Rolle als linker Defensiver immer besser abfindet, scheiterte Beck im allerletzten Moment an einem Verteidigerbein (61.). In der 68. Minute schien die Erfurter Führung dann doch Realität. Montabell war elfmeterreif gefoult worden. Der Pfiff von Schiedsrichter Burda aus Berlin aus Kostengründen hätte es wahrlich auch ein näher Wohnender getan blieb allerdings aus. Als Rahns Kopfball aus Nahdistanz nach Brandau-Ecke von einem Auer Abwehrmann noch von der Linie gekratzt worden war (82.), stand die Null auf beiden Seiten. Trauer darob stand Trainern wie Spielern beider Teams nicht gerade ins Gesicht geschrieben. Neben Beck boten auch beide Rot-Weiß-Innendecker Eckermann und der zuletzt gescholtene Rahn eine überdurchschnittliche, weil durchweg konzentrierte Leistung. Zu loben der von oben ausgeliehene Rechtsverteidiger Handke, der den Ausfall von Mees mehr als kompensierte und trotz leichter Oberschenkelprobleme problemlos durchhielt.
Bericht von Thueringer Allgemeine.de