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FSV Zwickau: Benjamin Gommert - Sascha Gillert, Robert Pietsch, Mike Baumann, Marcel Trehkopf - Marco Wölfel, Marcus Jazwinski, Jan Koziak, Khvicha Shubitidze - Axel Fuchsenthaler, Sebastian Helbig; Trainer: Dirk Barsikow
Eingewechselt: 80. Nico Bazan für Jan Koziak
Kader: Johnny Oswald, Dimitrij Lascenko, Christian Seidel, Erik Fischer
FC Erzgebirge Aue II: Stephan Flauder - Ronny Liebold, Patrick Grandner, Dominic Rau, Sascha Weirauch - Marian Albustin, Sylvio Schwitzky, Tommy Käßemodel, Andy Wendschuch - Martin Einsiedel, Jörn Wemmer; Trainer: Holger Erler
Eingewechselt:
Kader: Michael Arnold, Toni Müller, Karsten Werneke, Tom Wolny, Erik Fritz, Ivan Ristovski, Guido Heßmann
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Stefan Kleinschmidt (Mühlhausen)
Zuschauer: 2963 im Westsachsenstadion
Gelbe Karte: Sascha Gillert, Robert Pietsch / Sascha Weirauch (5., gesperrt)
Im dritten Oberligaspiel zwischen dem FSV Zwickau und der zweiten Mannschaft des FC Erzgebirge Aue gab es am Freitagabend vor fast 3000 Zuschauern im Westsachsenstadion ein 0:0. Es war bereits das dritte Remis in diesem Derby. "Wir haben viel investiert, aber vergessen uns zu belohnen. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und viele Torchancen herausgearbeitet. Hinten heraus fehlte uns ein wenig die Kraft. Insgesamt war es ein weiterer Schritt nach vorn", sagte FSV-Trainer Dirk Barsikow. Im Verlaufe des kampfbetonten, aber auf dem Rasen fairen Westsachsenderbys besaßen die Zwickauer allein durch die drei ehemaligen Auer Shubitidze (27.), Wölfel (29.) und Helbig (32., 70.) sowie dem Ex-Chemnitzer Jazwinski (54.) aussichtsreiche Torgelegenheiten. Alle vier scheiterten jedoch am souverän haltenden Auer Schlussmann Flauder. Der 23-jährige, 1,97 m große und bereits zweitliga-erfahrene Gästekeeper verhinderte mit seinen Rettungstaten einen Sieg der Zwickauer. "Wir hatten Glück, in der starken Anfangsphase des FSV kein Tor zu bekommen. Im weiteren Spielverlauf haben wir das Geschehen aber ausgeglichen gestalten können und auch konditionell gut mitgehalten", schätzte der Auer Trainer Holger Erler ein. Die Erzgebirger waren fast mit dem letzten Aufgebot nach Zwickau gekommen. Drei Junioren saßen auf der Auswechselbank. Dass die junge Erzgebirgsmannschaft zum fünften Mal nicht verlor, spricht für Talente wie Rau, Käßemodel und Wendschuch. Die größte Chance für einen Treffer hatten die Gäste im zweiten Spielabschnitt. Einen 16 m-Flachschuss von Wemmer parierte FSV-Torhüter Gommert jedoch toll (56.).
Die zweite Mannschaft des FC Erzgebirge Aue hat am Freitagabend beim FSV Zwickau mit großem kämpferischen Einsatz und Glück einen Punkt entführt. Mann des Abends war Aues Torhüter Stephan Flauder, der die Gastgeber schier zur Verzweiflung brachte. Der FCE musste mit dem letzten Aufgebot antreten. So hatte Trainer Holger Erler drei Junioren auf der Bank sitzen. Besonders in der ersten Hälfte wurde Flauder mehrmals von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Er konnte aber gegen frei vor ihm auftauchende Zwickauer reaktionsschnell klären. Die Veilchen wirkten gehemmt und kamen gegen aggressiv agierende Einheimische einfach nicht ins Spiel. Das torlose Remis beim Seitenwechsel schmeichelte den Veilchen, ein Rückstand von zwei, drei Toren wäre durchaus möglich gewesen. "Wir haben es vergessen, uns selbst zu belohnen. Am Schluss hat dann die Kraft gefehlt, und wir hätten sogar noch verlieren können", lautete das Fazit von Zwickaus Trainer Dirk Barsikow. Denn nach der Pause steigerten sich die Lila-Weißen und setzten in der Offensive Akzente. Vor allem Jörn Wemmer - neben Flauder der einzige Akteur aus dem Profiteam - sorgte vorn für Konstruktives und erarbeitete sich Chancen. Mit etwas mehr Cleverness wäre sogar ein Auer Sieg drin gewesen. "Ein großes Lob an meine Mannschaft, wie sie mit enormem Kampfgeist einen Punkt gemacht hat", lobte Holger Erler seine Schützlinge. Wie befürchtet, gab es am Rande des Duells Ausschreitungen. Zwickauer Chaoten machten im Verbund mit angereisten Dresdnern mächtig Zoff. Erst als die Polizei den Bereich neben dem Auer Block gestürmt und geräumt hatte, zog. Mitte der zweiten Halbzeit etwas Ruhe ein. Die etwa 400 FCE-Anhänger hielten sich, gemessen an den Auftritten vergangener Jahre, einigermaßen zurück. Aber auch unter ihnen gab es welche, die Tribünenteile herausrissen und Feuerwerkskörper zündeten. Berichte von Freie Presse.de
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