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Sachsen-Pokal 2006/07

Spielbericht

Finale - Sonntag, 10.06.2007 - 15:10

FC Erzgebirge Aue II - Dynamo Dresden 0:2 (0:1)

FC Erzgebirge Aue II: Stephan Flauder, Pierre Le Beau, Ronny Liebold, Andreas Lobsch, Roy Blankenburg, Maik Georgi, Stefan Mohr, Tino Oechsner, Sebastian Seifert, Christian Siemund, Marcel Nolde; Trainer: Rico Schmitt

Eingewechselt: 46. Sylvio Schwitzky für Marcel Nolde, 55. Kai Enold für Maik Georgi, 67. Markus Müller für Stefan Mohr

Dynamo Dresden: Oliver Herber, Cataldo Cozza, Daniel Ernemann, Michael Lerchl, Sebastian Pelzer, Martin Stocklasa, Christian Hauser, Markus Knackmuß, Pavel David, Samuel Koejoe, Patrick Würll; Trainer: Norbert Meier

Eingewechselt: 81. Marco Vorbeck für Samuel Koejoe, 90. Stefan Süß für Michael Lerchl

Tore: 0:1 Pavel David (28.); 0:2 Pavel David (56.)

Schiedsrichter: Dirk Engelmann (Pegau)

Zuschauer: 7123 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: Pierre Le Beau (2.), Andreas Lobsch (2.) / Martin Stocklasa, Samuel Koejoe, Pavel David

Dynamo einfach eine Nummer zu groß

Die aus Auer Sicht erhoffte Sensation im Landespokalfinale ist ausgeblieben. Gegen die zwei Klassen höher spielende Mannschaft von Dynamo Dresden hatte die Veilchen-Reserve gestern im Erzgebirgsstadion letztlich keine Chance. Der kämpferisch lobenswerte Auftritt der Landesliga-Kicker vor mehr als 7000 Zuschauern endete mit einer 0:2-Niederlage. So durften die etwa 3000 mitgereisten Dynamo-Fans zumindest den Saison-Trostpreis mitnehmen und hoffen nun in der ersten Runde des DFB-Pokals auf einen attraktiven Gegner. "Trotz des klaren Erfolgs zeigte Dresden wenig, tat nur das Nötigste. Der Sieg war aber mehr als verdient", sagte Christian Schennerlein aus Dresden, dessen Freundin FCE-Fan ist. "Wir haben sehr gut begonnen und gestatteten den Dresdnern wenig. Knackpunkt des Spiels war sicherlich das dumme erste Gegentor. Ansonsten können wir mit der gezeigten Leistung gegen eine Spitzenmannschaft der Regionalliga zufrieden sein", schätzte Aues Kapitän Ronny Liebold ein, der zu den Besten gehörte. "Dynamo war sportlich stärker. Wir hätten das 0:0 mit in die Pause nehmen müssen, dann hätten wir vielleicht eine Chance gehabt. Auf unsere Spieler können wir aber trotz der Niederlage stolz sein", urteilte der Amateurleiter des FCE, Günter Boroczinski. Trainer Rico Schmitt schlug in die gleiche Kerbe: "Meine Truppe hat alles gegeben und den Gegner gefordert. Es fehlte aber vor allem der Druck aus dem Mittelfeld." Ebenfalls ein sehr gutes Spiel machte Innenverteidiger Pierre le Beau, der sich Samuel Koejoe gegenüber sah. "Es war ein richtig geiles Gefühl, vor so einer Riesenkulisse zu spielen und solche tollen Fans im Rücken zu haben. Natürlich wirst du ganz anders gefordert als in der Landesliga. Die Dresdner waren abgezockter und machten aus drei Torchancen zwei Treffer - leider", so der Wüstenbrander. Einen Wermutstropfen gab es dennoch. Nach Spielschluss stürmte eine große Anzahl Dynamo-Anhänger das Spielfeld und sorgte dafür, dass die Pokalübergabe zur Nebensache wurde. Erst durch einen massiven Polizeieinsatz konnten die berüchtigten "Fans" aus der Landeshauptstadt vom Platz getrieben werden. Zertrümmerte Werbebanden und beschädigte Absperrungen bedeuten indessen wieder einen beträchtlichen Schaden für den FC Erzgebirge Aue. Bleibt die Frage, wer die Sicherheitstore zum Innenraum geöffnet hat. (freiepresse)

Dynamo gewinnt Hitzeschlacht

Ende gut, fast alles gut. Nachdem Regionalligist Dynamo Dresden in der abgelaufenen Saison am anvisierten Zweitligaaufstieg vorbeigeschrammt ist, endete die verkorkste Saison doch noch versöhnlich. In einer wahren Hitzeschlacht besiegten die Schwarz-Gelben das Reserveteam von Aue im Erzgebirgsstadion mit 2:0 (1:0). Die Gäste schwangen von Beginn an die feinere spielerische Klinge, Aues Youngster setzten mit Kampfgeist dagegen. Obwohl Dresden optisch überlegen war, dauerte es knapp eine halbe Stunde bis zur Dynamo-Führung: Pavel David spritzte in einen Querpass von Sebastian Seifert und lupfte den Ball aus 16 Metern über den herauslaufenden Stephan Flauder in die Maschen. Das war dann aber auch die ganze Herrlichkeit im Dresdner Spiel der ersten 45 Minuten. Aues Team, welches ohne Profis auskommen musste, machte es nicht besser und konnte in der ersten Hälfte nicht eine einzige nennenswerte Chance erarbeiten. Nach der Pause ließen die Gastgeber kurzzeitig aufhorchen, als Pierre Le Beau nach Seifert-Freistoß knapp am Kasten vorbeiköpfte. Bedingt durch Temperaturen an der Schmerzgrenze tat dann Dynamo nicht mehr als nötig. Die jungen "Veilchen" waren zwar bemüht, bissen sich aber immer wieder in der dichtgestaffelten Dresdner Abwehr fest. Nach dem zweiten Treffer von Sturmtank David, der sich rechts durchsetzte und platziert einschoss, war das Schicksal der Auer Amateure besiegelt. Die Dresdner Freude über den Sieg hielt nicht lange an, denn nach Abpfiff stürmten randalierende Dynamo-Anhänger den Platz, so dass die Spieler in die Kabine flüchten mussten. Erst die Polizei konnte die Übergabe des Pokals sichern. Dynamo droht nun ein gerichtliches Nachspiel. (mdr)