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Sachsen-Pokal 2009/10Spielbericht |
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FSV Zwickau: Benjamin Gommert - Sascha Gillert, Maik Baumann, Erik Fischer, Felix Lietz - Marcel Trehkopf, Marcus Jazwinski, Danny Troschke, Khvicha Shubitidze - Axel Fuchsenthaler, Jan Koziak; Trainer: Nico Quade Eingewechselt: 72. Nico Bazan für Jan Koziak, 85. Tom Wilhelm für Axel Fuchsenthaler, 106. Benjamin Brückner für Danny Troschke FC Erzgebirge Aue: Stephan Flauder - Pierre Le Beau, Marco Stark, Daniyel Cimen, Sven Schaffrath - Marc Hensel, Bashiru Gambo, Nico Klotz, Manuel Hiemer, Jörn Wemmer - Alban Ramaj; Trainer: Rico Schmitt Eingewechselt: 46. Sebastian Glasner für Manuel Hiemer, 66. Jan Hochscheidt für Bashiru Gambo, 78. Skerdilaid Curri für Jörn Wemmer Tore: 1:0 Khvicha Shubitidze (56.); 1:1 Skerdilaid Curri (90+2. / Pierre Le Beau); 1:2 Skerdilaid Curri (115.) Schiedsrichter: Jens Oehme (Witzschdorf) Zuschauer: 3267 im Westsachsenstadion Gelbe Karte: Jan Koziak, Nico Bazan, Erik Fischer / Pierre Le Beau, Marc Hensel (2.), Manuel Hiemer (2.), Sebastian Glasner Vergebener Elfmeter: Marcus Jazwinski (Foulelfmeter, 120+4., gehalten von Stephan Flauder) / - Das traditionsreiche Westsachsenstadion hat gestern Abend einen denkwürdigen Fußballabend erlebt. Im Halbfinale um den sächsischen Landespokal lieferte der krasse Außenseiter FSV Zwickau dem haushohen Favoriten FC Erzgebirge Aue einen großen Kampf. Erst nach Verlängerung musste sich der von der Insolvenz bedrohte Oberligist mit 1:2 geschlagen geben. Nach der regulären Spielzeit hieß es 1:1 (0:0). Damit muss der FC Erzgebirge am 16. Mai zum Finale beim Regionalligisten Chemnitzer FC antreten. Bis kurz vor dem Abpfiff sahen die Zwickauer schon wie die sicherem Sieger aus. Doch in der Nachspielzeit riss der Zweitliga-Aufsteiger den FSV aus allen Pokalträumen. Curri (90+2) vollendete freistehend zum Ausgleich. Der kleine Albaner war erst in der 78. Minute eingewechselt worden, da Trainer Rico Schmitt zunächst nur mit drei Akteuren aus der Anfangself gegen Braunschweig antrat. Der Ausgleich war bis zu diesem Zeitpunkt äußerst glücklich, da die Rot-Weißen von Anfang an das Spiel bestimmten. Oftmals war kein Klassenunterschied zu erkennen. Den umjubelten Treffer zum 1:0 erzielte Shubitidze (58.). Der Mittelfeldregisseur konnte nach Vorarbeit von Fuchsenthaler freistehend aus Nahdistanz einschieben. In der Folgezeit drängte Aue vehement auf den Ausgleich. Doch die Angriffe waren zu ideenlos angelegt. Außerdem erwies sich die Abwehr der Zwickauer um Mike Baumann sattelfest. Nur in der Nachspielzeit konnte ihnen der wieselflinke Curri entwischen, der dann auch in der Verlängerung erfolgreich war. "Vielleicht haben wir zuviel gefeiert. Spätestens in der ersten Halbzeit der Verlängerung hätten wir das Spiel entscheiden müssen", resümierte der zweifache Torschütze. In der 121. Minute scheiterte Jazwinski mit einem Foulelfmeter an FCE-Torhüter Flauder. "Ich wollte in die rechte Ecke schießen, habe mich aber kurz zuvor für die linke Ecke entschieden. Das war mein Fehler", sagte der unglückliche Zwickauer. Besonders in der ersten Halbzeit hatten sich die Auer gegen den Außenseiter sehr schwer getan. Anstatt ihre spielerische Stärke auszuspielen, wirkten die Veilchen gehemmt und zögerlich. Hinzu kamen Ungenauigkeiten im Zusammenspiel. Bezeichnend war, dass die Gäste erst in der 35. Minute zu ihrer ersten Torchance kamen. Nach einer Flanke von Hensel prüfte Hiemer Zwickaus Torhüter Gommert, der aber parieren konnte. Anders dagegen der FSV Zwickau. Immer wieder versuchte der Oberligist, der in den vergangenen sieben Punktspielen ohne Sieg geblieben war, mit überlegtem Flügelspiel zum Erfolg zu kommen. Damit wurde die Auer Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit gebracht. Die größte Möglichkeit hatte dabei Koziak (23.), der nach einer Maßflanke von Gillert aus zehn Metern FCE-Torhüter Flauder zu einer Glanzparade zwang. Der Vertreter für Stammkeeper Männel konnte jedoch den platzierten Schuss noch um den Pfosten lenken. Während der 120 Minuten waren im Westsachsenstadion Zuschauer-Ausschreitungen ausgeblieben. 3267 Besucher des Pokal-Derbys bildeten eine stimmungsvolle Kulisse. Vor der Partie hatten FCE-Präsident Bernd Keller und Gerhard Neef vom Notvorstand des FSV bekannt gegeben, dass beide Traditionsvereine noch enger kooperieren wollen. (freie presse) |