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FC Eilenburg: Andreas Naumann - Alec Nathe, Raimison Draiton Dos Santos, Toni Majetschak, Adrian Jarosch - Michael Schlicht, Dong-Min Kim, Noah Baumann, Pascal Sauer - Benjamin Luis, Tim Bunge; Trainer: Sascha Prüfer
Eingewechselt: 46. Philipp Sauer für Alec Nathe, 71. Niklas Borck für Dong-Min Kim, 71. Kevin Wadewitz für Pascal Sauer, 77. Lennert Möbius für Noah Baumann
Kader: Emanuel Pickroth, Nils Tzeuschner, Christoph Bartlog
FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Anthony Barylla, Steffen Nkansah, Korbinian Burger, Marco Schikora - Ulrich Taffertshofer, Tom Baumgart, Dimitrij Nazarov, Sam Schreck, Maximilian Thiel - Elias Huth; Trainer: Carsten Müller
Eingewechselt: 65. Antonio Jonjic für Tom Baumgart, 71. Lenn Jastremski für Maximilian Thiel, 76. Borys Tashchy für Elias Huth, 85. Erik Majetschak für Dimitrij Nazarov
Kader: Philipp Klewin, Alexander Sorge, Ivan Knezevic
Tore: 0:1 Maximilian Thiel (Rechtsschuß, 2. / Dimitrij Nazarov); 0:2 Tom Baumgart (Rechtsschuß, 29. / Dimitrij Nazarov); 1:2 Adrian Jarosch (Kopfball, 90. / Michael Schlicht)
Schiedsrichter: Lars Albert (Muldenhammer) Assistenten: Max Bringmann, Florian Thomas
Zuschauer: 580 im Ilburgstadion
Gelbe Karte: Alec Nathe, Dong-Min Kim, Andreas Naumann / Tom Baumgart
Spielberichte: Pflichtaufgabe erfüllt Zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Veilchen endlich als Sieger vom Platz gehen. Mit einem am Ende mühsamen 2:1-Auswärtserfolg beim Oberligisten FC Eilenburg in der 3. Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals gab es nach den unruhigen Tagen mit Vorstands- und Trainerwechsel zumindest sportlich wieder was zu berichten - selbst wenn das Ergebnis noch das Beste an diesem Auftritt war. Maximilian Thiel (2.) und Tom Baumgart (29.) erzielten die Tore für das Drittliga-Schlusslicht, bei dem auch Martin Männel nach fünfmonatiger Verletzungspause erstmals wieder im Tor stand. Den Gegentreffer von Eilenburgs Jarosch in der 90. Minute konnte aber auch er nicht verhindern. Dass sich die von Interimstrainer Carsten Müller übernommene Auer Mannschaft in der Kürze der Zeit nicht wirklich spielerisch weiterentwickeln sollte, war von Beginn an klar. Doch der 'Übergangslösung' ging es bei dem Pokalspiel auch nicht wirklich um Glanz, sondern "grundsätzlich einfach nur darum, die nächste Runde zu erreichen". Dies unterstrich der 50-Jährige auch nach Spielende vor dem aufgewühlten Gästeblock, wo kurz zuvor die Mannschaft mit Pfiffen weggeschickt wurde. Für Carsten Müller nicht hinnehmbar, stellte sich nach dem MDR-Interview der aufgebrachten Menge. Er forderte "Zusammenhalt und dass er so etwas nicht zulässt, egal wie die Mannschaft gespielt hat - auch wenn es nicht gut war. Einzig das Weiterkommen stand diese Woche, in der er sich den Arsch aufgerissen hat, im Vordergrund. Die Mannschaft braucht Zuspruch und das geht nur gemeinsam!" Nach diesem Aufruf holte er seine Jungs noch einmal zum Abklatschen mit den Fans an den Zaun. Somit konnte zumindest im Ansatz der entstandene Bruch zwischen allen Beteiligten gekittet werden. Allerdings muss man auch die Kritiker verstehen, war das Spiel bis auf die Anfangsviertelstunde wahrlich kein Leckerbissen, von einem Zwei-Klassenunterschied nichts zu sehen. Eilenburg, das aus seinen letzten acht Spielen starke 17 Zähler mitnehmen konnte und aktuell mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz zwei der Tabelle steht, wusste durchaus zu gefallen. Vor allem körperlich im Eins-gegen-Eins überzeugte der Gastgeber, kaufte da mehrfach den Veilchen den Schneid ab. Erzgebirge Aue hatte allerdings das Momentum auf seiner Seite, ging mit dem ersten Angriff in Führung. Einen Freistoß von Dimitrij Nazarov konnte Eilenburgs Keeper Naumann noch parieren, gegen den Nachschuss von Maximilian Thiel aus rund 17 Metern war er dann aber völlig machtlos (2.). Nach dem kleinen Brustlöser und weiteren Offensivaktionen dauerte es aber gut eine halbe Stunde, bis das zweite Tor fallen sollte. Nach Steckpass von Dimitrij Nazarov war Tom Baumgart auf und davon, behielt gegen Eilenburgs Schlussmann die Nerven und versenkte die Kugel in die Maschen (29.). Mit der 2:0-Führung ging es in die Katakomben des Ilburgstadions. Währenddessen verlagerte sich das Spielgeschehen auf den Nebenplatz. Ein in der 1. Halbzeit fehlgeleiteter Ball ermöglichte das kleine Match unter den mitgereisten Gästefans. Und hätte man erahnt, dass es auf dem Hauptplatz nur mäßig weitergehen sollte, wäre der kleine Zeitvertreib wohl länger am Laufen geblieben. Seis drum, das gehört wohl auch (momentan noch) zu Aue. Statt den Vorsprung auszubauen, ging man in den Verwaltungsmodus. Zudem verhinderten die spielerischen Defizite, inklusive Abstimmungsschwierigkeiten in den Laufwegen, des Öfteren eine Vorentscheidung. Der Außenseiter wurde folgerichtig mutiger und kam zu Abschlüssen. Ein Gegentor und es würde unnötig spannend - das wusste auch Eilenburg. Die Elf von Sascha Prüfer blieb am Drücker und erzwang den Anschlusstreffer in der 90. Minute: Jarosch traf per Kopfballbogenlampe. Aue agierte zu diesem Zeitpunkt in Überzahl, weil Eilenburgs Toni Majetschak sich verletzt hatte und das Wechselkontingent des Gastgebers ausgeschöpft war. Prekär dabei. Auf Auer Seite wurde gerade Erik ins Spiel geschickt und musste als erste Amtshandlung seinen verletzten Bruder vom Feld tragen. Auf dem Grün ist bis auf das später Gegentor zum Glück nichts mehr passiert und Aue ist eine Runde weiter. Pflichtaufgabe erfüllt. Das Achtelfinale soll im Anschluss an den SFV-Verbandstags am 8. Oktober 2022 in Chemnitz ausgelost werden. Laut Rahmenterminplan sind die Partien dann für den 16. und 19./20. November 2022 vorgesehen. In der 3. Liga geht es für die Veilchen bereits am kommenden Freitag weiter. Im Heimspiel empfängt der FCE dann den SV Meppen.
Erzgebirge Aue gewinnt im Sachsenpokal mit Ach und Krach Der FC Erzgebirge Aue hat seine turbulenteste Woche der jüngeren Vereinsgeschichte erfolgreich beendet. Die Veilchen zogen am Sonntag mit einem 2:1-Sieg beim Oberligisten FC Eilenburg ins Achtelfinale des Sachsenpokals ein. Das Ergebnis war das Beste an diesem Spiel aus Auer Sicht. Überzeugend war der Auftritt des Drittliga-Letzten aber vor allem in der zweiten Spielhälfte nicht. "Mit der zweiten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Wir haben viele Sachen nicht so umgesetzt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Eilenburg war griffiger", sagte Interimstrainer Carsten Müller, der "einfach nur froh war, die nächste Runde erreicht zu haben." Aue erwischte einen Traumstart und jubelte nach knapp 60 Sekunden. Maximilian Thiel drosch den Ball nach einem Freistoß im Nachschuss aus 15 Metern in die Maschen. "Goldwert", atmete der neue sportliche Berater, Mirko Reichel, im sonnigen Ilburg-Stadion durch. Das Blitztor spielte dem gebeutelten Drittliga-Schlusslicht natürlich in die Karten. Aue kontrollierte fortan das Geschehen, spielte den Oberliga-Zweiten aber keineswegs an die Wand. Eilenburg setzte Nadelstiche, mehr aber auch nicht. Aue-Keeper Martin Männel, der nach sechs Monaten Pause sein Comeback gab, musste nicht einmal ernsthaft zupacken. Die Veilchen hatten dagegen durch Tom Baumgart die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Der Rechtsaußen traf aber nur den Außenpfosten. Kurz danach zappelte der Ball dann im Netz. Aus abseitsverdächtiger Position startete Baumgart durch und ließ Andreas Naumann im Tor der Eilenburger keine Abwehrchance: 0:2 (29.). Der Favorit führte ohne zu glänzen - nutzte aber endlich seine Chancen. Nach der Pause taute der Außenseiter auf, wurde mutiger und kam zu Abschlüssen. Aue verlor im Zentrum die Zweikämpfe und hatte Glück, dass Tim Bunge erst mit rechts und dann mit links scheiterte. Aue stand tief und lauerte nur noch auf Konter. Die Auer Bank wirkte nervös, Aue spürte: Ein Gegentor und es würde unnötig spannend. Eilenburg machte weiter Dampf, hatte aber weder Glück noch Zielwasser. Die beste Chance versiebte Bunge, der herrlich freigespielt von Philipp Sauer noch abgeblockt wurde. Aue bekam nach vorn kaum noch etwas zustande. Einzig, wenn der eingewechselte Jonjic am Ball war, wurde es gefährlich. Nach einem Solo quer über den Rasen kam er noch zum Abschluss, Naumann lenkte den Ball an den Innenpfosten und fing ihn danach auf. Acht Minuten vor dem Ende jagte Jonjic die Kugel aussichtsreich drüber. Der Oberligist blieb am Drücker, glaubte an das Tor und erzwang den Treffer in der 90. Minute. Adrian Jarosch traf aus dem Gewühl. Aue war zu diesem Zeitpunkt in Überzahl, weil Eilenburgs Toni Majetschak sich verletzt hatte und der Trainer nicht mehr wechseln konnte. Aue wirkte mausetot. Andreas Naumann, der Torhüter der Gastgeber, musste zerknirscht feststellen: "Wenn das Spiel noch ein paar Minuten länger geht, schaffen wir den Ausgleich. Wie wir Aue in der zweiten Hälfte bespielt haben, war großartig." So zogen die Erzgebirger verdient, wenn am Ende auch mit einer Zitterpartie, in die nächste Runde ein. In der 3. Liga heißt am Freitag der nächste Gegner SV Meppen. Ob dann noch Carsten Müller als Trainer das Sagen hat, steht noch in den Sternen. Geht es nach Mirko Reichel, müsste erst ein Sportdirektor und dann ein Trainer kommen. Bericht von Freie Presse.de
Fotos vom Spiel
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