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2. Bundesliga 2004/05

Spielbericht

7. Spieltag - Sonntag, 03.10.2004 - 15:00

FC Erzgebirge Aue - Eintracht Trier 1:2 (0:0)

FC Erzgebirge Aue: Jörg Hahnel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Hendrik Liebers - Marco Kurth, Sven Günther, Dino Toppmöller, René Trehkopf - Skerdilaid Curri, Maik Kunze, Sebastian Helbig; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 73. Ersin Demir für Dino Toppmöller, 73. Andrzej Juskowiak für Maik Kunze, 86. Khvicha Shubitidze für Skerdilaid Curri

Kader: Tomasz Bobel, Holger Hasse, Rüdiger Rehm, Matthias Heidrich

Eintracht Trier: Dario Kresic, Milan Drageljevic, Zoran Mamic, Igor Budisa, Sebastian Pelzer, Claus Grzeskowiak, Matthias Keller, Thomas Reis, Catalin Racanel, Nico Patschinski, Antun Labak; Trainer: Paul Linz

Eingewechselt: 64. David Siradze für Thomas Reis, 75. Thomas Klasen für Antun Labak, 89. David Zdrilic für Nico Patschinski

Kader: Daniel Ischdonat, Stefan Fleck, Miodrag Latinovic, Jens Robben

Tore: 1:0 Sebastian Pelzer (Eigentor, 46.); 1:1 Matthias Keller (56. / Catalin Racanel); 1:2 Thomas Klasen (88. / David Siradze)

Schiedsrichter: Norbert Grudzinski (Hamburg)

Zuschauer: 11100 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: Marco Kurth (2.), Khvicha Shubitidze / Dario Kresic, Sebastian Pelzer, Matthias Keller

Vergebener Elfmeter: Jörg Emmerich (Foulelfmeter, 30., gehalten von Dario Kresic) / -

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Auch gegen Eintracht Trier hat der FC Erzgebirge Aue nicht in die Erfolgsspur zurück gefunden. Den Gästen aus der ältesten Stadt Deutschlands unterlagen die Veilchen gestern nach einer katastrophalen zweiten Halbzeit mit 1:2. "Wir waren einfach zu blöd, das Spiel zu gewinnen", sagte der sichtlich angefressene Coach Gerd Schädlich kurz und bündig zur Pressekonferenz.
Das Spiel vor 11.100 Zuschauern (davon 44 aus Trier) begann für Aue nicht ganz schlecht. Ein schöner Angriff über Toppmöller und Curri (12.) brachte Helbig in der Mitte in Schussposition. Der schoss aber freistehend aus 5 Metern (!) vorbei. Trier war nervös und ziemlich von der Rolle. Kos Abwehr (25.) Richtung eigenes Tor war die bis dahin beste Chance der Gäste.
Danach lief das Spiel wieder in erster Linie in Richtung Gästetor. Der in seinem ersten Zweitligaspiel etwas kleinlich pfeifende Schiri Grudzinski zeigte nach 29 Minuten auf den "Punkt", als Helbig im Strafraum nach einer Liebers-Flanke von Pelzig am Trikot gehalten wurde. Das Geschenk konnte jedoch Emmerich nicht nutzen. Relativ problemlos hielt Keeper Kresic den unplatzierten Schuss. Auch Toppmöller scheiterte zwei Minuten später von halblinks am Trierer Schlussmann. Pech hatte der FCE auch in der 41. Minute, als ein Treffer nach Kurth-Freistoß wegen Curris Abseits aberkannt wurde. So blieb es in einer Partie, die mit zunehmender Spielzeit immer mehr verflachte, zur Halbzeit beim für die Gäste schmeichelhaften 0:0.
In der 46. Minute war der Bann jedoch gebrochen. Einen Pass von Toppmöller auf Kurth fälschte Pelzer ins eigene Tor ab - 1:0. Danach konnte gegen schwache Gäste eigentlich nicht mehr viel passieren. Das dachten wohl auch die Auer Spieler. "Wir haben nach dem Elfmeter und dem Freistoß gedacht, Trier spielt so weiter." sagte Gerd Schädlich. "Dabei haben wir katastrophal weiter gespielt. Ich habe keine Führungsspieler gesehen!"
Bereits nach 57 Minuten war die Führung egalisiert: Günther ging nach einem Angriff nur gemächlich in die eigene Hälfte zurück. Das Loch nutzte Kresic zu einer Vorlage, die Keller mit einem unhaltbaren Schuss ins lange Eck abschloss. Aue wurde nur noch einmal gefährlich, als Helbigs 30-Meter-Freistoß ans Lattenkreuz krachte (62.). Auch als Schädlich nach 73 Minuten mit Juskowiak und Demir für Toppmöller und den schwachen Kunze zwei neue Stürmer brachte und damit alles auf eine Karte setzte, wurde das Auer Spiel nicht besser. Aus dem Mittelfeld kam nach Toppis Auswechslung praktisch überhaupt nichts mehr. Bild-Journalist und Ex-Kicker Rainer Nachtigall sprach dann auch von der schwächsten Halbzeit, die er je in Aue gesehen habe.
Als die 11.100 Zuschauer sich längst damit abgefunden hatten, dass wieder nur ein Punkt heraus springen würde, hatte Klasen noch seinen großen Auftritt: Am Strafraumeck vernaschte er Emmerich - der war nach dem vergebenen Elfmeter nur noch ein Schatten seiner selbst - und schlenzte den Ball ins lange Eck. Die Auer Abwehr hatte auf Abseits gespielt und griff auch bei diesem Tor nur halbherzig bzw. überhaupt nicht ein.
Danach blieb nur noch Enttäuschung. Selbst Gästetrainer Paul Linz gab zu, dass er auch mit einem Punkt zufrieden gewesen wäre. Das sagt eigentlich alles über eine peinliche Leistung des FCE, der weder in der Abwehr, noch im Mittelfeld oder Angriff überzeugen konnte und nun ganz schweren Zeiten entgegen geht. (m)