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1. FC Saarbrücken: Peter Eich, Aimen Demai, Echendu Adiele, Tamandani Nsaliwa, Alessandro Caruso, Yilmaz Örtülü, Torsten Reuter, El Idrissi, Matthias Hagner, Henrich Bencik, Taifour Diane; Trainer: Horst Ehrmantraut
Eingewechselt: 75. Marco Laping für Yilmaz Örtülü, 81. Thorsten Nehrbauer für Torsten Reuter
Kader: Tobias Rott, Marcel Rozgonyi, Christian Stuff, Christoph Holste
FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Matthias Heidrich, René Trehkopf - Rüdiger Rehm, Marco Kurth, Sven Günther, Dino Toppmöller - Ersin Demir, Andrzej Juskowiak, Sebastian Helbig; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 46. Tzvetomir Tchipev für Dino Toppmöller, 68. Maik Kunze für Sebastian Helbig, 81. Khvicha Shubitidze für Sven Günther
Kader: Jörg Hahnel, Hendrik Liebers, Frank Berger, Kevin Hampf
Tore: 1:0 Henrich Bencik (33. / Taifour Diane); 2:0 Henrich Bencik (35. / Yilmaz Örtülü); 2:1 Matthias Heidrich (70. / Andrzej Juskowiak)
Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)
Zuschauer: 7500 im Ludwigsparkstadion
Gelbe Karte: Alessandro Caruso / -
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Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Nun ist es wieder mal passiert. Die Auer können mit dem Erfolgserlebnissen aus den gewonnen Heimsiegen auswärts nicht umgehen. Schädlich warnte vor Saarbrücken: "Zwischen breiter Brust und Arroganz ist es oft nur ein schmaler Grat. Ich hoffe, dass sich die Mannschaft nach dem Derby-Sieg gegen Dresden neu motivieren kann". Der auf Platz 6 stehende stärkste Aufsteiger ist zu Hause eine Macht. Eine Niederlage in sieben Heimspielen sprechen für sich. Trotz dieser Bilanz sprach FCS-Trainer Horst Ehrmantraut vorm Spiel eher zurückhaltend: "Wir werden auf eine kampfstarke Mannschaft treffen, die mit Sicherheit nicht offensiv ausgerichtet sein wird. Deswegen müssen wir den positiven Jahresabschluss vor heimischer Kulisse notfalls erzwingen." Was dann auch leider zutraf.
Anpfiff zum ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften. Aue spielte wieder mal komplett in Gelb und die Saarbrücker in Schwarz vor mageren 7.500 Zuschauern, davon ungefähr 600 Auer. Heidrich wurde auf die zentrale Abwehrposition gestellt. Diese Umstellungen in der Abwehr verliefen anfangs nicht viel versprechend. Denn nach 70 Sekunden hätte es schon 1:0 für den Gastgeber stehen können. Hagner zog mit der Pieke aus zehn Metern ab, aber Bobels Fuß rettete uns vor einem frühen Rückstand. Saarbrücken griff früh an und zwang die Auer zu Fehlern. Das wird schwer werden für unsere "Veilchen".
Erst nach 15 Minuten konnten die Auer sich stabilisieren und versuchten, geordnet nach vorn zu spielen. Dies gelang auch in den folgenden Minuten, scheiterten aber immer wieder am stark haltenden Keeper Eich. Selbst den Schuss aus 35 m von Helbig fischte Deutschlands ältester Profi-Spieler aus dem rechten Winkel. Aue spielte nun besser, brachten aber Saarbrücken immer wieder durch leichte Abspielfehler nach vorne. Bobel musste immer öfters sein Können zeigen. Ihm ist es zu verdanken, dass es hier noch 0:0 steht.
In der 34.Minute war Bobel aber geschlagen. Tor für den 1.FC Saarbrücken. Nsaliwa flankte ohne Bedrängnis von rechts auf Diane's Kopf. Bobel lenkte den Ball noch an den Pfosten. Bencik reagierte am schnellsten und schob aus acht Metern locker ein. Und es klingelte schon wieder. Durch Kos's Stellungsfehler lief Örtülü außen alleine durch, legte am Fünfer zum mitgelaufenen Bencik quer und er lupfte den Ball mit der Hacke ins Netz. 2:0. Die Auer Antwort folgte zugleich. Juskowiak auf Demir, der zog aus 15 Metern ab, Eich verhinderte den Anschlusstreffer.
Halbzeit. Der Spielstand war verdient, hätte ohne Bobel höher ausfallen können. Seine Vorderleute waren nicht bei der Sache, da stimmte die Zuordnung noch nicht.
Zu Beginn der zweiten Hälfte Spielerwechsel bei Aue. Für den enttäuschenden Dino Toppmöller brachte Schädlich nun Tzvetomir Tchipev, wodurch der Spielfluss im Mittelfeld verbessert werden sollte. Das hätte sich in der 50.Minute fast bezahlt gemacht. Schöner Pass von Tchipev in den Rücken der Saarbrücker Abwehr auf Juskowiak. Der aber verpasste den Ball nur einige Zentimeter. Das Spiel wurde in der Folgezeit allmählich unansehnlich. Saarbrücken machte nur noch das Nötigste und Aue zwar bemüht, aber nicht konsequent genug. Bobel hielt weiter sicher und ließ damit Aue im Rennen. In der 66.Minute dann fast die Entscheidung, Flanke auf den Kopf von Hagner. Der ließ nur leicht drüberrutschen. Die Kugel flog nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Glück gehabt.
Schädlich setzt nun alles auf eine Karte, brachte Kunze für Helbig. Und siehe da, Tor für Aue durch Heidrich. So kann's gehen! Doppelpass mit Tchipev, Heidrich ließ die gesamte Saarbrücker Abwehr stehen, ging alleine auf Eich zu und schob ein zum 2:1 Anschlusstreffer. Alles wieder offen. Seitdem Kunze im Spiel war, wurde Aue zunehmend stärker und der Ausgleich nun auch nicht mehr unverdient. Saarbrücken war völlig von der Rolle. Das Tor hatte Aue Auftrieb verschafft und man versuchte nun alles.
Shubitidze kam für Günther. Warum so spät, fragten sich hinterher einige. Die Saarbrücker schwammen plötzlich, dabei war die Partie ja eigentlich schon so gut wie entschieden. Alles nach vorne, hieß es zum Schluss für Aue. In der 87.Minute fast die Belohnung. Shubitidze legte im Sechzehner auf Kurth ab. Ein klasse Schlenzer mit rechts, fand aber wieder einmal in Eich seinen Meister. Endstand 2:1.
Tja, die Niederlage ist letztendlich verdient. Die größeren Spielanteile und die Anzahl der Chancen von Saarbrücken, ließen den 20minütigen Endspurt von Aue eher bescheiden aussehen. (arn) |
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