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2. Bundesliga 2004/05

Spielbericht

17. Spieltag - Sonntag, 12.12.2004 - 15:00

FC Erzgebirge Aue - RW Oberhausen 2:0 (1:0)

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Matthias Heidrich, René Trehkopf - Sven Günther, Tzvetomir Tchipev, Marco Kurth, Rüdiger Rehm - Ersin Demir, Andrzej Juskowiak, Sebastian Helbig; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 80. Maik Kunze für Ersin Demir, 88. Khvicha Shubitidze für Sebastian Helbig, 89. Dino Toppmöller für Andrzej Juskowiak

Kader: Jörg Hahnel, Hendrik Liebers, Gregor Berger, Frank Berger

RW Oberhausen: Oliver Adler, André Astorga, Marius Baciu, Anthony Tiéku, Gerd Wimmer, Ralf Keidel, Mike Rietpietsch, David Montero, Stijn Haeldermans, Alassane Ouedraogo, Bojko Velichkov; Trainer: Eugen Hach

Eingewechselt: 58. Geoffrey Roman für Alassane Ouedraogo, 60. Leandro Simioni für Mike Rietpietsch, 62. Adrian Aliaj für Stijn Haeldermans

Kader: Matko Kalinic, Gauthier Remacle, Chiquinho, Moustapha Salifou

Tore: 1:0 Anthony Tiéku (Eigentor, Kopfball, 8. / Rüdiger Rehm); 2:0 Sven Günther (Foulelfmeter, 57.)

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Zuschauer: 11300 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: - / Oliver Adler, André Astorga, Anthony Tiéku, David Montero

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Im letzten Heimspiel der Hinrunde besiegte der FC Erzgebirge Aue Rot-Weiß Oberhausen sicher und verdient mit 2:0. Die Veilchen "überwintern" damit auf Tabellenplatz sieben und liegen mit 23 Punkten absolut im "Soll".
Allerdings täuschte der vierte Heimsieg in Folge nicht über spielerische Defizite hinweg. Es war zwar von Anfang an ein flottes Spiel, doch Chancen gab es weder auf der einen noch auf der anderen Seite. So kam die frühe Führung durchaus etwas überraschend (8.). Weshalb Anthony Tiéku Rüdiger Rehms Freistoßflanke relativ unbedrängt unhaltbar ins eigene Tor einnickte, wird sein Geheimnis bleiben. Den 11.300 Auer Fans (ca. 50 Oberhausener waren angereist) war's egal: Sie feierten nach der Führung um so mehr und sorgten bis zum Abpfiff für hochweihnachtliche Stimmung im Erzgebirgsstadion.
Am Spiel kann das allerdings nicht allein gelegen haben. Aue profitierte nur wenige Minuten von der Führung, ließ sich danach zu sehr einschnüren. Allerdings war das Latein ganz schwacher Gäste meist am Strafraum zu Ende. Die von Matthias Heidrich exzellent geführte Auer Abwehr hatte nur ganz wenige kritische Situationen wie Rietpietschs Hinterhaltschuß (21.) zu überstehen.
Auf der anderen Seite hätte allein Demir das Spiel entscheiden können. Nach 22 Minuten scheiterte der Stürmer freistehend von halblinks an Keeper Oliver Adler. Drei Minuten später hämmerte er den Ball aus vollem Lauf und 20 Meter Entfernung an die Latte. Auch Juskowiak vergab die große Chance zum 2:0, als er eine schöne Günther-Flanke freistehend neben den linken Pfosten setzte (31.). Der Pole gefiel aber ansonsten lange Zeit als Ballverteiler mit einigen schönen Anspielen und Doppelpässen in die Spitze.
Auch nach der Pause passierte vorerst nichts Nennenswertes. In der 57. Minute wollte Oberhausen allerdings noch ein Weihnachtsgeschenk verteilen. Izepon legte Kos im Strafraum und Günther verwandelte den Elfer sicher zum 2:0.
Den sich bietenden Platz nutzte Aue danach nicht konsequent zu Kontern und weiteren Toren. Allerdings kam der Gastgeber gegen enttäuschende Oberhausener nie mehr in Gefahr. Das sah auch Gästetrainer Eugen Hach nicht anders: "Das Auftreten meiner Mannschaft in Aue war absolut enttäuschend. Ich bin sauer über diese Leistung. Mir tun die Fans leid, die die weite Reise hierher gemacht haben."
Auch Gerd Schädlich zauberte kurz vor Schluss noch ein Geschenk aus dem Ärmel: Mit der Einwechslung von Khicha Shubitidze erfüllte er die lautstarken Forderungen der Fans nach einem Einsatz des Georgiers. Weit weniger herzlich fiel die Begrüßung von Dino Toppmöller aus. Auch er kam noch in der 90. Minute.
Mit dem Tabellenplatz kann der FC Erzgebirge hochzufrieden sein. Allerdings ist der Fünfpunktevorsprung bis zur Abstiegszone noch nicht so komfortabel, dass Gewissheit wäre, dass der FCE nichts mehr mit dem Abstieg zu tun bekommt. Deswegen wird es wohl auch Verstärkungen in der Winterpause geben. Denn längst hat noch nicht jeder Spieler (Dino Toppmöller, Sven Günther, Hendrik Liebers) einhundertprozentig unter Beweis gestellt, dass er bereit ist, für den Verein "Gras zu fressen"... (fm)