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2. Bundesliga 2004/05

Spielbericht

34. Spieltag - Sonntag, 22.05.2005 - 15:00

RW Oberhausen - FC Erzgebirge Aue 1:1 (1:0)

RW Oberhausen: Oliver Adler, David Montero, Marius Baciu, Thomas Cichon, Ralf Keidel, Dalibor Gataric, Mike Rietpietsch, Daniyel Gataric, Stijn Haeldermans, Leandro Simioni, Salif Keita; Trainer: Eugen Hach

Eingewechselt: 69. Alassane Ouedraogo für Mike Rietpietsch, 80. Tibor Tokody für Salif Keita, 81. Matko Kalinic für Oliver Adler

Kader: Anthony Tiéku, Gauthier Remacle, Bojko Velichkov, Peter Bajzat

FC Erzgebirge Aue: Jörg Hahnel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Gregor Berger, Matthias Heidrich, Marco Kurth, Rüdiger Rehm - Skerdilaid Curri, Ersin Demir, Khvicha Shubitidze; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 46. Frank Berger für Gregor Berger, 60. Fabian Bröcker für Marco Kurth, 72. Kevin Hampf für Rüdiger Rehm

Kader: Tomasz Bobel, Uwe Ehlers

Tore: 1:0 Stijn Haeldermans (8.); 1:1 Ersin Demir (53.)

Schiedsrichter: Georg Schalk (Augsburg)

Zuschauer: 3486 im Stadion Niederrhein

Gelbe Karte: Salif Keita / Matthias Heidrich (8.), Frank Berger (2.)

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Der FC Erzgebirge Aue konnte mit seinem letzten Aufgebot, nur 3 Wechselspieler auf der Bank, bei Absteiger Rot-Weiß Oberhausen noch einen Punkt retten. Denn schon in der 8.Minute führten die Rot-Weißen mit 1:0 im Niederrheinstadion. Es war ein unterirdisches Spiel von beiden Mannschaften. Seit die Veilchen den Klassenerhalt erreicht hatten, wurde auch die Spielkultur kontinuierlich schlechter. Klar ging es im letzten Spiel um nichts mehr, aber ein klein wenig mehr an Kampf- und Siegeswillen wäre allein schon für die 600 mitgereisten Auefans angebracht gewesen. Aber mal von vorn.
Die Hausherren kamen deutlich besser in die Partie, drängten die Veilchen in der Anfangsphase in die eigene Hälfte und kamen durch eine strittige Szene zur Führung. Was war passiert? Nach einem Klärungsversuch von Jörg Emmerich pfiff Schiedsrichter Georg Schalk auf indirekten Freistoß, denn Emma ließ nach einer scharfen Eingabe von Dalibor Gataric zu Jörg Hahnel abtropfen und dies wurde aber als unerlaubten Rückpass vom Schirigespann geahndet. Thomas Cichon legte für Stijn Haeldermans auf und der Belgier drosch die Kugel aus knapp acht Metern über den Torwart und durch die Mauer in die Maschen. 1:0 für Oberhausen.
Aue blieb nach dem Rückstand immer noch zu passiv und überließ Oberhausen das Spiel. So war es auch nicht verwunderlich, dass kurz darauf Mike Rietpietsch das 2:0 auf dem Fuß hatte, doch Hahnel rettet gegen den frei vor dem Tor auftauchenden Stürmer. In der Folgezeit passierte nichts mehr viel auf dem Rasen und die 3.486 Zuschauer warteten nur noch auf den erlösenden Pausenpfiff. Doch eine Chance für Aue gabs dann noch, leider konnte Ersin Demir, der frei vor dem Oberhausener Keeper auftauchte dies nicht zum Ausgleich nutzen und somit gings mit dem 1:0 in die Pause.
In den zweiten 45 Minuten machte die Veilchen ein wenig mehr Druck, spielten etwas engagierter und wurde schließlich auch in der 52. Minute belohnt. Durch ein Missverständnis in der Oberhausener Abwehr erzielte Ersin Demir sein fünftes Saisontor. Dabei spitzelte er das Leder durch die Beine von Marius Baciu und über Torwart Adler hinweg ins Tor zum 1:1 Unentschieden. Aber danach wurde es wieder langweilig und beide Mannschaften waren mit dem Remis einverstanden.
Jedoch drei Chancen hatte Aue noch, aber Skerdilaid Curri verzog in der 68.Minute frei vor Adler, wie auch Frank Berger mit einem Volleyschuss aus 18m in der 76.Minute. Die größte Chance hatte aber Khvicha Shubitidze in der 80.Minute auf dem Fuß, nach feiner Kombination über Curri, entsprang aber nur ein Kullerball hervor und Adler hatte dabei wenig Mühe. Beide Teams hatten sich mit dem Ergebnis abgefunden und spielten die Zeit runter. Der unterforderte Schiedsrichter hatte nun auch genug gesehen und beendete die Partie.
Gleich nach dem Abpfiff rannten an die tausend Fans auf den Rasen, überall Jubel und Begeisterung trotz des Abstieges. Das taten auch die Auer Schlachtenbummler und feierten die Mannschaft nach einer geilen Saison. Das war also das letzte Spiel von RW Oberhausen dieser Saison 2004/05 im Profifussball. Aue steht in der Abschlusstabelle mit 51 Punkten auf Platz sieben und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Rang. Trainer Gerd Schädlich sagte nach dem Spiel: "Mit dem Punkt haben wir unser Minimalziel erreicht in einem Spiel, das passende Tore hatte. Auf beiden Seiten gab es noch Chancen, aber es sollte halt nicht sein." (arn)