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2. Bundesliga 2004/05

Spielbericht

23. Spieltag - Sonntag, 27.02.2005 - 15:00

Alemannia Aachen - FC Erzgebirge Aue 1:5 (0:1)

Alemannia Aachen: Stephan Straub, Dennis Brinkmann, Alexander Klitzpera, Moses Sichone, Emil Noll, Reiner Plaßhenrich, Simon Rolfes, Daniel Gomez, Kai Michalke, Erik Meijer, Sergio Pinto; Trainer: Dieter Hecking

Eingewechselt: 33. Frank Paulus für Dennis Brinkmann, 53. Jens Scharping für Reiner Plaßhenrich, 67. Jan Schlaudraff für Daniel Gomez

Kader: Kristian Nicht, Wilfried Landgraf, Ivan Petrovic, Chris Iwelumo

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Uwe Ehlers, Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Matthias Heidrich, Marco Kurth, Rüdiger Rehm - Skerdilaid Curri, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 66. Maik Kunze für Ersin Demir, 89. Frank Berger für Skerdilaid Curri, 90. Tzvetomir Tchipev für Marco Kurth

Kader: Jörg Hahnel, Holger Hasse, Hendrik Liebers, Sven Günther

Tore: 0:1 Andrzej Juskowiak (Linksschuß, 29. / Skerdilaid Curri); 0:2 René Trehkopf (Linksschuß, 49.); 1:2 Erik Meijer (Kopfball, 60. / Kai Michalke); 1:3 Ersin Demir (Rechtsschuß, 61.); 1:4 Andrzej Juskowiak (85. / Maik Kunze); 1:5 Rüdiger Rehm (87. / Maik Kunze)

Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)

Zuschauer: 16651 auf dem Tivoli

Gelbe Karte: Dennis Brinkmann, Jan Schlaudraff / Matthias Heidrich (5., gesperrt), René Trehkopf (5., gesperrt)

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Trainer Gerd Schädlich machte mit seiner Umstellung auf ein 4-3-3-System alles richtig. Kos, nach gelb-rot wieder dabei, ließ Meijer kaum Raum für seine Aktionen, dafür musste Frank Berger seinen Platz im Mittelfeld räumen. Im Sturm war alles beim Alten. Die wohl auffälligste Veränderung folgte aber noch, denn die Veilchentruppe lief am Tivoli komplett in Weiß auf, sowas konnte ja nur "gut" gehen. Vorm Spiel gabs noch paar Gespräche mit freundlichen Alemannen und der Bitte sich im Festzelt niederzulassen. Gesagt – Getan, die Übernahme des Zeltes war dann nur noch Formsache. Aber nun zum Spiel:
16.651 Zuschauern, davon ungefähr 400 Auer sahen in der ersten halben Stunde noch keine einzige gute Torchance, denn die Abwehrreihen standen auf beiden Seiten sehr kompakt. Aue dabei optisch überlegen und mit guten Passspiel. Das sah alles sehr gut aus, nur ein Torerfolg für uns vermisste man. Die einzigsten Aufreger waren ein Zusammenprall von Kurth und Rolfes und ein Foul an Brinkmann von Rene Trehkopf, der dabei seine 5.Gelbe Karte sah und damit im nächsten Auswärtsspiel gegen Trier fehlen wird.
Aber nach 25 Minuten ging's richtig los, ein Freistoss von Michalke köpfte Rolfes an die Latte, Bobel konnte den ersten Nachschuss mit einer Glanztat und Heidrich den zweiten auf der Linie retten. Vor allem bei Eckbällen wurden die "Men in Black" gefährlich. Glück für Aue und ein Tor als Antwort. In der 29.Minute spielte Curri den Ball auf Juskowiak und Andrzej schoss aus 17 m ins linke untere Eck, 0:1 Aue. Praktisch im direkten Gegenzug rettete Kurth den Kopfball von Moses Sichone für den geschlagenen Bobel auf der Linie. Auf der anderen Seite vergab Juskowiak eine Riesenchance, schoss dabei aus 11m in die Hände von Keeper Straub. Auch Heidrich durfte sich beim Schiri wegen einer Unsportlichkeit seine 5.Gelbe abholen. Erneut Eckball für Aachen und Aufregung im Strafraum, denn Klitzpera zog aus neun Metern ab und Kurth rettete per Kopf zum wiederholten Male auf der Linie. Der Fußballgott war heute für Aue. Zum Ende der ersten Halbzeit hin wars ein spannendes Spiel geworden. Zur Pause stands aber immer noch 1:0 für die Guten.
4 Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte sorgte Trehkopf mit einem wunderschönen Freistoßtor für die 2:0 Führung. Die Gastgeber erhöhten verständlicherweise nun den Druck und es war nur eine Frage der Zeit, dass sich ein Fehler in die Auerabwehr einschlich. In der 60.Minute flankte Michalke von links auf Meijer und dieser köpfte unbedrängt aus sieben Metern ins lange Eck, nur noch 1:2. Viele vermuteten jetzt, dass Aue einbrechen könnte, aber da war ja noch Ersin Demir. Nach einem langen Ball setzte er sich in der 61.Minute mit mehreren Dribbelaktionen durch und vollendete seine Glanztat mit einem Schuss aus 20m ins lange untere Eck, 1:3 Aue.
Aachen fehlte nun die Kraft um sich nochmal ins Spiel zurückzukämpfen und konnte der Spielfreude unserer Veilchen nichts entgegensetzen. Mit dieser Führung im Rücken agierte man noch gelassener und tat nur noch das Nötigste. Die sehr gut aufgestellte Abwehrreihe hatte nicht viel Mühe die Aachener Angriffsbemühungen zu unterbinden. Am Ende kam es dann noch schlimmer für die Schwarz-Gelben.
Weil Straub von seiner Hintermannschaft im Stich gelassen wurde, musste er außerhalb des Strafraums per Kopf unglücklich klären. Juskowiak nahm das dankend an und schoss mit seinem 7.Saisontreffer aus gut 20 m ins leere Tor zum 1:4. Aber einer durfte sich auch noch als Torschütze auszeichnen, Rehm krönte seine gezeigte Leistung mit dem fünften Tor für die Veilchen. Kurth brachte vom linken Strafraumeck den Ball halbhoch in die Mitte und Rehm hielt nur den Fuß ran. Sensationell. Zwei schöne Konter (84. und 87.Minute) von Aue besiegelten die 1:5 Niederlage für Aachen.
Dies war nun schon das vierte Spiel infolge, welches mit einem Sieg abgeschlossen wurde. Selbst Gerd Schädlich war überrascht und meinte nach dem Spiel: "Dieses Ergebnis muss ich erst einmal verdauen. Wir hatten uns zwar was ausgerechnet, aber dass die Rechnung so aufgeht, war nicht zu erwarten. Die taktische Ausrichtung, Aachen früh zu stören, haben wir hervorragend umgesetzt. Zwar sind wir ab und zu in Drucksituationen gekommen, haben dabei aber nie die Übersicht verloren." So wird es auch vielen von den mitgereisten Fans ergangen sein. Was soll man da noch schreiben. Es hat einfach Spaß gemacht unseren Leuten zuzuschauen. (arn)