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2. Bundesliga 2005/06

Spielbericht

7. Spieltag - Sonntag, 25.09.2005 - 15:00

Energie Cottbus - FC Erzgebirge Aue 1:0 (0:0)

Energie Cottbus: Tomislav Piplica, Benjamin Schöckel, Martin Hysky, Kevin McKenna, Gregg Berhalter, Daniel Gomez, Vragel da Silva, Timo Rost, Markus Dworrak, Francis Kioyo, Sergiu Radu; Trainer: Petrik Sander

Eingewechselt: 76. Lawrence Aidoo für Daniel Gomez, 76. Sebastian Schuppan für Markus Dworrak, 86. Kenan Sahin für Timo Rost

Kader: Andre Thoms, Zoltan Szelesi, Daniel Frahn, Steffen Baumgart

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Hendrik Liebers - Sven Günther, Florian Heller, Christian Mikolajczak, Richard Dostalek - Tomas Klinka, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 57. Tzvetomir Tchipev für Sven Günther, 62. Vitus Nagorny für Ersin Demir, 65. Daniel Jungwirth für Christian Mikolajczak

Kader: Jörg Hahnel, Norman Loose, Uwe Ehlers, Kevin Hampf

Tore: 1:0 Daniel Gomez (Linksschuss, 58. / Francis Kioyo)

Schiedsrichter: Dr. Franz-Xaver Wack (Biberbach)

Zuschauer: 14300 im Stadion der Freundschaft

Gelbe Karte: Vragel da Silva / -

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Die im Vorfeld geäußerten Sicherheitsbedenken beim Aufeinandertreffen der beiden ostdeutschen Traditionsvereine konnte man getrost ad acta legen. Vorm, während und nach dem Spiel blieb es auf beiden Seiten ruhig und die sommerlichen Temperaturen lockten 14.300 Zuschauer ins Stadion der Freundschaft. Doch am Ende konnte nur einer jubeln und das war Energie Cottbus. Die ungenutzten Torchancen und ein nicht gegebener Elfmeter brachten die Veilchen auf die Verliererstraße. "Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn der Schiri gepfiffen hätte. Doch dem jetzt nachzutrauern bringt nichts. Wir hatten genügend Chancen, das Spiel noch für uns zu entscheiden. In der Anfangsphase haben wir uns gut frei gespielt und hatten im gesamten Spielverlauf, was die Zahl der Chancen betrifft, keine Nachteile. Im Gegensatz zu Cottbus waren wir zu unkonzentriert im Abschluss und im genauen Pass. Wir sind die unglücklichen Verlierer dieses Derbys", so Gerd Schädlich nach dem Spiel. Aber von vorn.
Die Lausitzer agierten in der Anfangsviertelstunde am effektivsten und erarbeiteten sich in der 9.Minute die erste sehenswerte Chance. Kioyo legte für Dworrak auf und sein Schuss aus 17 Metern verfehlte nur knapp das Auer Tor. Langsam trauten sich auch die Veilchen in den gegnerischen Strafraum und durch Andrzej Juskowiak folgte auch die erste Riesenchance für Aue. Nach einer Flanke von Ersin Demir köpfte Jusko nur wenige Zentimeter am Tor von Piplica vorbei. Vier Minuten später stand Piplica wieder im Mittelpunkt.
Erst verhinderte er mit beherztem Herauslaufen die Torchance vom einschussbereiten Richard Dostalek, dann klärte er den Nachschuss von Ersin Demir fragwürdig, indem er zwar den Ball, aber auch den Stürmer wegsenste. Schiedsrichter Dr. Franz-Xaver Wack konnte nichts Regelwidriges feststellen und ließ weiterspielen, im Nachhinein eine klare Fehlentscheidung. Kurz darauf konnte sich der Gastgeber wieder bei Piplica bedanken. Nach einem Konter vergab Tomas Klinka aus fünf Metern desolat und erneut blieb der Cottbuser Schlussmann Sieger des Duells.
Aber auch Cottbus hatte Chancen, doch Vragel da Silvas Kopfball landete am Pfosten (28.) und Francis Kioyo brachte den Ball, ebenfalls per Kopf freistehend nicht am stark haltenden Tomasz Bobel (40.) vorbei. Damit gings auch in die Halbzeit. Auf dem Rasen sah man ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Höhepunkten aber noch ohne Tore. Leider war die Stimmung im Stadion bis dahin für ein Derby eher schmeichelhaft.
Beide Mannschaften kamen unverändert aus den Kabinen. Wie auch in der ersten Hälfte gehörten die Anfangsminuten den Lausitzern und 13 Minuten nach Wiederanpfiff war es passiert - Tor für den FC Energie Cottbus. Gomez, welcher im eigenen Strafraum durchstartete, spielte mit Kioyo einen Doppelpass und vollendete nach einer Körpertäuschung unhaltbar ins lange Eck. Was nun folgen musste, war klar. Gerd Schädlich brachte mit Vitus Nagorny für Ersin Demir und Daniel Jungwirth für Christian Mikolajczak frische Offensivkräfte.
Aber da man nun alles nach vorne warf, war auch Platz zum Kontern für Cottbus da. Vor allem Kioyo beschäftigte mit seinen Einzelaktionen die komplette Auer Hintermannschaft. Die Veilchen gewannen jedoch ab der 70.Minute die Oberhand im Spiel, waren aber zu unkonzentriert beim Abschluss und vergaben reihenweise mehrere Großchancen. Richard Dostalek kam sieben Meter vor dem Cottbuser Kasten an den Ball und wollte lupfen, erwischte die Kugel nicht voll und Piplica parierte. Wenig später traf Heller nur den Pfosten und wiederholt vergab Richard Dostalek in dem er völlig unbedrängt aus 2 Metern übers Tor köpfte. Nun wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Die letzte Aktion im Spiel hatte Richard Dostalek mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze. Aber Schöckel warf sich in den Ball und die Partie war vorbei und verloren. 1:0 für Cottbus.
Und wer mehr als zehn erstklassige Torchancen nicht unterbringt, braucht sich am Ende nicht zu wundern, wenn man mit Null Punkten dasteht. "Nun müssen wir aufpassen, nicht nach hinten wegzurutschen.", erwiderte Stürmer Andrzej Juskowiak nach dem Spiel. In der Tat, nach diesem Spieltag stehen die Veilchen auf Platz 13 der Tabelle und nun sollte am Freitag gegen den LR Ahlen wieder ein Heimsieg her. (arn)