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2. Bundesliga 2005/06

Spielbericht

24. Spieltag - Freitag, 03.03.2006 - 19:00

FC Erzgebirge Aue - Energie Cottbus 2:2 (2:0)

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Hendrik Liebers - Marco Kurth, Florian Heller, Christian Mikolajczak, Richard Dostalek - Tomas Klinka, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 68. David Siradze für Ersin Demir, 78. Christian Lenze für Richard Dostalek, 83. Skerdilaid Curri für Tomas Klinka

Kader: Jörg Hahnel, Norman Loose, Kevin Hampf, Sebastian Helbig

Energie Cottbus: Tomislav Piplica, Vragel da Silva, Kevin McKenna, Gregg Berhalter, Sidney, Daniel Gomez, Tomasz Bandrowski, Daniel Gunkel, Sergiu Radu, Daniel Ziebig, Francis Kioyo; Trainer: Petrik Sander

Eingewechselt: 46. Sebastian Schuppan für Daniel Gomez, 46. Lars Jungnickel für Sidney, 83. Steffen Baumgart für Sergiu Radu

Kader: Andre Thoms, Martin Hysky, Kenan Sahin, Markus Dworrak

Tore: 1:0 Andrzej Juskowiak (Linksschuss, 35.); 2:0 Jörg Emmerich (Foulelfmeter, 44.); 2:1 Sergiu Radu (Rechtschuss, 58.); 2:2 Lars Jungnickel (Rechtschuss, 77. / Sergiu Radu)

Schiedsrichter: Matthias Anklam (Hamburg)

Zuschauer: 12800 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: Florian Heller (3.) / Tomislav Piplica, Sergiu Radu, Daniel Ziebig, Vragel da Silva (2.)

Gelb/Rote Karte: - / Sebastian Schuppan (88.)

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Der FC Erzgebirge Aue hat gegen Energie Cottbus "nur" 2:2 gespielt und dabei zwei Punkte verschenkt. Es hätte gegen den Aufstiegsaspiranten wirklich ein "Dreier" werden müssen, denn die Gastgeber führten zur Halbzeit bereits mit 2:0 und wäre der Pausenpfiff nicht ertönt, hätten die Veilchen Cottbus womöglich "an die Wand" gespielt.
Dem Spiel gingen chaotische Verkehrsbedingungen mit Staus bis in die Nachbarstädte voraus. Außerdem fielen kurz vor dem Spiel fast fünf Zentimeter Neuschnee. Der glatte Untergrund erwies sich für Aue jedoch als Glücksfall. Besonders "Kampfschwein" Kurth fühlte sich anfangs wie in seinem Element. Aue hatte das Spiel die gesamte erste Hälfte im Griff, allerdings lange ohne echte Torchancen. Die größte Möglichkeit besaßen die Gäste nach einer halben Stunde, als Radu halblinks frei vor Bobel auftauchte. Doch der Keeper war aufmerksam und konnte eben noch rechtzeitig den Winkel verkürzen.
Dass auf dem Schneeboden Fehler passieren würden, war klar. Zum Glück machten in Hälfte eins die Gäste die entscheidenden. Warum Gomez nach 35 Minuten einen Freistoß am eigenen Strafraum so schnell Richtung Piplica ausführen müsste, wird sein Geheimnis bleiben. Da Silva legte anschließend noch mit einem viel zu kurzen Rückpass Juskowiak den Ball in den Lauf und der sagte auf seine Art und Weise "Danke", indem er Piplica den Ball durch die Beine schob. "Was da passiert ist, hat mit Profifußball nichts zu tun. Einen Freistoß zweimal schnell zurück gespielt, dafür zahlt man in der Kreisklasse einen Kasten Bier. Bei uns wird das mehr sein!" deutete Coach Sander erhöhten Gesprächsbedarf bei der Auswertung dieser Szene an.
Mit dem 1:0 im Rücken hatte Aue seine druckvollste Phase im Spiel. Heller hatte Pech, als er vier Minuten nach der Führung halbrechts frei etwas ausrutschte; seine Eingabe konnte eben noch abgewehrt werden. Cottbus konnte nur mit Fouls gegenhalten. Aus einem solchen an Demir resultierte auch das 2:0. Piplica konnte den schnellen Stürmer im Strafraum nur noch umnieten. Emmerich schickte den Keeper anschließend (44.) per Elfmeter in die falsche Ecke. "Wir sind mit unseren Ballettschuhen doch nur noch herum gerutscht" sagte Sander zum Spiel seiner Mannschaft, die eigentlich bereits so gut wie geschlagen war.
"Wir wollten eigentlich weiter nach vorne spielen, aber wir haben nur noch das Ergebnis verwaltet. An fehlender Kraft kann es nicht gelegen haben, denn nach 80 Minuten war ja wieder Kraft da" fasste Gerd Schädlich die zweite Hälfte zusammen, die total anders wie die erste war. Die Schlussoffensive der Gastgeber kam zu spät, denn Cottbus hatte zwischenzeitlich nach Toren Radu und Jungnickel (58., 77.) ausgeglichen. Aue hatte nur eine (!) Chance in der zweiten Halbzeit. Mikolajczak spritzte im Mittelfeld in einen Pass der Cottbuser. Anschließend bediente er Heller auf rechts und dessen Eingabe schoss Juskowiak an den Pfosten. Das 3:1 wäre auch nicht verdient gewesen. So blieb es also bei je einem Punkt für beide Teams, mit dem am Ende niemand so richtig zufrieden war. (fm)