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FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Sven Günther, Florian Heller, Christian Mikolajczak, Skerdilaid Curri - Tomas Klinka, Andrzej Juskowiak, Sebastian Helbig; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 36. Hendrik Liebers für Sebastian Helbig, 88. Vitus Nagorny für Andrzej Juskowiak
Kader: Jörg Hahnel, Norman Loose, Uwe Ehlers, Daniel Jungwirth, Ersin Demir
SC Paderborn 07: Lukas Kruse, David Fall, Markus Bollmann, Roel Brouwers, Garry de Graef, Marc Gouiffe á Goufan, Stephan Maaß, Marcel Ndjeng, Dennis Schulp, Benjamin Schüßler, Rene Müller; Trainer: Jos Luhukay
Eingewechselt: 46. Mehmet Dragusha für Benjamin Schüßler, 63. Daniel Brinkmann für Dennis Schulp, 75. Sven Krause für Roel Brouwers
Kader: Stephan Loboué, Edmund Riemer, Guido Spork, Markus Krösche
Tore: 1:0 Tomas Klinka (Linksschuss, 3. / Andrzej Juskowiak)
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Zuschauer: 8700 im Erzgebirgsstadion
Gelbe Karte: Tomasz Kos (6.), Jörg Emmerich (3.), Sebastian Helbig (4.) / Markus Bollmann, Dennis Schulp, Benjamin Schüßler, Daniel Brinkmann
Rote Karte: Sven Günther (35., grobes Foulspiel) / -
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Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Der FC Erzgebirge hat sich im letzten Heimspiel des Jahres mit einem Heimsieg gegen den SC Paderborn 07 erst einmal aus dem Tabellenkeller verabschiedet. Klinka erzielte bereits nach zwei Minuten den entscheidenden Treffer, als er nach einer Kopfballablage von Juskowiak im Strafraum ziemlich frei den Ball souverän in die linke untere Ecke schob. Zuvor hatte bereits Curri per Kopfball (!) das 1:0 "auf dem Fuß". SC-Trainer Lukukay machte die Unaufmerksamkeit in den ersten fünf Minuten dann auch für die Niederlage seiner Elf verantwortlich. Ansonsten habe sein Team in einem spannenden Spiel eine sehr gute Leistung geboten, allerdings ohne die gute Auer Abwehr überwinden zu können.
In der Tat wurde den knapp 9000 (Auer) Zuschauern mehr Spannung geboten, als ihnen lieb war. Anstatt von der frühen Führung zu profitieren, übernahmen die Gäste mit kreuzgefährlichen Kontern die Initiative. Spätestens nach 14 Minuten hatte Aue Glück, als Bobel einen Kopfball eben noch an die Latte lenken konnte. Sechs Minuten später köpfte Mikolajczak einen Bollmann-Kopfball um den Pfosten. Paderborn war in der "Kreativzone" zumeist einen Schritt schneller und damit eher am Ball. Man hatte das Gefühl, dass die Gäste mit einem Mann mehr spielten - und das schon vor der 35. Minute, als Günther glatt rot sah.
Zuvor gegangen waren zwei Szenen, in denen Curri und Klinka nicht eben unbedingt regelgerecht vom Ball getrennt wurden. Der mit einigen fragwürdigen Entscheidungen agierende Schiri Winkmann hatte jedoch nichts gesehen und ließ weiter spielen. Den folgenden Konter der Gäste beendete Günther in der kurzzeitig aufgeheizten Atmosphäre mit einer Grätsche von hinten, die der Referee mit rot bestrafte.
In Unterzahl begann der FCE zwar nicht besser zu spielen, aber bis zum Umfallen zu kämpfen. "Der Feldverweis war ein Signal, dass es heute nur über den Kampf geht. Wir können besser spielen, aber wir haben da auch schon verloren. Es war ein echter Arbeitssieg" war sich Gerd Schädlich mit allen Anwesenden nach dem Spiel einig. Auch Luhukay bekam zur Pressekonferenz nach dem kampfbetonten Spiel für seine Sichtweise Applaus. "Riesenkompliment an Aue. Sie standen hinten sehr diszipliniert. Es kann nicht sein, dass Aue unverdient gewonnen hat. Ich weiß jetzt auch, warum Bobel so hoch im Klassement steht."
Neben Bobel machten vor allem Emmerich und Kos auf sich aufmerksam. Kos` Stellungsspiel war fehlerlos und Kapitän "Emma" gewann nahezu 100 Prozent aller Zweikämpfe, wobei er mit seinem Dribblings als letzter Mann den Pulsschlag der Fans mehr als einmal in Herzinfarktnähe brachte. Was dennoch durchkam, machte Bobel in Klassemanier zunichte.
Der Rest der Auer Mannschaft blieb relativ blass. Der Sturm hing in der Luft, das Mittelfeld war quasi nicht existent. Einzig Curri konnte auf seiner Wunschposition hinter den Spitzen überzeugen, er suchte in seiner typischen Art die 1:1-Situationen und beruhigte das Spiel, als es in Unterzahl darauf ankam.
Nach dem Wechsel machten die Gäste weiter das Spiel. Emmas Hackenablage auf den ansonsten "untergetauchten" Jusko, der anschließend Klinka steil bediente (54.), das war spielerisch das einzig Bemerkenswerte aus Auer Sicht bis zur 60.Minute. Eine zweiminütige Druckphase um die 65.Minute erwies sich in der Unterzahl ebenfalls als Strohfeuer. Andererseits wurde deutlich, dass sich das Team gegenseitig anfeuerte (Mikolajczak) und einer für den anderen (für Günther) kämpfte. Erst ab der 85.Minute, als Paderborn alles auf eine Karte setzte, kam Aue noch zu einigen Chancen. Hellers abgefälschter Freistoß hätte ebenso die Entscheidung bringen können wie Nagornys und Klinkas Chancen eine Minute vor Schluss, doch Kruse konnte eben noch parieren.
Präsident Leonhardt sagte zu dem "Dreier", es sei ein doppelter Sieg - für die Moral und das Konto - gewesen. Natürlich wurde auch wieder die Frage nach dem "Knipser" gestellt. Gerd Schädlich sagte abschließend dazu, ein "Heilsbringer", der in der zweiten Halbserie 15 Tore schießt, wird nicht kommen. "Den gibt es zwar, aber der wird nicht nach Aue kommen. Wir müssen vielmehr die internen Reserven erschließen...."
Es ist gut möglich, dass das Paderborn-Spiel inclusive Zittern bis zum Ende seine Fortsetzung findet. Die subjektive Betrachtungsweise, ob dieser Fußball spannend, überzeugend, oder schlicht schlecht ist, bleibt dabei jedem selbst überlassen - je nachdem, wie realistisch er die Möglichkeiten des Vereins sieht... (fm) |
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