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2. Bundesliga 2005/06

Spielbericht

33. Spieltag - Sonntag, 07.05.2006 - 15:00

SC Paderborn 07 - FC Erzgebirge Aue 0:2 (0:1)

SC Paderborn 07: Tom Starke, David Fall, Markus Bollmann, Dusko Djurisic, Garry de Graef, Daniel Brinkmann, Marc Gouiffe á Goufan, Marcel Ndjeng, Dennis Schulp, Mehmet Dragusha, Rene Müller; Trainer: Jos Luhukay

Eingewechselt: 24. Albert Bunjaku für Dennis Schulp, 33. Sebastian Schoof für Rene Müller, 77. Benjamin Schüßler für Mehmet Dragusha

Kader: Lukas Kruse, Bernhard Erkinger

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Uwe Ehlers - Florian Heller, Christian Lenze, Richard Dostalek, Hendrik Liebers - Skerdilaid Curri, Kevin Hampf, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 46. Sebastian Helbig für Richard Dostalek, 80. Tomas Klinka für Ersin Demir, 88. Norman Loose für Florian Heller

Kader: Jörg Hahnel, Tim Zwingenberger, Christian Mikolajczak

Tore: 0:1 Kevin Hampf (Kopfball, 7. / Florian Heller); 0:2 Florian Heller (Rechtschuss, 71. / Ersin Demir)

Schiedsrichter: Norbert Grudzinski (Hamburg)

Zuschauer: 5592 im Hermann-Löns-Stadion

Gelbe Karte: Markus Bollmann (2.), Albert Bunjaku, Sebastian Schoof / -

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: 600 Lila-Weiße feierten in der letzten Auswärtspartie und bei sommerlichen Temperaturen einen 2:0 Erfolg beim Tabellennachbar und Aufsteiger SC Paderborn 07. Damit der 40. Sieg der Veilchen im Profigeschäft auch gelingen sollte, dafür sorgte Kevin Hampf, der für den verletzten Andrzej Juskowiak im zentralen Sturm rackerte, bereits in der siebenten Minute. Der 22-Jährige verwertete per Kopf eine Freistoßhereingabe von Florian Heller zur frühen Führung der Veilchen und markierte mit seinem zweiten Saisontreffer fast schon die Vorentscheidung.
Im Hermann-Löns-Stadion ließen es aber beide Mannschaften, wie auch im letzten Heimspiel gegen Bochum, fortan sehr locker angehen. Zwar erzielte Christian Lenze das nächste Kopfballtor (13.), aber das Schiedsrichtergespann sah eine vermeintliche Abseitsstellung des für den gelbgesperrten Marco Kurth agierenden Mittelfeldspieler. Die optische Überlegenheit der Veilchen und das zaghafte Auftreten der Paderborner wurden mit Pfiffen der 5.000 SC-Anhänger begleitet, auch weil die 07er-Elf auf heimischen Boden zu wenig zeigte und man sich die Wiedergutmachung nach der 1:5 Pleite in Burghausen wohl anders vorgestellt hatte. Einzig SC-Schlussmann Starke zeigte mit guten Rettungsaktionen gegen Skerdilaid Curri und Christian Lenze was man unter "Aufbäumen" versteht. Da war es auch nicht verwunderlich, dass erst kurz vor der Pause die Ostwestfalener die erste richtige Torchance durch einen Schuss von Dragusha auf dem Fuß hatten. Doch Tomasz Bobel behielt in der 43. Minute die Nerven und eine saubere Weste.
Nach der Pause zeigte Sebastian Helbig, für den angeschlagenen Tscheche Richard Dostalek gekommen, warum er in den Planungen des Vereins für die kommende Saison nicht mehr in Frage kommt. In der 53. Minute vermisste man beim 29-jährigen Stürmer, der noch letzte Saison neunmal traf, wieder einmal die Torgefährlichkeit. Dies musste das 2:0 sein. Aber auch Florian Heller hätte bereits das nun überfällige zweite Tor erzielen müssen, als er in der 61. Minute völlig unbedrängt aufs Paderborner Tor zuging, überraschend in den freien Raum spielte und daraufhin leider keinen Abnehmer fand. Ein Schussversuch wäre die bessere Variante gewesen.
Von Paderborner Seite aus sah man ebenfalls im zweiten Abschnitt ziemlich wenig und es wirkte der Anschein, dass man es nur auf die 500 Liter Freibier, die es nach dem Spiel geben sollte, abgesehen hatte. Die 90 Minuten davor waren wohl nur eine Art Trainingseinheit. Gegen diese lasche Einstellung der Platzherren hatten die Veilchen zwanzig Minuten vor Schluss wenig Mühe, das nun längst überfällige 2:0 zu erzielen. Skerdilaid Curri erkämpfte sich den Ball noch in der eigenen Hälfte und schickte Ersin Demir (oder laut DSF auch Ermin Desir) zum Kontern auf die Reise. Dessen Flanke verwandelte der mitgelaufene Florian Heller aus 15 Meter eiskalt unter die Latte. 2:0 für die Guten, was zugleich auch den Endstand bedeutete.
Zwar gelang den Paderbornern noch ein "Ehrentor", welches aber wegen Abseits nicht gegeben wurde (83.). Besser kann man sich nicht bei den "auswärtigen Fans" für diese tolle Saison bedanken, als mit einem Sieg im letzten Spiel auf fremden Gefilden. Aue hat durch eine engagierte Leistung über 90 Minuten völlig verdient gewonnen und mit diesem Dreier die beste Auswärtsbilanz seit dem Aufstieg in die 2.Bundesliga geschafft. Die Paderborner blieben in dieser Saison punkt- und torlos gegen die Veilchen und sind daher ein gern gesehener Gegner. Sechs Siege aus den letzten acht Spielen bestätigen, dass man wieder auf dem richtigen Weg ist und dass sich die Mannschaft nach dem kleinen "Wintertief" sehr gut erholt hat.
Mit nun zwei Punkten Vorsprung auf Rang acht, kann man die Saison zu Hause gegen Schlusslicht Siegen auf dem derzeitigen siebenten Platz abschließen. Weiterhin stehen die Veilchen auch im dritten Jahr der 2.Bundesliga wieder auf einem einstelligen Platz (2003/04 Achter und 2004/05 Siebenter) in der Abschlusstabelle. (arn)