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LR Ahlen: Timo Reus, Marko Tredup, Jean Tsoumou-Madza, Dominique Ndjeng, Stefan Fengler, Daniel Thioune, Nils Book, Radoslav Kaluzny, Catalin Racanel, Nico Patschinski, Ranisav Jovanovic; Trainer: Paul Linz
Eingewechselt: 46. Mitja Schäfer für Catalin Racanel, 73. Ralf Keidel für Daniel Thioune, 87. Jens Langeneke für Nils Book
Kader: Pascal Borel, Petar Djenic, Jesus Sinisterra, Jan Velkoborsky
FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, Hendrik Liebers - Marco Kurth, Florian Heller, Christian Mikolajczak, Christian Lenze - Tomas Klinka, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 35. Norman Loose für Hendrik Liebers, 69. Sebastian Helbig für Ersin Demir, 73. Richard Dostalek für Christian Mikolajczak
Kader: Jörg Hahnel, David Siradze, Kevin Hampf, Skerdilaid Curri
Tore: 0:1 Christian Lenze (Kopfball, 20. / Marco Kurth); 1:1 Radoslav Kaluzny (Kopfball, 22. / Nico Patschinski); 2:1 Mitja Schäfer (Linksschuss, 57.); 3:1 Radoslav Kaluzny (Rechtschuss, 77.)
Schiedsrichter: Thomas Frank (Hannover)
Zuschauer: 3279 im Wersestadion
Gelbe Karte: Nils Book, Radoslav Kaluzny, Marko Tredup, Ranisav Jovanovic / Christian Mikolajczak (6.)
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Was hat die ganze Diskutiererei unter Woche mit dem Vorstand, dem Trainer und dem Spielerrat gebracht? Anscheinend nichts. Das bestätigte gestern die Niederlage in Ahlen. Der gewisse "Ruck" in der Mannschaft blieb beim Tabellenletzten vollends auf der Strecke. Aus den letzten fünf Partien holten die Veilchen lediglich zwei und in der kompletten Rückrunde niederschmetternde sechs! Punkte (ein Sieg, drei Remis, vier Niederlagen).
Dabei sollte alles besser werden, man versprach sich viel, doch geändert hat sich nichts. Das "beruhigende" Polster von sieben Punkten auf die Abstiegszone schwindet zunehmend. "In unserer gegenwärtigen Situation gibt es absolut keinen Grund, Ahlen zu unterschätzen. Wir müssen unsere Linie ähnlich durchziehen, wie wir das in Saarbrücken getan haben. Es ist für beide Mannschaften ein sehr wichtiges Spiel.", so Gerd Schädlich noch vorm Spiel. Was geschah ist bekannt und schnell niedergeschrieben.
Christian Lenze rückte für Richard Dostalek in die Startelf, was auch die einzigste Veränderung gegenüber dem letzten Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus war. Die Platzverhältnisse und der einsetzende Regen ließen kaum Spielkultur zu. So war es nicht verwunderlich, dass das erste Tor nach einer Standardsituation fiel. Nach einer Ecke von Marco Kurth verwandelte Christian Lenze per Kopf sein erstes Saisontor zur 1:0 Führung für Aue. Doch der Jubel der ca. 400 angereisten Auer Schlachtenbummler hielt nur zwei Minuten, da ebenfalls nach einem Eckball der Ahlener Kaluzny zum Ausgleich einköpfte (22.).
Zwar zeigten sich die Veilchen völlig unbeeindruckt und zogen ihre Linie durch, doch Zählbares sprang nicht heraus. Die besten Möglichkeiten hatten dabei Marco Kurth (30.) und Andrzej Juskowiak (36.) auf dem Fuß. Doch ihre Distanzschüsse verfehlten das Ahlener Gehäuse nur knapp. Kurz vor der Pause musste Gerd Schädlich verletzungsbedingt wechseln und brachte für Hendrik Liebers Norman Loose ins Spiel.
In den ersten 45 Minuten hatten die Veilchen zwar mehr vom Spiel, jedoch versäumte man es, seine Tormöglichkeiten auch in Zählbares umzumünzen. Nach dem Wechsel kam, was kommen musste bzw. was eigentlich klar vorauszusehen war. Aue stellte das Spielen ein und man überließ nun den Hausherren das Geschehen. Tomasz Bobel stand fortan voll im Mittelpunkt und verhinderte mit guten Paraden den Ahlener Führungstreffer. Doch beim direkt verwandelten Freistoß des kurz zuvor eingewechselten Schäfer war auch er machtlos. Während die Mauer anscheinend fest verwurzelt mit dem Rasen stehen blieb, zirkelte Schäfer das Leder aus gut 20 Metern Entfernung unhaltbar ins Eck zum 2:1.
Ahlen drückte weiter und wollte gleich nachlegen. Besonders Kaluzny und Thioune brachten einige Male die Auer Hintermannschaft in Bedrängnis und verlangten Schwerstarbeit von Tomasz Bobel. Auch als Jovanovic zehn Meter vor dem Tor völlig frei stand und sich die Ecke aussuchen konnte, war der Pole hellwach. Nach 70 Minuten begannen die Veilchen sogar wieder nach vorne zu spielen und sorgten damit für ein wenig Entlastung. Doch mitten im Vorwärtsdrang legte Ahlen nach. Nach einem Konter passte Thioune auf den heranstürmenden Kaluzny zurück und der Mittelfeldspieler verwandelte mit viel Übersicht und wohl zur Vorentscheidung zum 3:1 (77.).
Ahlen machte nur noch das Nötigste und wartete ab. Die Veilchen starteten eine kleine Schlussoffensive. Christian Lenze kam nach einem Freistoß völlig frei zum Schuss, doch er schob das Leder nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Auch Jörg Emmerich setzte mit seinem Distanzschuss, LR-Keeper Reus hatte viel Mühe mit dem Aufsetzer, paar Akzente. Aber selbst ein leeres Tor war an diesem Abend schwer zu treffen, wie Richard Dostalek aus 8 Metern Entfernung bewies. Schiedsrichter Tomas Frank aus Hannover hatte auch genug, pfiff die Partie und die damit vierte Niederlage der Veilchen in der Rückrunde ab.
Ahlen war einfach besser. Vor allem im zweiten Durchgang enttäuschte man auf ganzer Linie und brachte im fünften Spiel in Serie keinen Sieg zu Stande. Zwar fielen die Gegentreffer sehr unglücklich. Direkt nach dem 0:1 gelang der Ausgleich, als man nach dem 2:1 am Drücker war, fiel per Konter zum 3:1 die Entscheidung. Doch Ausreden zählen nicht, der Abstiegskampf hat schon längst begonnen und wenn man zu spät aufwacht, kann die Ernüchterung sehr sehr hart sein. In den ersten 17 Spielen stellte man mit 13 Gegentoren die beste Defensive der Liga und nun hat man schon 16 Gegentore nach acht Partien.
In der Hinrunde hatte man "nur" ein Sturmproblem, doch jetzt scheint alles Auseinanderzufallen. Gerd Schädlich nach der verdienten Niederlage: "Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben aber postwendend den Ausgleich bekommen. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Angriffe schlecht ausgespielt. Ich weiß nicht, was bei dem einen oder anderen Spieler im Pausentee war. Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte haben dann die Entscheidung gebracht. Woche für Woche erzählen wir, was wir wollen. Entscheidend ist aber immer noch, was auf dem Platz passiert." (arn) |
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