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2. Bundesliga 2005/06

Spielbericht

30. Spieltag - Sonntag, 16.04.2006 - 15:00

FC Erzgebirge Aue - TSV 1860 München 3:0 (2:0)

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Florian Heller, Marco Kurth, Richard Dostalek, Sven Günther - Tomas Klinka, Andrzej Juskowiak, Kevin Hampf; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 78. Christian Lenze für Marco Kurth, 86. Skerdilaid Curri für Tomas Klinka, 90. Ersin Demir für Andrzej Juskowiak

Kader: Jörg Hahnel, Tim Zwingenberger, Christian Mikolajczak

TSV 1860 München: Timo Ochs, Fabian Lamotte, Torben Hoffmann, Slobodan Komljenovic, Marcel Schäfer, Björn Ziegenbein, Matthias Lehmann, Patrick Milchraum, Daniel Baier, Steffen Hofmann, Paul Agostino; Trainer: Walter Schachner

Eingewechselt: 46. Jiayi Shao für Björn Ziegenbein, 63. Marco Gebhardt für Patrick Milchraum

Kader: Michael Hofmann, Rodrigo Costa, Remo Meyer, Christoph Janker, Nicky Adler

Tore: 1:0 Tomas Klinka (Rechtschuss, 14. / Andrzej Juskowiak); 2:0 Andrzej Juskowiak (Linksschuss, 34. / Richard Dostalek); 3:0 Andrzej Juskowiak (Kopfball, 62. / Jörg Emmerich)

Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)

Zuschauer: 15000 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: René Trehkopf (5., gesperrt) / Matthias Lehmann (2.), Patrick Milchraum, Steffen Hofmann

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Der achte Heimerfolg in dieser Saison vor 15.000 Zuschauern war eigentlich nie wirklich in Gefahr. Und mit den drei geschossenen Ostereiern war es zugleich der dritte und höchste Heimsieg infolge. Besonders Andrzej Juskowiak zeigte mit seinen 35 Jahren eindrucksvoll seine Stürmerqualitäten. Ihm gelang schon der siebente Doppelpack im Auer Trikot und war weiterhin an allen drei Kisten beteiligt.
Beim ersten Treffer stieg Andrzej Juskowiak nach einer Ecke von Marco Kurth am höchsten und gewann somit entscheidend das Kopfballduell gegen Hoffmann. Gästekeeper Ochs konnte zunächst den Ball parieren, aber den Abpraller verwertete Tomas Klinka, der zuletzt drei Spiele wegen einer roten Karte gesperrt war, in der 13. Minute zum 1:0. Marco Kurth hatte zuvor bereits die Führung auf dem Fuß. Doch völlig freistehend wollte er im Übereifer mit einen Lupfer 1860-Schlussmann Ochs überwinden, jedoch erwies sich dies als zu blauäugig.
Die Veilchen hatten richtig Spaß am Kombinieren und waren gegen zahme Löwen immer einen Schritt voraus. Die Dominanz war auch beim 2:0 deutlich zu sehen. Eine Traumkombination über Tomas Klinka, Kevin Hampf und Richard Dostalek konnte Andrzej Juskowiak in der 34. Minute erfolgreich abschließen. Die Löwenabwehr wurde dabei mit mehreren Kurz- und Doppelpässen souverän ausgehebelt. Schon vor der Pause ging die Laola durchs Stadion und alle waren gespannt, was die Löwen noch für Ostergeschenke dabei hatten.
Die Veilchen kamen unverändert aus der Kabine und Gästetrainer Schachner brachte mit Shao die zweite echte Sturmspitze neben Agostino. Letztgenannter hatte auch zugleich nach Wiederanpfiff die erste Chance für die Löwen auf dem Fuß. Doch sein Volleyschuss war zu unplatziert und Tomasz Bobel entschärfte mit einem guten Reflex die Situation. Aue überließ mit der Führung im Rücken den Löwen weiterhin das Spiel, was in der 60. Minute fast den Anschlusstreffer bedeutete. Erst rettete René Trehkopf, der leider seine fünfte gelbe Karte in diesem Spiel sah, einen Schuss von Agostino auf der Linie und im Anschluß hämmerte Hoffmann das Leder aus acht Meter Entfernung übers Gehäuse. Dies wirkte alles sehr unbeholfen und fast ein bisschen trostlos bei den Sechzigern.
Jedenfalls war es der Tag für die Wismut, denn mittenrein in die Angriffsbemühungen der Löwen fiel das 3:0. Mit seinem achten Saisontor machte Andrzej Juskowiak endgültig alles klar. Dabei war es so simpel wie genial. Jörg Emmerich hämmerte aus ca. 30 Meter einen Freistoß einfach mal scharf in die Mitte, der Pole hielt "nur" den Kopf hin und es stand 3:0. Damit war die Entscheidung nach einer Stunde gefallen. 1860 hatte dem nichts mehr zuzusetzen und musste sich mit der Niederlage abfinden.
Eine ganz schwache Vorstellung der Löwen, mit der man im Kampf um den Klassenerhalt wohl nicht bestehen kann. Dabei hatten sich die Sechziger so viel vorgenommen und wollten im Erzgebirge die Wende herbeiführen. Der Trainerwechsel brachte auch nur zwei Siege in den letzten 13 Spielen und in der Rückrundentabelle liegt der TSV mit elf Punkten lediglich auf dem vorletzten Platz. "Ich wünsche den Münchnern alles Gute. Ein solcher Traditionsverein gehört in die zweite Liga.", so FCE-Präsident Uwe Leonhardt. Für die Veilchen läuft es da besser, denn aus vier der letzten fünf Spiele ging man als Sieger vom Platz und man kann nun mit 42 Punkten die vierte Zweitligasaison planen. (arn)