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FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf - Florian Heller, Marco Kurth, Richard Dostalek, Sven Günther - Tomas Klinka, Andrzej Juskowiak, Kevin Hampf; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 46. Hendrik Liebers für René Trehkopf, 75. Skerdilaid Curri für Tomas Klinka, 75. Ersin Demir für Kevin Hampf
Kader: Jörg Hahnel, Uwe Ehlers, Christian Mikolajczak, Christian Lenze
VfL Bochum: Peter Skov-Jensen, David Pallas, Martin Meichelbeck, Heiko Butscher, Philipp Bönig, Thomas Rathgeber, Daniel Imhof, Filip Trojan, Zvjezdan Misimovic, Goncalves Edu, Fabio Junior; Trainer: Marcel Koller
Eingewechselt: 35. David Czyszczon für Heiko Butscher, 65. Joris van Hout für Fabio Junior, 82. Sebastian Hille für Thomas Rathgeber
Kader: Rene Renno, Sören Colding, Dennis Grote, China
Tore: 0:1 David Czyszczon (Kopfball, 78. / Joris van Hout)
Schiedsrichter: Markus Kuhl (Köln)
Zuschauer: 12500 im Erzgebirgsstadion
Gelbe Karte: Marco Kurth (5., gesperrt), Kevin Hampf / Goncalves Edu
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Das 100. Zweitligaspiel der Veilchen und zugleich die "Live"-Eröffnungspartie des 32.Spieltages sollte eigentlich genug Ansporn sein, um das kleine "gallische" Dorf bekannter werden zu lassen. Doch viele sahen eine enttäuschende Vorstellung beider Teams, was wohl auch daran gelegen haben könnte, dass Bochum seit zwei Wochen als Bundesligaaufsteiger feststand und der FCE im letzten Auswärtsspiel bei der Eintracht aus Braunschweig den Klassenerhalt vorzeitig sicherte. Personell gab es mit Ausnahme von René Trehkopf, der nach seiner fünften Gelben wieder dabei war, keine weiteren Veränderungen.
Die Mannen um Gerd Schädlich kamen von Anfang an besser ins Spiel und erkämpften sich mit der Zeit mehr und mehr Spielanteile. Aber was heißt erkämpften? Der VfL erwies sich nicht wie eines Aufsteiger würdig und beließ es in der ersten Halbzeit lediglich beim "Schaulaufen". Somit hatte Aue Platz zum Kombinieren und dazu die erste gute Aktion durch Andrzej Juskowiak. Der aber, nach einer herrlichen Hereingabe von Florian Heller, das Nachsehen gegen den VfL-Innenverteidiger Butscher hatte. Leider zeigten sich die Herren auf dem Rasen weiterhin schwerlich bemüht, was für die 12.150 Zuschauer im Stadion und den zig DSF und Premiereguggern zu bieten, denn wirklich vom "Hocker" rissen diese Anfangsminuten kaum jemand. Nur Schiedsrichter Kuhl ließ ab und zu das weite Rund aufstöhnen, indem er seine eigenen Regelauslegungen durchsetzen wollte. Ansonsten sah man eher Freundschaftsspielatmosphäre.
In der 19.Minute erhallte der erste Weckruf in Form von Aluminiumbearbeitung. René Trehkopf hämmerte aus gut 30 Metern einen Abpraller direkt aufs Tor und Gästekeeper Skov-Jensen konnte bei diesem Lattenknaller nur noch zuschauen. Der Offensivdrang der Bochumer blieb danach weiterhin auf der Strecke, auch weil der stark aufspielende Tomasz Kos seinem Gegenpart Edu bestens Paroli bot. Einzig bei einem zu kurzen Rückpass zum Keeper zeigte er eine klitzekleine Achtlosigkeit, doch der andere Tomasz, nämlich dr Bobel, konnte den "Bock" souverän ausbügeln. Aue blieb weiterhin die tonangebende Mannschaft und hatte mit Sven Günther, als er sich links durchsetzte und aus spitzem Winkel aufs kurze Eck zirkelte, die nächste gute Torchance. Desgleichen konnte René Trehkopf, der pausenlos nach vorne agierte, den Bochumer Schlussmann mit einem 24 Meter Schlenzer nicht überwinden.
Nun gab es Chancen im Minutentakt. Nach schönem Zusammenspiel von Florian Heller und Tomas Klinka, zirkelte Flo das Leder in die Mitte, wo Andrzej Juskowiak nur Millimeter am Kasten vorbeiköpfte. Kurz zuvor hatte Tomas Klinka haargenau dieselbe Möglichkeit zur Führung auf dem Kopf, doch auch er scheiterte denkbar knapp. Kurz vorm Pausentee konnte sich Tomasz Bobel beim anderen Tomasz bedanken, als er mit einem missglückten Pass Trojan unverhofft in Szene setzte und der 32-jährige Abwehrrecke es wieder ausbessern konnte. Nach Chancen müsste es hier eigentlich schon 3:0 für die Guten stehen, aber eben nur "müsste".
Auf den Rängen ließen 2.000 Wunderkerzen das "Old Otto" erleuchten und die zweite Runde wurde in Angriff genommen. Nicht mehr dabei war René Trehkopf, der mit Fersenproblemen gleich in der Kabine blieb. Für ihn spielte Hendrik Liebers nun in der Abwehrkette weiter. Zunächst wieder das alte Bild mit wenig sehenswerten Aktionen auf dem Rasen. Die Hausherren blieben dominant und die Gäste präsentierten sich weiterhin sehr harmlos. Nur die Gangart war ruppiger geworden und Edu kassierte nach einem Foul an Sven Günther die erste gelbe Karte des Spiels.
Erst nach einer Stunde kamen die Bochumer auch mal vor das gegnerische Tor. Allerdings konnte Jörg Emmerich, den am 16er völlig freistehenden Fabio Junior noch rechtzeitig attackieren und auch für Tomasz Bobel gab es nach einem Freistoßversuch von Trojan keine Gefahr. Die beste Bochumer Torchance vergab hingegen der gerade eingewechselte van Hout (68.). Als er nach einem Fehler von Jörg Emmerich schon an Tomasz Bobel vorbei war und nur noch Einnetzen hätte müssen. Jedoch stand Marco Kurth goldrichtig und rettete artistisch auf der Linie. Zuvor wäre den Veilchen die Führung fast selbst geglückt. Nach einer Flanke von Hendrik Liebers legte Juskowiak im 16er per Kopf auf Tomas Klinka ab. Doch landete sein Volleyschuss genau in den Händen von VfL-Schlussmann Skov-Jensen.
Bochum nun zielstrebiger und immer mehr im Vorwärtsdrang. Gerd Schädlich brachte mit Ersin Demir für Tomas Klinka und Skerdilaid Curri für Kevin Hampf zwei neue Flügelstürmer. Jedoch wäre eine Entlastung im Mittelfeld besser gewesen, da bei Richard Dostalek nicht alles so rund lief. Auch für den kämpferischen Marco Kurth klappte nicht alles und der Mittelfeldmalocher sah nach einem Frustfoul an Misimovic die fünfte gelbe Karte, wodurch er im Auswärtsspiel beim SC Paderborn fehlen wird. Der anschließende Freistoß von Trojan verlängerte van Hout per Kopf und Czyszczon nickte aus Nahdistanz ein. 1:0 für Bochum in der 78.Minute und was nun?
Die Lila-Weißen kämpften unbeirrbar weiter und warfen nun alles nach vorne. Somit hatte Bochum obendrein Platz für Konter. So setzte sich Hille außen durch und legte für van Hout auf. Doch die (nach)lässige Art des Belgiers, indem er einen Heber ansetzte, wurde bestraft - drüber. In der 90. Minute stand selbst Tomasz Bobel im gegnerischen Strafraum, doch der verdiente Ausgleich sollte nicht mehr fallen.
Die Veilchen hatten mehr vom Spiel, versäumten es jedoch, ihre spielerische Überlegenheit und einige gute Tormöglichkeiten in Zählbares umzusetzen. Eine Standardsituation reichte der Elf von Marcel Koller aus, um drei Punkte aus dem Erzgebirge zu entführen und bestätigten somit ihre Rolle als beste Auswärtsmannschaft. Aue liegt nun mit 45 Zählern auf Rang acht und nach zuletzt drei Heimsiegen in Folge, gab es die dritte (vermeidbare) Heimniederlage in dieser Saison. (arn) |
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