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2. Bundesliga 2007/08

Spielbericht

1. Spieltag - Sonntag, 12.08.2007 - 14:00

FC Erzgebirge Aue - Greuther Fürth 1:1 (0:0)

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Norman Loose, Tomasz Kos, Thomas Paulus, Hendrik Liebers - Marco Kurth, Nicolas Feldhahn, Florian Heller - Tomas Klinka, Fiete Sykora, Jiri Kaufman; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 46. Tom Geißler für Marco Kurth, 57. Skerdilaid Curri für Fiete Sykora, 58. Adam Nemec für Tomas Klinka

Kader: Axel Keller, Fabian Müller, René Trehkopf, Ljubisa Strbac

Greuther Fürth: Sascha Kirschstein, Daniel Felgenhauer, Arsen Karaslavov, Marino Biliskov, Timo Achenbach, Juri Judt, Marco Caligiuri, Leonhard Haas, Thorsten Burkhardt, Stefan Maierhofer, Bernd Nehrig; Trainer: Bruno Labbadia

Eingewechselt: 81. Rodrigues da Silva Cidimar für Bernd Nehrig, 85. Stefan Reisinger für Marco Caligiuri

Kader: Stephan Loboue, Jan Mauersberger, Stephan Schröck, Daniel Adlung, Martin Lanig

Tore: 0:1 Timo Achenbach (Linksschuß, 54. / Thorsten Burkhardt); 1:1 Nicolas Feldhahn (Rechtsschuß, 77.)

Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)

Zuschauer: 11500 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: Florian Heller, Hendrik Liebers, Jiri Kaufman, Thomas Paulus, Tom Geißler / Arsen Karaslavov, Stefan Maierhofer

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Ein Tor, ein Punkt, acht Ecken und fünf gelbe Karten. So starteten die Veilchen in ihre fünfte Zweitligasaison. Der von Trainer Gerd Schädlich geforderte Heimsieg fiel dabei fast noch komplett ins Wasser. Einzig Nicolas Feldhahn konnte mit seinem Ausgleichstreffer den Auftakt vor 11.500 Zuschauern ein wenig ins rechte Licht rücken. Für das Team gibt es deshalb noch viel zu tun. Das durch mangelnde Laufbereitschaft und ohne Ideen aufgebotene Mittelfeld ist auch durch die Neuzugänge noch zu unkoordiniert. Der geniale Passgeber auf die Spitzen von "Hand Gottes" Jiri Kaufman, den pomadig aufgetretenen Fiete Sykora und den immer langsamer werdenden Tomas Klinka, fehlte total. Sogar Florian Heller konnte sich nicht in Szene setzen und verlor fast jeden Zweikampf. Aber ein Punkt ist besser als keiner - oder? Beim Gegner selbst, lief zum Glück auch nicht alles einwandfrei. Der neue Fürther-Trainer Bruno Labbadia trat von Spielbeginn mit acht Neuzugängen an und setzte auf ein 4-3-3-System, was den Veilchen durchaus Mühe abverlangte, jedoch ohne selbst Schlagzeilen zu schreiben.
Immerhin erspielte sich Aue in der ersten Hälfte größere Feldvorteile. Allerdings vermisste man die Gefährlichkeit vorm gegnerischen Gehäuse, sodass dies eher als brotlose Kunst abgestempelt werden konnte. Nach zehn Minuten der erste Torschuss überhaupt im Spiel aus gut 18 Metern. Caligiuri prüfte dabei den wiedergenesenen Keeper Tomasz Bobel, der zur Ecke parieren konnte. Auch gegen Burkhardt (25.) und Nehrig (34.) blieb der FCE-Schlussmann Sieger und bügelte so manche Scharte seiner Vorderleute aus. Im Übrigen hielt Abwehrchef Tomasz Kos, Jörg Emerich musste kurzfristig auf seinen Einsatz wegen Rückenproblemen verzichten, den Laden hinten soweit zusammen. Folglich entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen. Bis ca. 25 Meter vor dem Tor sah es auf beiden Seiten gefällig aus - dann fiel keinem mehr etwas ein. Dies hatte bis zum Seitenwechsel Bestand.
Gerd Schädlich hatte genug vom energielosen Marco Kurth und ließ den Kapitän gleich in der Kabine. Tom Geißler durfte es nun versuchen, wenigstens ansatzweise Fußballkultur in die Reihen zu bekommen. Leider vorerst erfolglos und es kam noch schlimmer. Der Fürther Achenbach war plötzlich mutterseelenallein im Auer Strafraum aufgetaucht und zog mit links ins rechte untere Eck ab. Tomasz Bobel stand auf dem falschen Bein und konnte dem Ball nur noch hinterher schauen. 0:1 nach 54 Minuten für die Kleeblätter. Dem Ganzen ging ein umstrittener Freistoß im Mittelfeld voraus, was wohl die Konzentration aufs Spiel durch nutzlose Diskussionen mit Schiedsrichter Kempter für einen kurzen Moment störte. Auch die Riesenaktion zuvor von Jiri Kaufman ging nach dem Rückstand etwas unter. Der Ex-Karlsruher zog an der Strafraumgrenze mit links ab und Gäste-Keeper Kirschstein konnte den Knaller geradeso noch zur Ecke klären.
Nun hieß es alles oder nichts. Skerdilaid Curri und Adam Nemec ersetzten die wirkungslos agierenden Fiete Sykora und Tomas Klinka. Trotz alledem waren die Gäste erstmal weiter am Drücker. Durch den Führungstreffer hatte Greuther Fürth Aufwind bekommen und hätten sogar fast noch das 0:2 gemacht. Ein Freistoß von Haas (67.) landete dabei direkt am langen Pfosten. Tomasz Bobel wäre erneut machtlos gewesen. Nach 70 Minuten kam der Veilchentross endlich in Fahrt und nach einem Eckball von Skerdilaid Curri brachten die Kleeblätter den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Nicolas Feldhahn nutzte die Unübersicht der Fürther aus und schob das Leder, nachdem Tomasz Kos ihm dieses zustocherte, aus acht Metern ins lange Eck. 1:1. Einer wollte nun mit allen Mitteln gewinnen und ließ sich dafür von anderen Sportarten verleiten. Genauer gesagt bugsierte Jiri Kaufman einen weiten Ball mit der Hand ins Tor. Für diese dumme Aktion sah der Stürmer Gelb - die insgesamt Sechste. Nummer Sieben kassierte Hendrik Liebers, weil er sich über die rüde Gangart der Greuther beschwert hatte.
Passiert ist danach nichts mehr und das Unentschieden ging letztlich in Ordnung. Über den Kampf kam man ins Spiel und zum verdienten Ausgleich. "Für das erste Heimspiel hatten wir uns viel vorgenommen und sind am Ende natürlich unzufrieden. Die Fürther haben gut nach vorn gespielt und mit viel Glück konnten wir mit einem 0:0 in die Pause gehen. Die zweite Halbzeit begann dann für uns besser. Durch eine Unachtsamkeit haben wir dann aber doch das Gegentor bekommen. Mit Kampfgeist schafften wir wenigstens noch das 1:1. Die Fehlerquote war heute zu hoch. Wir müssen uns für die nächsten Aufgaben steigern.", so die Analyse von Gerd Schädlich. Auch der Torschütze ist geteilter Meinung: "Natürlich ist es super, gleich zu treffen. Aber ein Sieg wäre mir lieber gewesen." - den Zuschauern auf den Rängen wohl ebenso. (arn)
weitere Spielberichte Heimmannschaft Spieldaten Gastmannschaft
  8 Ecken 7
  24 Freistöße 26
  49,8% Ballbesitz 50,2%
  16 Torschüsse 16
  52 Zweikämpfe 64
  55,17% - davon verloren 44,83%
  28 lange Bälle 18
  39% - davon nicht angekommen 61%