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2. Bundesliga 2007/08

Spielbericht

2. Spieltag - Sonntag, 19.08.2007 - 14:00

Kickers Offenbach - FC Erzgebirge Aue 3:2 (2:1)

Kickers Offenbach: Daniel Endres, Christian Müller, Niko Bungert, Moses Sichone, Santos de Brito Sidney, Oualid Mokhtari, Daniyel Cimen, Stefan Sieger, Thorsten Judt, Anastasios Agritis, Dino Toppmöller; Trainer: Wolfgang Frank

Eingewechselt: 61. Martin Hysky für Moses Sichone, 69. Suat Türker für Anastasios Agritis, 76. Thomas Wörle für Daniyel Cimen

Kader: Christian Como, Bastian Pinske, Adebowale Ogungbure, Denis Epstein

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Norman Loose, Tomasz Kos, Thomas Paulus, Hendrik Liebers - Marco Kurth, Nicolas Feldhahn, Florian Heller - Skerdilaid Curri, Ljubisa Strbac, Adam Nemec; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 66. Tom Geißler für Nicolas Feldhahn, 70. Fiete Sykora für Norman Loose, 77. René Trehkopf für Hendrik Liebers

Kader: Axel Keller, Fabian Müller, Jiri Kaufman, Tomas Klinka

Tore: 1:0 Dino Toppmöller (Kopfball, 10. / Niko Bungert); 1:1 Ljubisa Strbac (Linksschuß, 17. / Florian Heller); 2:1 Dino Toppmöller (Rechtsschuß, 33. / Stefan Sieger); 3:1 Suat Türker (Linksschuß, 70. / Niko Bungert); 3:2 Florian Heller (Foulelfmeter, 83.)

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

Zuschauer: 11992 im Stadion am Bieberer Berg

Gelbe Karte: Suat Türker / Tomasz Bobel, Nicolas Feldhahn

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Es gibt Mannschaften, die liegen einem einfach nicht. So auch die Offenbacher Kickers. Wie schon in den letzten Aufeinandertreffen gab es für die Veilchen auf dem Bieberer Berg nichts zu holen. Im ersten Spiel war es noch ein 2:1, welches letzte Saison mit einem 3:1 getoppt wurde und nun folgte eben ein idiotisches 3:2. Dabei spielte man nicht schlechter als der Gastgeber selbst, nur sind diese cleverer in Sachen Abschluss gewesen. Vor allem Dino Toppmöller, der im Sommer 2005 das Veilchendress ablegte und nun für den OFC stürmt, zeigte, wo man als Torjäger stehen muss und entblößte des Öfteren die Auer Hintermannschaft. Gerade das ehemalige Prunkstück der Auer kam gewaltig in Bredouille und luden die Kickers zum Toreschießen ein. Dabei gehörte die Anfangsphase noch den Veilchen und Ljubisa Strbac setzte, neben Neuzugang Adam Nemec und Skerdilaid Curri, schon früh ein Achtungszeichen. Nach Vorarbeit von Florian Heller knallte der Slowene das Leder in der 6. Minute an den Pfosten und Adam Nemec prüfte mit seinem Nachschuss OFC-Keeper Endres. Aue beherrschte auch weiterhin das Spielgeschehen und trotzdem hatten wenig später die Hessen die Nase vorn. Mokhtari setzte sich gegen Hendrik Liebers über den rechten Flügel durch und flankte auf den kurzen Pfosten. Da stand Niko Bungert, der den Ball über den verdutzt schauenden Tomasz Bobel delegierte und letztendlich von Toppmöller per Kopf (10.) ins Tor befördert wurde. Schon musste man wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Doch zum Glück nicht allzu lange. Florian Heller fand die Lücke in der Offenbacher Defensive und passte wenige Meter vor der Torauslinie quer auf Ljubisa Strbac, der vor Bungert und Sichone einschieben konnte. 1:1 nach gut einer Viertelstunde. Danach flachte die Partie kurz ab, ehe erneut Toppmöller den alten Abstand wieder herstellte. Kapitän Marco Kurth vertändelte dabei an der Seitenauslinie das Leder leichtfertig und aus dem folgendem Gewühl im Fünfmeterraum heraus, landete der Ball beim Ex-Auer, welcher aus der Drehung zur Führung einschob. Das Tragische daran war eigentlich, dass dies erst die zweite Möglichkeit für die Kickers war. Effizienter ging es wohl kaum. Schon erstaunlich. Im ersten Abschnitt der Partie hatten die Veilchen eigentlich alles unter Kontrolle und nach einer halben Stunde gingen die Offenbacher wieder aggressiver zur Sache und führten mit 2:1. Das Ergebnis hatte nun auch bis zur Pause erstmal Bestand, da die langen Bälle auf Adam Nemec, der diese zwar recht ordentlich verteilte, jedoch kein Mitspieler daraus Gewinn schlagen konnte oder die (zu) vielen Dribblings von Skerdilaid Curri, nicht die geeigneten Mittel waren, um die Offenbacher Abwehr in Verlegenheit zu bringen.
Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine und Kampf war nach dem Wechsel Trumpf. Chancen gab es auf beiden Seiten, doch besonders zielstrebig wirkte die Auer Offensive dabei nicht. Bis zur 65. Minute passierte erstmal nicht viel. Einzig die erste gelbe Karte im Spiel von Schiedsrichter Wolfgang Stark an Nicolas Feldhahn, der direkt nach der Verwarnung für Tom Geißler ausgewechselt wurde, wäre erwähnenswert. Nur drei Minuten später folgte bei beiden Teams die nächste Wechselorgie mit unerfreulichen Folgen für den FCE. Bei den Kickers kam Publikumsliebling Türker für Agritis ins Spiel und auf Auer Seite sollte Fiete Sykora, für den in der Defensive unglücklich agierenden Norman Loose, vorne nun mehr Impulse setzen. Doch griff der Neuzugang aus Jena mit seiner ersten Aktion, buchstäblich ins Klo. "Er kommt rein und spielt den Ball einfach zum Gegner. Dadurch entsteht das dritte Tor.", so ein verständnisloser Gerd Schädlich. Gemeint war die Aktion, als der Youngster den Ball im Mittelfeld unkonzentriert in die Reihen des Gegners bugsierte und das Leder durch Bungert dann postwendend in die Auer Hälfte zurückkam. Für Türker natürlich die Gelegenheit einen Einstand nach Maß hinzulegen. Dabei sah er, dass Tomasz Bobel zu weit vor seinem Kasten stand und versenkte den Ball mit einem geschickten Heber aus 14 Metern Entfernung im Netz. Florian Heller kam übrigens einen Schritt zu spät und konnte das "Traumtor" somit nicht verhindern. Hendrik Liebers machte nunmehr Platz für René Trehkopf, wobei sich beide Spielkulturen sehr ähnelten - alles sehr bedacht. Ein Aufbäumen wollte bei den Veilchen noch nicht so richtig einziehen und nachdem Aue den Spielbetrieb fast eingestellt hatte, zeigte Schiedsrichter Stark auf den Punkt, obwohl OFC-Keeper Endres Skerdilaid Curri klar vor der Strafraumgrenze stoppte. Den 400 angereisten Wismutfans war's egal und nachdem Florian Heller den fälligen Strafstoß sicher verwandelte, keimte nun doch Hoffnung auf. Es blieb bis in die Nachspielzeit spannend. Man drängte auf den Ausgleich, doch die Kräfte ließen spürbar nach. Tomasz Bobel war sogar nach vorne geeilt und sah nach einem "Stürmerfoul" den gelben Karton für die Attacke gegen seinen Widersacher im OFC-Tor. Geholfen hat das alles nichts mehr und man verließ im dritten Anlauf den Bieberer Berg mit Null Punkten.
Bereits zum achten Mal in Folge gehen die Veilchen auswärts als Verlierer vom Rasen und obendrein blieb der FCE zum zehnten Mal sieglos. Den letzten Erfolg auf fremdem Platz gab es am 15. Spieltag der vergangenen Saison beim Bundesligaaufsteiger Karlsruher SC. Damals gewann die Elf von Gerd Schädlich am 3. Dezember 2006 mit 1:0. Lang, lang ist's her. (arn)
weitere Spielberichte Heimmannschaft Spieldaten Gastmannschaft
  2 Ecken 1
  25 Freistöße 18
  46,5% Ballbesitz 53,5%
  13 Torschüsse 14
  62 Zweikämpfe 55
  47,01% - davon verloren 52,99%
  31 lange Bälle 38
  55% - davon nicht angekommen 45%