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2. Bundesliga 2007/08

Spielbericht

3. Spieltag - Sonntag, 26.08.2007 - 14:00

FC Erzgebirge Aue - Wehen Wiesbaden 3:0 (0:0)

FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Norman Loose, Tomasz Kos, Thomas Paulus, René Trehkopf - Tom Geißler, Marco Kurth, Florian Heller - Ljubisa Strbac, Skerdilaid Curri, Adam Nemec; Trainer: Gerd Schädlich

Eingewechselt: 59. Jiri Kaufman für Ljubisa Strbac, 72. Nicolas Feldhahn für Marco Kurth, 73. Tomas Klinka für Florian Heller

Kader: Stephan Flauder, Fabian Müller, Kevin Hampf, Fiete Sykora

Wehen Wiesbaden: Adnan Masic, Dajan Simac, Marko Kopilas, Vlado Jeknic, Ales Kokot, Sandro Schwarz, Patrick Bick, Benjamin Siegert, Hajrudin Catic, Maximilian Nicu, Valentine Atem; Trainer: Christian Hock

Eingewechselt: 46. Martin Willmann für Valentine Atem, 69. Kristjan Glibo für Dajan Simac, 77. Sascha Amstätter für Hajrudin Catic

Kader: Thomas Richter, Olivier Caillas, Bakary Diakité, Ronny König

Tore: 1:0 Jiri Kaufman (Linksschuß, 81. / René Trehkopf); 2:0 Jiri Kaufman (Kopfball, 83. / René Trehkopf); 3:0 Tom Geißler (Rechtsschuß, 87.)

Schiedsrichter: Holger Henschel (Brauschweig)

Zuschauer: 9300 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: Thomas Paulus (2.) / Dajan Simac, Ales Kokot

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Der beste Auer Akteur im Spiel gegen den Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden war eindeutig Gäste-Keeper Masic. Dank seiner fatalen Patzer gelang dem FCE nach einer zuvor dürftigen Leistung über 80 Minuten der ersehnte Befreiungsschlag und schickte den Bundesliganeuling mit 3:0 nach Hause. Den Sieg allerdings sollte man nicht so hoch einschätzen. Erst wenn man auch auswärts wieder was "reißen" kann und eine gewisse Kontinuität bei den Spielern und ihren dargebotenen Leistungen einkehrt, kann beruhigter auf die weitere Zukunft in Aue geschaut werden. Dies gilt auch für den SV Wehen Wiesbaden, der in den bisherigen Partien gegen die Mitaufsteiger TSG Hoffenheim und VfL Osnabrück vier Punkte verbuchen konnte und zum Ausklang einer turbulenten Woche, an deren Anfang die Trennung von Sportchef Djuradj Vasic stand, die erste Saisonniederlage kassierte.
Vor 9.300 Zuschauern entwickelte sich in der anfangs hitzigen Atmosphäre des Erzgebirgsstadions so zunächst ein Spiel ohne allzu große Aufreger. Angesichts der kompakten Defensive des Aufsteigers ging die Angriffslust der Lila-Weißen nach schwungvollen Anfangsminuten bald verloren und mehr als ein Schuss an den Außenpfosten von Ljubisa Strbac in der 16. Minute kam nicht zustande. Die Gäste aus Hessen, die mit Atem die einzigste Sturmspitze aufstellten, lauerten derweil auf Konter, ohne dabei allzu viel Gefahr zu entwickeln.
Das Spiel plätscherte nun weitestgehend dahin und die Veilchen wirkten mehr und mehr ideenlos, harmlos und irgendwie machtlos. Die starke Innenverteidigung der Gäste und die Einfältigkeit der Hausherren führte in der ersten Hälfte schon zu Unmutsbekundungen einiger "Veilchen-Anhänger", welche sich auch bei Tom Geißlers vergebener Kopfballchance, die vom quirligen Skerdilaid Curri in den Strafraum gebracht wurde, ausgiebig aufs Runtermachen der Mannschaft, statt sie aufzubauen, beteiligten, obwohl dies nach langer Zeit mal wieder ein sehenswerter Angriff war.
Nach der Pause sollte es vor beiden Toren turbulenter zugehen. Florian Heller zog hierbei keine zwei Minuten nach dem Wechsel von der Strafraumgrenze ab und verfehlte das Tor nur knapp. So auch ein Kopfball von Ljubisa Strbac (49.), der nach einer Geißler-Ecke am höchsten sprang und nach gut einer Stunde für Jiri Kaufman Platz machen musste. Der Ex-KSC'ler sorgte für frischen Schwung in der Offensive und unterstützte Adam Nemec, der wie in den Spielen zuvor, alles unternahm, um den Spielaufbau der Gäste früh zu unterbinden, äußerst überzeugend. Nur bei Standards blieben die Hessen weiterhin gefährlich. So auch in der 62. Minute, als der für Atem eingewechselte Willmann, welcher nach einem feinen Freistoßtrick von Kokot bedient wurde und sich freistehend im Strafraum die Ecke aussuchen konnte, seinen Meister in Torwart Tomasz Bobel fand.
Die nun mit einer härteren Gangart geführte Partie blieb weiterhin offen und erst als Trainer Gerd Schädlich in der 70. Minute Tomas Klinka als vierte Sturmspitze für Florian Heller brachte, Skerdilaid Curri rutsche hierbei in die zentrale offensive Mittelfeldposition, und Nicolas Feldhahn für den überforderten Kapitän Marco Kurth ins Spiel kam, wurden die Aktionen zwingender und mit Glück auch erfolgreicher. Denn was dann geschah, hatte wohl noch keiner erlebt und nicht mal im Traum daran gedacht - drei Tore innerhalb von fünf Minuten!!!
Begonnen hat alles nach einer ziemlich harmlosen, halbhohen Flanke von Jiri Kaufman aufs kurze Eck von Masic, wo eigentlich der SV-Keeper hätte stehen müssen. Er spekulierte jedoch mit einer Hereingabe und nachdem er seinen Irrtum bemerkte und zudem noch wegrutschte, schlug der Ball hinter ihm zum 1:0 für die Veilchen ein. Die nun wieder erwachte Stimmung im weiten Rund wäre jedoch im direkten Gegenzug sofort wieder verstummt. Nicu hämmerte unmittelbar nach der Führung das Leder an den Pfosten und ein Raunen ging durchs Stadion, gefolgt vom nächsten Torjubel. Erneut hieß der Torschütze Jiri Kaufman, erneut hatte Masic eine Aktie daran und erneut war René Trehkopf der Vorlagengeber. Nach einem Missverständnis zwischen Masic und Verteidiger Jeknic, schaltete Kaufman am schnellsten und überwand den überraschten Schlussmann per Kopf zum 2:0.
Keine drei Minuten später, man glaubt es kaum, setzte Masic den Höhepunkt seines traurigen Daseins im Tor von Wehen. Der total verunsicherte Keeper verschätzte sich bei einem Schuss von Tom Geißler, der den Ball von der linken Außenlinie auf die Reise geschickt hatte und vorbei an Freund, Feind und zwischen Masic's Beine hindurch ins Tor trudelte. Die traurige Krönung einer Torhüter-Katastrophe und zugleich ein erfreulicher 3:0-Endstand für die Veilchen, welche nach zehn sieglosen Spielen endlich wieder eine Partie gewannen. (arn)
weitere Spielberichte Heimmannschaft Spieldaten Gastmannschaft
  6 Ecken 2
  18 Freistöße 17
  63,9% Ballbesitz 36,1%
  18 Torschüsse 13
  50 Zweikämpfe 49
  49,49% - davon verloren 50,51%
  41 lange Bälle 10
  20% - davon nicht angekommen 80%