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SC Freiburg: Carsten Nulle, Daniel Schwaab, Pavel Krmas, Heiko Butscher, Dennis Aogo, Ivica Banovic, Eke Uzoma, Karim Matmour, Mirnes Mesic, Jonathan Jäger, Jonathan Pitroipa; Trainer: Robin Dutt
Eingewechselt: 61. Wilfried Sanou für Karim Matmour, 65. Henrich Bencik für Wilfried Sanou, 80. Cafu für Jonathan Pitroipa
Kader: Alexander Walke, Andreas Ibertsberger, Otar Khizaneishvili, Ali Günes
FC Erzgebirge Aue: Tomasz Bobel - Fabian Müller, Norman Loose, Tomasz Kos, Hendrik Liebers - Jörg Emmerich, Florian Heller, Jiri Kaufman, Nicolas Feldhahn - Tomas Klinka, Adam Nemec; Trainer: Gerd Schädlich
Eingewechselt: 74. Thomas Paulus für Nicolas Feldhahn, 74. Fiete Sykora für Tomas Klinka, 83. Ljubisa Strbac für Florian Heller
Kader: Axel Keller, Daniel Rupf, Marco Kurth, Kevin Hampf
Tore: 1:0 Mirnes Mesic (Kopfball, 66. / Jonathan Jäger); 2:0 Henrich Bencik (Kopfball, 90+3.)
Schiedsrichter: Matthias Anklam (Buchholz)
Zuschauer: 13400 im Badenova-Stadion
Gelbe Karte: Ivica Banovic / Nicolas Feldhahn (2.), Jörg Emmerich (2.), Tomas Klinka
Gelb/Rote Karte: - / Hendrik Liebers (87., wiederholtes Foulspiel)
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Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Nach vier sieglosen Spielen in Folge zeigt sich so langsam ein Abwärtstrend, der allerdings vielmehr mit der mangelnden Chancenverwertung statt an der spielerischen Überlegenheit des Gegners zusammenhängt. So war es in Freiburg insbesondere Tomas Klinka, der mit seiner außergewöhnlichen Schweigeminute vorm leeren SC-Gehäuse dafür sorgte, dass es am Ende wieder nicht reichen sollte. "Das war eine denkwürdige Aktion! Ich weiß nicht was er sich dabei gedacht hat", zeigte sich Gerd Schädlich ratlos. Ein Problem, das nach dem ersten torlosen Spiel der Saison schnell behoben werden sollte. Denn wer Vorne die Tore nicht macht, muss sich nicht wundern, wenn er hinten welche kassiert. Freiburg ist jedenfalls mit diesem Sieg der neue Tabellenführer und die Veilchen finden sich auf Platz 14 wieder.
Die als Favorit in diese Partie gegangenen Hausherren sorgten in den Anfangsminuten für ordentlichen Druck. Dabei war der SC-Stürmer Mesic an fast allen gefährlichen Situationen der Breisgauer beteiligt. Doch hielt das Auer Bollwerk mit dem erneut stark spielenden Fabian Müller, der Pitroipa oftmals bloß stellte, sowie Tomasz Kos und Norman Loose in der Innenverteidung und Hendrik Liebers, der für den verletzten René Trehkopf auf der Außenbahn sein Glück versuchte, jedem Angriff stand. So scheiterten wie erwähnt Mesic (9., 18.) und Butscher (10.) jämmerlich.
Für die erste Aktion eines lila-weißen Offensivspielers sorgte Tomas Klinka, als er für eine Grätsche gegen Ball und Gegner bereits in der sechsten Minute den gelben Karton sah. Fast eine halbe Stunde mussten die rund 250 angereisten Schlachtenbummler auf die nächste Auer Chance warten. Nach einem schönen Doppelpass mit Adam Nemec bekam Jiri Kaufman jedoch den Ball nicht richtig mit und verpasste am Elfmeterpunkt den Abschluss. Nur eine Minute später dann doch der erste Torschuss der Veilchen, als Florian Heller eine Klinka-Flanke direkt nahm, die Kugel dabei aber nicht voll traf und SC-Keeper Nulle auf dem Posten war.
Vom 5:4 der Vorsaison, die durch zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen und nach zweimaliger Führung doch verloren ging, war man heuer auf jeden Fall weit entfernt, dafür gab es zu wenige zwingende Torchancen auf beiden Seiten. Erst kurz vor der Pause wurde es wieder brenzlig, doch nur vorm Gehäuse von Tomasz Bobel. Nach einer zu kurzen Emmerich-Abwehr hämmerte Mesic aus 17 Metern das Leder direkt links vorbei und auch der verursachte Freistoß von Hendrik Liebers, welcher nach einem Tunnel von Schwaab und anschließendem Trikotziehen mit Gelb bestraft wurde, sollte brandgefährlich werden. Aogo brachte diesen hierbei vom rechten Flügel scharf herein, doch zum Glück zielte Butscher nur vier Meter vor dem Kasten mit dem Kopf übers Tor. Somit ging es torlos in die Kabinen.
Die Pause ging für Tomas Klinka wohl etwas länger. Denn als der Tscheche nach einem Heller-Pass frei auf SC-Keeper Nulle zulief und den Schlussmann umkurvte, bräuchte er nur noch aus drei Metern einzuschieben. Doch er verharrte zu lange und schoss den zurückgeeilten Butscher in die Beine. Das musste die Führung sein. Die Freiburger reagierten auf diese Hundertprozentige etwas geschockt und schoben sich im weiteren Spielverlauf den Ball nur halbherzig hin und her. Das nutzten die Veilchen für ihr eigenes Spiel aus und beinahe wäre neun Minuten nach der vergebenen Chance von Tomas Klinka, die Führung doch gelungen, als Adam Nemec einen Kaufman-Heber aus zehn Metern über Nulle hinweg an die Latte köpfte. Der SC-Trainer Robin Dutt reagierte und brachte mit Sanou einen frischen Mann, doch dieser stand gerade einmal vier Minuten auf dem Platz. Nach einem fairen Tackling von Florian Heller musste die Neueinwechslung mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Feld getragen werden und wurde anschließend durch Bencik ersetzt.
Nach dieser langen Unterbrechung schwand nur kurz die Konzentration in der Auer Hintermannschaft, jedoch nicht ohne Folgen. Jäger flankte von der rechten Torauslinie, Mesic setzte sich zehn Meter vor dem Kasten gegen Fabian Müller durch und köpfte mit einer Bogenlampe ins rechte Eck. 1:0 für den Freiburger SC nach 66 Minuten. Es folgte ein Doppelwechsel bei Aue. Für den gelbbelasteten Nicolas Feldhahn und "Chancentod" Tomas Klinka kamen Thomas Paulus und Fiete Sykora in die Partie. Die SC-Anhänger machten sich derweil mit "Nie-mehr-Zweite-Liga"-Rufe und grotesken Wechselgesänge lächerlich, was die Stimmung im eigenen Block durchaus anheizte. Auf dem Rasen läuteten die Veilchen inzwischen die Schlussoffensive ein, auch weil die Hausherren das Ergebnis nur noch über die Zeit bringen wollten. Für Hendrik Liebers war diese jedoch schon gekommen, nach einer erneuten Täuschung von Schwaab, hielt "Henne" ihn wiederum fest und sah dafür Gelb-Rot.
Und in Unterzahl gelang in der dreiminütigen Nachspielzeit fast doch der Ausgleich. Ein Weitschuss von Jörg Emmerich hätte den Freiburger Schlussmann in arge Probleme gebracht, jedoch prallte das Leder nur ans Aluminium. Im Gegenzug traf der für Sanou eingewechselte und im Fünfmeterraum freistehende Bencik nach einer Flanke von Aogo per Kopf zum 2:0-Endstand. Die klaren Chancen nach dem Wechsel hatten die Veilchen, die Tore aber machte der SC. Dank des späten Treffers von Bencik feierten die SC-Anhänger nun sogar die Tabellenführung aufgrund des besseren Torverhältnisses. Was für ein Drama... (arn)
| weitere Spielberichte |
Heimmannschaft |
Spieldaten |
Gastmannschaft |
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8 |
Ecken |
1 |
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23 |
Freistöße |
14 |
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60,6% |
Ballbesitz |
39,4% |
| |
15 |
Torschüsse |
7 |
| |
59 |
Zweikämpfe |
46 |
| |
43,81% |
- davon verloren |
56,19% |
| |
25 |
lange Bälle |
12 |
| |
32% |
- davon nicht angekommen |
68% |
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