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Landesliga Sachsen 2007/08

Spielbericht

4. Spieltag - Samstag, 08.09.2007 - 15:00

Bornaer SV - FC Erzgebirge Aue II 1:2 (1:0)

Bornaer SV: Frank Schöne - Jens Wuttke, Sven Streitberg, Thomas Linke, Tino Wunderlich - Andreas Streubel, Mario Döring, Marko Nickel, Jens Wagner, Toni Leutert - Lars Köster; Trainer: Jochen Kunath

Eingewechselt: 61. Christian Sobottka für Toni Leutert, 62. Daniel Schenk für Tino Wunderlich, 74. Florian Mende für Andreas Streubel

FC Erzgebirge Aue II: Stephan Flauder - Andy Wendschuch, Ronny Liebold, Pierre Le Beau, Andreas Lobsch - Marco Wölfel, Maik Georgi, Daniel Rupf, Christian Siemund - Kevin Hampf, Roy Blankenburg; Trainer: Rico Schmitt

Eingewechselt: 34. Markus Müller für Maik Georgi, 89. Patrick Grandner für Daniel Rupf, 90. Kai Enold für Roy Blankenburg

Tore: 1:0 Jens Wuttke (18.); 1:1 Marco Wölfel (55. / Daniel Rupf); 1:2 Marco Wölfel (60. / Kevin Hampf)

Schiedsrichter: Sven Friedrich (Dresden)
Assistenten: Jens Klemm, Kay Windisch

Zuschauer: 240 im Rudolf-Harbig-Stadion

Gelbe Karte: Jens Wuttke / Markus Müller, Daniel Rupf, Andreas Lobsch, Pierre Le Beau

Rote Karte: Thomas Linke (88., Tätlichkeit) / -

Spielberichte:
Der FC Erzgebirge Aue II hat seine Siegesserie auch im vierten Punktspiel fortgesetzt. Beim Bornaer SV gewannen die Veilchen am Sonnabend 2:1 (0:1). Aue begann couragiert und wollte ein schnelles Führungstor. Nachdem Daniel Rupf mit einem Freistoß an Bornas Keeper gescheitert war und Kevin Hampf eine Riesenchance per Kopf ausgelassen hatte, machten aber die Gastgeber plötzlich das 1:0 (12.). Das gab ihnen Sicherheit. Borna stand tief und lauerte auf Konter, und die Auer taten sich bis zum Seitenwechsel schwer. Das Spiel der Lila-Weißen wurde erst in der zweiten Halbzeit wieder besser. Sie erhöhten das Tempo, kamen über die Flügel und erzeugten so Druck. Als Belohnung gelang Marco Wölfel bereits in der 55. Minute nach einer Eingabe von Rupf der Ausgleich. Nur fünf Minuten später bediente Hampf mit einem feinen Pass in den freien Raum erneut Wölfel, und der schloss aus zwölf Metern flach zum 2:1 ab. Danach hatte der FCE alles fest im Griff, ließ allerdings eine Reihe von Chancen ungenutzt. So traf in der Schlussphase Roy Blankenburg nur den Pfosten, und Markus Müller vergab per Kopf eine tolle Möglichkeit. Da Aues Abwehr sicher stand, kamen die Bornaer zu keiner Torgelegenheit mehr, und die Partie wurde sicher über die Runden gebracht. "Ein verdienter Sieg, weil wir uns speziell in der zweiten Hälfte steigern konnten", berichtete FCE-Trainer Rico Schmitt. (fp)

Lange Zeit sah es nach einer Überraschung im Bornaer Rudolf-Harbig-Stadion aus. Mit einer 1:0-Führung im Rücken bot der Bornaer SV der favorisierten Reserve-Elf des FC Erzgebirge Aue über weite Strecken Paroli und verlangte den technisch begabten Gästen alles ab. Doch aufgrund grober individueller Fehler im Defensivbereich drehten die keineswegs überragenden Erzgebirgler noch die Partie zu ihren Gunsten und ließen die Gastgeber ins Tal der Tränen versinken. Von Beginn an waren die Wyhrastädter engagiert bei der Sache. Immer wieder gelang es den Gastgebern, den Spielfluss der Veilchen entscheidend zu stören. Äußerst kompakt auftretend gestattete man den Gästen kaum Torgelegenheiten. So war es nur ein Freistoß von Rupf, als Frank Schöne im Bornaer Tor beherzt zupacken musste (12.). Stattdessen gingen die Gastgeber in der Anfangsphase dann sogar in Führung. Nach einer lang gezogenen Flanke von Jens Wagner scheiterte Jens Wuttke per Kopf zunächst am Auer Schlussmann Flauder, doch den Abpraller nahm wiederum Wuttke auf und beförderte die Kugel aus Nahdistanz zum 1:0 ins Netz (18.). In der Folgezeit bissen sich die Auer immer wieder die Zähne an der guten Bornaer Hintermannschaft aus. Geschickt wurden vor dem eigenen Strafraum immer wieder die Räume verengt, so dass es für die Gäste kein Durchkommen gab. So versuchte sich Hampf nach gelungener Einzelleistung aus der Distanz, doch zeigte sich Schöne auf de Posten (41.). Im zweiten Durchgang drückte der FC Erzgebirge sofort auf den schnellen Ausgleichstreffer. Blankenburg, welcher knapp verzog (47.) und Müller, dem Schöne aus Nahdistanz den Nerv zog (52.), hatten die ersten guten Möglichkeiten. Dann der Knackpunkt in der Partie, welche die Wende herbeiführen sollte. Nachdem Tino Wunderlich einen langen Auer Pass ablief, ließ er sich - anstatt den Ball nach vorn zu schlagen - am eigenen Strafraum zu einem folgenschweren Dribbling hinreißen. Wölfel nahm ihm kurzerhand den Ball ab und überwand Schöne per Flachschuss ins kurze Eck - 1:1 (55.). Die Gastgeber waren fortan völlig geschockt, was die Gäste prompt zu nutzen verstanden. Nach einem Ballverlust im Vorwärtsgang stand wiederum Wölfel auf halbrechter Position völlig frei und blieb vor Schöne abermals eiskalt - 1:2 (60.). Die Gastgeber brauchten rund zehn Minuten um sich von diesem Schock zu erholen. Doch sie probierten es, als ein Linksschuss von Marko Nickel knapp über den Auer Kasten strich (74.). Die Gäste verwalteten fortan den knappen Vorsprung, doch sie blieben bei Standardsituationen gefährlich. Nach einem Eckball strich ein Kopfball von Le Beau knapp am Tor vorbei (76.). Kurz darauf war wiederum eine Ecke ein Ausgangspunkt der nächsten Auer Gelegenheit. Schöne kratzte einen Kopfball von Müller aus dem Eck, den Nachschuss setzte Blankenburg an den Außenpfosten (84.). Zu allem Ärger handelte man sich auch noch eine Rote Karte ein, als Thomas Linke vor den Augen des Schiedsrichters sich zu einem Nachtreten hinreißen ließ (88.). Doch der BSV hätte um ein Haar noch mit einem Punkt aus diesem Spiel gehen können. Christian Sobottka hätte fast vom inkonsequenten Eingreifen des Auer Schlussmanns Flauder profitiert, doch hob er unter Bedrängnis die Kugel knapp am Tor vorbei (90.+1). (bsv.de)