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FC Erzgebirge Aue II: Stephan Flauder - Ronny Liebold, Thomas Paulus, Pierre Le Beau, Andreas Lobsch - Marco Wölfel, Sylvio Schwitzky, Robin Lenk, Christian Siemund - Markus Müller, Fiete Sykora; Trainer: Rico Schmitt
Eingewechselt: 68. Roy Blankenburg für Robin Lenk, 89. Andy Wendschuch für Markus Müller, 90. Tommy Käßemodel für Sylvio Schwitzky
1. FC Lok Leipzig: Jan Evers - Holger Krauß, Anton Köllner, Manuel Starke, Marcel Hensgen - Stephan Knoof, Eric Eiselt, Thomas Wetzig, Alexander Kunert - Rico Engler, Ralf Schreiber; Trainer: Rainer Lisiewicz
Eingewechselt: 63. René Heusel für Eric Eiselt, 73. Robert Sommer für Ralf Schreiber, 73. Andre Irrgang für Alexander Kunert
Tore: 1:0 Markus Müller (11. / Sylvio Schwitzky); 2:0 Markus Müller (Foulelfmeter, 58.)
Schiedsrichter: Gunnar Stary (Dresden) Assistenten: Robert Franke, Peter Schroth
Zuschauer: 2900 im Erzgebirgsstadion
Gelbe Karte: Fiete Sykora, Andreas Lobsch (4.) / Marcel Hensgen, Manuel Starke, Holger Krauß
Spielbericht: In einer Nachholpartie der Fußball-Landesliga hat der FC Erzgebirge Aue II am Sonnabend im Erzgebirgsstadion den 1. FC Lok Leipzig 2:0 (1:0) bezwungen. Die Begleitumstände des Spitzenspiels der fünften Liga lösen erneut Kopfschütteln aus. Es gab die erwartete "Völkerwanderung" der berüchtigten Lok-Fans; etwa 1500 Anhänger aus der Messestadt reisten ins Erzgebirge, der größte Teil mit zwei Zügen. Wieder eine Riesenherausforderung für die Sicherheitskräfte: Im Einsatz waren insgesamt etwa 560 Mann der sächsischen Bereitschaftspolizei und der Landespolizei. Die Begleitung der mit dem Zug kommenden Anhänger aus Leipzig erfolgte auf der Hin- und Rückfahrt durch Bundespolizei. Einige unverbesserliche Lok-"Fans" reisten früher an und fuhren bis Johanngeorgenstadt, um in Breitenbach Böller zu kaufen. Das Ergebnis war während des Spiels unüberhörbar. Völlig unerklärbar, dass einige dumme Auer ebenfalls auf Knaller setzten. "Wir hatten aber die Situation jederzeit im Griff. Es gab keine schwerwiegenden Straftaten. Nach dem Spiel mussten Beamte vor dem Bahnübergang am Stadion Pfefferspray gegen rivalisierende Auer und Leipziger Fangruppen einsetzen", so Klaus-Peter Guhr von der Polizeidirektion Südwestsachsen. Auf dem Marsch des Leipziger Anhangs zum Bahnhof gelang es einigen Lok-Fans kurzzeitig, die Polizeibegleitung zu durchbrechen und in der Lidl-Filiale Diebstähle und Sachbeschädigungen zu begehen. Die Personalien mehrerer Tatverdächtiger wurden festgestellt, um die Strafverfolgung sicherzustellen. Laut Polizei gab es sieben Strafanzeigen und drei vorläufige Festnahmen. Zuvor war tatsächlich Fußball gespielt worden. Die Auer gewannen jederzeit verdient durch zwei Tore von Markus Müller. Damit ist der FC Erzgebirge II auf Platz 2 vorgerückt. Die Reihen der Veilchen hatten mit Fiete Sykora, Thomas Paulus, Robin Lenk und Stephan Flauder vier Spieler aus dem Profikader verstärkt. "Wir haben uns von der Auer Spielweise und der Zweikampfhärte zu sehr beeindrucken lassen. Die Siegermannschaft war auch einfach cleverer. Wir sind nie so richtig ins Spiel gekommen", resümierte ein enttäuschter Leipziger Coach Rainer Lisiewicz. Aues Trainer Rico Schmitt hingegen war natürlich überglücklich: "Ein verdienter Sieg. Wir müssen aber noch souveräner und abgeklärter agieren und nach vorn mehr machen." Den ersten Treffer bereitete der starke Silvio Schwitzky vor, als er in der 11. Minute auf der rechten Seite auf und davon ging und den Ball gefühlvoll nach innen passte, wo sich Mittelstürmer Müller durchsetzte. Das zweite Tor erzielte Müller per Strafstoß. Nach einem Freistoß hatte Schiedsrichter Gunnar Stary im Strafraum ein Foulspiel eines Leipzigers gegen Pierre le Beau gesehen (58.). Zwar kamen die Gäste dann etwas stärker auf, doch die Lila-Weißen kontrollierten die Szenerie. Auch als die Gäste in den Schlussminuten noch einmal alles auf eine Karte setzten, zeigte die Auer Abwehr keine Blößen und hatte mit Keeper Stephan Flauder einen sicheren Rückhalt. "Es ist ein tolles Gefühl, vor so einer großen Kulisse zu spielen und die spielentscheidenden Treffer zu machen. Mein großes Ziel heißt natürlich zweite Bundesliga. Um das zu erreichen, muss ich aber noch viel tun", befand der zweifache Torschütze Müller. (fp)
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