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Sachsen-Pokal 2000/01Spielbericht |
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Zuschauer: 4164 Dirk Böhme avanciert zum Pokalhelden Torhüter ebnet Auer Team beim VFC Plauen den erneuten Einzug ins Finale Plauen. Wie schon beim Sachsenpokalfinale 1999 erlebten die 4164 Zuschauer im Vogtlandstadion - unter ihnen weit über 1000 Anhänger des FC Erzgebirge Aue - einen Fußballkrimi à la Alfred Hitchcock. Und erst nach 135 Minuten wurde in diesem Vierteiler das Geheimnis gelüftet, wer das Finale erreicht. Es war der Regionalligist aus Aue, der das Elfmeterschießen mit 3:2 gewann. Das Ende bewerteten beide Trainer unterschiedlich. Aues Coach Gerd Schädlich vertrat die Auffassung, dass es eine Glückssache sei. Dem widersprach sein Kollege René Müller: "Elfmeterschießen ist keine Glücks-, sondern eine Nervensache. Aue war da beständiger." Im ersten Teil spielte der VFC die Hauptrolle. Die offensiv eingestellten Plauener erarbeiteten sich durch Brust, Fahrenholz, Gregor Berger und Krasselt hochkarätige Chancen, brachten aber selbst aus 3 Metern den Ball nicht ins Netz. Es fehlte die Präzision oder die Gäste blockten in letzter Sekunde die Schüsse ab. Zudem hatten die Erzgebirger Glück, dass Referee Schößling nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte, obwohl Curri von Jasarevic nicht ganz sauber attackiert wurde (33.). Aue war zunächst sichtlich beeindruckt über diese Sturm- und Drangphase des VFC . Nur Kunze und Kirsten sorgten für etwas Entlastung, vergaben aber ihre wenigen Chancen. "Wir hatten Glück, dass es zur Pause 0:0 stand. Im Gegensatz zu einigen meiner Spieler war ich nicht überrascht, was uns hier erwartet", bekannte Gästetrainer Schädlich. Der Regionalligist hätte sich nicht beschweren können, wenn er bis zur Pause ins Hintertreffen geraten wäre. Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gäste stärker die Szenerie. Nun hatte die VFC-Defensivabteilung viele brenzlige Situationen zu bereinigen. Aues Libero Tautenhahn ging häufiger mit nach vorn, versuchte es mit Fernschüssen und leitete zudem gefährliche Angriffe ein. Doch er blieb genau so erfolglos wie seine Vorderleute Jank, Kunze und die eingewechselten Boban und Müller. VFC-Torwart Golle parierte mehrfach hervorragend. Die Plauener kämpften weiterhin aufopferungsvoll, kamen aber nur noch selten zu gefährlichen Aktionen. Die für Curri - er beschäftige häufig zwei Gegenspieler -, Brust und Gematashvili eingewechselten Schulze, Gajsak und Gemeiner waren nur selten in der Lage, etwas für die Offensive zu tun. Der Tatsache, dass Plauen fünf Mann zum Einsatz brachte, die in der vergangenen Saison noch in der Bezirksklasse spielten, zollte auch Schädlich Respekt: "Der VFC bot junge Leute im Offensivbereich auf, die gut spielten." Im dritten Teil, der Verlängerung, lag für den Favoriten das 1:0 in der Luft. Doch erneut war es Golle, der einen Rückstand verhinderte, indem er den von Boban aus 25 Metern abgefeuerten Ball über die Querlatte lenkte. So musste der vierte Teil die Entscheidung bringen. Schon vor dem Elfmeterschießen erhielten die VFC-Kicker von ihren Anhängern viel Beifall für ihre couragierte Leistung. Die ersten Schützen bewiesen Nervenstärke. Müller, Grund und Boban trafen für Aue, Färber und Krasselt für den VFC. Dann kam der erste große Auftritt des Auer Keepers Böhme. Er parierte den von Schulze geschossenen Ball. Doch die Entscheidung war noch nicht gefallen, denn Hasse scheiterte an Golle. Da jedoch auch Gajsak in Böhme seinen Meister fand, blieb Aue vorn. Dann hämmerte Tautenhahn das Leder an die Querlatte. Gregor Berger hatte nun die Chance zum 3:3, doch er gabelte den Ball über die Latte. Aue jubelte, doch eigentlich hatte das Spiel keinen Verlierer verdient. (Freie Presse) |