VeilchenPower.de

2. Bundesliga 2011/12

Spielbericht

28. Spieltag - Samstag, 31.03.2012 - 13:00

FC Erzgebirge Aue - Greuther Fürth 1:1 (0:1)

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Pierre Le Beau, Dominic Rau, René Klingbeil, Kevin Schlitte - Nicolas Höfler, Fabian Müller, Jan Hochscheidt, Guido Kocer - Ronny König, Halil Savran; Trainer: Karsten Baumann

Eingewechselt: 52. Mike Könnecke für Fabian Müller, 82. Enrico Kern für Ronny König, 90+1. Kevin Stephan für Halil Savran

Kader: Stephan Flauder, Philipp Müller, Skerdilaid Curri, Patrick Sonntag

Greuther Fürth: Max Grün, Bernd Nehrig, Thomas Kleine, Mergim Mavraj, Heinrich Schmidtgal, Stephan Fürstner, Edgar Prib, Felix Klaus, Sercan Sararer, Olivier Occéan, Christopher Nöthe; Trainer: Mike Büskens

Eingewechselt: 22. Asen Karaslavov für Bernd Nehrig, 77. Tayfun Pektürk für Felix Klaus

Kader: Jasmin Fejzic, Fabian Baumgärtel, Sebastian Tyrala, Milorad Pekovic, Gerald Asamoah

Tore: 0:1 Olivier Occéan (Kopfball, 43. / Heinrich Schmidtgal); 1:1 Halil Savran (Rechtsschuß, 55. / René Klingbeil)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Assistenten:
Vierter Schiedsrichter:

Zuschauer: 8700 im Sparkassen-Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: - / Asen Karaslavov, Olivier Occéan

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Der Aufstieg für die Spielvereinigung geht wie im Vorbericht schon geschrieben nur über Aue. "Hier einen Punkt mitzunehmen, ist in Ordnung," musste auch Fürths Kapitän Kleine nach dem Spiel ernüchternd feststellen. Nachdem Eintracht Frankfurt am Wochenende gewonnen hatte, würde nur ein Sieg der Kleeblätter dabei helfen, um die Tabellenführung zu verteidigen. Dem Aufstiegsanwärter gelang es aber vor allem in der ersten Halbzeit kaum durch seine spielerischen Geschicke, die die Mannschaft von Trainer Büskens auch in der Rückrunde auf die Pole Position gehievt hat, die geschlossene und vor allem leidenschaftlich agierende Heimelf unter Zugzwang zu bringen. Die im Jahr 2012 zu Hause noch ungeschlagenen Veilchen (2S-3U) ließen so gut wie nichts anbrennen, doch eine Unaufmerksamkeit reichte in der 43. Minute aus, dass Fürths bester Schütze das 1:0 für die Gäste markieren konnte. Halil Savrans Nachsetzen samt Torerfolg bescherte dem Auer Publikum dann aber trotz Rückstands und nasskalten Wetters einen wärmenden Augenblick. So strauchelte nach dem TSV 1860 München (0:0) und dem FC St. Pauli (2:1) nun auch das dritte Top-Team der Liga im Lößnitztal. "Es ist super, dass wir heute einen Punkt geholt haben, aber wir müssen die Kirche noch im Dorf lassen", zeigte sich Aues frischgebackener Torschütze Halil Savran nach den kampfbetonten 90 Minuten trotzdem sehr sachlich. Und mit 31 Punkten rückt der FC Erzgebirge zumindest vorübergehend auf den elften Tabellenplatz vor.
"Wir können mit dem Punkt sehr zufrieden sein. Es war eine ausgeglichene Partie, in der Fürth immer wieder gefährlich war", befand auch Trainer Karsten Baumann, dessen Elf seit vier Spielen ungeschlagen ist, obwohl durch auftretende Verletzungen sowie Sperren immer Umstellungen in der Startformation von Nöten waren. So gab es im Vergleich zur vergangenen Partie bei Hansa Rostock heuer gleich drei Veränderungen: Für den gelbgesperrten Marc Hensel rückte Nicolas Höfler auf die zentrale Sechserposition, für den am Donnerstag an der Schulter verletzten Oliver Schröder war Pierre Le Beau nach seiner Rotsperre wieder dabei und Mike Könnecke räumte seinen Platz für den zuletzt gelbgesperrten Guido Kocer, der zugleich die erste gute Gelegenheit des Spiels bekam. Siebzig Sekunden waren seit dem Anpfiff von Fifa-Schiedsrichter Manuel Gräfe vergangen, da bediente Jan Hochscheidt per Kopf den unverhofft im Strafraum freistehenden Guido Kocer, der sich zwar gegen Fürstner behaupten konnte, dann aber in letzter Sekunde aus spitzem Winkel an Kleeblatt-Torwart Grün scheiterte. Die erste Duftmarke war dennoch gesetzt und beeindruckte wohl auch den Favoriten, der im Anschuss wenig Klasse zeigen konnte, um Druck Richtung Aue Tor aufzubauen. Auch die nächste Großchance durch Guido Kocer (12.) trug dazu bei, dass die durchaus feldüberlegenen Fürther nicht wie gewohnt mit ihren spielerischen Mitteln Erfolg hatten. Mavrajs Kopfball, den Martin Männel über die Querlatte lenkte (18.), resultierte aus einem Freistoß. Standards, die bis dato auch einzige Gäste-Waffe in einer sehr ausgeglichenen Partie, auch weil Aue mit viel Kampf und der einen oder anderen guten Kombination dagegenhielt. So überraschender kam dann die Führung der Spielvereinigung kurz vor der Pause. Dominic Raus Ausrutscher ließ die Auer Defensive - insbesondere Kapitän René Klingbeil - nur kurz in Unordnung geraten, was aber dazu reichte, das Schmidtgals Flanke den völlig blank stehenden Occean fand, der aus acht Metern per Kopf seinen 16. Saisontreffer und die 1:0-Führung der Gäste in der 43. Minute erzielte. Für die aufopferungsvoll agierenden Veilchen sicherlich ein Rückschlag, aber einen 0:1-Rückstand war meistens der Ansporn, die Partie noch zu drehen bzw. einen Punktegewinn zu ergattern.
So kamen die Hausherren mit neuem Tatendrang aus den Katakomben des Old Ottos. Für Fabian Müller war allerdings bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn Schluss mit lustig. Wohl leicht angeschlagen verließ der Rechtsaußen, der in dieser Woche seinen Vertrag bis 2014 vorzeitig verlängert hatte, den Rasen - für ihn übernahm Mike Könnecke den Part des Flügelspielers. Und mit dem Glück des Tüchtigen waren die Auer Angriffsbemühungen dann von Erfolg gekrönt: Nach einer Kocer-Ecke prallte der Ball zunächst über René Klingbeils Knie auch an Fürths Keeper Grün ab, sodass Halil Savran aus zwei Metern Entfernung nur noch zum 1:1-Ausgleich einschieben musste (55.). Für den Winterneuzugang war es das erste Tor im Dress von Erzgebirge Aue, und so verdammt wichtig. Unter Zugabe von böigem Wind und leichtem Hagelschauern entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Während Martin Männel Occeans Schuss, der dem Schlussmann durch die Beine rutsche, im Nachfassen noch vor der Torlinie sicher hatte (58.), musste sich auf der anderen Seite Fürths Keeper Grün mächtig strecken, um Guido Kocers Freistoß aus gut 30 Metern halbrechter Position, der sich zum Flatterball entwickelte, noch über das Tor zu lenken (62.). Auch Kevin Schlittes Kopfball wurde erst durch die widrigen Rahmenbedingungen gefährlich, als er am Sechzehner stehend einen Kocer-Freistoß in Richtung linken oberen Winkel verlängerte und Grün erneut seine Können unter Beweis stellen musste (76.). In einer hektischen Schlussphase gab das Kleeblatt gegen die nun angesichts der stetig kräftezehrenden Laufbereitschaft und daher augenscheinlich ausgepumpten Veilchen noch einmal Gas und versuchte das 2:1 für sich zu erzwingen. Doch alle Angriffe, wie durch Schmidtgal (83.), Occean (86.), Sararer (89.) oder Nöthe (90.) fanden spätestens vor Aues Keeper Martin Männel ein jähes Ende.
Darüber war auch Karsten Baumann glücklich: "Am Ende haben wir uns mit etwas Glück und einem guten Torwart das Unentschieden geholt. Aber man hat auch gesehen, warum wir zuletzt so viel gepunktet haben. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt." Der Offensiv-Express aus Franken scheint bei der Zwischenstation im Erzgebirge so ein wenig ins Stocken geraten zu sein. "Du darfst jetzt nicht nachlassen, das ist eine Qualität, die wir jetzt zeigen müssen. Wenn wir unser Potenzial abrufen, dann bin ich sehr zuversichtlich", zeigte sich Kleeblatt-Trainer Büskens noch vor der Partie optimistisch. Seine Worte nach dem Verlust der Tabellenspitze und dem Auslassen einiger aussichtsreichen Chancen waren dennoch nicht von Enttäuschung geprägt: "Wir können mit diesem Punkt leben. Wir wollten den Dreier, das hat nicht geklappt. Aber das wirft uns nicht um." Das unterstreicht die Tatsache einer gerechten Punkteteilung. Bei der Begegnung hatte Fürth mit 57 Prozent Ballbesitz mehr vom Spiel und auch bei den Torschüssen lag das Kleeblatt mit 19 zu 13 Versuchen vorn. Dem gegenüber stehen 57 Prozent gewonnene Zweikämpfe der Veilchen, die nun vor allem auf Regeneration setzen, um am Gründonnerstag mit voller Kraft bei Union Berlin die nächsten Punkte für den Klassenverbleib zu sichern. (arn)
weitere Spielberichte Heimmannschaft Spieldaten Gastmannschaft
FCE Homepage 43.47% Ballbesitz 56.33%
SpVgg Homepage 13 Torversuche gesamt 19
Block-A 1 Schüsse ins Tor 1
Kicker 6 Schüsse aufs Tor 7
MDR 6 Schüsse neben das Tor 11
  19 Freistöße 15
  6 Eckbälle 8
  1 Abseits 1
  27 Einwürfe 27
  11 Abstöße 7
  13 verübte Fouls 17
  0 Gelbe Karten 2
  0 Gelb-Rote Karten 0
  0 Rote Karten 0