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2. Bundesliga 2014/15

Spielbericht

7. Spieltag - Dienstag, 23.09.2014 - 17:30

FC Ingolstadt 04 - FC Erzgebirge Aue 1:1 (1:1)

FC Ingolstadt 04: Ramazan Özcan - Danny da Costa, Marvin Matip, Benjamin Hübner, Danilo Soares - Pascal Groß, Roger de Oliveira Bernardo, Alfredo Morales - Matthew Leckie, Stefan Lex, Lukas Hinterseer; Trainer: Ralph Hasenhüttl

Eingewechselt: 62. Moritz Hartmann für Stefan Lex, 90. Tomas Pekhart für Lukas Hinterseer, 90+2. Andre Mijatovic für Danilo Soares

Kader: André Weis, Robert Bauer, Konstantin Engel, Stefan Wannenwetsch

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - René Klingbeil, Stipe Vucur, Thomas Paulus, Filip Luksik - Michael Fink, Rico Benatelli, Fabian Müller, Mike Könnecke, Romario Kortzorg - Frank Löning; Trainer: Tomislav Stipic

Eingewechselt: 58. Arvydas Novikovas für Mike Könnecke, 64. Patrick Schönfeld für Rico Benatelli, 90. Henri Anier für Fabian Müller

Kader: Sascha Kirschstein, Oliver Schröder, Dorian Diring, Solomon Okoronkwo

Tore: 0:1 Frank Löning (Kopfball, 20. / Romario Kortzorg); 1:1 Lukas Hinterseer (Linksschuß, 22. / Danny da Costa)

Schiedsrichter: Markus Wingenbach (Mainz)
Assistenten: Benedikt Kempkes (Urmitz), Thorsten Braun (Saarbrücken)
Vierter Schiedsrichter: Daniel Schlager (Niederbühl)

Zuschauer: 4814 im Audi-Sportpark

Gelbe Karte: Benjamin Hübner, Andre Mijatovic / Frank Löning

 
1 Männel
29 Vucur   4 Paulus
      15 Klingbeil 5 Luksik      
     
10 Fink   22 Benatelli
30 Müller      8 Könnecke    7 Kortzorg
     
9 Löning
     
   
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Aue punktet glücklich - Wieder die Chancenauswertung: FCI hadert
"Es war nicht nur Pech, wir haben immer wieder auch die falsche Entscheidung getroffen", hatte Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem 1:1 bei 1860 München bemängelt. Ähnlich dürfte die Analyse auch nach dem 1:1 gegen Erzgebirge Aue ausfallen: Die Oberbayern waren drückend überlegen und verbuchten zahlreiche Großchancen, doch wieder fehlte es an der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Die Veilchen durften sich über einen glücklichen Zähler im Abstiegskampf freuen. Ingolstadt hatte das oberbayerische Derby bei 1860 München nach Belieben dominiert, dennoch reichte es nur zu einem 1:1. An der Leistung der Mannschaft gab es aus Sicht von Trainer Ralph Hasenhüttl nichts zu bemängeln, sodass der Coach auf personelle Veränderungen verzichtete. Auch Aues Übungsleiter Tomislav Stipic, der vor wenigen Wochen noch für die Reserve des FCI gearbeitet hatte, sah gegenüber dem dem ersten Saisondreier gegen St. Pauli (3:0) keine Veranlassung für Wechsel in seiner Anfangsformation. Angesichts des starken Auftrittes des FCE gegen die Kiez-Kicker warnte Ingolstadts Abräumer Roger sein Team vor dem Tabellenschlusslicht: "Auch wenn sie nicht gut gestartet sind, haben sie nun einen Sieg gelandet, der Trainer kennt uns gut. Sie sind gefährlich."
Von der ... des Gegners ließen sich die Schanzer aber nicht beirren, sondern konzentrierte sich auf die eigenen Fähigkeiten: Immer wieder brachen die Hausherren explosionsartig vor und kombinierten flüssig sowie zielstrebig in Richtung Tor. Wie schon gegen die Münchner Löwen haperte es jedoch an der Effizienz. Lex (3.), Leckie (9.) und Morales (12.) ließen beste Einschusschancen liegen. Als Beispiel für Kaltschnäzigkeit vor des Gegners Tor dienten die Gäste. Nach einem ersten Vorstoß von Müller und Kortzorg über rechts brachte Letzterer die Hereingabe auf den linken Pfosten. Dort nickte Löning die Kugel freistehend über die Linie (20.). Ingolstadt hatte nun gesehen, wie es funktioniert - und schlug praktisch im Gegenzug selbst zu: Da Costas Pass ins Sturmzentrum landete, nachdem Groß die Kugel geschickt hatte passieren lassen, bei Hinterseer, der sich geschickt um Vucur drehte und aus neun Metern Männel überwand (22.). Auch wenn der FCI postwendend ausglich, hatten die Veilchen durch den eigenen Treffer neuen Mut geschöpft und nahmen fortan aktiver am Spielgeschehen teil. Müller (27.) und Klingbeil (31.) zogen jeweils von der Strafraumgrenze ab, stellten Keeper Özcan damit aber nicht ernsthaft auf die Probe. Die Hausherren brauchten ein paar Minuten, um wieder den Vorwärtsgang einzulegen und mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. Groß näherte sich mit einer abgefälschten Hereingabe an (36.), ehe Morales die dickste Gelegenheit zur Pausenführung versiebte. Nach starker Zusammenarbeit von Lex und Leckie kam der Mittelfeldmann auf Vorlage des Australiers am Elfmeterpunkt frei zum Abschluss, geriet aber in Rücklage und drosch die Kugel über den Querbalken (38.). Genauer zielte kurz vor dem Halbzeitpfiff schon Lex, dessen Drehschuss aus spitzem Winkel aber Männel parierte (44.).
Nach Wiederanpfiff machten die Hausherren genau so weiter, wie sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatten: Mit Einbahnstraßenfußball in Richtung Gäste-Tor. Bei der Chancenauswertung blieb jedoch auch alles beim alten. Groß zielte bei einer Volley-Abnahme zu hoch (48.), Morales platzierte die Kugel aus vollem Lauf zu zentral in die Arme von Männel (50.). Leckie konnte sich das Eck nach einer Flanke von rechts praktisch aussuchen, köpfte aus acht Metern aber weit rechts vorbei (62.). Die Veilchen ließen sich in dieser Phase hinten einschnüren und wagten keinerlei Vorstöße. Den enormen Druck konnte die Hasenhüttl-Elf nicht auf Dauer aufrechterhalten, wodurch der Zug in Richtung Aue-Tor allmählich nachließ. Der Trainer griff von außen ein, brachte Sturmtank Hartmann für Lex (62.). Für Gefahr sorgte allerdings ein Verteidiger jeweils nach Standardsituationen: Kapitän Matip hämmerte die Kugel aus 14 Metern über das linke Kreuzeck (70.). Jenes Ziel visierte der Innenverteidiger auch fünf Minuten später an, verfehlte es aber per Kopf erneut (75.). Die Schanzer rannten in der Schlussphase noch einmal an, wirkten in ihren Aktionen aber kopflos. Zahllose hohe Hereingaben klärten die Erzgebirgler dank der Lufthoheit von Paulus & Co. Daran änderten auch die späte Einwechslungen von den kopfballstarken Pekhart und Mijatovic (je 90.) nichts mehr. Am Ende stand für die Gäste also ein äußerst glücklicher Punkt. Am Freitag (18.30 Uhr) empfängt Erzgebirge Aue den VfR Aalen, während der FC Ingolstadt 04 tags darauf (13 Uhr) beim Karlsruher SC antritt. (kicker)
weitere Spielberichte Heimmannschaft Spieldaten Gastmannschaft
FCE Homepage 26.12 Durchschnittsalter 27.47
FCI Homepage 29 Torchancen 4
Block-A 2 Gehaltene Bälle 5
MDR 55.16% Ballbesitz 44.84%
  72.27% (331) Angek. Pässe 62.65% (208)
  27.73% (127) Fehlpässe 37.35% (124)
  56.05% (125) Gew. Zweikämpfe 43.95% (98)
  8 Ecken 3
  0 Abseits 3
  9 Verübte Fouls 15
  15 Gefoult worden 9
  2 Gelbe Karten 1
  0 Gelb-Rote Karten 0
  0 Rote Karten 0